Monitorprogramm für PIC

Gast #7195746
Fuer ein sinnvolles Monitorprogramm wuerdest du wirklich antike
Hardware brauchen. Z.B. das "Prototype TTL Emulator Board" [1].
Das kann das Programm aus einem RAM heraus ausfuehren.

[1] GI MicroElectronics Data Catalog 1977 Pg 10C-2

Um sich mit der Peripherie vertraut zu machen, reicht ein wesentlich
simpleres Programm, mit dem man ueber ein RS-232 Terminal die
SFRs und den RAM manipulieren und examinieren kann.
Gast #7195824
Viel besser als der "paulmon2" ist natuerlich der
"UltraMon" fuer den 8051. Leider vom WWW verschluckt.

> moderne
Fuer ein bisschen Bitwackeln reicht der alte Kram bequem noch hin.
Ausserdem hat er qualitativ hochwertige Peripherie.
#7196267
M.R. schrieb:
> Gibt es sowas
> https://www.mikrocontroller.net/articles/Monitorprogramm_Bamo128
> auch für PIC (MidRange)?

Im Gegensatz zu den klassischen AVRs kannst Du fast alle aktuellen PICs 
über ICSP nicht nur flashen, sondern auch debuggen. Du brauchst nur das 
MPLABX (kostenlos downloadbar), ein PICKIT3 oder PICKIT4, und den 
üblichen 6-Pin ICSP-Header auf Deinem Zielsystem. PICKIT3-Nachbauen gibt 
es sehr preiswert vom Chinesen Deiner Wahl, auch per Amazon oder ebay.

Damit braucht man solche Monitorprogramme nicht mehr.

fchk
Gast #7196327
Statt eines PICKIT geht auch ein MPLAB Snap, der kann nebenbei auch für 
AVRs und SAM-ARMe zum Programmieren und Debuggen verwendet werden. Und 
weniger kosten tut er auch noch.
Gast #7196335
> Damit braucht man solche Monitorprogramme nicht mehr.

Das ist in dieser Allgemeinheit falsch.

Sie haben mit der Verfuegbarkeit einer universellen Debugschnittstelle
fuer die eigentliche Entwicklung ihre Bedeutung eingebuesst.

Wenn man sich aktuelle Produkte einer gewissen Komplexitaet ansieht,
enthalten sie nahezu ausnahmslos einem Monitor aequivalente
Debugmoeglichkeiten.
Niemand kann oder will ein Geraet oder eine Baugruppe die bereits
im Einsatz ist, an einen Debugadapter anschliessen muessen.

Das der normale Anwender dieses Monitorprogramm nicht zu sehen
bekommt, ist aber so gewollt. Haben die Entwickler es weggespart,
kann eine Fehlersuche u.U. nur von den Entwicklern selbst
vorgenommen werden. In kritischen Systemen mit hoher Verfuegbarkeit
wuerde das mit Sicherheit nicht als Loesung akzeptiert werden.

Diese Unsichtbarkeit sollte man also nicht einer Nichtexistenz
gleichsetzen.
Gast #7199024
Mein Eigenbaucomputer in den 80igern hatte einen solchen Monitor - von 
mir selbst geschrieben.
Jetzt mache ich viel mit PICs (meist Assembler) und habe einen solchen 
Monitor noch nie vermisst. Aber fast alle meine Geräte haben eine 
RS232-Schnittstelle, über die eine einfache Kommandozeile zugänglich ist 
mit der ich für Testzwecke einfache, auf das jeweilige Gerät 
zugeschnittene, Befehle ausführen kann, z.B. Auslesen eines AD-Wandlers, 
setzen eines PWM-Wertes oder ähnliches. Printouts sind auch möglich.

Bernd

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