Hi,
nachdem ich schon recht viel mit den Mikrocontrollern von Atmel gemacht
habe, wollte ich mir auch mal die PICs ansehen.
Da scheints ja ne Fülle an Programmiergeräten zu geben, hab sowohl im
Internet gesucht als auch ein paar Bekannte gefragt. Aber die Angaben
waren oft etwas wiedersprüchlich.
Meine Anforderungen wären:
- USB-Anschluss des Programmers (die meisten Programmer die mir
empfohlen wurden haben nur RS-232, das hat aber mein Laptop nicht...)
- Debugmöglichkeit (SEHR wichtig!)
- Kompatibilität zu den meisten PICs
Beim PIC-Kit 3 wäre das ja alles gegeben, oder? Wie ist das Ding so zu
bewerten, kann man damit anständig arbeiten? Den Preis von ca. 60$ finde
ich in Ordnung.
Also was ist eure Meinung dazu? Was wäre geeignet?
ade schrieb:> Meine Anforderungen wären:> - USB-Anschluss des Programmers (die meisten Programmer die mir> empfohlen wurden haben nur RS-232, das hat aber mein Laptop nicht...)> - Debugmöglichkeit (SEHR wichtig!)> - Kompatibilität zu den meisten PICs>> Beim PIC-Kit 3 wäre das ja alles gegeben, oder? Wie ist das Ding so zu> bewerten, kann man damit anständig arbeiten? Den Preis von ca. 60$ finde> ich in Ordnung.>> Also was ist eure Meinung dazu? Was wäre geeignet?
Das PicKit3 ist die empfohlene Low-End Standardlösung.
Für größere Projekte darf es dann ein ICD3 (ca 200€) sein, der ist
deutlich schneller - auch dank USB 2.0 High Speed (480 MBit/s) Anbindung
(das PicKit3 kann nur Full Speed 12 MBit/s).
Das RealIce (ca 500-700€ je nach Ausstattung) ist nochmals schneller und
hat die Möglichkeit eines zusätzlichen Real Time Execution Traces über
Portpins, SPI oder bei den PIC32 im TQFP100/BGA121 den dort vorhanden
Trace Port. Außerdem wird für ICSP ein differentielles Line-Modul
angeboten, sodass der ICSP mit höherem Takt gefahren werden kann.
Ich sag mal so: Das RealIce brauchst Du nicht. Über das ICD3 kannst Du
nachdenken. Ich habe es und möchte es nicht mehr hergeben.
Die ganzen Selbstbau-Brenner lohnen sich eigentlich nicht, weil es eben
halt meist nur Brenner sind. Dieses Zeugs stammt noch aus der Zeit, als
die PICs EPROM-Programmspeicher hatten, der entweder OTP war oder per UV
gelöscht werden musste. Das ist jetzt alles obsolet - gib ja keinen
einzigen Cent mehr dafür aus.
fchk
Wenn Du erst mal einsteigen willst, würde ich mit PICKIT3 anfangen. Nur
zum Brennen reichte ein Brenner von sprut.de, aber Du willst ja auch
debuggen, das kann sprut nicht.
Frank K. schrieb:>...> fchk
Volle Zustimmung,
Sowohl mit dem PK3 wie auch mit ICD3 kann man alle halbwegs modernen
PICs Programmieren (Typen mit "F", die relativ alten C Typen können die
bis auf den 16C84 aber NICHT)
Ob man die Debuggen kann hängt vom PIC ab, Nicht jeder Pic ist debug
fähig, einige Pics lassen sich auch nur mit Header Board debuggen.
Allerdings ist das keine Einschränkung dieser Tools sondern eine
generelle.
Der REAL ICE ist schon ganz nett und bietet hinsichtlich des Debuggens
noch etwas mehr an möglichkeiten. Aber man kommt sehr gut ohne aus, auch
im relativ ambitionierten Privaten Bereich sehr gut verzichtbar.
(regelmäßige gewerbliche Entwicklung macht damit schon etwas mehr spass)
Ob man sich jetzt für das günstige PK3 oder den ICD3 entscheidet kommt
etwas auf den Geschmack an. ICD3 ist etwas schneller und geringfügig
funktioneller beim Debuggen. Quasi die "Luxusvariante" des PK3...
Frank K. schrieb:> Die ganzen Selbstbau-Brenner lohnen sich eigentlich nicht, weil es eben> halt meist nur Brenner sind. Dieses Zeugs stammt noch aus der Zeit, als> die PICs EPROM-Programmspeicher hatten, der entweder OTP war oder per UV> gelöscht werden musste. Das ist jetzt alles obsolet - gib ja keinen> einzigen Cent mehr dafür aus.>
Ich denke das lag weniger an der Programmiertechnik als an dem Preis für
die Entwicklungstools. Die ersten Startertools von µC die auch nur
Programieren konnten (Picstart Plus) haben ja auch gleich mal
vierhundert DM gekostet. Da waren Selbstbaubrenner schon hilfreich.
Aber im Endeffekt war das wohl eine Kombination vieler Faktoren.
Das die Technik der Fremdprogrammiergeräte -auch Selbstbau- aber obsolet
sein sollte, da stimme ich voll zu.
Zumindest bei den ganzen Geräten die eigene SW brauchen und nicht direkt
aus MPLAB funktionieren.
Wer Geld sparen muss, der soll sich einen 100% PK3 Clone aus China
holen. Kostet incl. Versand ca. 20 Euro, dafür bekommt man kaum die
Bauteile für die ganzen Selbstbaubrenner, hat aber die volle PK3
Funktion!
(Microchip hat im Gegensatz zu Atmel sowohl Firmware wie auch Schaltung
der Einsteigertools offengelegt, 100% Clones sind also kein Hexenwerk.)
Wer die Möglichkeit hat über eine Hochschule zu kaufen bekommt den PK3
original auch für knapp über 20 Euro...
usuru schrieb:> Nur zum Brennen reichte ein Brenner von sprut.de, aber Du willst ja auch> debuggen, das kann sprut nicht.
Zumindest wenn man die Teile nicht alle direkt in der Bastelkiste und
gerade etwas Langeweile hat machen selbst zum reinen Programmieren
Fremdprogrammiergeräte wirklich keinen Sinn mehr! Das gilt auch für die
Sprut brenner! Wenn man die Bauteile erst besorgen muss kostet es auch
nicht viel weniger, teilweise sogar mehr -je nach Quelle und ggf.
Versandkosten- als die Originalen PK, dafür muss man wesentlich
umständlicher arbeiten (Bei Original kann man nach Codeänderungen mit
einem Click den Programmcode erstellen und automatisch in den Pic
brennen lassen, bei den nicht MPLAB kompatiblen Fremdprogrammiergeräten
muss man in MPLab nach Codeänderungen den Programmcode übersetzen und
abspeichern lassen, dann MPLAB verlassen, Das Fremdprogramm aufrufen,
die Hex Datei öffnen und dann erst brennen lassen. Spätestens wenn man
das bei schnellen Tests 10x hintereinander machen musste weiß man wie
nervig das ist.
Gruß
Carsten
Falls PICkit3 und man das PIC18F Demoboard nicht braucht, reicht das
PG164130 (PICkit 3 ICD) ~33 €, das DV164131 (PICkit 3 Debug Express)
liegt bei ~53 € (ohne Umsatzsteuer, Mouser/MicrochipDirect)
der programmer ist der geleiche; beim pickit3 debug express ist noch ein
2m langes rotes usb-kabel, eine cd mit mplab samt compilern und
beispielen für das ebenfals beiligende demo-board dabei.
ade schrieb:> Also sind die 20€ mehr nur für das Testboard oder? Der Programmer ist> der selbe?>> Danke schonmal für die Antworten!
Korrekt!
Beim "Debug Express" Set (DV164131) ist zusätzlich zum reinen PK3-Set
(PG164130) noch das Demo Board und eine CD mit Übungen/Tutorials dabei.
Die C-Übungen sind für Einsteiger gar nicht verkehrt, aber halt nur für
PIC Einsteiger in C. Geht um grundsätzliches wie Portansteuerung,
Tastenabfrage, aber auch Interruptabfrage.
Ansonsten gibt es keinen Unterschied!
Beim PK3 alleine (PG164130) ist das USB Kabel, der PK3 sowie eine CD mit
der Software (die man aber auch -meist aktueller- von der Website laden
kann) im Pakekt.
Sollte man allerdings doch noch später Interesse an den Lesson Files
haben, so kann man sich auch einfach die Files und DOKU frei von der
Microchip Website laden und das Demoboard auf Lochraster nachbauen und
dann auch ohne das teurere Set die Übungen machen... Der Schaltplan ist
sehr einfach. Spart einem der Lust aufs BAsteln hat immerhin auch
schnell 17-18Euro. (21Euro abzgl. PIC-Preis)
(unten auf:)
http://www.microchip.com/stellent/idcplg?IdcService=SS_GET_PAGE&nodeId=1406&dDocName=en538340&redirects=pickit3
Gruß
Carsten
Hi,
Dario B. schrieb:> der programmer ist der geleiche; beim pickit3 debug express ist noch ein> 2m langes rotes usb-kabel, eine cd mit mplab samt compilern und> beispielen
DAS ist auch alles beim PK3 Solo mit dabei. Sehe gerade sogar die Lesson
Files Codes und Schaltplan für das Demo Board sind im "Demoboardlosen"
Pack.
Einziger unterschied (neben dem Preis natürlich) zwischen den Beiden
Paketen ist also:
>..das ebenfals beiligende demo-board dabei
ALLES andere bis auf das nakte Demoboard ist auch beim PG164130 dabei.
Gruß
Carsten
ok danke! :-) Jetzt ists klar!
Werde mir das Ding dann kaufen! Warte gerade noch drauf dass die mir bei
Microchipdirect den 25% Studentenrabatt aktivieren. (Da die Uni aber
keine .edu adresse hat, muss man in den Chat gehen und da nett
nachfragen dann wirds weitergeleitet und man wird von "normal" auf
"Student" umgestellt)
ade schrieb:> ok danke! :-) Jetzt ists klar!>> Werde mir das Ding dann kaufen! Warte gerade noch drauf dass die mir bei> Microchipdirect den 25% Studentenrabatt aktivieren. (Da die Uni aber> keine .edu adresse hat, muss man in den Chat gehen und da nett> nachfragen dann wirds weitergeleitet und man wird von "normal" auf> "Student" umgestellt)
JA, Microchip ist da recht unkompliziert...
Da funktioniert das erstaunlicherweise ohne einen riesen
Bürokratieaufwand und handfesten "Drohungen" verbunden mit
Wahnsinnslieferzeiten!
Und in Fällen wo jemand wirklich glaubhaft machen kann das er sich mit
Elektronik beschäftigt aber als Schüler /Student trotz des verbilligten
Tarifes immer noch am Preis zu Kancken hat, da hört man immer wieder das
denen dann noch extrem entgegengekommen wird. Gibt da einige Berichte zu
hier im Forum. (Wobei ich hoffe das dies nicht irgendwann auch durch
Schnorrer kaputtgemacht wird die das Blaue vom Himmel lügen nur um 10
oder 20 Euro zu sparen obwohl sie es nicht nötig hätten...)
Da sollten sich so manch andere HErsteller mal eine Scheibe von
Abschneiden. Direkt über die HS geht -je nach Tool- noch einiges mehr
als 25%, das wird dann aber vom ablauf anders geregelt, Läuft dann über
einen deutschen Distri mit teilweise vorheriger Freigabe durch
Microchip.
(Klingt schlimmer als es ist, ein Anruf...)
GRuß
Carsten
Wenn du kein Anfänger mehr bist warum wechselst du dann von einem
Änfänger/Hobbybastler-Core zum nächsten?
Wäre es nicht Zeit für was richtiges wie CortexM3 ?
_lubu schrieb:> Wenn du kein Anfänger mehr bist warum wechselst du dann von einem> Änfänger/Hobbybastler-Core zum nächsten?
Welchen MC man einsetzt, hat nichts mit Änfänger/Hobbybastler zu tun,
sondern mit der Anwendung.
Nicht jeder muß unbedingt irgendwelche Grafispielchen in jedes seiner
Geräte einbauen. Ich hab sogar MCs in Geräten, die haben nichtmal ein
Display.
Wenn ich >2 Logik-ICs durch einen MC ersetzen kann, dann mache ich das
einfach.
Für Ablaufsteuerungen und Überwachungen sind 8-Bitter völlig
ausreichend. Schön ist auch, daß man für Batteriebetrieb nichtmal einen
Spannungsregler benötigt (Weitbereich 1,8 - 5,5V).
_lubu schrieb:> Wäre es nicht Zeit für was richtiges wie CortexM3 ?
Ich spiele auch mit dem Gedanken. Leider habe ich bisher noch nicht die
Killeranwendung, damit ich ihn sinnvoll einsetzen kann. Und nur so als
Hobby den M3 zu benutzen, dazu fehlt mir einfach die Zeit.
Wer schonmal Geräte entwickelt hat, der weiß, daß man nicht ohne Grund
mal eben die MC-Familie wechselt, da hängt ein riesen Rattenschwanz an
Arbeit dran.
Peter
Ich höre noch 1995 die Unkenrufe "Wer braucht 32Bit"...
Jetzt kommt 64Bit, na und?
Genauso wird es bei MCUs werden. Wer sich also jetzt darauf einlässt den
nächsten 8Bit Core zu lernen, wird zwar später mal sagen können; "Ja,
PIC und AVR, da haben wir viel mit gemacht", aber ist es sinnvoll jetzt
noch so einer "Rakete" Zeit zu widmen?
Denkt daran, ARM ist fast überall, in jedem Handy, SetTopBox etc.
Aber auch Heute werden noch 8 Bit uC verwendet. Microchip und Atmel sind
sicher nicht nur durch Bastler finanziert. Oftmals findet man sogar
einen 74xx Baustein und keinen teuren FPGA...
Die Idee beide uC Familien zu nutzen finde ich super. Irgendwann werde
ich auch in die AVRs einsteigen. Nur wenn man beide kennt, deren Vor-
und Nachteile, kann man entscheiden welcher für eine bestimmte Aufgabe
besser geeignet ist.
Und ich denke wir haben alle Spass am lernen, sonst würde wir uns die
Elektronik nicht antun, oder? Von daher ist es ja nicht verkehrt. :)
Schaltungswächter schrieb:> Ich höre noch 1995 die Unkenrufe "Wer braucht 32Bit"...> Jetzt kommt 64Bit, na und?>> Genauso wird es bei MCUs werden. Wer sich also jetzt darauf einlässt den> nächsten 8Bit Core zu lernen, wird zwar später mal sagen können; "Ja,> PIC und AVR, da haben wir viel mit gemacht", aber ist es sinnvoll jetzt> noch so einer "Rakete" Zeit zu widmen?>> Denkt daran, ARM ist fast überall, in jedem Handy, SetTopBox etc.
Wer nur einen Hammer hat, für den sieht alles wie ein Nagel aus.
Die Tendenz geht dahin, dass der CPU-Core fast egal wird und es im
Wesentlichen auf die enthaltene Peripherie ankommt. Und da wird eine
Motorsteuerung mit ADCs und PWMs sicherlich andere Anforderungen haben
als eine grafisch orientierte Anwendung auf einem TFT.
Binärkompatibilität ist nur in den Umgebungen wichtig, wo es ein Markt
für Software von der Stange gibt - PC, Smartphones, Spieleconsolen. Im
Embedded-Bereich sind Hardware und Software so miteinander verzahnt, da
ist es fast egal, ob tief unten ein ARM, MIPS, RXirgendwas oder PowerPC
läuft. Kennt man einen, kennt man sie alle.
PS: Ich baue Ethernet-Geräte für "das Internet der Dinge". In diesen
Teilen werkelt ein PIC mit integriertem Ethernet MAC+PHY. Die
Rechenleistung reicht völlig, und die Chips sind so unglaublich billig,
da ist die RJ45-Buchse das teuerste Bauteil auf der Platine. Warum
sollte ich meine Marktchancen reduzieren, indem ich teurere Bauteile
nehme?
fchk
Ok, lassen wir das mit den HobbyuC mal außen vor... ;-)
Ich meinte auch eher dass es keinen Sinn macht eine in ihren
Einsatzmöglichkeiten so ähnliche Architektur zu lernen die zudem noch
recht veraltet ist statt sich was neues mit Potential anzugucken, was
zudem noch preislich inzwischen sehr attraktiv ist wie
"Schaltungswächter" schon sagte und auch in der Industrie immer mehr
eingesetzt wird.
> zudem noch recht veraltet
so bitte nicht. nur weil dein wissen veraltet ist, sind es die neuen uC
noch lange nicht. schau dir doch mal die neuen PIC33E oder PIC24E an mit
60MIPS und z.t. DSP und diversen schnittstellen
http://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/01032h.pdf
Master Snowman schrieb:>> zudem noch recht veraltet> so bitte nicht. nur weil dein wissen veraltet ist, sind es die neuen uC> noch lange nicht.
Korrekt. Und nicht zu vergessen: PIC32 mit MIPS Kern. (das, was früher
in den großen UNIX-Workstations von DEC und SGI drin war)
Und alle PICs, egal ob klein oder groß, können mit den gleichen Tools
programmiert und debuggt werden.
fchk
>Die Tendenz geht dahin, dass der CPU-Core fast egal wird ...
aber nur 'fast', denn eine gewisse Rechenleistung muss das Ding ja haben
sonst kann es die Anforderung nicht erfüllen.
>Im Embedded-Bereich sind Hardware und Software so miteinander verzahnt,>da ist es fast egal, ob tief unten ein ARM, MIPS, RXirgendwas oder>PowerPC läuft.
Ja, sofern die Leistung ausreicht
>Kennt man einen, kennt man sie alle.
Unsinn!
Die Architekt. sind total unterschiedlich.
MCUA schrieb:>>Kennt man einen, kennt man sie alle.> Unsinn!> Die Architekt. sind total unterschiedlich.
Der C Compiler nivelliert vieles.
Und ein wenig Abstraktionsfähigkeit sollte man schon haben.
fchk
>>>Kennt man einen, kennt man sie alle.>> Unsinn!>> Die Architekt. sind total unterschiedlich.>Der C Compiler nivelliert vieles.>Und ein wenig Abstraktionsfähigkeit sollte man schon haben.
Dein 'Kennt man einen, kennt man sie alle' bezieht sich auf CPUs, nicht
auf Compiler. Und da ist die Aussage Unsinn.
(Ausserdem bin ich mir sicher, dass du diese Architekt. gerade nicht
kennst, denn sonst würdest du nicht so'n Unsinn reden)
Nun, ich denke was hier passiert ist der Versuch eine Wette abzugeben.
Die einen sagen PIC mit MIPS Core ist gleichwertig und meinen aber "ich
hoffe der wird sich durchsetzen", was hoffnungslos übertrieben ist.
Die anderen möchten gern Ihren Favoriten besser dastehen lassen.
Letztendlich ist das Wahrsagerei, kann ich nur mit der Schulter zucken.
-----------------
> Und alle PICs, egal ob klein oder groß, können mit den gleichen Tools> programmiert und debuggt werden.
Das ist ein unschlagbarer Vorteil und ein gutes Argument.
Vermutlich wird das Atmel mit dem Studio5 auch irgendwann schaffen.
Für ARM gibt es nicht DAS Tool, sondern eine unüberschaubare Menge an
wirklich guten Sachen.
Da liegt zum Teil das Problem, man MUSS sich damit beschäftigen.
Nur zu, hat APPLE auch gemacht.
> Der C Compiler nivelliert vieles.
Ja. Was heute zählt ist Preis, Lieferzeitraum, Kontinuität, gute Libs,
Energieverbrauch, endlos Peripherieoptionen...
http://de.wikipedia.org/wiki/ARM-Architektur#Lizenznehmerhttp://www.elektor.de/elektronik-news/kostenlose-android-entwicklungssoftware-von-ti.1827248.lynkxhttp://www.energymicro.com/
_lubu schrieb:> Wenn du kein Anfänger mehr bist warum wechselst du dann von einem> Änfänger/Hobbybastler-Core zum nächsten?>> Wäre es nicht Zeit für was richtiges wie CortexM3 ?
Warum? Das ist u.a. das schöne an den größeren PICs (PIC24, PIC32)
Pinout gleich, Libraries zur Ansteuerung auch, "nur" die Rechenleistung
ist drastisch höher
http://www.coremark.org/benchmark/index.php
MCUA schrieb:>>>>Kennt man einen, kennt man sie alle.>>> Unsinn!>>> Die Architekt. sind total unterschiedlich.>>Der C Compiler nivelliert vieles.>>Und ein wenig Abstraktionsfähigkeit sollte man schon haben.> Dein 'Kennt man einen, kennt man sie alle' bezieht sich auf CPUs, nicht> auf Compiler. Und da ist die Aussage Unsinn.> (Ausserdem bin ich mir sicher, dass du diese Architekt. gerade nicht> kennst, denn sonst würdest du nicht so'n Unsinn reden)
Hast Du ne Ahnung, was ich ich schon alles unter den Fingern gehabt
habe:
8080/Z80, TMS9900, 6502, 6800, 6809, 68000/Coldfire, 8032, 80x86, Sparc
(v7, v8, v9), MIPS, 56002, 96002, DSP32C, 21xx, TMS320C40, TMS320C80,
TMS320C6xxx, ARM (7,9,M0,M3,XScale), PowerPC, AVR, AVR32,
PIC12/16/18/24/32,... irgendwas werde ich sicher noch vergessen haben.
In 30 Jahren kommt eben einiges zusammen, und der Überraschungseffekt
schwindet mit jeder neuen Architektur.
fchk
>Hast Du ne Ahnung, was ich ich schon alles unter den Fingern gehabt>habe:>8080/Z80, TMS9900, 6502, 6800, 6809, 68000/Coldfire, 8032, 80x86, Sparc>(v7, v8, v9), MIPS, 56002, 96002, DSP32C, 21xx, TMS320C40, TMS320C80,>TMS320C6xxx, ARM (7,9,M0,M3,XScale), PowerPC, AVR, AVR32,>PIC12/16/18/24/32,...
Achsooooooo, die sind alle gleich? wusste ich nicht.
Hi,
Schaltungswächter schrieb:>> Ja. Was heute zählt ist Preis, Lieferzeitraum, Kontinuität, gute Libs,> Energieverbrauch, endlos Peripherieoptionen...>
alles Bedingungen die eindeutig FÜR Pics sprechen also.
Zumindest wenn man den Vergleich AVR vs. PIC vollzieht. Denn in ALLEN
diesen Punkten punktet ein PIC...
Wenn man jetzt bedenkt das man mit dem einfachsten PIC
Entwicklungswerkzeug gleich ALLE Pics, vom kleinesten 8Bitter bis zur
32Bit REchenmaschine programmieren und Debuggen kann und dieses auch
noch fast unkaputtbar ist... Dann liegt nach diesen Gesichtspunkten AVR
weit ab...
Und ja - die Cortex M3 können mehr als die 16F/18F Pic, keine Frage...
Aber sie sind ebend auch aufwendiger. Für eine einfache steuerung - ja
sogar noch ein EINFACHES USB oder Ethernet device- ist der "Overhead"
bei den 32bittern noch enorm groß, da vergeudet man viel Zeit mit.
Das gilt aber für die PIC 32 ebenso.
Mal ganz davon abgesehen das man keinen Cortex M3 im Dip gehäuse
bekommt, also nicht ebend ein USB-HID mit drei Bauteilen auf Lochraster
aufbauen kann. MAn ist IMMER gezwungen entweder teure Adapterplatinen zu
verwenden oder gleich mit eigenen Platinen loszulegen.
Zudem ist es Blödsinn das wenn man Argumentiert das es ja soviele M3
hersteller gibt und man so eine herstellerübergreifende Riesenauswahl
hat und beliebig verwenden kann... Der ProzessorKERN ist zwar gleich,
aber die Peripherie ist VÖLLIG Unterschiedlich, was auch wieder
verschiedene Bibliotheken und andere Befehle benötigt. Das ist doch das
entscheidende.
Denn gerade das was den Unterschied MIPS/ARM ausmacht, also der Kern,
das nimmt der C Programmierer doch am wenigsten als Spezifisch war, da
sorgt der Compiler für. Das was man jedesmal neu lernen muss sind die
Peripherieorientierten dinge.
Und da kann es durchaus sein das es leichter ist ein für den Cortex M3
vom Hersteller A geschriebenes Programm auf den MIPS von HErsteller B zu
portieren als auf den Cortex M3 von Hersteller C.
Ausserdem sind lange nicht alle Tools für alle M3 tauglich. Und Software
ist sehr oft erheblich eingeschränkt da die Profitools für richtig
richtig viel geld verkauft werden sollen. Natürlich gibt es
glücklicherweise komplett freie Tools, die funktionieren auch, haben
aber noch ihre Macken.
DAs soll wirklichnicht heißen das die Cortex M3 schlecht sind. Die
verwende ich im Moment sogar deutlich häufiger als die PIC32. Aber es
ist nun einmal definitiv so das sich die Prozessorwahl imme rnach der
Anwendung richten sollte. Und für einfache Dinge ist ein 8Bitter immer
noch die beste Wahl. Und die werden noch lange nicht aussterben, die
Absatzzahlen gehen -Wirtschaftkriseneffekt bereinigt- immer noch nach
oben.
Und bei den 8 Bittern ist: auch wenn viele das nicht glauben wollen,
anhand der Kriterien:
Schaltungswächter schrieb:>> Ja. Was heute zählt ist Preis, Lieferzeitraum, Kontinuität, gute Libs,> Energieverbrauch, endlos Peripherieoptionen...>PIC eine verdammt gute Wahl!
Gruß Carsten
(Pic & AVR Verwender, natürlich nur neben Cortex M3, Renesas, div. 8051,
8039, 68er Serie)
Ein schönes Plädoyer für PICs, ich bin geneigt mir das PIC-Kit 3
zuzulegen und das mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie sind denn
PIC-Anwender mit der Firmenstrategie zufrieden? Errata ausmerzen, Bugs
in der IDE beheben.
Da hat Atmel eindeutig Nachholebedarf. Ich mache auch viel mit dem
MSP430, da gibt es fast alles was man braucht. DIP aber, in besser
ausgestatteten Varianten sind auch Mangelware.
Danke für den Überblick.
Schaltungswächter schrieb:> Ein schönes Plädoyer für PICs, ich bin geneigt mir das PIC-Kit 3> zuzulegen und das mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie sind denn> PIC-Anwender mit der Firmenstrategie zufrieden? Errata ausmerzen, Bugs> in der IDE beheben.
Errata sind zu lesen! Ausrufezeichen! Die Listen können mitunter auch
ziemlich lang sein, aber richtige fette Showstopper sind eigentlich
selten. Damit ist Microchip aber in guter Gesellschaft.
Wenn ich nur an die TI/Luminarys denke, wo bei 70% aller LM3Sxxxx das
Hibernation Module nicht funktioniert, und dann im Errata steht "The
Hibernation module on this microcontroller does not operate correctly.
Workaround: This errata item does not apply to many Stellaris devices
(hüstel, kotz), […]. Refer to the Stellaris Product Selector Guide […]
and Errata documents to find an alternative microcontroller that meets
the design requirements for your application.", dann ist Microchip noch
wirklich gut dagegen.
Microchip sorgt für Dich. Wenn Du die Bibliotheken (Peripherie, TCP/IP,
Grafik, USB usw) von denen benutzt, dann sind dort die relevanten
Workarounds bereits eingepflegt. Ein Grund mehr, die zu verwenden.
Das MPLAB 8 mag etwas altbacken aussehen, aber es funktioniert ganz gut.
Das neue MPLAB X ist noch im Beta-Stadium, und Beta-Software verwende
ich nicht, wenn ich es nicht muss. Vergleiche es mit dem AVR Studio 5,
nur das hier nicht MS, sondern Netbeans dahintersteckt, also Java
(seufz), aber dafür gibts da sogar eine Version für OSX.
Microchip-Bausteine sind eigentlich immer gut verfügbar. Microchip hat
seinen eigenen Online-Shop, wo Du auch ungewöhnliche Bauformen oder
seltene Typen bekommst, wenn Farnell, RS und Konsorten sie nicht haben.
Die Versandkosten sind zwar nicht ohne, wenn das Zeugs dann per Express
aus Thailand, Malaysia oder sonstwo kommt, aber Du bekommst das Zeugs
immerhin.
Während Atmel jetzt alle Controller und Speicher bei externen Foundries
fertigen lässt (was dazu geführt hat, dass sie zB letztes Jahr fast
keine Dataflashes liefern konnten), fertigt Microchip fast alles selber.
Wie gesagt, ich habe mich lange Zeit auch von der Architektur der
PIC16/PIC18 abschrecken lassen, aber seitdem es gute C-Compiler dafür
gibt, ist das kein Grund mehr. Ich habe angefangen, PICs zu verwenden,
weil die Peripherieauswahl hier eindeutig größer ist.
fchk
Ach ihr Streithähne,
Cortex versus PIC versus Atmel versus WeissDerKuckuck...
Da spielen sowohl die Hardwareeigenschaften als auch Preise und
Bezugsmöglichkeiten als auch persönliche Vorlieben eine Rolle. Ich kann
mich an den Zwist vor 30 Jahren zwischen der Intel/Zilog-Fraktion und
der Motorola-Fraktion entsinnen. Die einen hatten big und die anderen
little endian, auch im Assembler wurden die Operanden jeweils anders
herum geschrieben und es wurde bis auf's Blut gestritten, welche
Architektur denn nun alleinseligmachend sei..
Was mir bei jüngeren Leuten aufgefallen ist, ist die heftige fast schon
fanatische Abneigung, irgendetwas von den Hardwarespezifika wissen zu
wollen. Als Sprache kommt den meisten nur C in den Sinn, dazu wollen sie
eine Treiberbibliothek haben, die die Peripherie möglichst zu 100%
abkapselt und zum Schluss kommt der Debugger, der einem die aktuelle
C-Quellzeile anzeigt. Wie hieß es hier weiter oben? "Der C-Compiler
nivelliert das alles" Was bleibt da noch? Anzahl Megahertz und Kilobyte,
basta.
Nun gut, wer will, KANN so leben, arbeiten und basteln. Ob ich das gut
finde, ist eine ganz andere Sache, denn derartige Leute sehen spezielle
Eigenschaften verschiedener Chips nicht und können deshalb auch solche
Eigenschaften nicht sinnvoll und nutzbringend einsetzen.
Auch der vehemente Ruf nach einem Debugger ist mir suspekt. Solche Dinge
wie Logikanalysator oder Debugger sind ja doch nicht die Lösung aller
Probleme. Es geht auch ohne. Einfach nur gründlich genug nachdenken.
und an Schaltungswächter:
>"Wie sind denn PIC-Anwender mit der Firmenstrategie zufrieden? Errata>ausmerzen, Bugs in der IDE beheben."
Mit den Schaltkreisen bin ich zufrieden, mit den Tools WAR ich in den
90er Jahren unzufrieden, weswegen ich mir damals mein eigenes Zeug
gemacht habe: eigenen Assembler, eigene IDE, eigener Brenner, eigene
Header, Libs etc. Ich habe deshalb die IDE von Microchip nie wirklich
benutzt, nur mal hineingerochen und dann doch lieber mein eigenes Zeugs
genommen. Ich weiß, das ist auf Dauer ne Insel, aber auf selbiger lebt
es sich auch ganz gut - und für größere Projekte nehme ich keinen PIC.
Die Direktiven beim originalen Microchip-Assembler finde ich schlecht,
beispielsweise kann man keine Segmente deklarieren, weswegen RAM-Zellen
per EQU deklariert werden müssen und eindeutige Bit-Deklarationen nur
per Preprozessor erfolgen können. Aber das interessiert reine
C-Programmierer ja sowieso nicht.
Die Dokumentationen zu den PIC's sind exzellent, da können sich alle
anderen uC-Hersteller ne Scheibe von abschneiden.
Die damaligen Beispielquellen waren eher schlecht, beispielsweise waren
die Gleitkommaroutinen alles andere als ausgereift. Deshalb habe ich
auch seit vielen Jahren meine eigene Gleitkommabibliothek.
W.S.
Schaltungswächter schrieb:> Ein schönes Plädoyer für PICs, ich bin geneigt mir das PIC-Kit 3> zuzulegen und das mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Was für ein Aufwand für 35 Euro +/-. Kauf es doch einfach und leg los.
Das Ding hat übrigens noch n Terminal drin wo du über Softserial Daten
ausgeben und empfangen kannst.
In Deutschland ist die AVR Community größer, wenn du englisch kannst ist
das international genau umgekehrt.
> Wie sind denn> PIC-Anwender mit der Firmenstrategie zufrieden? Errata ausmerzen,
läuft sauber
> Bugs> in der IDE beheben.
das läuft so unter und täglich grüßt das Murmeltier ;-). Ist aber
mächtig, selbst z.B. externe Basic Compiler kann die in Sourcecode
tracen.
>... ich habe mich lange Zeit auch von der Architektur der PIC16/PIC18 >abschrecken lassen, aber seitdem es gute C-Compiler dafür gibt...
C-Compiler können die grässliche Architektur der (kleinen) PICs nicht
wegmachen, höchstens einen Teil vorm Anwender verbergen.
Ausserdem behauptet Microchip selbst nicht einmal CPUs zu haben, sondern
nur PeripheralInterfaceController.
Schaltungswächter schrieb:> Wie sind denn> PIC-Anwender mit der Firmenstrategie zufrieden? Errata ausmerzen, Bugs> in der IDE beheben.Frank K. schrieb:> ...> fchk
Dem ist wirklich nicht mehr viel hinzuzufügen...
Nur folgendes: Ja- MPLAB 8 sieht von der UI fast noch genau so aus wie
meine erste verwendete Version für Win3.11 von `96. Finde das aber gar
nicht schlecht. Wobei ich aber diesen älteren UI Stil mag. Ich hätte
auch heute noch gerne ein Winword das optisc wie 2.0 aussieht, nur mit
den aktuellen Formaten zurechtkommt.
Hinter den Kulissen tut sich da aber recht viel. Bugs werden sehr
kurzfristig gefixt, Alleine von der Version 8 gibt es 16 Unterreleases.
(Bugfixes und natürlich überwiegend Einpflegen neuer µC!)
Aktuell ist die Version 8.70 vom 11.05.2011
Die meist deutlich bessere Verfügbarkeit auch seltener PICs wurde ja
schon genannt. Selbst als Privatmann bekommt man so ALLE Pics in allen
Varianten innerhalb einiger Tage auch in Kleinmenge. Der "Worst Case"
sind dann halt 15 Euro Versand. Wobei ich in jüngeren Jahren die
Erfahrung gemacht habe das wenn man nur einen oder zwei Bausteine als
Bastler braucht, die aber doch so exotisch sind das die bei den
"Standartquellen" nicht verfügbar sind und so der Baustein nur für
20Euro zu bekommen wäre und man deshalb "EHRLICH" mit Microchip Kontakt
aufnimmt wird einem als Bastler in der Regel auch ohne großen
Kostenaufwand geholfen.
Für "Standardbausteine" die man bei jedem Versender mit 3Eur.
Versandkosten bekommt gilt das natürlich nicht...
Das ist aber auch nur in sehr seltenen Fällen überhaupt nötig, denn die
Angebotspalette bei den Standardhändlern ist sehr gut. Man vergleiche
nur mal die Verfügbarkeit von µC mit internen Hardware USB Modul für
Privatleute.
Pics mit USB bekommt man in mehreren Typen und das jeweils im DIP und
SMD Gehäuse bei den ganzen Standarthändlern wie Reichelt, Conrad und was
weiß ich nicht alles. Preislich ab 1,80(SMD)/2,30(dip) für den 20Pinner
18F13K50 bis hin zu 4,95 (44Pin TFQP)/ 5,15 (40 Pin-DIP) für den schon
"mächtigen" 18F4550. Alles bei Reichelt Verfügbar.
AVR mit USB bekommt man bei CSD-Elektronik (haben auch die USB-Pic)
einzig im TFQP GEhäuse für 3,95 (AT90USB64) bzw. 11.95 (AT90USB1287)...
Und wo als Privater noch? Was ist wenn dieser eine Händler gerade nicht
liefern kann? (Falls jemand weitere Quellen kennt wäre die Nennung
wirklich hilfreich, muss ich nicht immer für Bekannte alles bestellen.)
Selbes bei den Controllern mit CAN!
8 Bit Ethernet PICs hat Reichelt leider nicht, aber 8-Bit Ethernet AVR
kenne ich überhaupt nicht...
Und dann kommen noch so Dinge wie das Bereitstellen und finden von
Informationen... Wenn man das System bei Microchip - was ja auch
zumindest halbwegs logisch aufgebaut ist - auf der Website einmal
durchschaut hat findet man eigendlich alle benötigten Informationen sehr
schnell. Und nicht nur die aktuellen Veröffentlichungen. Auch alle alten
Versionen der Software (IDE/ diverse Compiler seit ende der 90er Jahre)
sowie die dazugehörigen Veröffentlichungen sind auch weiterhin auf der
speziellen Archivseite abrufbar. Selbes gilt für die Libs.
Generell besteht der Hauptunterschied beim Support zwischen AVR und PIC
darin das beim PIC vom Hersteller wirklich eine sehr umfangreiche
Sammlung an AppNotes, LIBs, Beispielcodes und weiteren Infos bereits ab
Zeitpunkt der Markteinführung zentral bereitgestellt wird. Alles in
einem einheitlichen Stil und zueinander kompatibel. Durch die
"Community" passiert auch etwas, aber bei weiten nicht so viel.
Hauptsächlich schon sehr sehr spezielle Dinge. Der Bedarf ist bis auf
diese besonderen Spezialfälle halt nicht wirklich da. Bei
Supportanfragen im Forum oder direkt wird meist schnell und Kompetent
geholfen -meist direkt durch Mitarbeiter-.
Bei AVR hingegen geschieht der Großteil des Supports halt durch die
"Communitiy". Für einige ist das ja auch das einzig Wahre. ICh bin da
nicht so der Fan von, denn das bedeutet im Umkehrschluss das man sich
seine Dinge aus vielen verschiedenen Quellen zusammensuchen muss, wobei
man dann die Wahl zwischen vielen sich im Detail mehr oder weniger
utnerscheidenden Lösungen hat. Dann kommt es durchaus öfter vor das die
Lösung dann nur wieder mit einer speziellen Konfiguration der
Entwicklungsumgebung läuft oder ein relativ allgemeines Problem so
speziell gelöst wurde das ein zusammenbauen eines Programms aus zwei
Quellen für die jeweiligen Teilfunktionen nur scheitern kann. (=> wieder
von vorne anfangen).
Und dann ist da noch die nicht unerhebliche Frage der Lizenzrechte...
Für den Bastler noch irrelevant, aber wenn der Gewerbliche dann
feststellt das er den Code gar nicht verwenden darf oder gezwungen ist
seine unter ausnutzung des "zur verfügung" gestellten Codes erarbeitete
Lösung offengelegt werden müsste...
Bei MC ist das alles nicht die Frage.Es gelten immer dieselben
Bedingungen die im großen und ganzen aussagen: Solange PIC µC verwendet
werden ist jede Nutzung für nicht verbotene Aktivitäten seitens MC
gestattet!
Und dann sind da natürlich noch eine Menge "weiterer" Kleinigkeiten.
Ein gutes Beispiel sind die USB VID und PID. Jedes USB Gerät braucht ja
eine eine individuelle VID&PID Kombination. Eine VID bekommt man aber
nur gegen Zahlung von einigen tausend Dollar an die USB-IF. Privat kann
man natürlich alles eintragen was man will, -schlimmstenfalls gibt es am
eigenen PC Treiberkonflikte- sobald man das aber so weitergibt setzt man
sich dem Risiko erheblicher zivilrechtlicher Konsequenzen aus. Auch wenn
man nur 20 Geräte/Jahr verkauft...
Microchip stellt jedem Nutzer der dies benötigt KSOTENLOS eine
individuelle
VID/PID Kombination zur Verfügung welche in dieser Zusammenstellung
einzig dann von diesem User verwendet werden darf -sowohl Privat wie
auch gewerblich- (wobei die VID gruppe auf MC eingetragen ist),
Einzige Bedingung dafür ist die Nutzung mit MC µC und das eine
Gerätezahl von einigen Tausend verkauften Geräten pro Jahr nicht
überschritten wird.
(Dann ist eine eigene VID zu beantragen)
Von Atmel gibt es so etwas zum Beispiel überhaupt nicht. Somit muss
jeder der Atmel USB AVR verwendet und auch nur ein Gerät davon verkaufen
oder auch nur verschenken will zwangsweise eine eigene VID für
vierstellige Dollarbeträge beantragen. Natürlich kann man das auch
ignorieren und willkürlich etwas eintragen. Wird das aber bekannt wird
es sehr teuer.
(Ok, für eine Bastellei im Freundeskreis sicher kein Problem, aber
sobald etwas von den GEräten an Unbekannte geht oder das GErät jemand in
die Finger bekommt der einem was will...)
Und das ist nur ein Beispiel von vielen aus dem die Unterschiede im
Verhalten gegenüber den "Kleinkunden" bei den Firmen zu tage treten.
Gruß
Carsten
Carsten Sch. schrieb:> Und dann sind da natürlich noch eine Menge "weiterer" Kleinigkeiten.> Ein gutes Beispiel sind die USB VID und PID. Jedes USB Gerät braucht ja> eine eine individuelle VID&PID Kombination. Eine VID bekommt man aber> nur gegen Zahlung von einigen tausend Dollar an die USB-IF. Privat kann> man natürlich alles eintragen was man will, -schlimmstenfalls gibt es am> eigenen PC Treiberkonflikte- sobald man das aber so weitergibt setzt man> sich dem Risiko erheblicher zivilrechtlicher Konsequenzen aus. Auch wenn> man nur 20 Geräte/Jahr verkauft...>> Microchip stellt jedem Nutzer der dies benötigt KSOTENLOS eine> individuelle> VID/PID Kombination zur Verfügung welche in dieser Zusammenstellung> einzig dann von diesem User verwendet werden darf -sowohl Privat wie> auch gewerblich- (wobei die VID gruppe auf MC eingetragen ist),> Einzige Bedingung dafür ist die Nutzung mit MC µC und das eine> Gerätezahl von einigen Tausend verkauften Geräten pro Jahr nicht> überschritten wird.> (Dann ist eine eigene VID zu beantragen)>> Von Atmel gibt es so etwas zum Beispiel überhaupt nicht. Somit muss> jeder der Atmel USB AVR verwendet und auch nur ein Gerät davon verkaufen> oder auch nur verschenken will zwangsweise eine eigene VID für> vierstellige Dollarbeträge beantragen. Natürlich kann man das auch> ignorieren und willkürlich etwas eintragen. Wird das aber bekannt wird> es sehr teuer.> (Ok, für eine Bastellei im Freundeskreis sicher kein Problem, aber> sobald etwas von den GEräten an Unbekannte geht oder das GErät jemand in> die Finger bekommt der einem was will...)
Halt! Das war mal tatsächlich so, hat sich aber mittlerweile geändert..
http://support.atmel.com/bin/customer.exe?=&action=viewKbEntry&id=186http://support.atmel.com/bin/customer.exe?=&action=viewKbEntry&id=220
und
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/AVR32807.pdf
"Customer may keep the Atmel Vendor Identifier (Atmel VID) and Product
Identifier (PID) in their product that integrates an Atmel USB Flash
Microcontroller (“Integrated Product”) from one Atmel original example
subject to the following acknowledgments and/or conditions:"
Ich hab 2002 mit PIC's angefangen weil ich zufällig auf die sprut-Seite
gestossen war. Damals einen Brenner von kitsrus bestellt - bloß nie
wieder! Nur noch original Brenner kaufen - bei den third-party Dingern
hat man keinerlei Support, keinerlei Garantie dass künftige Typen
überhaupt unterstützt werden, und die paar Euro die man da spart sind es
nicht wert. Anfangs habe ich mich etwas geärgert, mit PICs angefangen zu
haben, weil die Community in Deutschland primär auf AVR's setzt.
Inzwischen bin ich aber froh darüber! Im englischsprachigen raum
dominieren ganz klar die PIC's. Außerdem: Niemand weiß wie es mit Amtel
weitergeht, die Firma stand zwischenzeitlich kurz vor der Pleite und es
gab bereits den (allerdings erfolglosen) Versuch einer feindlichen
Übernahme durch Microchip. Das ist jetzt nicht unbedingt eine großartige
Zukunft in die man da blickt. Der Support von Microchip, sowohl was
Samples und Application Notes angeht, ist einfach nur vorbildlich; man
findet für jeden Anwendungsbereich was. Bei den USB-Controllern fand ich
die Dokumentation etwas dürftig, da muss man sich erstmal eine Woche
hinsetzen und den Quellcode durchstöbern um grob zu verstehen was die
Firmware macht. Wenn einem das aber egal ist, kann man aber auch einfach
eines der zahlreichen Beispiele anpassen, kompilieren und fertig. Ohne
jede Vorkenntnisse kann man an einem Tag eine uC-Anwendung mit USB2.0
programmieren. Das find ich schon ziemlich beeindruckend.
Einen 16er-PIC hab neulich noch auf einem Mainboard entdeckt... die
werden für solche Anwendungen immer noch benutzt. In einer elektrischen
Zahnbürste steckte auch mal einer drin.
Arc Net schrieb:> Carsten Sch. schrieb:>> .....>> Halt! Das war mal tatsächlich so, hat sich aber mittlerweile geändert..> http://support.atmel.com/bin/customer.exe?=&action=viewKbEntry&id=186> http://support.atmel.com/bin/customer.exe?=&action=viewKbEntry&id=220> und> http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/AVR32807.pdf> "Customer may keep the Atmel Vendor Identifier (Atmel VID) and Product> Identifier (PID) in their product that integrates an Atmel USB Flash> Microcontroller (“Integrated Product”) from one Atmel original example> subject to the following acknowledgments and/or conditions:"
Ok, das hatte ich jetzt so noch nicht mitbekommen,
ABER:
Es ist doch etwas völlig anderes als bei Microchip.
Atmel erlaub den Nutzer unter doch recht heftig einschränkenden Auflagen
die ATMEL VID zusammen mit mit der von Atmel für die jeweilige
CPU(serie) vergebene PID weiterzunutzen. Eine evtl. vorhandene vonb
atmel vergebene Seriennummern und descriptor Informationen müssen
ebenfalls UNVERÄNDERT übernommen und es ist Pflicht den eigenen
Firmennamen (mgl. Website) verbunden mit (Atmel) Sponsorvermerk
einzutragen.
Das hat nichts mit irgendeiner individuellen VID/PID Kombination zu tun,
Wenn du zum Beispiel eine Steuerung mit AT90USB64 aufbasut und das
NAchbarunternehmen baut ein Radio mit diesem IC würden die Geräte
niemals am selben PC laufen können da ja PID und VID identisch sind und
du ja nichtmal die Seriennummer als Alleinstellungsmerkmal nutzen
dürftest...
(z.B alle deine Geräte bekommen im Descriptor die SNR 123456 und nur auf
diese würde deine Treiber reagieren...)
Für den gewerblichen Bereich, schon im kleinen, praktisch völlig
unbrauchbar. Wenn dann nur für Hobbybastler.
Man vergleiche das mal mit den Bedingungen von Microchip:
http://ww1.microchip.com/downloads/en/AppNotes/Application%20for%20USB%20Vendor%20ID%20Sublicense.pdf
Also Zuteilung einer "EIGENEN" PID unter der man dann völlig frei
Agieren kann, keinerlei Einschränkungen hinsichtlich Descriptor oder
vermerke.
MAn kann mit Ausnahme des PID und VID Feldes alles so eintragen wie man
möchte oder es braucht. Also auch frei Seriennummern vergeben (laufende
Nr. oder aber quasi als SUB PID)
Einzige Bedingung ist das man maximal 10 000 Geräte mit dieser PID
herstellt, sobald die 10K überschritten wird muss man dann eine eigene
VID beantragen. Dann dürfte das aber wohl verschmerzbar sein... ;-)
Das ganze ist wohl in erster Linie zur "Startup" Förderung gedacht, also
für Unternehmen/Existenzgründer die eine "gute" Idee haben aber noch
keinerlei Sicherheit auf einen Erfolg. Um mit möglichst kleinen
Anfangsinvestitionen loslegen zu können...
Dazu meine ich stand an mehreren Orten bei MC das für die reinen
Bastelarbeiten der Hobbyisten ohen gewerbliche weitergabe (wo also eh
keiner nach kräht was man einträgt) auch die VID/PID aus den Beispielen
weiterverwendet werden können/sollen.
Das sind Unterschiede, oder?
Klar - es ist Aufwand, verursacht Kosten und ist in erster linie ein
Argument für kleine bis mittelkleine Kunden. Aber dies spiegelt sehr gut
die Haltung der Firmen gegenüber den kleinen Kunden wieder.
Natürlich ist es auch bei MC nicht ganz uneigennützig, die wissen genau
das aus einer zufriedenen Menge X von Kleinanwender durchaus eine
(deutlich) kleinere menge Y Großabnehmer wird.
Aber es ist eindeutig eine Win-Win Situation für alle!
Gruß
Carsten
kent schrieb:> [...> Bei den USB-Controllern fand ich> die Dokumentation etwas dürftig, da muss man sich erstmal eine Woche> hinsetzen und den Quellcode durchstöbern um grob zu verstehen was die> Firmware macht. Wenn einem das aber egal ist, kann man aber auch einfach> eines der zahlreichen Beispiele anpassen, kompilieren und fertig. Ohne> jede Vorkenntnisse kann man an einem Tag eine uC-Anwendung mit USB2.0> programmieren. Das find ich schon ziemlich beeindruckend.> ...]
Da gibt es "mittlerweile" (Ich weiß nicht ob das bei dir vieleicht noch
nicht der der Fall war oder du es einfach nicht gesehen hast) eine recht
gute Dokumentation zu dem Framework, Quasi als Bedienungsanleitung für
das Framework. Dieses ist dann ergänzend zu den Datenblätern wo wirklich
nur noch Techniche Dinge drinstehen. (sonst wird es auch zu viel)
Auch lohnt es sich immer die Bedienungsanleitung und die Daten zu den
"Demo Kits" herunterzuladen und durchzusehen. Auch finden sich darin
einige interessante Dinge zum allgemein Ablauf (auch die VID PID
geschichte und die USB IF sind darin erklärt)
Die haben mir bei meinen ersten Gehversuchen sehr geholfen und ich
konnte tatsächlich am ersten NAchmittag schon das USB Device
fertigstellen...
Aber sonst kann ich deinem Beitrag nur voll zustimmen!!!
Gruß
Carsten