Hydraulikhammer für Minibagger

OP #8101575
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Hallo,

Ich habe eine relativ große Fundamentplatte, die ich gerne beseitigen möchte.

Bei ebay gibt es für rund 1000€ Hydraulikhämmer für Minibagger - ich habe einen älteren Kubota. Zu dem Hydraulikhammer gehört eine Stickstoffflasche, deren Funktion mir völlig unklar ist.

Hat jemand mit sowas schon mal gearbeitet und kann mir erklären was das soll? Ich will natürlich nicht ständig Stickstoff zukaufen müssen - der Hammer müsste auch ohne Stickstoff funktionieren?

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#8101578
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Karl K. schrieb:

Hat jemand mit sowas schon mal gearbeitet und kann mir erklären was das soll? Ich will natürlich nicht ständig Stickstoff zukaufen müssen - der Hammer müsste auch ohne Stickstoff funktionieren?

Die Schlagenergie wird im Gas (hier N2) gespeichert, und dann schlagartig auf den Meißel übertragen. Das Aufladen des Speichers erfolgt hydraulisch.

Je nach genauer Konstruktion muss man mehr oder weniger häufig Gas nachfüllen.

#8101617
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Karl K. schrieb:

Würde ich - wenn es so etwas in Schwerin gäbe

Da finde ich Boels TKL und HKL bei Suche nach "Baumaschinen mieten Schwerin". Boels ist ein großer deutschlandweiter Vermieter, ein Anruf schadet nicht, ob die passende kleine Hydraulikhämmer vermieten wieß ich auch nicht.

Ich hätte halt Bedenken evt. 1000€ für ein Noname Teil auszugeben, das dir vielleicht nach 3 Jahren verreckt und du es nicht mehr reklamieren kannst oder sogar nicht mal mehr Ersatzteile bekommst. Dem Teil sieht man die Qualität halt nicht an. Da spielen viel Know How und die richtigen Werkstoffe / Bearbeitungsverfahren eine große Rolle.

Ich habe das bei einem billig Elektro-Abbruchhammer der 20 kg Klasse von Scheppach erlebt. Der kostet halt nur 10-15% eines Bosch oder Hitachi, Hilti oder Duss. Aber dafür ging er nach wenigen Stunden als garantiefall zurück weil er anfing zu ölen. Jetzt habe ich einen neuen daheim aber seit knapp 2 Jahren nicht mehr gebraucht. Mal sehen wie lange der hält, war halt ein Versuch.

Auf jeden Fall viel Erfolg.

#8101619
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Dieter D. schrieb:

Statt Fitnessstudio einen grossen Hammer besorgen, passende Meissel dazu und entsprechend regelmaessig manuell selbst kleinklopfen.

Dieter D. schrieb:

Nimm sowas: https://dubick-stehr-bauger%C3%A4te.de/mietpark/presslufthammer-20-kg-t-griff/

Manchmal denke ich, zur Strafe für so einen Blödsinn müsste man den Schreiber dazu verdonnern die empfohlene Tätigkeit mal 8h selbst zu tun.

Ja vor 300 Jahren haben sie mit Eisen und Schlägel ganze Bergwerke rausgehauen. Früher war halt alles besser :-O

#8101625
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Udo S. schrieb:

Dieter D. schrieb:

Statt Fitnessstudio einen grossen Hammer besorgen, passende Meissel dazu und entsprechend regelmaessig manuell selbst kleinklopfen.

Dieter D. schrieb:

Nimm sowas: https://dubick-stehr-bauger%C3%A4te.de/mietpark/presslufthammer-20-kg-t-griff/

Manchmal denke ich, zur Strafe für so einen Blödsinn müsste man den Schreiber dazu verdonnern die empfohlene Tätigkeit mal 8h selbst zu tun.

Zwangsarbeit ist in der Psychiatrie schon lange verboten.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8101650
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Karl K. schrieb:

Presslufthammer braucht aber einen entsprechenden Kompressor.

Der muesste dazu gemietet werden.

Aber zusammen macht das viel Laerm. Nicht dass es Dir geht wie ...

https://www.magnific.com/de/vektoren-premium/wuetender-mann-schreit-einen-arbeiter-an-der-mit-einem-presslufthammer-auf-der-strasse-laerm-macht_75950386.htm

... oder schlimmer.

#8101651
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Wie gross und wie dick ist denn das Fundament? Evtl ist da ein Trennjäger/Trennschleifer die bessere Alternative, und den kann man ausleihen. Der schneidet durch Beton und gleich die Armierung mit.

Da kannst du dich auch im Vorfeld bei der örtlichen Feuerwehr informieren, wie das Teil ausschaut, und was es kann.

#8101666
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Karl K. schrieb:

Ich habe eine relativ große Fundamentplatte, die ich gerne beseitigen möchte.

Dieter D. schrieb:

Zur Not, halt kleinen Presslufthammer mieten. Wobei den einige Verleiher den nur an Leute abgeben, die Erfahrung nachweisen koennen. Fachkundenachweis.

Ja, wegen solchen Empfehlungen wie die von dir.
Was ist denn ein relativ großes Fundament?
Das kann eine Betonplatte mit 30x30m und 30cm Stärke sein...

Die willst Du nicht wochenlang mit einem "kleinen Presslufthammer" kleinkloppen.

: Bearbeitet durch User
#8101736
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#8101761
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Karl K. schrieb:

Thomas S. schrieb:

Evtl ist da ein Trennjäger/Trennschleifer die bessere Alternative, und den kann man ausleihen.

Guter Vorschlag. Das wäre die Alternative. Die Platte ist 20x270x270cm

Kleines, nebensächliches Problem ist, dass die die 20 cm nicht schneiden können. Bei etwa 150 mm ist Schluß.

https://www.stihl.de/de/p/trennschleifer-benzin-trennschleifer-ts-910i-202729

Hydraulikhämmer kann man für etwa 100 € / Tag ausleihen.

#8101763
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Nick schrieb:

Karl K. schrieb:

Thomas S. schrieb:

Evtl ist da ein Trennjäger/Trennschleifer die bessere Alternative, und den kann man ausleihen.

Guter Vorschlag. Das wäre die Alternative. Die Platte ist 20x270x270cm

Kleines, nebensächliches Problem ist, dass die die 20 cm nicht schneiden können. Bei etwa 150 mm ist Schluß.

Nimmt man eben einen Fugenschneider mit 700mm Blatt.

#8102752
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...für 2,7m Platte?

Nick schrieb:

Kleines, nebensächliches Problem ist, dass die die 20 cm nicht schneiden können. Bei etwa 150 mm ist Schluß.

Wenn die Platte keine Armierung hat, ist draußen oft so (sofern draußen) , und die Mischung nicht glashart gewählt war/ist, dann bricht Beton relativ gut wenn er nur angeritzt und unterhöhlt und dann schlagartig belastet wird.

Beton ist extrem druckfest und fast gar nicht zugfest, das würde ich ausnutzen, sofern kein Stahlbeton.

Und wenn ein Minibagger greifbar ist, kann man allein mit dem wohl gut untergraben, dann anritzen und das Gewicht des Baggers gleich nutzen um die Platte zu zerbrechen...sofern Platz genug vorhanden etc...

: Bearbeitet durch User
#8102846
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Ist das draußen? Dann kannst du auch die gute alte Methode der Sauerstofflanze nehmen. Haben wir beim THW oft eingesetzt bis irgendwann die diamantbesetzen Sägeblätter kamen.

Stinkt und qualmt gewaltig!!

Funktioniert aber sensationell effektiv, Stahl ist wie Butter....

: Bearbeitet durch User
#8102890
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Nachdem ich das versehentlich im Parabolspiegel-Thread gepostet hab ...

Solange man keine präzisen Schnitte braucht, spricht nichts für einen Trennschleifer/Fugenschneider/Mauersäge. Deren Einsatz hab ich bei einem Abbruch noch nie gesehen. Scheint wohl nicht sonderlich effektiv zu sein. Bei Kleinigkeiten aber vertretbar. "Ich muss nur diese eine Randeinfassung schneiden".

Das sieht der TO wohl auch so. Minibagger hat er sogar schon! Nur, für die nicht mal 10 m^2 Betonplatte eigens einen Abbruchhammer zu kaufen ... der Schritt fehlt noch. Also mieten, ausser er hat noch mehr abzubrechen oder will ein Nebengeschäft draus machen.

#8103211
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Karl K. schrieb:

Hat jemand mit sowas schon mal gearbeitet und kann mir erklären was das soll? Ich will natürlich nicht ständig Stickstoff zukaufen müssen - der Hammer müsste auch ohne Stickstoff funktionieren?

Die Druckspeicher mit CO2 hatten wir in den 80érn in den Spritzgießmaschinen verbaut. (Stübbe) Der Druck wurde dadurch konstant gehalten und Druckschwankungen weitgehend eliminiert. Der verschleiß im System ist dadurch geringer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulikspeicher

Persönliche Seite #8103296
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Hallo Ralf X.

Ralf X. schrieb:

Und wenns regional noch richtigen Winter gibt, dann geht das ja sogar mit Wasser.

Mit passenden trockenen Rundhölzern in den Bohrungen und anschliessender Bewässerung klappt das auch ohne Frost.

Ja, als "Holzkeilspaltung" ganz traditionelle Steinbruchmethode seit tausenden von Jahren. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinspaltwerkzeuge#Spalten_mit_Handwerkzeugen

In moderner Form als "Sprengbeton" für jedermann ohne Sprengschein zu erwerben und zu nutzen. Beispiel siehe https://dynacem.com/de-de oder auch https://betonamit.com/de/

Von den ganzen traditionellen Bearbeitungsmethoden von ganz harten Gesteinen könnte man auch noch das "Feuersetzen" in Betracht ziehen. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Feuersetzen Die Bewehrungen könntest Du mit einem Bolzenschneider kappen, sobald sie frei liegen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

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Persönliche Seite #8103319
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Hallo Desintegrator.

●Des|ntegrator ●. schrieb:

Bernd W. schrieb:

Ja, als "Holzkeilspaltung" ganz traditionelle Steinbruchmethode seit tausenden von Jahren.

Und dann haste da unten Stahlbeton drin...

Und wenn die Bewehrung freigelegt ist, weil der Beton drumherum weggeplatzt ist, hilft ein Bolzenschneider. Schneidet bis 12mm. Darüber halt Eisensäge oder Flex.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

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#8103321
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Schaut euch doch mal Videos vom Einsatz einer Sauerstofflanze an. Dann erübrigen sich weitere Spekulationen. Diese Flamme geht durch alles, Stahl, Beton alles wird zu „Butter“.

Wir haben noch gelernt wie man so eine Lanze aus Schrott baut der nach einer Katastrophe herumliegt (Wasserrohre etc)

Man benötigt allerdings große Mengen Sauerstoff….

#8103324
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Jetzt muss zunächst mal ein Metalldetektor her, um rauszufinden ob er sich auch noch einen Bolzenschneider kaufen soll. Da lässt sich noch vorzüglich drüber diskutieren welcher Bolzenschneider für die Arbeit der Richtige ist. Dazu müsste man aber erst mal den exakten Durchmesser der Armierungseisen kennen. Was aber, wenn da verschiedene verbaut wurden oder gar ein altes Bettgestell mit entsorgt wurde?

Die Aufgabe ist unheimlich komplex! Daher gehts wohl ohne ausführliches Gutachten nicht weiter. Gutachter gibts aber nicht in Schwerin.

Ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto. https://www.youtube.com/watch?v=l2HI7GBeuXc&list=RDl2HI7GBeuXc&start_radio=1

#8103325
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Thomas R. schrieb:

Man benötigt allerdings große Mengen Sauerstoff….

Sauerstoff alleine reicht nicht. Er braucht auch noch Acetylen. Und der TO sollte gelernt haben damit umzugehen.

Thomas R. schrieb:

Wir haben noch gelernt wie man so eine Lanze aus Schrott baut der nach einer Katastrophe herumliegt (Wasserrohre etc)

Der TO auch? Man kann sich mit solchen Aktionen auch mal schnell in Krankenhaus oder in die Kiste bringen.

Ich habe schon ein paar Abbrucharbeiten gesehen. Darunter unser Hinterhaus. Da hat keiner mit Sauerstofflanzen rumgemacht. Warum wohl?

Irgendwie versuchen einige hier sich sich die aberwitzigsten Methoden auszudenken um ein paar Quadratmeter Betonplatte zu zerlegen. Je nach Härte des Betons würde auch ein 25 kg Elektrostemmhammer gehen, aber Spaß macht das mit dem schweren Teil nicht unbedingt.

Die sinnvollen Methoden wurden schon alle genannt. Mal sehen welche abstrusen Ideen noch kommen. Ich vermisse noch Dieter, der hat ja auch immer wieder tolle Ideen.

: Bearbeitet durch User
#8103329
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Udo S. schrieb:

Sauerstoff alleine reicht nicht. Er braucht auch noch Acetylen.

Ich habe gerade gelernt dass Sauerstofflanzen ihre Energie aus der Verbrennung des Stahls in der Lanzenspitze selbst gewinnen. Und man auch bei Stoffen wie Beton kein zusätzliches brennbares Gas wie beim Brennschneiden braucht um erst mal auf Temperatur zu kommen.

Also ist meine Aussage oben wohl falsch, sorry!

#8103336
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Udo S. schrieb:

Und man auch bei Stoffen wie Beton kein zusätzliches brennbares Gas wie beim Brennschneiden braucht um erst mal auf Temperatur zu kommen.

Aber zuerst muss mal die Lanze auf Temperatur kommen. Nur mit Sauerstoff wird das sehr schwierig.

Ist aber müßig, die Lanzen gibt es einfach nicht in Schwerin. Und das sind nicht einfach nur Stahlrohre. Persönliche Schutzausrüstung für die Arbeit ...

(Firma: Starfleet) #8103339
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Wegen Ausleihen könnte man auch mal bei Feuerwehr/THW anfragen. Die haben Hydraulikhämmer im Inventory für den Fall das man einen Zugang in beschädigte Gebäude schaffen muß. Die suchen auch mal Übungsplätze und Trainingsfälle ..

#8103369
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Nick schrieb:

Udo S. schrieb:

Und man auch bei Stoffen wie Beton kein zusätzliches brennbares Gas wie beim Brennschneiden braucht um erst mal auf Temperatur zu kommen.

Aber zuerst muss mal die Lanze auf Temperatur kommen. Nur mit Sauerstoff wird das sehr schwierig. Ist aber müßig, die Lanzen gibt es einfach nicht in Schwerin. Und das sind nicht einfach nur Stahlrohre. Persönliche Schutzausrüstung für die Arbeit ...

Aber UPS, DPD, DHL gibt es? Die Dinger werden fertig auf ebay angeboten. Sogar die Luxusversionen mit Schnellwechselsystem.

Und als Schutz reicht eine Schweißerhaube sowie Lederkleidung (Schmiedeausrüstung). Das spritzt kaum weil der Beton flüssig wegläuft...

Kann man sich in diversen Videos anschauen. Selbstverständlich hatten wir beim THW die passende Schutzkleidung, aber das würde ich im Privatbereich anders sehen.

Übrigens könnte man den THW Ortsverband mal ansprechen ob die daran nicht eine Übung veranstalten wollen.

: Bearbeitet durch User
Persönliche Seite #8103373
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Hallo Nick.

Nick schrieb:

Udo S. schrieb:

Und man auch bei Stoffen wie Beton kein zusätzliches brennbares Gas wie beim Brennschneiden braucht um erst mal auf Temperatur zu kommen.

Aber zuerst muss mal die Lanze auf Temperatur kommen. Nur mit Sauerstoff wird das sehr schwierig.

Es würde langen, die Spitze in einem Lagerfeuer und mit Hilfe eines Püsterichs auf Gelbglut zu bekommen. ;O)

Lagerfeuer habt ihr vermutlich in Schwerin......;O)

Ist aber müßig, die Lanzen gibt es einfach nicht in Schwerin. Und das sind nicht einfach nur Stahlrohre. Persönliche Schutzausrüstung für die Arbeit ...

Auf Schrottplätzen hängt man sich dazu eine in Wasser getränkte Baumwolldecke um, und benutzt einen Schweißspiegel. Hintergrund: Wenn man auf Schrottplätzen arbeitet und nach persönlicher Schutzausrüstung fragt, steht man schon dicht vor dem Rauswurf, auch im Westen. Darum selber beschaffen und improvisieren.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

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OP #8103460
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Udo S. schrieb:

(Betonit oder Dynacem) muss ich bei Gelegenheit tatsächlich mal ausprobieren.

Zumindest dynacem kannst du dir sparen - das Zeug quillt auf wird aber nicht hart.

Das ist eine Betonplatte, die von einem DDR-Beton-Fahrbahnbelag übrig geblieben ist. Da ist allenfalls am Rand ein bisschen Bewehrung für den Transport drin. Meiner Ansicht nach unbewehrt.

Acetylen Schweißgerät - und jemanden der damit umgehen kann - hätte ich.

Persönliche Seite #8103655
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Hallo Nick.

Nick schrieb:

Bernd W. schrieb:

und nach persönlicher Schutzausrüstung fragt, steht man schon dicht vor dem Rauswurf,

Die BG ist da eindeutig anderer Meinung.

Das denke ich zwar auch, aber das hilft mir nichts, wenn ich meinen Job behalten will und nicht noch einen schlechten Ruf als "Meckerer" bekommen will. Der erschwert die Jobsuche ungemein.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

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#8103737
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Bernd W. schrieb:

Die BG ist da eindeutig anderer Meinung.

Das denke ich zwar auch, aber das hilft mir nichts,

Das hilft dem Arbeitgeber, sobald die BG wegen eines Arbeitsunfalls mal den Betrieb genauer unter die Lupe genommen hat. Die kommt wohl sowieso alle 2 Jahre vorbei. Die Strafe wird so saftig, dass er mit geeigneter PSA günstiger wegkommt und er dem AN hinterherläuft, dass er die PSA auch verwendet.

Du lebst wohl noch in einer alten Welt, wo es so lustige Schrottis gab wie den den ich kenne. Der hat inzwischen so viele Watschen von irgendwelchen Ämtern/Behörden bekommen, dass den Laden jetzt seine Tochter weitermacht und die sich auf nichts mehr von der "guten alten Zeit" einlässt.

Nochmal zu deiner lustigen Aussage mit der feuchten Baumwollkleidung: Probier es mal selbst aus. Heißer Topf und einmal trockener Topflappen, dann feuchter. Hinweis: Wasser ist ein guter Wärmeleiter.

#8103747
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Nick schrieb:

Das hilft dem Arbeitgeber, sobald die BG wegen eines Arbeitsunfalls mal den Betrieb genauer unter die Lupe genommen hat. Die kommt wohl sowieso alle 2 Jahre vorbei.

Bei kleineren Betrieben kommen FA, Gewerbeaufsicht und BG ggf. einmal pro Generation vorbei, öfter nur aus Zuafall oder bei konkreten Verdachtsmomenten/Hinweisen.

Nick schrieb:

Nochmal zu deiner lustigen Aussage mit der feuchten Baumwollkleidung: Probier es mal selbst aus. Heißer Topf und einmal trockener Topflappen, dann feuchter. Hinweis: Wasser ist ein guter Wärmeleiter.

Da sind die Fachleuter aber einer ganz anderer Meinung...

#8103767
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Ralf X. schrieb:

öfter nur aus Zuafall oder bei konkreten Verdachtsmomenten/Hinweisen.

Du hast das mit dem Arbeitsunfall überlesen? Ein Schrottplatz ist eher kein amtlich geprüfter Kinderspielplatz. Arbeitsunfälle werden über die BG abgerechnet. Und der Arzt frägt, wie denn das passiert ist.
Bei einer Brandwunde durch flüssiges Metall lohnt es sich durchaus zum Arzt zu gehen, die heilen recht schlecht.

Ralf X. schrieb:

Da sind die Fachleuter aber einer ganz anderer Meinung...

Aha! Gießereien, bei denen auch massiv Strahlungshitze herrscht, geben ihren Leuten also Baumwoll-Klamotten und einen Eimer Wasser.
Sorry, aber du hast einen an der Klatsche.

#8103784
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Nick schrieb:

Du hast das mit dem Arbeitsunfall überlesen?

Natürlich nicht.
Aber Dein Satz: "Die kommt wohl sowieso alle 2 Jahre vorbei." ist doch davon völlig unabhängig und damit ausdrücklich falsch.

Nick schrieb:

Aha! Gießereien, bei denen auch massiv Strahlungshitze herrscht, geben ihren Leuten also Baumwoll-Klamotten und einen Eimer Wasser.

Nein, die geben ihren MA feuerfeste Kleidung.
Aber ein Laie ohne Schutzkleidung ist mit nasser Baumwollkleidung immer noch besser gegen Funkenflug geschützt, als mit trockener.

Der Wärmeleitkoeffizient von Wasser gilt im technischen Bereich als schlecht, auch wenn Du das Gegenteil behauptest.
Das Wärmespeichervermögen von Wasser ist dagegen aber gut, so dass es einem Funken seine Energie entsprechend entziehen und einen Brand der Baumwolle auf der Haut verhindern kann.

: Bearbeitet durch User
#8103797
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Ralf X. schrieb:

Aber Dein Satz: "Die kommt wohl sowieso alle 2 Jahre vorbei." ist doch davon völlig unabhängig und damit ausdrücklich falsch.

Weil er unabhängig ist, ist er falsch. Weil Sachen nicht zusammenhängen, sind sie voneinander abhängig. Kaputte Logik.

Ralf X. schrieb:

Aber ein Laie ohne Schutzkleidung ist mit nasser Baumwollkleidung immer noch besser gegen Funkenflug geschützt, als mit trockener.

STRAHLUNGSHITZE! Für Funkenflug (oder dagegen) muss nichts nass sein. Drillich ist z.B. sehr gut geeignet. Siehe z.B. Schweißer-Schutzkleidung. In deiner Welt tauchen aber die Schweißer ihre Handschuhe vorher in Wasser, ist ja besser.

Schau dir doch mal so eine Sauerstoff-Lanze im Einsatz an. Selbst die schmerzbefreiten Russen aufm Schrottplatz haben Schutzkleidung an.
https://www.youtube.com/watch?v=2frFOJrG8Ls

Ralf X. schrieb:

Der Wärmeleitkoeffizient von Wasser gilt im technischen Bereich als schlecht, auch wenn Du das Gegenteil behauptest.

Verglichen mit Stoff ganz sicher.

: Bearbeitet durch User
Persönliche Seite #8103851
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Hallo Nick.

Nick schrieb:

Das hilft dem Arbeitgeber, sobald die BG wegen eines Arbeitsunfalls mal den Betrieb genauer unter die Lupe genommen hat. Die kommt wohl sowieso alle 2 Jahre vorbei. Die Strafe wird so saftig, dass er mit geeigneter PSA günstiger wegkommt und er dem AN hinterherläuft, dass er die PSA auch verwendet. Du lebst wohl noch in einer alten Welt, wo es so lustige Schrottis gab wie den den ich kenne. Der hat inzwischen so viele Watschen von irgendwelchen Ämtern/Behörden bekommen, dass den Laden jetzt seine Tochter weitermacht und die sich auf nichts mehr von der "guten alten Zeit" einlässt.

Drogenhandel und Schutzgelderpressung sind auch schon lange verboten und mit Strafe belegt. Trotzdem gibt es Drogenhandel und Schutzgelderpressung immer noch.

Nick schrieb:

Nochmal zu deiner lustigen Aussage mit der feuchten Baumwollkleidung: Probier es mal selbst aus. Heißer Topf und einmal trockener Topflappen, dann feuchter. Hinweis: Wasser ist ein guter Wärmeleiter.

Mit der Wärmeleitung hast Du zwar recht, aber es gibt auch noch Verdunstungskühlung und Wärmekapazität. Damit hangelt man sich mit einer nassen Decke (nicht Bekleidung) relativ weit. Und wird die Decke zu heiß, wird sie wieder getunkt, für frisches, kälteres Wasser.

Dein Einwand ist aber korrekt, wenn es sich z.B. um die Einsatzkleidung der Feuerwehr handelt, die sollte aus Deinen genannten Gründen durchaus trocken bleiben. Weil die im Einsatz im Zweifel auch schlecht eine Überdecke in kaltes Wasser tunken können.

Eine Sauerstofflanze ist eine extrem intensive aber relativ punktförmige Wärmequelle, die auch noch stark Funken sprüht. Die Feuerwehr sieht sich im allgemeinen wenn es kritisch ist, einer flächig sehr ausgedehnten Wärmestrahlungsquelle gegenüber. Das ist ein erheblicher Unterschied.

Ausserdem besteht bei einer Sauerstofflanze bei Fehlbedienung eine erhebliche Gefahr durch eine lokale Sauerstoffanreicherung. Wenn der Sauerstoffgehalt der Luft auch nur leicht erhöht wird, brennen auf einmal Holzspäne oder Kleidung wie Magnesium. Darum bin ich froh, aktuell mit so Teilen nichts mehr zu tun zu haben.

Nick schrieb:

Du hast das mit dem Arbeitsunfall überlesen? Ein Schrottplatz ist eher kein amtlich geprüfter Kinderspielplatz. Arbeitsunfälle werden über die BG abgerechnet. Und der Arzt frägt, wie denn das passiert ist.

Dabei sollte man aber solange es plausibel ist immer von einem Eigenunfall erzählen, und seinen Arbeitgeber nach Möglichkeit aus dem Spiel lassen. Immerhin bezahlt er mich ja dafür.

Bei einer Brandwunde durch flüssiges Metall lohnt es sich durchaus zum Arzt zu gehen, die heilen recht schlecht.

Ja. Weil die Unterhaut im allgemeinen mit betroffen ist.

Aha! Gießereien, bei denen auch massiv Strahlungshitze herrscht, geben ihren Leuten

Lederschürzen, die auf der Aussenseite eine reflektierende Alu Schicht haben (gegen die Wärmestrahlung), und einen Helmzusatz aus Leder mit einem Sichtschirm der die Strahlung stark abmildert. Der Helm darf für Heißbetriebe natürlich nicht aus thermoplastischem Material sein.

Statt Leder wird auch gerne eine Art Pressstoff oder Hartpappe verwendet.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
Persönliche Seite #8103856
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Hallo H. H.

H. H. schrieb:

Hinweis: Wasser ist ein guter Wärmeleiter.

Mit der Wärmeleitung hast Du zwar recht,

Nö. Wasser leitet die Wärme schlechter als Glas.

Aber die Wärmeleitung von Wasser ist deutlich höher als die von Luft (Faktor mehr als 20?), und wenn jetzt die Zwischenräume des Gewebes mit Wasser statt Luft gefüllt sind, ist auch die Wärmeleitung des Gesamtsystems deutlich erhöt.

Wasser als Wärmeleiter alleine ist schlecht machbar, weil Du immer irgendeine Art der Konvektion und damit eine Strömung hast. Und dann ist der Wärmetransport deutlich besser. Die Konvektion von flüssigem Wasser ist natürlich in getränkten Textilien sehr eingeschränkt.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
#8103864
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Nick schrieb:

Ralf X. schrieb:

Aber Dein Satz: "Die kommt wohl sowieso alle 2 Jahre vorbei." ist doch davon völlig unabhängig und damit ausdrücklich falsch.

Weil er unabhängig ist, ist er falsch. Weil Sachen nicht zusammenhängen, sind sie voneinander abhängig. Kaputte Logik.

Meine Güte, sobald der Tausendsassa mal kritisiert wird, dreht er durch.
Kapier einfach mal, dass die durchschnittliche Besuchsfrequenz durch die Behörden ö.ä. von Gewerbebetrieben bis in den Mittelstand Jahrzehnte beträgt.

Ralf X. schrieb:

Aber ein Laie ohne Schutzkleidung ist mit nasser Baumwollkleidung immer noch besser gegen Funkenflug geschützt, als mit trockener.

STRAHLUNGSHITZE! Für Funkenflug (oder dagegen) muss nichts nass sein.

Ich schrieb ja: Bei Kritik dreht er durch.. *gg
Gegen Strahlungshitze erhöht der normale und noch autonome Mensch einfach seinen Abstand zur Wärmequelle, der gewerbliche Arbeiter hat je nach Gewerbe die passende Kleidung, um seine Aufgabe erfüllen zu können.
Gegen Funkenflug helfen diverse Stoffe.
Nass helfen die allermeisten allerdings bedeutend besser.

Drillich ist z.B. sehr gut geeignet. Siehe z.B. Schweißer-Schutzkleidung. In deiner Welt tauchen aber die Schweißer ihre Handschuhe vorher in Wasser, ist ja besser.

Was sagt Dein Verstand, wenn Du den Schwachsinn noch einmal nachliesst?

Schau dir doch mal so eine Sauerstoff-Lanze im Einsatz an. Selbst die schmerzbefreiten Russen aufm Schrottplatz haben Schutzkleidung an. https://www.youtube.com/watch?v=2frFOJrG8Ls

Natürlich. Sind ja nicht alle doof.

Ralf X. schrieb:

Der Wärmeleitkoeffizient von Wasser gilt im technischen Bereich als schlecht, auch wenn Du das Gegenteil behauptest.

Verglichen mit Stoff ganz sicher.

Du weisst, was Stoff ist? *lol
Alleine wenn Du gerade Textilstoff meinst, stelle Dir einfach mal ein Nylonhemd trocken oder nass auf der Haut vor, wenn die Strahlungswärme richtig hoch geht und Du nicht ausweichen kannst.
Und dann noch einmal, wie das sein wird, wenn da ein Funke (hellglühendes Metall) einschlägt.

Du hast einige gute technische Kenntnisse.
Dreh nicht immer durch, wenn Du mal wieder als Tausendsassa Mist erzählt hast und deswegen kritisiert wirst.

Beitrag #8103895 wurde vom Autor gelöscht.
#8103905
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Bernd W. schrieb:

Dabei sollte man aber solange es plausibel ist immer von einem Eigenunfall erzählen, und seinen Arbeitgeber nach Möglichkeit aus dem Spiel lassen. Immerhin bezahlt er mich ja dafür.

Dann biste selber schuld. Einen Großteil der Unfallverhütung hat man durch simples Benutzen des Kopfes normalerweise selber in der Hand. Wenn doch einmal ein meldepflichtiger Unfall passiert gehört der auch gemeldet. Immerhin sind die Leistungen der BG um einiges umfangreicher als die der gesetzlichen Krankenkassen.

Davon abgesehen: wer die Gesundheit oder das Lebens einer Mitarbeiter bewusst gefährdet weil Schutzmaßnahmen zu teuer sind, dem gehört der Betrieb stillgelegt.

#8103914
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Ralf X. schrieb:

In deiner Welt tauchen aber die Schweißer ihre Handschuhe vorher in Wasser, ist ja besser.

Was sagt Dein Verstand, wenn Du den Schwachsinn noch einmal nachliesst?

Was würde dein Verstand sagen (falls du einen hättest) wenn er "In deiner Welt" lesen würde?

Ralf X. schrieb:

Du weisst, was Stoff ist? *lol

Ich denke, wir sprachen über Baumwollstoff. Wenn du noch Nylonhemden hast, dann entsorg sie fachgerecht.

Ralf X. schrieb:

Und dann noch einmal, wie das sein wird, wenn da ein Funke (hellglühendes Metall) einschlägt.

Da passiert nix. Ein Funkenstrahl (z.B. Flex) gibt Brandlöcher. Nasse Kleidung gibt zusätzlich Brandblasen.

Ralf X. schrieb:

der gewerbliche Arbeiter hat je nach Gewerbe die passende Kleidung, um seine Aufgabe erfüllen zu können.

Aha.

Ralf X. schrieb:

Nass helfen die allermeisten allerdings bedeutend besser.

Dann gilt also für Gewerbliche eine andere Physik wie für Laien und erst recht für dich. Kann man so hinnehmen. :-)

Ralf X. schrieb:

Kapier einfach mal, dass die durchschnittliche Besuchsfrequenz durch die Behörden ö.ä. von Gewerbebetrieben bis in den Mittelstand Jahrzehnte beträgt.

Vor langer Zeit hatte ich in den Ferien immer in einer Bauschlosserei gearbeitet, da hab ich keinen Besuch der BG beobachten können. Der Werkstattmeister hat aber drauf geachtet, dass die Schutzmittel verwendet werden und die Leute haben das auch aus reinem Selbstschutz gemacht. Ausser den üblichen Schnittverletzungen gabs nix. Für einen Schnitt musste ich mal zum Arzt. Das war also ein Arbeitsunfall und wurde über die Versicherungen des AG entsprechend abgerechnet.

Aktueller Betrieb, die Schlosserei gibts seit Jahrzehnten nicht mehr. Hier kommt die BG etwa alle zwei Jahre zu uns. Kleiner Betrieb mit unter 10 Leuten. Ausser den üblichen Schnittverletzungen nix passiert. Entweder Selbstversorgung oder Hilfe wenn Klammerpflaster angebracht sind. Wenn ich einen speziellen Arbeitsschutz brauch/will, wird der ohne Argumentieren einfach und gerne bestellt.

Ralf X. schrieb:

Du hast einige gute technische Kenntnisse.

Vor Allem hab ich, im Gegensatz zu manchen hier, Erfahrungen was bei Hitze funktioniert. Ich hab eine eigene kleine Giesserei, nebst der zugehörigen PSA. Da kapiert man recht schnell, dass die branchenübliche Kleidung sinnvoll ist und funktioniert. Wasser gehört da garantiert nicht dazu.
Auch meine Schutzkleidung beim Schweißen ist nicht vorher zu befeuchten. Ein feuchter Handschuh fürs WIG ist danach einfach kaputt.

Aber egal, spring du vorher in den Pool und kapier es nachher.

Bernd W. schrieb:

Dabei sollte man aber solange es plausibel ist immer von einem Eigenunfall erzählen, und seinen Arbeitgeber nach Möglichkeit aus dem Spiel lassen. Immerhin bezahlt er mich ja dafür.

Seltsame Einstellung! Der AG setzt mich bewusst einer unnötigen Gefahr aus und soll dafür noch belohnt werden? Und danach soll man weiterhin kuschen und seinen Scheiß unterstützen? Ich würde spätenstens danach die geeignete Schutzkleidung einfordern oder diese Arbeit verweigern. Ich bin Arbeitnehmer, kein Sklave. Mag bei dir anders sein.

Anderer AG. Nach einem Wegeunfall musste der Schaden Jahre später operiert werden. Über 3 Monate krank. Das zahlt die BG und nicht der AG. Da gibts keinen Grund das zu verheimlichen, ein ehrlicher Umgang von Anfang an zahlt sich für Alle aus. Bei mir waren es zusätzliche Sitzungen bei der Physiotherapie, die NUR die BG bezahlt.

#8103926
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Nick schrieb:

Seltsame Einstellung! Der AG setzt mich bewusst einer unnötigen Gefahr aus und soll dafür noch belohnt werden? Und danach soll man weiterhin kuschen und seinen Scheiß unterstützen? Ich würde spätenstens danach die geeignete Schutzkleidung einfordern oder diese Arbeit verweigern. Ich bin Arbeitnehmer, kein Sklave.

Da bin ich mit dir komplett einer Meinung. Leider sind es aber oft genug die Arbeiter, die das Angebot gar nicht annehmen. Beispiel Gehörschutz. Ich hatte in den letzten Jahren mehrfach Handwerker im Haus. Weder bei Abriß eines Gebäudes, noch bei (umfangreichen) Stemmarbeiten oder Arbeiten mit dem Rüttler haben die Arbeiter Gehörschutz getragen. Ich habe ihnen dann Gehörschutz von mir hingelegt, mit dem ausdrücklichen Hinweis sie dürften den gerne benutzen.

Das Ergebnis: Der Gehörschutz lag unbenutzt rum.

Das Gleiche wenn ich Bauarbeiten im öffentlichen Raum sehe. Egal ob das Reparaturen von Versorgungsleitungen oder Sanierung ganzer STraßenzüge sind. Selbst bei Arbeiten mit FLex oder Motor-Trennschneider. Zu mindestens 50% wird kein Gehörschutz getragen und der Architekt/Bauleiter/Polier sah ich oft genug ein paar Meter daneben stehen.

#8104465
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Bernd W. schrieb:

Dabei sollte man aber solange es plausibel ist immer von einem Eigenunfall erzählen, und seinen Arbeitgeber nach Möglichkeit aus dem Spiel lassen. Immerhin bezahlt er mich ja dafür.

vollkommene Zustimmung

Aber leider schafft es die BG und ihre dummen gläubigen Helferlein die Menschheit zu verunsichern

"Mach ja morgens auf dem Weg zur Arbeit keinen Umweg zum Bäcker, Du bist dann nicht versichert"

Wer versichert denn wenn man Sonntags Downhill-Mountainbike-Racing macht? oder Sonntags einfach nur Brötchen kauft?

Ob die gebrochenen Knochen dann auf Kosten der BG oder AOK geflickt werden - wo ist der Unterschied?

(Firma: Hobbytheoretiker) #8104473
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Heinz R. schrieb:

"Mach ja morgens auf dem Weg zur Arbeit keinen Umweg zum Bäcker, Du bist dann nicht versichert"

Tanken ist dann auch riskant. Stürzt Du beim einhängen des Zapfhahnes ist es ein Unfall auf dem Weg zur Arbeit. Stürzt Du auf dem Weg zum Bezahlen ist das kein Unfall auf dem Weg zur Arbeit. D.h. Deine Unfallversicherung für den Arbeitsweg verlangt von Dir immer ohne zu zahlen von der Tankstelle wegzufahren.

Diese Probleme hast Du aber an der E-Tanksäule nicht. Da musst Du Dich nicht auf den gefährlichen Weg zum Bezahlen zum Häuschen und darin zur Kasse laufen.

#8104546
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Heinz R. schrieb:

Ob die gebrochenen Knochen dann auf Kosten der BG oder AOK geflickt werden - wo ist der Unterschied?

Bei der ärztlichen Behandlung gibt es tatsächlich erstmal keine Unterschiede, das ist richtig. Spannend wird es, wenn es bei schwerwiegenderen Verletungen um Themen wie Reha, Berufsunfähigkeit / Erwerbsminderung und so geht. Da sind die Leistungen der Berufsgenossenschaften weitaus umfangreicher.

#8104548
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Frank O. schrieb:

Für einen Tausender gibt es für ein paar Stunden einen Bagger mit Fahrer schwarz

Das mag ja sein, aber erstens hat er einen Bagger und zweitens sind dann nach dem Tag die 1000 weg. Insofern ist es schon zu verstehen, dass er versucht dafür dann wenigstens ein neues Werkzeug zu haben, mit dem er beim nächsten Mal einfach loslegen kann. Aber wie gesagt, bei dem Preis hätte ich Bauchschmerzen mit einem chinesischen Noname.

#8104577
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🍅🍅 🍅. schrieb:

Wenn einen verschlissenen Bagger willst, dann kauf einen mit Hammer dran.

Hier im Dorf (Trürkei) kommt hin und wieder ein Bagger vorbei, um verschiede Arbeiten auszuführen. So ein Bagger mit Klimaanlage und allem Pipapo. Ab und zu rufe auch ich ihn an. Einmal hat er sich mit der Schaufel an einem Felsen recht lang abgearbeitet. Auf meine Frage, worum er nicht den Hammer eingesetzt habe, erhielt ich die Antwort, dass er gar keinen habe: diese würden über kurz oder lang die Hydraulik zerstören. Er ziehe es vor, bei Bedarf die Zähne der Schaufel nachzuschleifen.

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