Klein-Trafo primärseitig schützen

OP #6026784
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Moin,

ich möchte ein Trafo mit 1VA auf der Primärseite vor Überspannung 
schützen.

Meine Frage, macht man das so?(Bild) Oder wäre ein passender PTC 
vollkommen ausreichend?!

Welche Spannung wäre für den Varistor angebracht?
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Gast #6026956
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Patrick S. schrieb:
> Moin,
>
> ich möchte ein Trafo mit 1VA auf der Primärseite vor Überspannung
> schützen.
>
> Meine Frage, macht man das so?(Bild) Oder wäre ein passender PTC
> vollkommen ausreichend?!

Ich nehm mal an, der PTC dient als selbstrückstellende Sicherung?

In dem Fall: Nicht so gut. Der PTC kann niemals auslösen, bevor der 
Varistor im Eimer ist.

Grund:
Am PTC fällt im Fehlerfalll Übespannung nur eine kleine Spannung ab, am 
Varistor eine sehr große. Im Fehlerfall bekommt der Varistor den 
Großteil der Leistung ab, und stirbt, bevor der PTC auslösen kann.

D.h. gegen "Überspannung" ganz allgemeine nützt dir die Schaltung 
nichts. Der Varistor hilft nur gegen Transienten (SURGE, BURST). Wenn du 
L1, L2 anklemmst statt L1,N, wird das hier nicht genügen.

Wenn du ohnehin nur auf den Transientenschutz aus bist, reicht der 
Varistor eventuell. Für den Fall, tu aber lieber Varistor+Sicherung 
hinein. PTC haben einen "Haltestrom", d.h. auch wenn sie ausgelöst 
haben, lassen sie einen Strom durch.
PTC als Überstromschutz würde ich hier nicht verwenden.
#6027039
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Marek N. schrieb:
> Erinnert mich daran: Beitrag "Kleinen Trafo 1,5VA (Netzenstörung)"

Mich auch.
Dahinter war noch ein ähnlicher / gleicher Thread verlinkt.

Problem bei beiden Threads waren nicht irgendwelche Störungen, sondern 
schlicht und einfach eine völlige Unterdimensionierung des Trafos und 
ggf. des Glättungselkos in Verbindung mit dem Ignorieren der erlaubten 
Schwankungsbandbreite der Netzspannung, der Brummspannung und der 
Dropspannung des Spannungsreglers.

@Patrick S. Was ist dein eigentliches Problem?
Bitte zeige einen Schaltplan deiner!!! Schaltung incl. der Bauteilewerte 
und der Angabe von Spannungen und Ströme.
#6027065
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Patrick S. schrieb:
> ich möchte ein Trafo mit 1VA auf der Primärseite vor Überspannung
> schützen.

Wozu ?

Um zu verhindern daß jemand ihn an 400V statt 230V anschliesst ?

Ein so kleiner Trafo geht deutlich in Sättigung, vor allem im Leerlauf, 
wird also warm und bei Überspannung noch wärmer. Am besten also eine 
Thermosicherung im Trafo einbauen. Geht der Trafo kaputt durch 
Windiungsschluss und nimmt mehr und mehr Strom auf, brennt allerdings 
der haardünne Primärwicklungsdraht durch. Eine Sicherung braucht so eine 
Trafo also nciht, nichtmal gegen Kurzschluss sekundär.
OP #6027178
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jemand schrieb:

> Ich nehm mal an, der PTC dient als selbstrückstellende Sicherung?
>
> In dem Fall: Nicht so gut. Der PTC kann niemals auslösen, bevor der
> Varistor im Eimer ist.

Okay, das ist ein Argument.


Harald W. schrieb:

> Warum? Durch die sehr hochohmige Wickung solcher Kleintrafos
> schützen die sich normalerweise selbst

Hier war ich mir nicht sicher.



Anbei die Schaltung.

Es soll die Netzspannung und die Frequenz gemessen werden. Daher wird 
der Trafo nicht wirklich belastet. R1 soll den Leerlaufzustand des 
Trafos verhindern.

(Es gibt sicher andere und genauere Wege die Messaufgabe zu lösen.)
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Gast #6027194
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Die normalen (billigen) kleinen Netztrafos gehen schon relativ nahe an 
die Sättigung. D.h. für eine Messung der Netzspannung ist so ein Trafo 
nicht geeignet(ggf. für 110 V). Der kleine Trafo selber stellt schon 
einen ganz brauchbaren Schutz gegen Überspannung dar: auch wenn da 
jemand 400 statt 230 V anschließen würde hätte man sekundäre vielleicht 
noch 20 % mehr Spannung als normal, bis der Trafo dann nach vielleicht 1 
min durchbrennt.
Gast #6027305
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Patrick S. schrieb:
> hinz schrieb:
>> MaWin schrieb:
>>> Patrick S. schrieb:
>>>> Es soll die Netzspannung und die Frequenz gemessen werden.
>>>
>>> Das funktioniert mit so kleinen Trafos nicht, Fehler locker 50% wegen
>>> Sättigung.
>>
>> Geht schon, einfach einen für deutlich höhere Primärspannung nehmen.
>
> Das war meine nächste Überlegung. Es gibt Printtrafos für 400VAC.

Oder noch höher.

https://www.tme.eu/de/details/bvei3012539/pcb-transformatoren/hahn/bv-ei-301-2539/
#6027600
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Hi,
der Renkforce PT 3006 ist auch nicht viel größer als der Gehrt 
152.06-01, wird aber nur minimal warm. (Uhr läuft seit Juni im 
Dauerbetrieb damit.) Ist auch ein T40-er und kein T60-er.
Wo gibt es den Renkforce noch, alles out of sale, was mal gut war?
Also, wenn schon unbedingt Minitrafo, dann schauen, ob T40 oder noch 
weniger im Datenblatt angegeben ist. Und wenn es den nicht in 1 VA gibt, 
dann eben nächsthöhere Gruppe.

Beitrag "Netztrafo Erwärmung herausfinden"

Karl B. schrieb:
> Bei Trafobetrieb liegt die gemessene Stromaufnahme bei durchschnittlich
> 10 mA. (Der benutzte Renkforce Trafo scheint Mittel der Wahl, leider
> wieder abgekündigt, es ist einfach eine Tragödie. Dabei wollte ich meine
> Bastelkiste endlich aufräumen und den mangels Verwendung schon
> wegwerfen. Gut, dass ich das nicht gemacht hatte.)

ciao
gustav
Gast #6027637
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Bei den kleinen Trafos gabe es eine Zeit auch welche speziell für 
kleinen Ruhestrom, etwa damit damit noch unter den EU Grenzwerten für 
Stand-by bleiben konnte. Im Prinzip sind das Trafos mit mehr Windungen: 
ein Trafo für 400 V und 1.5 VA geht ggf. auch als 230 V 1 VA mit 
geringen Leerlauf-Verlusten durch.
#6027960
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Patrick S. schrieb:
> Das war meine nächste Überlegung. Es gibt Printtrafos für 400VAC.

Damit geht es.
Habe das selber bereits so gemacht.
1% Genauigkeit sind problemlos erreichbar.

Die nächst teurere Lösung sind Meßwandler, also Trafos die für 
Spannungsmessung optimiert sind.
Findest Du aber eher im HV Bereich, z.B: 30kV/100V Übersetzung.
Dann leider sperrig, schwer  und groß.

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