Hallo,
Ich suche Beispielbilder für gute und schlechte Lötstellen.
Damit auch der Neuling gleich sieht, hier bitte Lötzinn wegnehmen, mehr
Lötzinn nehmen oder bitte nochmal heiß machen...
Wie man das so aus der Ausbildung kennt.. ;)
Kann da nichts gescheites finden..... wie heißt denn sowas?
Ansonsten mache ich die Bilder...... besch..... Löten krieg
ich auch noch hin :)
VG
Hallo Herbert,
google mal nach "IPC A610 Lötstelle", da findet man einige Bilder.
Vielleicht mit etwas Glück sogar Auszüge aus der IPC selbst...
Gruß Andreas
Die Bilder sind leider nicht mehr so eindeutig, wie in den 80er Jahren.
Schau Dir dieses Bild an:
http://eitidaten.fh-pforzheim.de/daten/labore/calt/labor/l1/loetkurs/kemo/www.kemo-electronic.de/loetpr$E4sentation/Bilder/kurzf_2_d.gif
Mit Blei:
Die Lötstelle muss wie ein Spiegel glänzen. Matte Oberfläche ist ein
Indiz für Verschmutzung, zu wenig Flussmittel oder falsche (viel zu hohe
oder viel zu niedrige) Temperatur.
Ohne Blei:
Heute kann man sich nicht mehr auf die glänzende Oberfläche verlassen.
Manche aber nicht alle Maschinen produzieren glänzende Oberflächen.
Handgelötet ermatten die Lötstellen meistens, während sie abkühlen.
Das obige Bild gilt für beide Lote.
Herbert F. schrieb:> Damit auch der Neuling gleich sieht, hier bitte Lötzinn wegnehmen, mehr> Lötzinn nehmen oder bitte nochmal heiß machen...
Mein Stichwort dazu: eine schöne Lötstelle kommt vom Flussmittel. Und
eine noch Schönere von mehr Flussmittel.
Lothar M. schrieb:> Herbert F. schrieb:>> Damit auch der Neuling gleich sieht, hier bitte Lötzinn wegnehmen, mehr>> Lötzinn nehmen oder bitte nochmal heiß machen...> Mein Stichwort dazu: eine schöne Lötstelle kommt vom Flussmittel. Und> eine noch Schönere von mehr Flussmittel.
Wir hatten damals sogar mal löten in der Schule .. der Lehrer war
nebenbei auch noch bei Siemens tätig.
Flussmittel: nie gehört
Ordentlicher Lötkolben: nie gehört es gab nur irgendwelchen Schrott von
Weller
Lötzinn: irgendwas billiges wird schon passen.
Ich löte relativ viel und mein Setup sieht so aus:
* JBC Lötstation
* Felder Lötzinn von Reichelt (ich weiß die sind doppelt so teuer, aber
damit gibt's einfach keine Probleme und das Löten funktioniert einfach
perfekt damit).
* Flussmittel von Amtech
Die Kombination garantiert sehr gutes Arbeiten.
Des weiteren ist gutes Löten auch von der Umgebung abhängig, hohe
Luftfeuchtigkeit bedeutet dass die Lötspitze sehr schnell korrodiert und
das Lötzinn deutlich schwieriger aufgenommen werden kann
Das ist mir erst so richtig in tropischen Regionen aufgefallen (hat für
Deutschland im Grunde weniger Relevanz, in der tropischen Region hatte
ich auch nur billiges Lötzinn, nicht das Felder).
Mich würde eigentlich nur interessieren wie die TS100 so abschneiden im
Vergleich mit den teuren JBC Lötstationen.
Einfach nur zu lehren wie man so n Löteisen hält ist bei weitem nicht
genug, zuerst muss man mal lernen welches Werkzug man verwenden soll.
N 30 EUR China-Löteisen ist nicht besser als n 40 Watt Weller (die es in
Berlin z.B bei Segor im Tresen gibt).
Hallo Solder.
Solder schrieb:> Ich löte relativ viel und mein Setup sieht so aus:> * JBC Lötstation
Habe ich auf der Arbeit. Das Teil ist toll, wirklich die Sau auf Socken.
Was zu meckern habe ich trozdem: Der Ständer ist ein paar Kilo zu
leicht, beim sehr schnellen Lötspitze wechseln hebt er gelegentlich
etwas ab.
In der Leistungselektronik habe ich Bedarf an einem breiteren Spektrum
von unterschiedlichen Spitzen. Aber der Halter hat nur zwei Plätze, und
davon muss zum wechseln halt auch einer leer sein.
Ansonsten bin ich mit dem Teil sehr zufrieden. Die schnelle
Wechselmöglichkeit und das flotte Aufheizen sind schon praktisch.
> Lötzinn von> Flussmittel von
Du hast die Entlötlitze und die Lötpumpe vergessen. ;O)
Privat habe ich eine alte Weller wtcp 51 (Klassiker) und für SMD eine
alte Ersa SMT Unit.
Privat langt mir das, und mein Budget ist etwas enger, da setzte ich
meine Prioritäten nicht auf eine JBC.
> Einfach nur zu lehren wie man so n Löteisen hält ist bei weitem nicht> genug, zuerst muss man mal lernen welches Werkzug man verwenden soll.
Richtig. Rein vom zusehen klappt das nicht. Auch in der "vier Stufen
Methode" sollte viel Wert auf eine gute Erklärung mit etwas
theoretischem Hintergrund gelegt werden, damit man weiss, *was es zu
sehen gibt* und worauf man speziell achten muss.
> N 30 EUR China-Löteisen ist nicht besser als n 40 Watt Weller (die es in> Berlin z.B bei Segor im Tresen gibt).
Richtig. Wenn man löten kann, klappt es für die 08/15 Fälle mit jedem
Brateisen. Sofern sie überhaupt heiss genug werden.
Klassisch geht es auch mit einem massiven Kupferkeil mit Stiel im
Lagerfeuer (einen Salmiakstein sollte man aber haben). Gröberes THT geht
damit.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Andreas S. schrieb:> Ein Gruselkabinett schauerhafter Lötstellen findet man auch hier:> Beitrag "NIBO burger - Testpersonen für Roboterbausatz gesucht."
Bei der beschissenen Bildqualität kann ich die Lötstellen nur erahnen.
Solder schrieb:> Flussmittel: nie gehört
Normale Leiterplatten oder Lochraster löte ich seit Jahr(zehnt)en ohne
zusätzliches Flußmittel.
> Ordentlicher Lötkolben: nie gehört es gab nur irgendwelchen Schrott von> Weller
Wenn man wirklich löten kann, ist der Lötkolben zweitrangig. Ich gebe
aber zu, dass ein guter es erheblich vereinfacht.
Solder schrieb:> JBC Lötstation
[Glaubenskrieg on]. Hier privat und in der Produktion Weller!
> Felder Lötzinn
Es darf auch gerne Elsold oder Fluitin auf der Rolle stehen, wobei die
original rote Rolle scheinbar nicht mehr am Markt ist.
Solder schrieb:> Ich löte relativ viel und mein Setup sieht so aus:> * JBC Lötstation> * Felder Lötzinn von Reichelt (ich weiß die sind doppelt so teuer, aber> damit gibt's einfach keine Probleme und das Löten funktioniert einfach> perfekt damit).> * Flussmittel von Amtech
JBC sind schon tolle Geräte, aber wer löten kann, der kommt in der Regel
auch mit Weller, Ersa, Hakko, Metcal, PACE etc. aus. Beruflich löte ich
mit JBC, für privat reicht mir meine Weller.
Bezüglich Lötzinn kann man natürlich auf die Schnauze fliegen, vorallem
wenn bleifrei. Aber Felder ISO-CORE RA ist echt ein schönes bleifreies
Lötzinn, Almit SR-LA ist aber auch nicht schlecht, dagegen sind die
bleifreien von Edsyn und Henkel (Multicore/Loctite) ein schlechter
Scherz. Verbleit können sich aber viele Lote sehen lassen, ich bevorzuge
zum Beispiel Stannol.
Man sollte aber immer mehrere Durchmesser haben, mit 0,5mm und 1mm deckt
man aber das meiste ab.
Das Flussmittel ist aber fast schon Geschmackssache, Edsyn FL22 und
SMD291 habe ich früher verwendet inzwischen bevorzuge ich aber den
Flussmittelstift CW8400, praktisch ist auch das man dieses sogar mit
wenig Aufwand wieder runter bekommt.
Hallo Herbert,
Bilder für hochzuverlässige Handlötverbindungen in der Raumfahrt mit zu
wenig Lot, Minimum akzeptabel, optimal, Maximum akzeptabel, zu viel Lot
(und noch viel mehr) finden sich in ECSS-Q-ST-70-08C (Drahtansclüsse)
und ECSS-Q-ST-70-38C (SMD). Letztere hat neuerdings eine Rev1.
Einzeldowdload nach Anmeldung auf ecss.nl oder ohne Anmeldung nicht
täglich aktualisiertes .iso mit allen Standards unter Standards / Active
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