Mittlerer Klasse D Verstärker für MP3 - Eure Wahl?

OP #3590269
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Nachbar hat einen kleinen Raum, mit Sitzgelegenheit, Kühlschrank und 
Laptop zum Musik abspielen. Der Raum ist nur vieleicht 16qm groß. Leider 
ist seine aktuelle Lösung mit -ähm- kostenoptimierten Aktivboxen eher 
suboptimal.

Zur Verfügung stehen mir grad kleine passive Boxen sowie eins von diesen 
12V-Netzteilen mit 4A, wie sie z.B. bei LCD - Monitoren verwendet 
werden.

Das gäbe mir endlich mal die Gelegenheit, ein Platinchen für einen 
Klasse-D-Verstärker zu bauen und auch anzuwenden. Ich weiß, daß es in 
der Bucht, bei DX und sonstwo sowas fertig gibt, aber das is ja nu 
irgendwie langweilig ;)

Die groben Rahmenbedingungen für dieses Miniprojekt sind:
- ca. 10-15V Betriebsspannung
- ungefähr 2 x 10W @ 4 Ohm
- Eingang für MP3-Spieler oder Laptop
- preisgünstiger Aufbau möglichst ohne Kühlkörper
- Bauteile gut erhältlich

Auf meiner Werkbank ist die bevorzugte Platinengröße 1/4 Europakarte. Ob 
ich da einen oder zwei Kanäle draufbekomme, mache ich mal von den 
verwendeten Bauteilen und der zur Kühlung notwendigen Kupferfläche 
abhängig.

Bevor ich mich nun auf einen Chip festlege, würde ich gern eure 
Erfahrungen einholen, was empfehlenswert ist. Oder was überhaupt gar 
nicht geht.
Gast #3590475
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Helge A. schrieb:
> was überhaupt gar nicht geht.

Na vor allem das hier:

> einen Klasse-D-Verstärker zu bauen und auch anzuwenden.

Mit

> - ca. 10-15V Betriebsspannung

sind

> - ungefähr 2 x 10W @ 4 Ohm

auch klassisch analog gut machbar

> - Eingang für MP3-Spieler oder Laptop

Kann jeder Amp.

> - preisgünstiger Aufbau möglichst ohne Kühlkörper

Zwar mit KK, dafür aber ohne L/C-Filter

> - Bauteile gut erhältlich

Bei Reichelt TDA1558
#3590886
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Schau Dir mal diesen an:
http://shop.41hz.com/shop/item.asp?itemid=38

Die eigentliche Seite, www.41Hz.com, ist wegen einem HDD-Crash 
vorübergehend nicht erreichbar.

Preis ist okay. Aufgebaut habe ich die für eine 7.1-Anlage mit 
(riesigem) Basshorn (da reichen die unverzerrten 13W an 4 Ohm allemal). 
Als Stromversorgung dient ein 12V-200W-SMPS von Meanwell. Das ganze dann 
in ein 1-HE-19"-Gehäuse mit PGA2311 als dig. Lautstärkeregler.
#3590924
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Der Ausgang des Verstärkers sollte bis auf 0.5V an die positive/negative 
Versorgungsspannung rankommen, wenn der Verstärker mit nur 10V betrieben 
wird.
Wenn die letzte Stufe des Klasse AB als Emitterfolger ausgeführt ist, 
wird‘s mit dem 0.5V Sättigungsspannung schwierig.
Gast #3590941
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Hi,

den hier hätte ich schon einmal im Auge gehabt:

MP7748 (Stereo <20W)

Der passt sehr gut auf deine Anforderungen.
2x10W für <10€ auf einer Briefmarke. Die 20W kann man getrost vergessen, 
THD beachten.

Leider mit Exposed Pad.
Falls jemand etwas derartiges in einem anderen Gehäuse kennt: Nur her 
damit!
#3590960
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Humpfdidumpf schrieb:
> Leider mit Exposed Pad.

In der Schule haben wir das so gelöst:
Wenn man komplett SMD macht, muss man nicht zwingen 2 seitig ätzen: 
Cooper Bottom: Massefläche, Cooper Top, alle Leiterbahnen.
Unter dem IC wird dann ein Loch gebohrt. Einen Tropfen Lötpaste auf das 
Pad, und dann werden die Pins des ICs festgelötet. Dann haben wir eine 
Hohlniete ins Loch gesteckt und der Rest mit Lötzinn aufgefüllt.

Im Anhang eine Skizze...
Ich hoffe ich habe mich verständlich genug ausgedrückt?
Angehängte Dateien:
Gast #3591484
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@Max H.

das klingt interessant, für Zuhause könnte das gut gehen.

Speziell wenn man sich die Platine fertigen lässt, könnte man ein 3mm 
Loch (oder zwei) bohren lassen, das wo die Wände verkupfert sind - so 
quasi ein 3mm Durchkontaktierer.
dann könnte man die Niete sparen. Ich muss das bei Gelegenheit einmal 
ausprobieren.
OP #3591627
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So ungefähr wollte ich das auch machen. Ich hatte vor, eine 2-seitige 
Platine zu machen und eine 3mm Durchkontaktierung in die Mitte zum 
festlöten. Wenn das schon mit einer Hohlniete funktioniert, wird's damit 
nit schlechter :) Aber gut zu wissen, daß das auch damit geht!

@Max H:
Mal eine Frage zu den Programmierpins - ich denke, fest auf 400kHz und 
kleine Verstärkung einzustellen, dürfte ausreichen?

Als Ausgangsfilter setze ich vorerst sowohl auf kleine Ferritperlen als 
auch auf den "fetten" LC-Filter aus dem Datenblatt. Da steht ein Laptop 
und WLAN ist recht schwach, das ist nämlich im Keller. Es wär ja schön 
blöd, wenn nur entweder Youtube geht oder Verstärker *gg

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