Hallo,
ich frage mich gerade, was die beste Lösung für meine Problemstellung
ist, wie ich einigermaßen zeitgemäß arbeite und eine gute Audioqualität
bereitstellen kann.
Ich habe als Versorgungspannung 9-12V zur Vefügung. Ich habe ein
fertiges Audiosignal, welches sich von 0-5V bewegt, also einen
Massepunkt von 2.5V hat. Man kann also Singly Supply verwenden.
Der Spannungslevel ist denke ich mal absolut ausreichend. Was sind jetzt
die besten Lösungen, um dieses Signal auf einen Kopfhörer zu bringen?
Ver
- Ein extra Headhpone-Amplifier? Die finde ich bei Mouser fast nur bis
5V, welche ich nicht habe, bzw. nicht zur Verfügung stellen möchte
(zusätzliche Bauteile). Zusätzlich will ich ja gar nicht verstärker,
sondern nur treiben oder? Z.B. ein TDA1308 mit Verstärkung wäre doch
überflüssig (zumal der max. 7 V verträgt).
- Ein simpler opamp als Impedanzwandler,e evtl. zwei Kanäle parallel
geschaltet? Der kann dann einen mittleren zweistelligen
Milliamperebereich liefern, reicht das?
- Auf etwas zurückgreifen wie einen LM386? Ist der nicht steinalt oder
eignet der sich immernoch?
- Was ist mit unterschiedlichen Lautsprecherimpedanzen? Werden diese
laiuter/leiser, was muss ich da beachten?
Gibt es dazu evtl. geeignete Tutorial Seiten? Überall finde ich nur
Fachchinesich oder ungeeignete Schaltungen.
Ich danke euch vielmals für eure Hilfe und ratschläge!
Der TPA6120A2 würde jedoch nur laufen, wenn ich min. 10V zur Verfügung
stelle. Muss ich mal schauen,derzeit plane ich mit 9V, Single Supply.
Kann ich Figur 15 aus dem Datenblatt zweimal verwendenfür einen Stereo
Ausgang (einmal Mono Eingang)?
Die Seite von Matthias überfordert mich ein wenig ;). Der Verstärker von
Arduino Fanboy sieht ok aus, müsste ich nur auf Single Supply anpassen,
das kriege ich wohl hin.
Kopfhörer schrieb:> Der TPA6120A2 würde jedoch nur laufen, wenn ich min. 10V zur Verfügung> stelle. Muss ich mal schauen,derzeit plane ich mit 9V, Single Supply.> Kann ich Figur 15 aus dem Datenblatt zweimal verwendenfür einen Stereo> Ausgang (einmal Mono Eingang)?
Da der TDA6120 2 OPs enthält macht man Fig. 15 normalerweise 2x.
Wenn du einen wirklich hochwertigen KH Verstärker haben willst, der dann
noch 600 Ohm KH treiben soll, kommst Du an einen Dual Supply nicht
herum. Min. 2x9V wären also angebracht.
Falls es nur um einen KH Verstärker für 32 Ohm KH am PC geht, reicht
auch so etwas wie die Schaltung 109 auf der schon genannten Eliot HP.
Ich habe mal eine Schaltung entworfen, basierend auf
http://320volt.com/en/simple-quality-headphone-amplifier-12v-ne5534an/.
Die ist so änhlich wie die oben vorgeschlagene.
AGND = Halbe Betriebsspannung, die werde ich durch einen Opamp zur
Verfügung stellen.
V_IN = Eingangssignal mit AGND als Bezugspunkt.
Stimmt das so in etwa? Ich baue die Schaltung mal auf und teste sie.
Kopfhörer schrieb:> Ich habe mal eine Schaltung entworfen
1µF am Ausgang ist zu wenig, rechne mal die untere Grenzfrequenz nach.
Die Endstufe ohne Vorspannung ist gewagt, so eine Totzone willst du
nicht.
Kopfhörer schrieb:> AGND = Halbe Betriebsspannung, die werde ich durch einen Opamp zur> Verfügung stellen.
Dann lies mal diesen Thread:
Beitrag "3 Kanal Kopfhörerverstärker mit OPA2134 verzerrt"
ArnoR schrieb:> Die Endstufe ohne Vorspannung ist gewagt, so eine Totzone willst du> nicht.
Ja, da hilft ein Widerstand (Bereich 100R) zwischenden den Basen und den
Emittern enorm.
Dann baue ich es mal mit 100R zwischen Emitter und Kollektor auf.
Im genannten Link von ArnoR bzgl. der VGND sieht dessen Schaltung
wesentlich komplexer aus als meine.
Ich hätte einen Opamp genommen, dessen Versorungsspannung mit 100nf und
100uF stabilisiert. Dann an dessen + Eingang einen Spannungsteiler auf
halbe Betriebsspannung, welche auch noch über einen 100uF Elko
stabilisiert wird.
Den Ausgang dann noch auf den negativen Eingangs als Rückkopplung,
sprich einen Spannungsfolger.
Was spricht dagegen? Funtioniert bei vielen meiner GItarrenschaltung
wunderbar.
Kopfhörer schrieb:> Dann baue ich es mal mit 100R zwischen Emitter und Kollektor auf.
Zwischen Emitter und Basis!
Der übernimmt den Strom in dem Totbereich von den UBE.
Der Wert hängt u.a. davon ab, wieviel der OPA treiben kann.
Kopfhörer schrieb:> Dann baue ich es mal mit 100R zwischen Emitter und Kollektor auf.
Genau...
Kopfhörer schrieb:> Im genannten Link von ArnoR bzgl. der VGND sieht dessen Schaltung> wesentlich komplexer aus als meine.
Mag sein, dafür funktioniert die aber auch.
Kopfhörer schrieb:> Den Ausgang dann noch auf den negativen Eingangs als Rückkopplung,> sprich einen Spannungsfolger.>> Was spricht dagegen?
Spannungsfolger mit kapazitiver Last (für die Verstärker) = oft
Oszillator
Funtioniert bei vielen meiner GItarrenschaltung wunderbar.
So weit ich weiß, will man da ja die im Eingangspost des verlinkten
Threads beklagten Verzerrungen ;-)
Ich habe die Schaltung mal aufgebaut und sie funktioniert schonmal
wunderbar.
Zumindest mit meinem Standard 32 Ohm Kopfhörer - und ich habe beide
Stereo Kanäle parallel geschaltet.
In dieser Schaltung ist noch ein 1kOhm WIderstand, um beim
Spannungsfolger das oszillieren zu verhindern. Das werde ich mal
einplanen.
http://tangentsoft.net/elec/bitmaps/vgrounds/vfb-opa.png
Kopfhörer schrieb:> Überall finde ich nur Fachchinesich
Dann solltest du fachchinesiscb lernen.
Oder gefällt dir Marketinggeschwurbelenglisch besser ? Oder willst du
faktenfernesdeutsch hören ?
Ein Kopfhöhrer hat einen Innenwiderstand von 8 Ohm bis 2000 Ohm, mit 600
Ohm für ein paar grosse und 32 Ohm beim üblichen Ohrstecker.
Damit entfallen alle Vorschläge mit normalen OpAmps wie NE5532 oder
TL0x2 ohne nachgeschaltete Transistoren und wer Transistoren
nachschaltet, kann gleich auf den IC verzichten.
Es reichen wenige Milliwatt um dein Trommelfell zu strapazieren, 1 Watt
reicht also dicke.
Will man wirklich universell Kopfhöhrer anschliessen, braucht man einen
Verstärker mit hoher Ausgangssoannung, der durch einen 2k Widerstand
zwischen Verstärker und Ohrhohrer gedämpft wird, was gleichzeitig
Störungen dämpft wie 100uVrms output noise auf unhörbare 4uV.
Du hast keine ausreichend hohe Betriebsspannung und willst vielleicht
auch keine 2000 Ohm Sennheiser anschliessen, nicht mal 600 Ohm AKG.
Ein LM386 entspricht nicht deiner Forderung nach
Kopfhörer schrieb:> e gute Audioqualität
ebenso ist natürlich die Ausgangssignalqualität der ruhestromlosen
Klasse B Endstufe
Beitrag "Re: Beste Lösung für Kopfhörerverstärker"
unterirdisch schlecht.
Gute Qualität mit mindestens 60mA Ausgangsstrom (was für 32 Ohm
Kopfhöhrer reicht, für 8 Ohm eher nicht) bei geringem Bauteilaufwand
bieten in absteigender Qualität:
LME49610
NJM4556
MC34119
TS922
Ein TDA7050 oder 1308 hält ja deine 12V nicht aus.
Eventuell reicht bei Dir auch die Ein-Transistorlösung, ein
Impedanzwandler aus einer Kollektorschaltung. Die funktioniert aber nur
dann gut, wenn die Eingangsspannung vom NF-Signal schon relativ hoch
ist, aber genau das ist ja bei Dir der Fall (0-5V). Am Ausgang kann ein
Kopfhörer zwischen 32 und 600 Ohm angeschlossen werden (bereits
erprobt).
MaWin schrieb:> Es reichen wenige Milliwatt um dein Trommelfell zu strapazieren
Eben.
Vorteile:
- Einfacher Aufbau
- Keine Verzerrungen (wegen starker Gegenkopplung)
- Kein Eigenrauschen
- Lautstärke kann mit Poti eingestellt werden
Matthias S. schrieb:> Wenn du ein paar Cent übrig hast, kannst du dir auch den TDA2822M> kaufen:> https://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=20766>> Der hat Stereo, minimale Aussenbeschaltung und läuft von 1,8 - 15V.
Hat aber miese Audio Qualitäten.
Dann doch eher einen Spannungswandler 9V -> +/- 15V (gibts günstig beim
Chinesen) mit den schon erwähnten TPA6120A einsetzen.
Klaus R. schrieb:> Beste Lösung und preiswert
TPA6120 ist schon gut, die Fertiglösungen sind aber alles andere als
Preiswert.
Manch einem Millionär verrutscht aber dss Komma bei der Preisbewertung.
MaWin schrieb:> Klaus R. schrieb:>> Beste Lösung und preiswert>> TPA6120 ist schon gut, die Fertiglösungen sind aber alles andere als> Preiswert.> Manch einem Millionär verrutscht aber dss Komma bei der Preisbewertung.
60€ und Millionär?? Na ja.
Schau nochmal gut hin. Da sind drin (Topping NX3):
Gehäuse, LS Regler, Buchsen, Spannungswandler, LiIon + Ladeelektronik.
Klar, in irgendeine Plastikschachtel kann man das auch billiger selber
bauen. Mein Ding wärs nicht.
Aus der W. schrieb im Beitrag #525520
> Was ist denn "gut" daran, wenn der Amp einen> Entkopplungswiderstand Ro benötigt um sauber zu arbeiten?
Entspricht der Norm:
"Für Kopfhörer gibt es jedoch irgendeinen IEC/ISO Standard mit 120 Ohm
Ausgangswiderstand"
MaWin schrieb:> "Für Kopfhörer gibt es jedoch irgendeinen IEC/ISO Standard mit 120 Ohm> Ausgangswiderstand"
[Ironie] Ach so, deshalb nimmt man 39 Ohm. [/Ironie]
LG
old.
Aus der W. schrieb:> MaWin schrieb:>> TPA6120 ist schon gut>> Was ist denn "gut" daran, wenn der Amp einen> Entkopplungswiderstand Ro benötigt um sauber zu arbeiten?
Macht der Dich arm?
Schau Dir mal die Daten des TPA6120 an und dann schau mal was Du so
vergleichbares findest.
Aus der W. schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Macht der Dich arm?>> Macht den Dämpfungsfaktor schlecht.>
Kommt auf den Kopfhörer an. Die meisten Kopfhörer sind nicht für eine
niedrige Ausgangsimpedanz ausgelegt, da sie i.A. an Endstufen über
Vorwiderstände angeschlossen werden.
Bei 600 Ohm KH ist der Einfluss sowieso geringer.
MaWin schrieb:> Will man wirklich universell Kopfhöhrer anschliessen, braucht man einen> Verstärker mit hoher Ausgangssoannung, der durch einen 2k Widerstand> zwischen Verstärker und Ohrhohrer gedämpft wird, was gleichzeitig> Störungen dämpft wie 100uVrms output noise auf unhörbare 4uV.
Kann ich denn mit einer Ladungspumpe die notwendigen -V Spannung
erzeugen, wenn ich z.B. nur 0V und 9V zur Verfügung habe? Oder ist das
eher ungeeignet wegen Strombedarf etc.? Und welche Ladungspumpe wäre
dafür geeignet?
Kopfhörer schrieb:> Kann ich denn mit einer Ladungspumpe die notwendigen -V Spannung> erzeugen, wenn ich z.B. nur 0V und 9V zur Verfügung habe? Oder ist das> eher ungeeignet wegen Strombedarf etc.?
Ladungspumpen sind eh Murks, massive Stromspitzen stören bei Audio, sie
sind eher für Verdopplung als für ver-10-fachung der Spannung, und
uneffektiver als Schaltregler.
Natürlich kann ein Schaltregler aus 9V z.B. 45V machen. Aber dann die
Batterieladung in einem 2k Widerstand zu verballern, ist eher ungünstig,
der Wirkungsgrad ist bei Betteriebetrieb nicht egal.
Aus der W. schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Die meisten Kopfhörer> Wenn Dir das genügt ...
Willst Du jetzt für jeden Kopfhörer einen speziellen KH Verstärker
haben? Für das Optimum wäre das tatsächlich notwendig aber nicht sehr
realistisch.
Es gibt auch KH, die mit Ausgangsstufen niedriger Impedanz nicht
zurechtkommen. Das gibt es sogar auch bei Lautsprechern.
Michael B. schrieb:>> Natürlich kann ein Schaltregler aus 9V z.B. 45V machen. Aber dann die> Batterieladung in einem 2k Widerstand zu verballern, ist eher ungünstig,> der Wirkungsgrad ist bei Betteriebetrieb nicht egal.
Der TPA6120A braucht max. 2x15mA bei +- 15V. Da tut ein
überdimensionierter Schaltregler nicht weh. Aber ein 2k Widerstand in
Reihe finde ich auch übertrieben, da hast Du Recht.
Andreas B. schrieb:> Der TPA6120A braucht max. 2x15mA bei +- 15V.
Was 0,45W Ruheleistung je Kanal bedeutet. Wenn die 9V des TO eine
9V-Blockbatterie sind, kann er das vergessen.
Andreas B. schrieb:> Willst Du jetzt für jeden Kopfhörer einen speziellen KH Verstärker> haben?
Wenn Du einen hohen Dämpfungsfaktor hast, hast Du das nicht nötig.
Einen Widerstand in Serie schalten, kann man dann immer noch,
wenn man das für notwendig hält. Mir fällt da gerade kein
Fallbeispiel ein.
LG
old.
ArnoR schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Der TPA6120A braucht max. 2x15mA bei +- 15V.>> Was 0,45W Ruheleistung je Kanal bedeutet. Wenn die 9V des TO eine> 9V-Blockbatterie sind, kann er das vergessen.
Er spricht von 9-12V. Eine 9V Blockbatterie nehmen meines Wissens nur
noch Arduino Jünger. Das ist so ziemlich die teuerste Batterieform (W/€)
die man sich vorstellen kann.
Eine 4.1V LiIon Zelle mit Schaltregler auf +- 12 oder 15V gebraucht und
gut ist. Bei Hifi Endstufen bin ich ansonsten kein Freund von
Schaltreglern. Aber bei dieser geringen Leistung sehe ich da keine
Probleme (Gut gefiltert, überdimensioniert).
Andreas B. schrieb:> Hat aber miese Audio Qualitäten.
So? Woher nimmst du dein Wissen? Der TDA2822M ist oft in CD Laufwerken
als KH Verstärker eingesetzt worden und hat da recht gut geklungen.
Falls du die 10% Klirrfaktor aus dem Datenblatt meinst - das ist bei der
Angabe für die max. Ausgangsleistung. Wenn man dadrunter bleibt, klirrt
der Amp auch nicht mit 10%.
Andreas B. schrieb:> Er spricht von 9-12V.
Nöö, er spricht in letzter Zeit von 9V:
Kopfhörer schrieb:> Kann ich denn mit einer Ladungspumpe die notwendigen -V Spannung> erzeugen, wenn ich z.B. nur 0V und 9V zur Verfügung habe?
Kopfhörer schrieb:> Der Spannungslevel ist denke ich mal absolut ausreichend.
Wenn der Pegel ausreichend ist, wozu dann ein Verstärker?
Ich habe keinen einzigen Abspieler, der nicht direkt einen Kopfhörer
treiben kann.
Bei mobilen Abspielern muß man aber die EU-Beschränkung abschalten, da
diese die Verstärkung um einen festen Betrag absenkt, was bei leisen
Aufzeichnungen Unsinn ist.
Matthias S. schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Hat aber miese Audio Qualitäten.>> So? Woher nimmst du dein Wissen? Der TDA2822M ist oft in CD Laufwerken> als KH Verstärker eingesetzt worden und hat da recht gut geklungen.> Falls du die 10% Klirrfaktor aus dem Datenblatt meinst - das ist bei der> Angabe für die max. Ausgangsleistung. Wenn man dadrunter bleibt, klirrt> der Amp auch nicht mit 10%.
Vergleiche den mal mit den TDA6120 (supply voltage rejection, noise,
slew rate, channel separation. Ja, eigentlich alles). Der TDA2822 mag zu
seiner Zeit ja nicht schlecht gewesen sein, ist aber mittlerweile
ziemlich veraltet. Für den Einsatz am PC würde ich den auch noch nehmen
aber nicht mehr für eine guten KH Verstärker.
So ganz allgemein gibt es keine Beste Lösung.
Als Techniker schaut man worauf es einem ankommt
und danach wählt man aus.
Für den Einen ist seine Wahl die beste Lösung
für den Anderen eben nicht.
Ich finde diese Split Load Sache sehr spannend
und würde diese wählen.
Dann hat man mal etwas anderes als den tausendsten
Operationsverstärker.
LG
old.
Die Schaltung aus dem Beitrag
Beitrag "Re: Beste Lösung für Kopfhörerverstärker" halte ich für sehr
fragwürdig. Nach meinen praktischen Erfahrungen produziert sie um den
Mittelpunkt herum starke Übernahmeverzerrungen.
Wer es nicht so genau nimmt, mag das ignorieren. Aber dann darf man es
nicht "beste Lösung" nennen.
Matthias S. schrieb:> So? Woher nimmst du dein Wissen? Der TDA2822M ist oft in CD Laufwerken> als KH Verstärker eingesetzt worden und hat da recht gut geklungen
So ähnlich wie Oma's Dampfradio.
Mit 0.2% THD nichts für:
Kopfhörer schrieb:> gute Audioqualität bereitstellen
Stefan U. schrieb:> Die Schaltung aus dem Beitrag Beitrag "Re: Beste Lösung für> Kopfhörerverstärker" halte ich für sehr fragwürdig. Nach meinen> praktischen Erfahrungen produziert sie um den Mittelpunkt herum starke> Übernahmeverzerrungen.>> Wer es nicht so genau nimmt, mag das ignorieren. Aber dann darf man es> nicht "beste Lösung" nennen.
Richtig.
@kopfhörer
Was immer wieder gänzlich falsch eingeschätzt wird, wenn es um
Verstärker geht, ist die benötigte Leistung..
Da haben die Marketingabteilungen ganze Arbeit geleistet.
Für die meisten Kopfhörer brauchst du so max. 50mW, und ca 1V RMS, um
dir die Ohren wegzuschiessen.
Bei einem Volt RMS und 250mW Ausgangsleistung (1V/4Ohm)*1V wird sich
dann schon dein Nachbar über scheppernde Teller im Schrank bei dir
bedanken, wenn du Boxen mit halbwegs brauchbarem Wirkungsgrad
anschliesst.
Du sagst es eigentlich selbst, Impedanzwandler ist das richtige
Stichwort. Und dämpfen musst du dein Eingangssignal halt.
Brauchbar für dich dürfte der "Cmoy" Kopfhörerverstärker sein. (einfach
mal googlen)
Ist eigentlich nur ein Opamp mit bisschen Hühnerfutter.
Oder du baust dir einen diskreten Spannungsfolger.
Ich hatte da mal was entworfen, "Single Ended Class A" ;)..
Kann die Schaltung suchen, wenn Interesse besteht
LG Micha
Grad nochmal durchgelesen..
Bau oder kauf dir einen Cmoy,
dürfte die beste Lösung sein.
Generell bei audio Anwendungen hab ich die Erfahrung gemacht, je
einfacher, desto besser.
Weniger Rauschen, stabiler, ..
Da würde ich auch die Verstärker ICs meiden, wenns eh nicht nötig ist.
Und Ladungspumpen etc wie der Teufel das Weihwasser. haste nur Ärger
mit, obendrein passen deine Spezifikationen perfekt für den Cmoy. (in
der 9V Version)
@grüne neun
Sowas in der Art hab ich mir mal gebaut. Ich würde sagen, der Klang ist
mit Kopfhörerverstärkern der Highend-Klasse vergleichbar.
Wofür hast du die Schaltung genommen, kannst du da noch bissel was
erzählen?
LG micha
DJ Tinnitus schrieb:> Bau oder kauf dir einen Cmoy, dürfte die beste Lösung sein.
Kaum.
Die Originalschaltung verwendet 2 9V Blöcke, zaubert dann aber eine
virtuelle Masse. So ein Unsinn, zwischen beiden Blöcken ist 0V, man
braucht nur eine doppelpoligen Ausschalter.
Und der vorgesehene OpAmp OPA2132 ist für 32 Ohm Kopfhörer zu schwach,
wie Figure 17. Output Voltage Swing vs Output Current zeigt. Er wurde
nur nach niedrigsten Verzerrungen ausgsucht und dabei verpennt, daß die
nur für 600 Ohm Ausgangsimpedanz gelten. Man sollte besser OpAmps
verwenden, die zumindest für 32 Ohm spezifiziert sind.
Hab leider grade wenig Zeit, sonst würde ich selbst googlen..
Michael B. schrieb:> DJ Tinnitus schrieb:> Bau oder kauf dir einen Cmoy, dürfte die beste Lösung sein.>> Kaum.>> Die Originalschaltung verwendet 2 9V Blöcke, zaubert dann aber eine> virtuelle Masse. So ein Unsinn, zwischen beiden Blöcken ist 0V, man> braucht nur eine doppelpoligen Ausschalter.>
Ich war unklar, es gibt eine Variation, die mit einem 9 Volt und
virtueller Masse arbeitet.. (Deswegen schrieb ich 9V Version)
Die virtuelle Masse bei der 18V Version hat wohl den Hintergrund,
dass es Probleme geben würde, wenn sich die Batterien ungleichmäßig
entladen.
> Und der vorgesehene OpAmp OPA2132 ist für 32 Ohm Kopfhörer zu schwach,> wie Figure 17. Output Voltage Swing vs Output Current zeigt. Er wurde> nur nach niedrigsten Verzerrungen ausgsucht und dabei verpennt, daß die> nur für 600 Ohm Ausgangsimpedanz gelten. Man sollte besser OpAmps> verwenden, die zumindest für 32 Ohm spezifiziert sind.
Irgendwo im Netz gabs einen, der systematisch opamps durchgetestet hat.
Klar, die Opamps werden überwiegend ausserhalb der Spezifikationen
betrieben.
Aber das bedeutet ja nicht, dass sie nicht die Aufgabe erledigen können.
Glaube, er hat sogar den 5532 ganz gut bewertet.
Cmoy ist halt ne tausendfach erprobte und bewährte Schaltung.
DJ Tinnitus schrieb:> Ich war unklar, es gibt eine Variation, die mit einem 9 Volt und> virtueller Masse arbeitet.. (Deswegen schrieb ich 9V Version)
Es gibt immer Klsungen, die es noch etwas billiger und schlechter
machen.
9V reichen nicht aus, das sind nur 5.6V am Entladeeende und damit
kommen, nicht-R2R-OpAmps nicht aus.
> Die virtuelle Masse bei der 18V Version hat wohl den Hintergrund,> dass es Probleme geben würde, wenn sich die Batterien ungleichmäßig> entladen.
Du meinst, weil man nach vielem Wandern Probleme mit den Zehen bekommen
könnte, schlägt man sich vor deer Tour gleich beide Beine ab ?
Kranke Lösung.
Wenn (eine der) Batterien leer wird, ist halt Schluss. Dank
symmetrischer Entladung werden beide annähernd gleichzeitig leer wenn
sie vorher annähernd gleich voll waren (also z.B. beide neu).
DJ Tinnitus schrieb:> Glaube, er hat sogar den 5532 ganz gut bewertet.
Daran solltest du erkannt haben, daß er totalen Humbug schreibt. Ein
NE5532 ist ebenso wenig belastbar wie ein OPA2134. Damit kann man ganz
ganz leise Kopfhörer hören. Dreht man lauter auf, geht der OpAmp in
Strombegrenzung und es verzerrt gewaltig.
Abdul K. schrieb:> nee danke
Jeder kann nach seinem Gusto an der Spannung
dem Strom und den Bauteilewerten schrauben.
Vorausgesetzt, man weiß was man tut.
Ist eher an Techniker gerichtet der Blog ...
LG
old.
Abdul K. schrieb:> Da müßten schon exotische Grunde fürsprechen.
Das ist den HiFi Fuzzis egal..
Die bekommen ja schon Pickel, wenn das Boxenkabel unterm Teppich verlegt
wird, wegen der Dämpfung.
Kosten spielen da keine Rolex.
Michael B. schrieb:> Es gibt immer Klsungen, die es noch etwas billiger und schlechter> machen.> 9V reichen nicht aus, das sind nur 5.6V am Entladeeende und damit> kommen, nicht-R2R-OpAmps nicht aus.
Man kann auch immer alles schlecht machen..
Nimm doch erst mal nen 32 Ohm Kopfhöhrer und leg da 1V RMS drauf.
Wird dir die Ohren wegpusten, kannste dich nennen wie mich danach.
Mag bei 600 Ohm Kopfhörern anders aussehen, um deinen Einwand
vorwegzunehmen.
>> Die virtuelle Masse bei der 18V Version hat wohl den Hintergrund,>> dass es Probleme geben würde, wenn sich die Batterien ungleichmäßig>> entladen.>> Du meinst, weil man nach vielem Wandern Probleme mit den Zehen bekommen> könnte, schlägt man sich vor deer Tour gleich beide Beine ab ?>> Kranke Lösung.
Aber eine Lösung.
Bei deinem Vorschlag kann auch mal ein Kopfhörer draufgehen,
bevor das Problem erkannt ist.
Wie ich sagte: Es ist eine erprobte Schaltung.
> Wenn (eine der) Batterien leer wird, ist halt Schluss. Dank> symmetrischer Entladung werden beide annähernd gleichzeitig leer wenn> sie vorher annähernd gleich voll waren (also z.B. beide neu).
Nee, da ist nicht Schluss.
Wird halt Verzerrungen geben.
Wenn das nicht auffällt sind auch Schäden möglich.
> DJ Tinnitus schrieb:>> Glaube, er hat sogar den 5532 ganz gut bewertet.>> Daran solltest du erkannt haben, daß er totalen Humbug schreibt. Ein> NE5532 ist ebenso wenig belastbar wie ein OPA2134. Damit kann man ganz> ganz leise Kopfhörer hören. Dreht man lauter auf, geht der OpAmp in> Strombegrenzung und es verzerrt gewaltig.
??
Wie schon gesagt.
Hör dir erst mal 1V RMS an auf nem 32Ohm Kopfhörer.
Dann reden wir weiter. Wiviel Watt hätteste denn gerne?
Oder steck dir doch einfach mal nen cmoy zusammen,
ist ja nur ne Handvoll Bauteile.
Mir scheint der Vorschlag schon sinnvoll.
So ein Cmoy ist auch für einen Anfänger baubar,
und er trifft die vom TO angegebenen Spezifikationen.
Aber man kann halt auch alles schlecht machen.
Allerdings fehlt in deinem Fall offensichtlich die praktische Erfahrung.
> Seit wann entladen sich Battrien symmetrisch???
Damit ist gemeint, dass die Batterie für die positive
Versorgungsspannung (im Idealfall) genau so schnell entladen wird, wie
die Batterie für die negative Versorgungsspannung.
Man kann Schaltungen mit OP-Amp durchaus so auslegen, dass diese Aussage
zutrifft. Ich würde sogar sagen, dass man sich besonders anstrengen
muss, um sie unterschiedlich schnell zu entladen.
Stefan U. schrieb:>> Seit wann entladen sich Battrien symmetrisch???>> Damit ist gemeint, dass die Batterie für die positive> Versorgungsspannung (im Idealfall) genau so schnell entladen wird, wie> die Batterie für die negative Versorgungsspannung.>> Man kann Schaltungen mit OP-Amp durchaus so auslegen, dass diese Aussage> zutrifft. Ich würde sogar sagen, dass man sich besonders anstrengen> muss, um sie unterschiedlich schnell zu entladen.
Was damit gemeint war ist schon klar..
Ja, zwei ideale Batterien werden sich bei gleicher Belastung im idealen
Fall "gleichschnell" entladen..
Symmetrisch ist denke ich dennoch das falsche Wort, da es ja zwei
gleiche,
aber nicht identische Batterien sind.
Naja, nur in der Praxis landen früher oder später hundertprozentig zwei
verschieden fitte Batterien im Gerät.
Und wenn die Schaltung dann so ausgelegt ist,
dass das zu Schäden führen kann, ist das großer Mist.
Ich denke dran, der Kopfhörer wird abgesetzt, Verstärker angelassen, und
vergessen.
Durch das Verzerren beim harten (oder auch weichem, je nachdem) clippen
auf einer Seite des Signals kann da durchaus ein Kopfhörer draufgehen.
Tinnitus, der einzige wahre schrieb:> Man kann auch immer alles schlecht machen..
Ja, warum also virtuelle Masse ?
Tinnitus, der einzige wahre schrieb:> Bei deinem Vorschlag kann auch mal ein Kopfhörer draufgehen,
Nein, nicht so lange der OpAmp frei von phase reversal ist.
Tinnitus, der einzige wahre schrieb:> Hör dir erst mal 1V RMS an auf nem 32Ohm Kopfhörer
Bei 5.6V reicht es bei den billigen OpAmps (TL071, NE5532) nicht mehr
für 1Vss, dazu brauchen die 7V.
Einfach mal Grundlagen lernen, dann palavern.
Tinnitus, der einzige wahre schrieb:> Seit wann entladen sich Battrien symmetrisch???
Audio ist (dank der Koppelkondensatoren zwangsweise) immer symmetrisch.
Grundlagen Kindchen, Grundlagen.
Aus der W. schrieb:> Arduino F. schrieb:>> Kosten spielen da keine Rolex.>> [Ironie] Die kaufen sich dann halt ein dickes 7000mW> Netzteil dazu. [/Ironie]>
Ich dachte erst, da kann man aus Röhrenzeiten eventuell noch einen Trick
lernen.
Arduino F. schrieb:> Die bekommen ja schon Pickel, wenn das Boxenkabel unterm Teppich verlegt> wird, wegen der Dämpfung.
Ja, wenn man eine Dampfreinigung des Teppichs macht, sollte man
das Kabel besser wegnehnen. :-)
Kopfhörer schrieb:> Ich habe die Schaltung mal aufgebaut und sie funktioniert schonmal> wunderbar.> Zumindest mit meinem Standard 32 Ohm Kopfhörer - und ich habe beide> Stereo Kanäle parallel geschaltet.>> In dieser Schaltung ist noch ein 1kOhm WIderstand, um beim> Spannungsfolger das oszillieren zu verhindern. Das werde ich mal> einplanen.>> http://tangentsoft.net/elec/bitmaps/vgrounds/vfb-opa.png
Ich dachte immer, es ging um die "Beste Lösung für Kopfhörerverstärker".
mfg klaus
Ach Du grüne Neune schrieb:> Wie sieht den jetzt letztendlich die beste Schaltung vom TO aus?> Kann> man die bitte mal sehen?
Es wurde alles beachtenswerte erklärt, es gibt nun viele Lösungen, je
nach dem wie viel man nicht beachtet.
Will man ALLE Kopfhörer etwa gleichlaut haben, baut man eine Endstufe
mit +/-24V und 2k Widerstand hinten dran.
Kann man auf 2k und 8R verzichten, reicht eine +/-5V Endstufe mit 120
Ohm Ausgangswiderstand.
Und will man keinen Ausgangswiderstand, weil der eine Kopfhörer den man
anschliessenwill nicht normgerecht ausgeelgt wurde sondern für (fast) 0
Ohm Quellimpedanz, dann reicht bei 600 Ohm Kopfhöhrern ein normaler
OpAmp (20mA) und bei 32 Ohm Kopfhörern ein OpAmp mit mehr Strom, so 70mA
sollten laut genug sein, 250mA ganz sicher ausreichen.
Bleibt die Stromversorgung, und 2 x 9V an einem zweipolisgcn Auschalter
ist schon ok, die virtuelle Masse ist immer ein Problem, dann lieber
einen BTL Verstärker an einfachen 9V. Kann der OpAmp gar R2R, reichen 5V
(z.B. +/- 2.5V...4.2V).
Abdul K. schrieb:> noch einen Trick> lernen.
Bis dato war mir diese Schaltung unbekannt.
Bis mir jemand das Gegenteil beweist, betrachte
ich das mal als "Neuentwicklung".
LG
old.
Hi,
was oft vergessen wird:
Mir sind beim Einschalten schon mindestens drei Sennheiser HD414
kaputtgegangen. Bis ich merkte, dass sie nicht für den
Einschaltstromstoß über die Elkos am Ausgang der Endstufe gerade auch
bei ausgeschalteten Lautsprechern ausgelegt sind.
Komischerweise trat das Problem beim Braun nicht auf.
Und die Lautstärke ist nicht von Pappe, so dass dieser Verstärker den
Kopfhörer rein theoretisch hätte eher "killen" sollen.
Daraufhin schaute ich mir das Schaltbild des Braun an.
Da ist der Kopfhörer hinter dem Lautsprecherrelais angeschlossen,
bekommt so keine DC am Anfang mit, auch wenn der
Lautsprechergruppenschalter auf "Nur-Kopfhörer" steht.
Diese tatsächlichen praktischen Bedingungen sollte man in die
Schaltungskonzeption mit übernehmen, bzw. entsprechende
"Schutzschaltungen" mit einplanen. Das ist bei den hier bisher gezeigten
Schaltungen leider nicht der Fall, soweit ich das hier überblicke.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Das ist bei den hier bisher gezeigten> Schaltungen leider nicht der Fall, soweit ich das hier überblicke.
Das ist eine Frage der Auslegung.
Wenn der Verstärker (nahezu) Rail to Rail Arbeiten kann, wird die
maximale Lautstärke und der Einschaltplopp den Kopfhörer
in gleicher Weise beanspruchen. Deshalb ist das Relais überflüssig.
LG
old.
Karl B. schrieb:> Hi,> was oft vergessen wird:> ....> Diese tatsächlichen praktischen Bedingungen sollte man in die> Schaltungskonzeption mit übernehmen, bzw. entsprechende> "Schutzschaltungen" mit einplanen. Das ist bei den hier bisher gezeigten> Schaltungen leider nicht der Fall, soweit ich das hier überblicke.>
Deshalb habe ich mir das Leben auch einfach gemacht und mir ein fertiges
Modul gekauft. Wie dieses hier:
https://www.ebay.com/itm/32-600O-Ne5534-Alps-Headphone-Board-Upc1237-Tpa6120a-Protective-Circuit-Ic-New-B/332206249390?hash=item4d590915ae:g:cSEAAOSwtGlZCtpv
und modifiziert. Das hier gezeigte sieht aber nicht aus, als hätte es
ein ALPS Poti drauf. Das Poti auf meinem Board ist wesentlich größer und
in einem blauen rechteckigen Gehäuse.
Aber dieses Modul ist dann nicht mehr für Batteriebetrieb gedacht
(Relais).
Andreas B. schrieb:> Das hier gezeigte
Plus minus 15V für einen Kopfhörerverstärker mit OPV ...
Da würde ich mal ansetzen bevor man das Symptom mit einem
Relais behandelt.
Was nutzen gute Daten auf einem Datenblatt wenn da ein
Relaiskontakt zwischenhängt?
LG
old.
Hi,
leider finde ich auf die Schnelle bei der Netz-Suche über maximale
"Belastbarkeit" keine Spannungsangabe.
"...Der Klang ist neutral und klar, allerdings empfinde ich ihn in
höheren Frequenzen etwas ermüdend.
Oh, und ohne Verstärker ist der Kopfhörer eher mau..."
Interessanterweise verändert der Verstärker aber noch die Werte.
Und wo ist da dann die Belastbarkeitsgrenze, wenn sich der Hersteller
bei seinen Messungen auf ein irgendwie geartetes neutrales Spektrum
bezieht.
Aus der W. schrieb:> Plus minus 15V für einen Kopfhörerverstärker mit OPV ...>> Da würde ich mal ansetzen bevor man das Symptom mit einem> Relais behandelt.
Voll D'acord.
Beim "Braun" hätte man im ungünstigsten Falle ohne Relais in etwa die
Hälfte (durch die beiden 220 Ohm-R's in der KH-Zuleitung) von + - 35 V
also 70 V/2. Da fliegt beim Einschalt-Einschwingvorgang schon der Konus
aus dem Lautsprecher. (Einmal vorausgesetzt, die Symmetriebedingung in
der Spannungsversorgung wäre kurzzeitig bauteilebedingt nicht optimal.)
(Übrigens, wie viele nagelneue Lautsprecher, die noch nie einen Mucks
von sich gegeben hatten, ich auf diese Weise schon kapput bekommen habe,
geht auf keine Kuhhaut. Daraus ergibt sich ein gewisser Lerneffekt.)
Gut, der TO geht von Vcc = 9V aus. Da sehe ich noch kein Problem.
ciao
gustav
Aus der W. schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Das hier gezeigte>> Plus minus 15V für einen Kopfhörerverstärker mit OPV ...>> Da würde ich mal ansetzen bevor man das Symptom mit einem> Relais behandelt.
Es geht hier auch um die Eingangswahlschaltung. Außerdem wird während
des Abschaltens immer eine Asymetrie der Speisespannung entstehen die zu
einem Plopp führt. Bei mir hört mn während des Eingangswahlumschaltung
absolut nichts, da ich den Ausgang für 2-3/10s während des Umschaltens
abschalte. Das geht faktisch nur mit Relais
> Was nutzen gute Daten auf einem Datenblatt wenn da ein> Relaiskontakt zwischenhängt?
Ein gute Relais (Goldkontakte für kleine Ströme) stört mit Sicherheit
weniger als ein Klinkenstecker/buchse.
Karl B. schrieb:> was oft vergessen wird:> Mir sind beim Einschalten schon mindestens drei Sennheiser HD414> kaputtgegangen. Bis ich merkte, dass sie nicht für den> Einschaltstromstoß über die Elkos am Ausgang der Endstufe gerade auch> bei ausgeschalteten Lautsprechern ausgelegt sind.
Da müssen aber etliche Fehler zusammenkommen:
1. eine ältliche Endstufe mit Koppelkondensator vor dem Lautsprecher.
Das habe ich seit >25 Jahren nicht mehr so gebaut.
2. der Kopfhörer hängt direkt an der Endstufe, statt über einen
Vorwiderstand/Spannungsteiler, der einerseits den höheren Wirkungsgrad
des Kopfhörers gegenüber Lautsprecherboxen korrigiert und - bei
korrekter Auslegung - auch den unterschiedlichen Spannungsbedarf hoch-
und niederohmiger Kopfhörer kompensiert. Genau genommen ist aber schon
der Betrieb des Kopfhörers an der Lautsprecher-Endstufe fragwürdig. Ein
separater Verstärker (und separater Lautstärkeregler) ist eigentlich
immer die bessere Lösung.
3. kein weiterer DC-Pfad nach dem Koppelkondensator. Wenn der
Lautsprecher abschaltbar ist, gehört da ein mittelgroßer Widerstand (ca.
100R) statt des Lautsprechers hin.
> Diese tatsächlichen praktischen Bedingungen sollte man in die> Schaltungskonzeption mit übernehmen, bzw. entsprechende> "Schutzschaltungen" mit einplanen. Das ist bei den hier bisher gezeigten> Schaltungen leider nicht der Fall, soweit ich das hier überblicke.
Das sind dedizierte Kopfhörerverstärker. Da braucht man weder so große
Koppelkondensatoren noch so große Versorgungsspannungen wie bei einer
Endstufe für Lautsprecher.
Andreas B. schrieb:> Bei mir hört mn während des Eingangswahlumschaltung> absolut nichts, da ich den Ausgang für 2-3/10s während des Umschaltens> abschalte. Das geht faktisch nur mit Relais
Hi,
das Tonbandgerät hat eine FET-bestückte Muting Schaltung serienmäßig
eingebaut bekommen, weil es früher regelmäßig zum Ansprechen des
"Overloads" beim nachgeschalteten Verstärker führte, wenn von Aufnahme
auf Wiedergabe geschaltet wurde. Da knallte es ganz gewaltig.
Also, Lösung mit FET wäre zum Relaiskontakt die Alternative.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:>> Also, Lösung mit FET wäre zum Relaiskontakt die Alternative.>
High-ender machen so etwas mit Relais. ;-)
Gleiches gilt für die Eingangswahlschalter.
Aus der W. schrieb:> Abdul K. schrieb:>> noch einen Trick>> lernen.>> Bis dato war mir diese Schaltung unbekannt.> Bis mir jemand das Gegenteil beweist, betrachte> ich das mal als "Neuentwicklung".>
Die Endstufenseite ist ein Phasesplitter, wie man ihn im niedrigen
MHz-Bereich für die Ansteuerung differentieller Eingänge benutzt.
Normalerweise mit BJT.
Der Rest davor ist auch Standard. Ob die Verstrickungen drumherum
irgendetwas besonderes sind, entzieht sich mir momentan.
Michael B. schrieb:> Andreas B. schrieb:>> Für den Ausgang?>> Ja.
Interessant. Mein Accuphase hat noch Relais. Ist aber zugegebenermaßen
schon etwas älter (E-202) ;-)
Karl B. schrieb:> Mir sind beim Einschalten schon mindestens drei Sennheiser HD414> kaputtgegangen. Bis ich merkte, dass sie nicht für den> Einschaltstromstoß über die Elkos am Ausgang der Endstufe gerade auch> bei ausgeschalteten Lautsprechern ausgelegt sind.
Diese Schaltung hat sich bei mir in der Praxis sehr gut bewährt.
Vorteile:
- Einfacher Aufbau
- Keine Verzerrungen
- Keine Relaiskontakte
- Kein Eigenrauschen
- Verstärkerrauschen wird sogar noch reduziert
- Leistungsanpassung wie beim Röhrenverstärker
- Dadurch knackiger Bass und spritzige Höhen
- leiseres zerstörungsfreies Plopp-Geräusch
- kleinerer Ausgangselko (100µF)
Nachteile:
- max. Lautstärke ist subjektiv viermal leiser als vorher
Aus der W. schrieb:> Welcher Röhrenverstärker hat denn Leistungsanpassung?
So steht es bei Wikipedia:
...für die Zusammenführung der Signale sowie die Leistungsanpassung an
niederohmige Lautsprecher sorgt wiederum ein Ausgangsübertrager...
Aber ich gebe Dir Recht, selbst wenn ein Ausgangsübertrager vom
Röhrenverstärker mit 15 Ohm gekennzeichnet ist, heißt das nur, dass hier
ein 15 Ohm Lautsprecher angeschlossen werden sollte. In Wirklichkeit ist
die Sekundärseite vom Übertrager sogar noch etwas niederohmiger.
Ach Du grüne Neune schrieb:> Diese Schaltung hat sich bei mir in der Praxis sehr gut bewährt.
Schlechtes Verhalten einer Schaltung mit einem Spannungsteiler
kompensieren und sich dann über Relais im Signalweg beschweren.
Na, ich weiß ja nicht...
Andreas B. schrieb:> und sich dann über Relais im Signalweg beschweren.
Es ging hierbei nur um die Einfachheit. Ein Relais ist natürlich besser,
aber das braucht dann auch wieder eine Ansteuerschaltung.
Ach Du grüne Neune schrieb:> Andreas B. schrieb:>> und sich dann über Relais im Signalweg beschweren.>> Es ging hierbei nur um die Einfachheit. Ein Relais ist natürlich besser,> aber das braucht dann auch wieder eine Ansteuerschaltung.
OK, so gesehen kann man das gut in Verbindung mit einen Cmoy machen.
Dann wird es einfach.
Ob es aber das ist, was der TO unter guter Audioqualität versteht, muß
er selbst beurteilen. Für einen PC reicht das.
Die Ansteuerschaltung des Relais geht übrigens am einfachsten mit dem
UPC1237 (detektiert Overload und Gleichspannung). Der hat dann auch noch
eine Mute Eingang, mit dem ich bei meinem KHV die Abschaltung während
der Eingangswahl realisiert habe. OK, dazu braucht es dann wieder einen
uC, der dann auch die Ansteuerung der Eingangsrelais übernommen hat.
Aber wir sind ja hier in einem uC Forum, oder?