Hallo zusammen,
geht es nur mir so, oder hört Conrad mit dem Verkauf von (SMD)-Bauteilen
auf.
Alle Chips, die mir über den Weg laufen sind nur noch "solange der
Vorrat reicht" verfügbar und sind dann permanent ausverkauft.
Weiß jemand zufällig mehr oder teilt dieses Gefühl?
Grüße,
Benedikt
Das ist das Ende von Conrad.
Ohne Daseinsberechtigung können sie sich dann genausogut vom Expert oder
vom Mediamarkt oder so schlucken lassen, dann bleibt nur noch 0815
Consumerkrempel übrig.
Benedikt schrieb:> geht es nur mir so, oder hört Conrad mit dem Verkauf von (SMD)-Bauteilen> auf.> Alle Chips, die mir über den Weg laufen sind nur noch "solange der> Vorrat reicht" verfügbar und sind dann permanent ausverkauft.
Hm, bei Voelkner (ist ja irgendwie ein Ableger) gab's gestern schon bei
manchen Produkten (Werkzeug) ein "momentan nicht bestellbar". Steht
mittlerweile auch bei vielen ICs (verschiedener Hersteller), aber
andererseits scheinen SMD-Widerstände nicht betroffen zu sein.
Daher würde ich eher ein technisches Problem / Umstellung der
Warenverwaltung vermuten. Da bleibt wohl nur, in ein paar Tagen noch mal
zu schauen.
Ich kann Gerüchteküche selbst auch nicht leiden, aber fast ausnahmslos
alles, das ich in letzter Zeit dort gesucht habe war entweder
ausverkauft, oder "solange der Vorrat reicht" mit einer Stückmenge unter
50. Bei den Teilen handelte es sich übrigens um aktuelle Teile (z.T. um
2018 rausgekommen) und nicht um Teile, die in Richtung EOL zusteuerten.
Als Gewerbetreibender kann ich zumindest noch bei Farnell bestellen,
aber es wäre doch schade, wenn Conrad tatsächlich plant, das Sortiment
langsam abzuverkaufen und parallel keine neuen Teile mehr einzustellen.
Andreas B. schrieb:> Hm, bei Voelkner (ist ja irgendwie ein Ableger) gab's gestern schon bei> manchen Produkten (Werkzeug) ein "momentan nicht bestellbar". Steht> mittlerweile auch bei vielen ICs (verschiedener Hersteller), aber> andererseits scheinen SMD-Widerstände nicht betroffen zu sein.>> Daher würde ich eher ein technisches Problem / Umstellung der> Warenverwaltung vermuten. Da bleibt wohl nur, in ein paar Tagen noch mal> zu schauen.
Das wäre natürlich plausibel. Doch für mich scheint sich das ganze schon
seit einigen Wochen abzuspielen.
Ehrlich gesagt brauche ich diesen Saftladen nicht. Dort habe ich zuletzt
vor 25 Jahren etwas bestellt. Schon damals waren ständig irgendwelche
Produkte nicht mehr lieferbar oder wurden nach z.T. 6 Wochen und länger
nachgeliefert. Bei den Apothekenpreisen mir unverständlich. Dann war ich
vor 2 oder 3 Jahren noch ein paar mal im Ladengeschäft vor Ort. Hatten
aber nie da, was ich wollte. Doch kürzlich hätte ich fast einen Schalter
bestellt. Habe aber nicht eingesehen, dass er in jedem EU-Land
unterschiedlich viel kostet und in D am teuersten ist. Ohne diesen
Thread wäre es mir nicht aufgefallen, wenn der Laden irgendwann weg ist.
ihr bestellt wirklich bei Conrad Bauteile? Da gibt es doch zig
günstigere Alternativen, von daher wäre es kein gar kein Verlust. Selbst
bei Amazon bekommt man teilweise Bauteile bei Versand schneller und
günstiger. Ich habe erst letzte Woche einen Betriebskondensator bei
Amazon mit Lieferung am nächsten Tag günstiger als in der Filiale bei
Conrad bekommen.
Für jemanden ohne Filiale in der Nähe, oder jemand der nicht das
Bedürfnis hat, das Bauteil noch am gleichen Tag zu bekommen, ist Conrad
doch völlig bedeutungslos.
Damals bin ich als Kind noch extra mit dem Zug von Bochum nach Essen zu
fahren, nur um dort in der Elektronikabteilung stundenlang zu schauen.
Heute halte ich nicht mal mehr an, wenn ich zufällig daran vorbei fahre,
weil die Abteilung für Elektronik nur noch rudimentär vorhanden ist. Der
Rest des Ladens erinnert eher an Mediamarkt.
Gruß Thomas
Thomas L. schrieb:> ihr bestellt wirklich bei Conrad Bauteile? Da gibt es doch zig> günstigere Alternativen,
Die haben recht günstige Portopreise bei Kleinkram:
http://www.kessler-electronic.de/
Und die haben eine ganz gute Auswahl, Porto pauschal 5€:
https://darisusgmbh.de/darisus/index.php
Gibt es noch andere kleinere und unkomplizierte
"Allewelt-Bauteile"-Shops in D für Privatleute?
Bernd K. schrieb:> vom Mediamarkt oder so schlucken lassen
Saturn/Mediamarkt steht doch selbst auch kurz vor der Pleite:
www.wallstreet-online.de/_amp/nachricht/11803350-ceconomy-verliert-media
-markt-saturn-rabattschlacht
Das wäre kein großer Verlust. Mouser, Digikey, Tme, Bürklin, RS, ... die
haben wenigstens eine vernünftige Auswahl und ab einer gewissen Summe
versandkostenfrei. Bei Conrad habe ich so gut wie nie bestellt. Wozu
auch?
In grauer Vorzeit war Conrad mal gut, weil es die ganzen Teile aus dem
Katalog auch in den Filialen gab.
Das war toll als die Filiale in Mannheim aufgemacht hat.
Mittlerweile ist das aber doch eh nur noch ein Elektromarkt wie jeder
andere auch, mit teils deutlich höheren Preisen.
Bestes Beispiel aktuell LAPP DIX Mehrfachdichteinsätze für Skintop
Verschraubungen. Conrad 3,03 EUR / Stück, Reichelt 0,77 EUR / Stück ...
Sei's drum. Die "großen" Distris haben mittlerweile gemerkt das man
nicht nur mit B2B Geld verdienen kann und sich bei elektronischen
Einzelteilen das Reklamationsriskio des Kunden in Grenzen hält. Leider
haben das aber noch nicht alle gemerkt :)
Curby23523 N. schrieb:> Das wäre kein großer Verlust. Mouser, Digikey, Tme, Bürklin, RS, ... die> haben wenigstens eine vernünftige Auswahl
Schön wär's. Bürklin macht seit ein paar Monaten Ausverkauf. Zum
Ausgleich sind 100000 Artikel gelistet mit Mindestmengen ab 500 Stück
aufwärts und 0 Lagerbestand. Das ist wirklich traurig. Bürklin hatte
mal ein perfektes Sortiment mit attraktiven Preisen und einen perfekten
Papier-Katalog dazu.
Uwe B. schrieb:> TI und Linear haben vielen Distributoren die Vertraege gekuendigt.
Das erklärt aber noch nicht, wieso auch NXP/Nexperia-Teile betroffen
sind.
Daniel C. schrieb:> Gibt es noch andere kleinere und unkomplizierte> "Allewelt-Bauteile"-Shops in D für Privatleute?https://www.tme.eu/de/https://csd-electronics.de/https://www.watterott.com/
Das ist halt bißchen nervig, wenn man bei den kleinen Versendern immer
nur einen Teil findet von dem was man braucht, und sich durch mehrere
Anbieter hangeln muss. Und die Websuche ist oft mühsam.
Andreas S. schrieb:> Bernd K. schrieb:>> vom Mediamarkt oder so schlucken lassen>> Saturn/Mediamarkt steht doch selbst auch kurz vor der Pleite:>> www.wallstreet-online.de/_amp/nachricht/11803350-ceconomy-verliert-media
-markt-saturn-rabattschlacht
Na hoffentlich verschwinden die auch. Wo ich die Preise nicht mal mit
dem Handy fotografieren darf, diese Saftläden!
Karl K. schrieb:> https://csd-electronics.de/
Die kann ich derzeit auf keinen Fall empfehlen.
Dort habe ich seit 15.02.2019 eine Bestellung laufen.
Alle Rückfragen per Mail werden generell nicht beantwortet und
Telefonisch habe ich seit Monaten keinen erreicht.
Gruß Jörg
Falk B. schrieb:> Uwe B. schrieb:>> TI und Linear haben vielen Distributoren die Vertraege gekuendigt.>> Wirklich? Warum?
Mouser hat auf der Startseite seit einiger Zeit ein Banner wo sie groß
mit "46000 TI Produkte + 4000 Dev Tools" auf Lager werben.
Eventuell hat man das also auf die großen Distris konsolidiert und
kleinere rausgeworfen.
C*nrad ist m.E. bald Geschichte, die demontieren sich m.E. schon seit
längerem selbst:
Retail läuft bei denen nicht mehr, weil sie im Konzept auf die früheren
Erfolge von MM/Sat* geschielt hatten, anstatt an
Alleinstellungsmerkmalen zu feilen.
Und die Zerstörung ihres Onlinebusiness forcieren sie jetzt mit dem
"Markeptplace", weil die Markenwahrnehmung durch parallele Auftritte
(eB*y, E_L_V, ...) wohl noch nicht angekratzt genug war.
In meinem Nachbarkafff ist eine große Filiale.
Das Personal, so mein pers. empfinden, sind nicht die hellsten Kerzen
auf der Torte.
Hinzu kommt noch die teils entgegengebrachte Unfreundlichkeit!
Vor 40? Jahren, als Conrad noch mit einer kleinen Filiale präsent war,
war Fachkompetenz .... an der Tagesordnung.
Der Filialleiter war ein Herr Lindner.
MfG
Eppelein
...ich war da neulich um einen "leider" Gutschein loszuwerden. Es gab
NICHTS, was es wert gewesen wäre. Alibaba ist iwie günstiger. Dann sah
ich ne hilflose Mutter, die ihrem Spross ne Lötstation kaufen wollte -
der Conrad Mitarbeiter hatte null Plan, absoluter VOLLIDIOT...sie rief
schon die Hotline an, auch nur GRAUPEN. Dann haben wir ihr was
ordentliches zusammengesucht, auch etwas "Drumherum" (denn eine
Lötstation alleine bringts ja nicht) und sie hat meinen Gutschein mit
verwertet. Win win - wir haben dann noch über den Laden abgekotzt und
ich ihr einige Tips zum Nachkauf von Material gg - adieu, ihr
Wegelagerer! Es war mir eine Ehre!
Klaus.
Dietmar S. schrieb:> Datensicherheit wird groß geschrieben
Stimmt! Was Du richtigerweise ja auch getan hast.
Merke: Alle Wörter, die hinten ein -heit, -keit oder -ung haben,
schreibt man vorne groß.
Joachim B. schrieb:> huch die haben auch höherpreisiges bis 10,-€
Aber auch eine von Varta für 1,85 – die bei Reichelts immerhin 1,99
kostet.
Verstehe wer will, ob die hochpreisigen Teile wirklich jemand kauft?
Die hören doch schon seit 25 Jahren mit dem Verkauf von Bauteilen auf.
> Oohh, das wäre schlecht für mich.
Wieso? Dann kaufst Du die in Zukunft woanders
und sparst auch noch 'ne Menge Geld!
Der Online-Shop von Conrad war vor wenigen Jahren der einzige auf die
Schnelle auffindbare Laden, der abgeschirmte Sensorleitungen mit
M8-Steckern auf Lager hatte. Das macht die ganze Sache aber auch nicht
soooo viel besser. Hier im Kieler Raum (Raisdorf/Schwentinental)
eröffnete Conrad immerhin ein recht großes Ladengeschäft zu der Zeit,
als es mit den kleinen Elektronikhändlern schon bergab ging. Nach nur
wenigen Jahren ist diese Filiale aber auch schon längst Geschichte.
In den 90er Jahren gab es in einer Stadt gewiss ein halbes Dutzend
kleiner Elektronik Shops, wo man seine Transistoren und Elkos kaufen
konnte. Die waren günstiger als Conrad oder jeder andere Versand -
einfach weil keine Versandkosten drauf kamen.
Die Zeiten änderten sich.
Conrad machte eine Filiale auf und es dauerte keine 2 Jahre bis
ausnahmslos alle jene kleinen Elektronikkräuterer kaputt waren.
Die Zeiten änderten sich.
Das Internet mit eBay und Aliexpress kam und kriege ich eine breitere
Palette an Bauteilen zu 1/10 des Preises. Wie soll Conrad oder sonstwer
da konkurrieren können? Ich kaufe da doch allenfalls mal etwas wenn mir
samstagsnachmittags auffällt, dass mir irgendein Standarddingsbums fehlt
um mein Projektchen fertig zu basteln. Wenn ich da mal zwei Widerstände
und einen Taster kaufe, dann ist für Conrad vermutlich allein der
Vorgang des Kassierens schon ein Verlustgeschäft.
Die Zeiten sollten sich besser nochmal ändern.
Denn eigentlich kann es nicht angehen, dass ich faktisch Ware für 1 EUR
inkl Versand aus Fernost individuell nach Hause geliefert bekommen kann.
Und da soll Warenwert, Verpackung, Postbote, Steuern, Zoll, Gewinnmarge
... mit drin sein? Kann nicht sein, nicht ohne irgendwelche
Tricksereien, für die irgendwer anderes bezahlt. Was auch immer da für
Schlupflöcher ausgenutzt werden, sie sollten besser gestopft werden.
Aber bis dahin bleibe ich ein bigottes, egoistisches Arschloch und mein
geiziggeiles Schwabenherz freut sich an jedem gesparten Cent im
Beitrag "China SUPER Bauteile-Schnäppchen Thread [V4]"
Daniel C. schrieb:>für Privatleute?
Am sinnvollsten wäre es, die Ignoranz abzulegen, dass man als
Privatperson bei den "bösen" Händlern nirgends kaufen kann.
Wir sind nicht mehr in den 70er............
Mouser,Digikey,RS,Reichelt,Bürklin usw...
Ich konnte sogar bei Farnell bestellen, nach netter Nachfrage.
LG
A. F. schrieb:> 3.45 :)
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die von TME ist die Plus Power und
nicht die Ultra Power. Die Plus Power kostet bei C 3,49 Brutto, der
Preis bei TME ist Netto. Bei RS ist diese allerdings doppelt so teuer
wie bei den beiden anderen.
An diesen Batterien sieht man aber auch wieder die systematische
Schlamperei bei C: Die auf der Webseite abgebildete Ultra gibt es schon
seit Jahren nicht mehr. Die heisst seit mindestens 2012 zur
Unterscheidung von der Ultra Lithium Ultra Power.
Thomas M. schrieb:> In den 90er Jahren gab es in einer Stadt gewiss ein halbes Dutzend> kleiner Elektronik Shops, wo man seine Transistoren und Elkos kaufen> konnte. Die waren günstiger als Conrad oder jeder andere Versand -> einfach weil keine Versandkosten drauf kamen.
Sicherlich nicht. Damals gab es an meinem Wohnort (Kleinstadt)
kurzzeitig einen kleinen Elektronik-Laden mit Schweinepreisen. Für einen
normalen Triac wollten die unverschämte 8 DM haben.
Gerald B. schrieb:> kurzzeitig einen kleinen Elektronik-Laden mit Schweinepreisen. Für einen> normalen Triac wollten die unverschämte 8 DM haben.
Ein TDA2003 in einem Autoradio ist kaputt. Der Verkäufer im
Elektronikladen versichert, da geht auch ein TDA2030 und verkauft einen
A2030 - für 15 DM.
So war das halt, als man Datenblätter noch über den Conrad
Datenblattservice mit 3 Wochen Lieferzeit bekam.
Gerald B. schrieb:> Damals gab es an meinem Wohnort (Kleinstadt)> kurzzeitig einen kleinen Elektronik-Laden mit Schweinepreisen.
Da habe ich ja tierisch Glück gehabt. Wir hatten hier einen, der war
prinzipiell preiswerter als C, bei aktiven Bauelementen teurer als R,
dafür bei passiven billiger. Und Ahnung hatte der Kerl auch noch.
Damals war das Hobby Elektronik noch richtig teuer. Damals streunte ich
auch noch um die Häuser um kaputte Fernseher vom Sperrmüll zu ergattern,
weil man die prima für Kleinteile ausschlachten konnte - denn die Preise
von Conrad waren für einen Schüler zu teuer.
Die Zeiten ändern sich.
Jetzt ist Conrad nur noch zu teuer, weil es so viel billiger geht.
Thomas M. schrieb:> Damals war das Hobby Elektronik noch richtig teuer.
Ja, ein Oszilloskop mit Digitalspeicher kostete so viel wie ein
Neuwagen. Und solche Geräte wie Logikanalyser oder In-Circuit-Emulator
(Vorgänger der heutigen JTAG-Debugger) lagen preislich noch einmal
deutlich darüber.
Wenn man sich mit programmierbarer Logik beschäftigen wollte, musste man
die Katze im Sack kaufen, d.h. erst einmal zigtausende für die Software
und das Demoboard hinlegen, um dann festzustellen, dass der Kram nicht
für die eigene Anwendung geeignet war.
Und heutzutage geht das Gejammer doch schon los, wenn irgendein
hochwertiges Entwicklungsboard mal mehr als zwanzig Euro kosten sollte.
Vor einigen Monaten gab es hier auch jemanden, der sogar die billigen
Seleae-Nachbauten als unverschämt teure "Profi"-Werkzeuge titulierte.
Thomas M. schrieb:> Damals war das Hobby Elektronik noch richtig teuer. Damals streunte ich> auch noch um die Häuser um kaputte Fernseher vom Sperrmüll zu ergattern,> weil man die prima für Kleinteile ausschlachten konnte - denn die Preise> von Conrad waren für einen Schüler zu teuer.
Ja, die Zeiten kenne ich auch noch, in denen man alte Fernseher von der
Müllkippe holte und repariert für 100DM verkloppte :-)
Bei der Völknerfiliale in Kassel konnte man mit dem kompetenten Personal
die Probleme seiner mitgebrachten Schaltung diskutieren (und lösen) und
man betrat mit leuchtenden Augen den hinteren Bereich, wo Völkner die
aufgekauften Industrierestposten verkaufte. Das war schon eine tolle
Zeit.
Auch wenn man heute alle Informationen und Gleichgesinnte in Foren etc.
findet - der persönliche Kontakt fehlt schon. Stammtische gibt es nur
selten.
> Die Zeiten ändern sich.
Ja, von den Möglichkeiten heute konnte man damals nur träumen.
Wie andere schon schrieben: die verzweifelte Suche nach (teuren!)
Datenblättern - alleine deswegen möchte ich nicht mehr zurück :-)
> Jetzt ist Conrad nur noch zu teuer, weil es so viel billiger geht.
Die Elektronikläden hatten ihre Zeit - und die ist nun wohl um.
Man kann sich höchstens als Hobby einen Laden halten - und selbst da
verkauft man vermutlich dann mehr Getränke bei Fachdiskussionen als
Bauteile ;-)
Andreas S. schrieb:> Thomas M. schrieb:>> Damals war das Hobby Elektronik noch richtig teuer.>> Ja, ein Oszilloskop mit Digitalspeicher kostete so viel wie ein> Neuwagen.
Ja, die waren zu meiner Zeit (<1990) echte Exoten.
Normale Oszis waren aber durchaus auch da schon erschwinglich. Ich
erinnere mich, dass mein Hameg 203-6 mich damals bei Conrad 950 DM
gekostet hat. Das war jetzt nicht wenig, aber auch nicht soooo viel,
dass ich es mir als Schüler mittels Ferienjobs nicht hätte leisten
können.
Vieles holte man sich sowieso gebraucht aus der Elektronikschrott-Kiste.
In Paderborn gab es von Nixdorf einen Raum (ich meine, das war am
Frankfurter Weg in irgendeinem Hinterhof) , in dem man die dort
ausgemusterten Geräte sehr preiswert erwerben konnte (Flachbettplotter,
Monitore, Weller-Lötkolben, gut bestückte Platinen etc.). Das war auch
eine echte Fundgrube.
Joachim B. schrieb:> fast 7,-€ für einen 9V Block wird man denen ja gönnenn wollen.
LOL...bei REWE kostet so ein 9V Block 6,99 € und da regt sich keiner
auf.
Thorsten .. schrieb:> Joachim B. schrieb:>> fast 7,-€ für einen 9V Block wird man denen ja gönnenn wollen.>> LOL...bei REWE kostet so ein 9V Block 6,99 € und da regt sich keiner> auf.
Dafür bekomme ich den auch am Samstag um 19:55 und das zu Fuß.
Vor allem hat REWE ein eingebautes Cafe :)
So gesehen ist das ein guter Plan:
Chris D. schrieb:> Die Elektronikläden hatten ihre Zeit - und die ist nun wohl um.>> Man kann sich höchstens als Hobby einen Laden halten - und selbst da> verkauft man vermutlich dann mehr Getränke bei Fachdiskussionen als> Bauteile ;-)
Bauform B. schrieb:> Dafür bekomme ich den auch am Samstag um 19:55 und das zu Fuß.
Bei Conrad bekommt ich den am Samstag schon um 12:00 und muss nichtmal
laufen.
Muss nur rechtzeitig am Donnerstag bestellen.
Ihr habt Probleme...
Thorsten .. schrieb:> LOL...bei REWE kostet so ein 9V Block 6,99 € und da regt sich keiner> auf.
Man muss ja nicht gerade den vom Rammelhasen nehmen, ein Noname 9V-Block
tut super seinen Dienst (jedenfalls die von Rewe) und ich würde fast
behaupten, dass der Hase damit sogar länger rammelt.
irgendwie logisch das Sie den Bauteileverkauf einstellen.
Was kostet ein SMD Widerstand und was kostet es das da einer durch Lager
läuft und den raussucht abschneidet,eintütet..... wie viel ist dann
daran verdient?
Thomas O. schrieb:> Was kostet ein SMD Widerstand...
Komisch, ich kann auf der Conrad Webseite noch massenhaft
SMD-Widerstände finden. Ich hab nicht den Eindruck, dass die kurz vorm
Abnibbeln sind.
Die Preise sind bei Industrieprodukten ähnlich wie bei Farnell. Und dass
Bauteile "nur solange Vorrat reicht" verfügbar sind hab ich bei TME auch
oft.
Thomas O. schrieb:> wie viel ist dann> daran verdient?
Der Kunde ist dann schon mal im Laden.
Und wer einen Widerstand braucht, braucht auch Platine, Gehäuse,
Schrauben, und, und, und. Den Hubschrauber fürs Kind nicht vergessen.
Meiner Meinung nach sollte Conrad seine Filialen komplett abwickeln und
komplett als Katalogdistributor agieren. Conrad hat mittlerweile so
viele aktive und passive Bauteile im Sortiment und es ist komplett
unmöglich, diese alle in den Filialen und womöglich noch bundesweit
vorzuhalten, so wie viele das hier anscheinend fordern.
Ich bin seit 25 Jahren Kunde bei Conrad. Conrad ist eine der sehr
wenigen Anbieter, mit denen ich bisher absolut keinerlei schlechte
Erfahrungen gemacht habe. Wegen Preise...man muss halt gucken, so wie
bei allen anderen Versendern auch. Sehr viel kann man bei Conrad nicht
kaufen. Aber mit den zahlreichen Gutscheinen und Aktionen, die bei mir
hier fast wöchentlich reinflattern, komme ich preislich in ein
akzeptablen Bereich. Wenn ich hier die Threads bezüglich Ali verfolge,
dann kann ich mich nur totlachen. Braucht man das? Also ich nicht!
Ich fände es schade, wenn dieses Traditionsunternehmen verschwindet. Ich
hoffe, dass das Management bald mal wach wird denn ansonsten ist der
Ofen tatsächlich sehr bald aus.
Thorsten
Thorsten .. schrieb:> Meiner Meinung nach sollte Conrad seine Filialen komplett abwickeln und> komplett als Katalogdistributor agieren. Conrad hat mittlerweile so> viele aktive und passive Bauteile im Sortiment und es ist komplett> unmöglich, diese alle in den Filialen und womöglich noch bundesweit> vorzuhalten, so wie viele das hier anscheinend fordern.
Es geht hier ja nicht mal nur um die Filialen. Selbst online sind die am
zurückbauen.
Ja ist schon schade, Conrad Electronic war in meiner Jugend nicht nur
die
Quelle für Bauteile sondern der Katalog auch ein halbes Datenbuch mit
allen möglichen Pinbelegungen. Haben noch einen vollen Leitz Ordner aus
der Zeit (falls mal das Internet ausgeschaltet wird).
Aber letztlich kaufe ich auch nur noch selten da Bauteile meistens
Elektronikartikel aus der Unterhaltungselektronik.
N. S. schrieb:> Quelle für Bauteile sondern der Katalog auch ein halbes Datenbuch mit> allen möglichen Pinbelegungen.
Mir ging es genauso.
Bis ich mal auf die Idee kam, Die Electronica Messe zu besuchen.
Es war ein Schock.
Conrad (und andere) befanden sich noch in der elektronischen Steinzeit!
Sven S. schrieb:> Mir ging es genauso.> Bis ich mal auf die Idee kam, Die Electronica Messe zu besuchen.> Es war ein Schock.> Conrad (und andere) befanden sich noch in der elektronischen Steinzeit!
Der Neugier halber OT:
Warum? Was war da?
Reinhard S. schrieb:>> Conrad (und andere) befanden sich noch in der elektronischen Steinzeit!>> Der Neugier halber OT:> Warum? Was war da?
C. und andere Einzelhändler humpelten dem Stand der Technik weit
hinterher. Beim C. ist es besser geworden, und die Anderen sind
gestorben.
Der C. hat wenigstens auf die Nachfrage nach modernen Bauteilen
reagiert. Trotzdem, wenn ich mir die Filialverfügbarkeit anschaue, gibt
es da wenig Überraschungen. Aber das liegt wahrscheinlich an den vielen
Studenten, die mit hoffnungslos veralteten Bauteilelisten in den Laden
kommen.
Ich stelle mir vor, daß STM den BUZ11, den 2N3055, und den LM741
exklusiv für C. produziert.
Sven S. schrieb:> Trotzdem, wenn ich mir die Filialverfügbarkeit anschaue, gibt es da> wenig Überraschungen.
Naja, so riesig sind die Lagerregale in den Filialen nicht, dass man
dort alles auf Halde legen kann. Ich staune angesichts des kleinen
Lagerraums (ist hier direkt hinter dem Thresen), wie viel sie sich da
eigentlich immer noch an vor-Ort-Auswahl leisten können.
Benedikt schrieb:> Alle Chips, die mir über den Weg laufen sind nur noch "solange der> Vorrat reicht" verfügbar und sind dann permanent ausverkauft.>> Weiß jemand zufällig mehr oder teilt dieses Gefühl?
Normalerweise in sicheres Indiz dafür, dass die SAP einführen ;-)
Thomas M. schrieb:> Damals war das Hobby Elektronik noch richtig teuer. Damals> streunte ich> auch noch um die Häuser um kaputte Fernseher vom Sperrmüll zu ergattern,> weil man die prima für Kleinteile ausschlachten konnte - denn die Preise> von Conrad waren für einen Schüler zu teuer.
Genau diese Kartons mit den ausgelöteten Teilen habe ich vor einiger
Zeit auf dem Sperrmüll gefunden! Ich war einigermaßen entsetzt, daß sie
meinen Kartons mit ausgelöteten Teilen zuhause aufs Haar glichen, bis
auf einige Bauteile, die ein paar Jahre früher als meine Ära waren. Hab
vor Schreck alles stehenlassen, weil ich schon meine 1000 ausgelöteten
Transistoren niemals gebraucht habe. Den Schuhkarton voll Styroflexen
hatte ich mir allerdings zurechtgelegt und dann doch vergessen
mitzunehmen, der hätte ein warmes Abendessen gereicht.
Thomas M. schrieb:> Denn eigentlich kann es nicht angehen, dass ich faktisch Ware für 1 EUR> inkl Versand aus Fernost individuell nach Hause geliefert bekommen kann.> Und da soll Warenwert, Verpackung, Postbote, Steuern, Zoll, Gewinnmarge> ... mit drin sein? Kann nicht sein, nicht ohne irgendwelche> Tricksereien, für die irgendwer anderes bezahlt.
Mein aktueller Rekord: 10 Bodenschrauben für einen Klapprechner einer
hochpreisigen Marke: 56 Cent.
Wenn ich denen einen Brief zum Ausdrucken gemailt hätte, und die ihn für
56 Cent nach Deutschland schicken, wären immer noch 24 Cent Porto
gespart gegenüber einem Brief in eine deutsche Nachbarstadt.
Wollvieh W. schrieb:> Wenn ich denen einen Brief zum Ausdrucken gemailt hätte, und die ihn für> 56 Cent nach Deutschland schicken, wären immer noch 24 Cent Porto> gespart gegenüber einem Brief in eine deutsche Nachbarstadt.
Daraus könnte man doch ein Geschäftsmodell machen: Briefe per Email nach
China schicken, dort ausdrucken lassen und für weniger Porto ans dt.
Finanzamt als es hier möglich wäre.
Sven S. schrieb:> Ich stelle mir vor, daß STM den BUZ11, den 2N3055, und den LM741> exklusiv für C. produziert.
Naja, über den BUZ11 oder den LM741 kann man ja streiten, aber der
2N3055 hat schon noch seine Berechtigung. Manchmal braucht man halt
einen Transistor, der viel Wärme abführen kann.
Klaus R. schrieb:> 2N3055 hat schon noch seine Berechtigung. Manchmal braucht man halt> einen Transistor, der viel Wärme abführen kann.
Das täuscht ganz erheblich. Das TO-3-Gehäuse sieht zwar sehr bullig aus,
aber da es mit Gas/Luft gefüllt ist, gibt es nur eine viel zu kleine
Kontaktfläche zwischen dem Die und dem Gehäuse. Und die Bondingdrähte
werden nur geringfügig in axialer Richtung entwärmt. Der
Emissionskoeffizient einer blanken Metalloberfläche ist auch viel
geringer als der eines schwarzen Kunststoffs, so dass es bei TO-3 und
Konsorten im Gehäuseinneren auch zu keiner ausreichenden
Energieübertragung durch Wärmestrahlung kommt. Auch die Wärmekonvektion
kann man vergessen; einige frühere HF-Transistoren waren mit
Berylliumpaste o.ä. gefüllt, über die ein passabler Wärmetransport
stattfinden konnte.
Die entsprechende Wärmewiderstände sind:
2N3055, 115W, TO-3: 1,52 K/W
2N3771, 150W, TO-3: 1,17 K/W
MJ15003, 150W, TO-3: 0,7 K/W
FDH44N50, 750W, TO-247: 0,2 K/W
FDL100N50F, 2500W, TO-264: 0,05 K/W
Der obige Vergleich der Wärmewiderstände zeigt sehr deutlich, einen
Faktor 6-30 zwischen dem riesigen TO-3 und den sogar deutlich kleineren
Kunststoffgehäusen. Selbst beim MJ15003 im TO-3 ist der Wärmewiderstand
um einen Faktor 2 besser als beim 3N3055.
Letztendlich kann man nur eines feststellen: der 2N3055 ist in nahezu
allen elektrischen und thermischen Parametern der letzte Rotz, aber er
wird von vielen Herstellern in sehr unterschiedlichen Qualitäten und zu
Kampfpreisen angeboten. Außerdem "lebt" er (siehe Dein Beitrag) von
seinem Image, besonders leistungsfähig zu sein, was aber schon seit
Jahrzehnten nicht mehr zutrifft.
Hier die Datenblätter zu den obigen willkürlich herausgesuchten
Bauteilen:
https://www.onsemi.com/pub/Collateral/2N3055-D.PDFhttps://www.onsemi.com/pub/Collateral/2N3771-D.PDFhttps://www.onsemi.com/pub/Collateral/MJ15003-D.PDFhttps://www.onsemi.com/pub/Collateral/FDH44N50-D.pdfhttps://www.onsemi.com/pub/Collateral/FDL100N50F-D.pdf
Für die Conrad-Fans unter euch, ich hab da noch einen 10€-Gutschein (für
Bestellungen ab 59,50). Einfach PN wenn von Interesse. Ich bewahre ihn
bis Mittwoch den 04.12. auf, dann Altpapier.
Andreas S. schrieb:> Letztendlich kann man nur eines feststellen: der 2N3055 ist in nahezu> allen elektrischen und thermischen Parametern der letzte Rotz, aber er> wird von vielen Herstellern in sehr unterschiedlichen Qualitäten und zu> Kampfpreisen angeboten. Außerdem "lebt" er (siehe Dein Beitrag) von> seinem Image, besonders leistungsfähig zu sein, was aber schon seit> Jahrzehnten nicht mehr zutrifft.
Stimmt, selbst im ELO-Netzteil von 1979 (?) war er verpönt und durch
einen 2N3772 ersetzt worden.
Dietmar S. schrieb:> Für die Conrad-Fans unter euch, ich hab da noch einen 10€-Gutschein (für> Bestellungen ab 59,50). Einfach PN wenn von Interesse. Ich bewahre ihn> bis Mittwoch den 04.12. auf, dann Altpapier.
Mit CONRAD habe ich eine 'spezielle' Erfahrung gemacht:
Vor Jahren habe ich mal so einen 5€-Gutschein erhalten. Naja - ein
passendes Gehäuse wurde benötigt und der Gutschein sollte die
Versandkosten decken. Bestellung ausgelöst und als Antwort kam nach
einiger Zeit, dass das Gehäuse erst in xxx Wochen lieferbar wäre. Ich
hatte die Zeit
zum Warten.
Die Rechnung barg aber eine Überraschung, da der Gutschein
zwischenzeitlich abgelaufen war. Er wurde auch auf Nachfrage nicht mehr
anerkannt.
Ich habe dann diesen Saftladen gebeten, meine Kundendaten nachweislich
zu löschen. Seitdem bekomme ich auch keine Werbung mehr.
Andreas S. schrieb:> Das täuscht ganz erheblich. Das TO-3-Gehäuse sieht zwar sehr bullig aus,> aber da es mit Gas/Luft gefüllt ist, gibt es nur eine viel zu kleine> Kontaktfläche zwischen dem Die und dem Gehäuse......einige frühere> HF-Transistoren waren mit> Berylliumpaste o.ä. gefüllt
Im TO3 Gehäuse ist der Chip auf eine Kupferplatte gelötet, diese
wiederum auf die Gehäusegrundplatte aus Stahl. Die stählerne Platte
bietet zwar eine stabile Montage, verschlechtert aber die Wärmeleitung.
Es gab aber auch TO3 Gehäuse, die komplett aus Kupfer bestanden.
HF-Transistoren werden auf eine Grundplatte aus Berylliumoxid montiert,
um einen möglichst großen Abstand und damit niedrige Kapazität zum
Kühlkörper zu erreichen, bei akzeptabler Wärmeleitung.
Bauform B. schrieb:> Curby23523 N. schrieb:>> Das wäre kein großer Verlust. Mouser, Digikey, Tme, Bürklin, RS, ... die>> haben wenigstens eine vernünftige Auswahl>> Schön wär's. Bürklin macht seit ein paar Monaten Ausverkauf. Zum> Ausgleich sind 100000 Artikel gelistet mit Mindestmengen ab 500 Stück> aufwärts und 0 Lagerbestand. Das ist wirklich traurig. Bürklin hatte> mal ein perfektes Sortiment mit attraktiven Preisen und einen perfekten> Papier-Katalog dazu.
Ich habe mir einmal etwas ausführlicher das Bürklin-Sortiment und vor
allem die Artikel im Ausverkauf angesehen. Letztere stellen nur einen
winzigen Bruchteil des Sortiments dar, und ich gehe schwer davon aus,
dass es sich nur um Ladenhüter usw. handelt. Zu jedem der von mir
stichprobenartig herausgegeriffenen Bauelemente gibt es von demselben
Hersteller ein nicht ausgelistetes Produkt mit gleichen oder besseren
Eigenschaften. Beispiel: irgendein Hochspannungskondensator mit +/20%
Toleranz wurde ausgelistet, der ansonsten baugleiche Typ mit +/5% bleibt
im Programm.
Ganz im Gegenteil zu den bisherigen Vermutungen hat Bürklin in den
letzten Jahren (Stand 2018) das Vetriebsprogramm sogar von 75.000 auf
500.000 Artikel erweitert und nicht etwa zusammengestrichen, siehe:
https://www.elektroniknet.de/markt-technik/distribution/wie-buerklin-so-richtig-durchstarten-will-152646.html
Interessanterweise baut Bürklin gerade sogar einen neuen
Fertigungsstandort(!) in Oberhaching auf:
https://www.elektroniknet.de/markt-technik/distribution/buerklin-kauft-molex-division-aero-motive-171424.html
Sven S. schrieb:> Im TO3 Gehäuse ist der Chip auf eine Kupferplatte gelötet, diese> wiederum auf die Gehäusegrundplatte aus Stahl. Die stählerne Platte> bietet zwar eine stabile Montage, verschlechtert aber die Wärmeleitung.> Es gab aber auch TO3 Gehäuse, die komplett aus Kupfer bestanden.
Der größte Nachteil des TO-3-Gehäuses ist aber nach wie vor das große
gasgefüllte Volumen mit der schlechten Entwärmung der Bondingdrähte.
Daher findet man auch keine Bauteile für mehr als 30A Dauerstrom im
TO-3.
> HF-Transistoren werden auf eine Grundplatte aus Berylliumoxid montiert,> um einen möglichst großen Abstand und damit niedrige Kapazität zum> Kühlkörper zu erreichen, bei akzeptabler Wärmeleitung.
Es gab aber nachweislich auch Berylliumoxydpaste zur "äußeren
Anwendung", d.h. als Wärmeleitpaste zwischen Bauteil und Kühlkörper:
https://www.eevblog.com/forum/chat/beryllium-oxide-heat-sink-compound/
Ich bin mir aber sehr sicher, auch in irgendeiner Publikation (Elektor?)
aus den frühen 1980er Jahren ein Foto eines pastengefüllten Bauteils
gesehen zu haben. Dies wurde als der neueste Schrei bezüglich der
Entwärmung vorgestellt.
Nichtsdestotrotz können wir hier aber trotzdem festhalten, dass der Ruf
des 2N3055 wesentlich besser war/ist als seine tatsächlichen technischen
Daten.
Weiterhin ist bei TO-3 o.ä. in vielen Anwendungen nachteilig, dass sich
das Bauteil auf der Außenseite des Gerätegehäuses befindet und nur die
Basis- und Emitteranschlüsse durch Löcher ins Innere ragen. Und den
Kollektor kann man nur über eine Schraube, Isoliernippel usw.
kontaktieren. Wenn man einen Berührungsschutz des Gehäuses benötigt,
muss zusätzlich noch ein Deckel montiert werden. Und dort, wo die TO-3
sitzen, können sich auch keine Kühlrippen befinden. Nicht ohne Grund
verwendet man heutzutage jedoch lieber Bauteile in flachen
Kunststoffgehäusen, die man auf der Geräteinnenseite flächig an den
Kühlkörper schreibt oder mit Federn anpresst.
Andreas S. schrieb:> Ich bin mir aber sehr sicher, auch in irgendeiner Publikation (Elektor?)> aus den frühen 1980er Jahren ein Foto eines pastengefüllten Bauteils> gesehen zu haben. Dies wurde als der neueste Schrei bezüglich der> Entwärmung vorgestellt.
Das war bestimmt eine Aprilausgabe.
Das gab es nämlich schon ca. 30 Jahre vorher bei Germaniumtransistoren.
Nein, zur Wärmeleitung. Das waren diese AC-Typen im Alubecher, der
wiederum im Aluklotz mit Bohrung steckte. Die ersten
"Leistungs"-Transistoren.
Andreas S. schrieb:> Daher findet man auch keine Bauteile für mehr als 30A Dauerstrom im> TO-3.
Jetzt nicht mehr. Aber es gab mal den BUX95 für 100A.
Andreas S. schrieb:
>Der dickste Transistor im TO-3, den ich finden kann, ist der BUR51 mit>200V/60A/350W:
Ach? Vorher hies es noch von Dir:
>Der größte Nachteil des TO-3-Gehäuses ist aber nach wie vor das große>gasgefüllte Volumen mit der schlechten Entwärmung der Bondingdrähte.>Daher findet man auch keine Bauteile für mehr als 30A Dauerstrom im>TO-3.
Aber ich kenne noch einen leicht dickeren - BUR50/BUS50 mit 70A
Oder ESM15 und SDT49302 - beide 80A, oder SDT96301 -> 100A.
Klar, sind inzwischen Exoten, aber man konnte offensichtlich schon vor
40 Jahren mehr durch einen TO3 schicken, als Dir lieb ist.
Das TO3-Gehäuse ist wegen dessen etwas umständliche Montage, und etwas
sehr globigen Äuseren etwas aus der Mode gekommen, aber nicht wegen den
angeblich schlechten wärme-/stromtechnischen Eigenschaften. Da solche
Dinger üblicherweise auf Kühlkörper geschraubt werden, sind Deine
Argumente bezüglich schlechter Wärmeabstrahlung oder schlechter
Bonddrahtkühlung eher nebensächlich.
Benedikt M. schrieb:> viele aktive und passive Bauteile im Sortiment und es ist komplett>> unmöglich, diese alle in den Filialen und womöglich noch bundesweit>> vorzuhalten, so wie viele das hier anscheinend fordern.>> Es geht hier ja nicht mal nur um die Filialen. Selbst online sind die am> zurückbauen.
Ich fand das war der einzige Vorteil von Conrad wenn man sich nicht
sicher war Teil in die Fiale Liefern lassen und Vorort vorm Kauf
Anschauen.
Ansonsten hab ich auch ehr schlechtere Erfahrungen hab es öfters mal
gehabt das DIL Bauteile scheinbar Restposten oder Spezialanfertigungen
waren wo die Pins zur Falschen Seite Gebogen waren und dann neu
beschriftet d.h. auf beiden seiten Text hatten die passen dann natürlich
nicht und da komm mal drauf.
Sonst ehr das übliche wenn ich nen Bauteil von ST bestelle will ich
keins von TI oder so geliefert bekommen, aber das bekommt Reichelt auch
nicht hin nur Reichelt z.b. schreibt es in die Beschreibung das es nen
anderer Hersteller sein kann.
Bestelle mittlerweile auch bei TME kommt alles anständig verpackt an,
und aus Polen ist es genau so schnell da wie bei Deutschen Händlern, die
haben auch ne anständige Parameter suche ideal wenn man sich die
Bauteile für nen Projekt zusammensucht und noch nicht genau weiß was man
verbauen möchte.
Thomas M. schrieb:> Jetzt ist Conrad nur noch zu teuer, weil es so viel billiger geht.
Na ja, auch weil sie mehrmal die Preise verdoppelt haben, obwohl
Elektronikkomponenten im Preis eigentlich immer weiter sinken.
Ich habe soeben von Conrad eine Antwort erhalten.
Es gäbe "noch keine konkrete Aussage" bezüglich der zukünftigen
Verfügbarkeit von SMD-Bauteilen der Firmen Nexperia und TI.
Ich habe ehr das Gefühl, dass es bei Conrad nur noch SMD - Versionen der
Bauteile gibt. Gängige Bauteile findet man teilweise nicht mehr. Gestern
wollte ich ein Oder (OR Gate) kaufen als normaler IC (kein smd) ist auf
der Webseite nix mehr zu finden. Das kanns doch nicht mehr sein. Von
Logik ICs mit 3 oder 4 Eingängen mal ganz zu schweigen. Früher gabs die
alle von Texas Instruments. Ich bestelle gern in der Filiale, da ich
dann die Versandkosten spare: wenn man dann mal etwas "viel" auf der
Bestell - Liste zu stehen hat wird man angepampt, dass noch andere
Kunden in der Schlange stehen. Aber ich selber muss ja schließlich auch
warten. (...) Dann kommt noch die Nummer mit den "Firmenkunden" dazu:
Bauteile werden angezeigt, diese kann man aber gar nicht als "privat -
Kunde" bestellen. Wenn einem das nicht gleich auffällt hat man eine
Liste voll mit Bestellnummern, mit denen man aber garnix bei "Conrad"
bestellen kann, das bezieht sich laut Conrad dann auf eine andere Firma
oder so. Ich konnte da nur noch den Kopf schütteln, wer sich so was
ausdenkt, oder die nehmen Drogen? Was da bei Conrad so abgeht weiss ich
auch nicht mehr. Hab das Gefühl, dass Kunden da stark unerwünscht sind.
Meine Erfahrung vom Conrad Filiale: Mannheim.
Andre M. schrieb:> Gestern> wollte ich ein Oder (OR Gate) kaufen als normaler IC (kein smd) ist auf> der Webseite nix mehr zu finden. Das kanns doch nicht mehr sein. Von> Logik ICs mit 3 oder 4 Eingängen mal ganz zu schweigen.
Bei vielen steht "nur für Firmenkunden", bei einigen "nur solange Vorrat
reicht". Also doch die scheinen das loswerden zu wollen.
Kauf halt bei TME, ist eh preisgünstiger als Conrad.
Andre M. schrieb:> normaler IC (kein smd)
Da liegt eventuell schon das Problem.
SMD ist heutzutage die normal Bauform (da kann man nur noch über die
genaue Gehäuseform streiten).
Das was du suchst sind eher Steinzeitliche Kohle Briketts (diese mega
großen schwarzen Klötze), da gehen selbst dem ältesten Händlern
irgendwann mal die eingelagerten Kellerbestände aus (etwas überspitzt
ausgedrückt:-).
Das dürfte aber genau das Problem sein wo die vor Ort Händler drin
stecken.
Einerseits die Retro-Bastler mit ihren Uralt-Bauteilen/Bauformen und auf
der anderen Seite die die aktuelle Ware wollen. Und beide wollen am
liebsten immer nur Stückzahl 1 und das Bitte für weit unter 10 Cent.
Da benötigt man ein Lager für riesige Mengen an unterschiedlichen Sachen
(die Menge pro Sorte dürfte eher weniger das Problem sein) und sowie da
auch noch jemand von Hand was herausholen muss, machst du am ende mit
jedem Verkauf ganz schnell Verluste. Da müsste man für den 1 Cent
Widerstand eigentlich 5€ Servicekosten draufschlagen. Das ist aber in
der Heutigen Zeit keiner mehr bereit zu bezahlen wo eine ganze Rolle mit
1000 Widerständen schon weniger Kostet (direkt aus China sogar inkl.
Versandkosten).
Conrad habe ich für mich schon vor langem aufgegeben nachdem in der
Filiale sowieso nur die Antwort kam "haben wir nicht (da)". Und wenn ich
sowieso bestellen muss um alles zu bekommen kann ich auch gleich
woanders Bestellen und ich kann mir den 80Km Ausflug in die nächste
Filiale gleich ganz sparen.
Irgend W. schrieb:> SMD ist heutzutage die normal Bauform (da kann man nur noch über die> genaue Gehäuseform streiten
Das kann sein, setzt aber bei SMD voraus dass man eine entsprechende
Platine mit allen smd Bauteilen fertig hat. Wenn man erst mal eine
Schaltung auf einer Steckplatine aufbauen will kommt man um "normale"
Schaltkreise kaum rum. Aber wie es scheint wird man die großen Bauformen
wohl bald nicht mehr bekommen. So wäre auch meine Vermutung. Richtig
doof wird es erst, wenn man defekte SMD ICs auslöten will. Da es ja für
die Dinger meines Wissens zB. keine IC Fassungen gibt. (Manche der
Billig - Schaltkreise im Logik - Beich können auch mal schnell
ausfallen) Für den Hobbybereich finde ich so die normalen Schaltkreise
immer noch am idealsten, auch für Löten und co. Zumindest fallen mir
keine alternativen ein, wenn dann doch mal was ausfällt und man die
Platine nicht noch mal komplett neu machen will.
Andre M. schrieb:> Da es ja für die Dinger meines Wissens zB. keine IC Fassungen gibt.
Die gibt es schon - zumindest für einige Footprints, wie die SOIC und
TSSOP Familie - aber vor allem zum Programmieren von Mikrocontrollern.
Irgend W. schrieb:> Das was du suchst sind eher Steinzeitliche Kohle Briketts
TME hat allein unter Logik-IC noch über 300 74er und 4000er als DIL
verfügbar.
Andreas S. schrieb:> Nichtsdestotrotz können wir hier aber trotzdem festhalten, dass der Ruf> des 2N3055 wesentlich besser war/ist als seine tatsächlichen technischen> Daten.
Die Datenblattwerte halten wahrscheinlich alle 2N3055 aus, die frühere
hometaxiale Bauweise, war allerdings deutlich robuster, bzw. hat einem
viel mehr verziehen.
Andre M. schrieb:> Richtig> doof wird es erst, wenn man defekte SMD ICs auslöten will.
Ein chinesicher Heißlüfterich kostet 35€ und ist auch für viele andere
Dinger gut brauchbar.
Gucke mal nach "858D"
Andre M. schrieb:> Irgend W. schrieb:> Richtig doof wird es erst, wenn man defekte SMD ICs auslöten will.
Ich finde es um ein vielfaches schwieriger, doppelte Stiftleisten oder
DIP28 ICs auszulöten, als SMD-Teile. Die Heißluft zusammen mit
Flussmittel erleichtert bei den SMD-Teilen die Arbeit wirklich sehr.
"Ich finde es um ein vielfaches schwieriger, doppelte Stiftleisten oder
DIP28 ICs auszulöten, als SMD-Teile. "
Ja exakt, auch meine Erfahrung und verzichte wenn möglich auf THT. Bis
0603, QFN, LGA ist das kein Problem.
Und fürs Steckbrett kann man die Soic-ICs zB von Conrad auf eine
Adapterplatine packen, die es für ein paar Cents gibt
Hallo,
ich beziehe öfters größere Mengen diverser Steckverbinder von Conrad.
(B2B).
Beim Preis kommen die anderen Verdächtigen wie hier schon oft genannt
TME, RS, Farnell, Bürlin, Mouser, DigiKey, Schukat, Distrelec usw. nicht
mal in die Nähe des Preises von Conrad.
Es gibt nicht "den" günstigen Distri. Jeder Distri hat seinen Bereich in
dem er wesentlich bessere Preise macht, als die anderen. Muss man sich
halt hinsetzen und vergleichen.
Thorsten .. schrieb:> Wenn ich hier die Threads bezüglich Ali verfolge,> dann kann ich mich nur totlachen. Braucht man das? Also ich nicht!
Wieso lachst du über sowas?
Natürlich braucht man das, es mag ja auch Bastler geben die über den
Stand der 80er hinausarbeiten.
Evtl. sollte man seine eigenen uralt-Vorstellungen nicht immer auf
andere umwälzen.
Warum sollte ich nicht 10 Magneten um den Preis von 0.2 Stück bei C
kaufen?
Warum sollte ich für exakt das Selbe Set Diamantfeilen -mit chinesichem
Aufdruck- nicht ein 15tel dessen zahlen was es bei C kostet?
Conrad kauft ja auch sehr viel in China, das sieht man sofort, die
drucken nur Ihren Namen drauf.
Ich habe C vor Jahren aufgegeben, ordentliche ICs und Spulen, HF Teile
im Allgemeinen bekommt man dotr ja nichtmal über den Webshop.
Und wenn man hingeht: Haben wir nicht, bitte kommen sie mt
Bestellnummmer damit wir heir nicht so lange brauchen.
Ja genau, ich werde zuhause Nummer aufschreiben, dann zu C fahren, die
Hälfte eh nicht bekommen und das 3-4 fache zahlen.....ganz genau.
Conrad hat nichts was es nicht überall anders besser, schneller und
billiger gibt.
Ich bestelle fast ausschließlich bei Mouser und Reichelt.
Arno K. schrieb:> Conrad hat nichts was es nicht überall anders besser, schneller und> billiger gibt.
Der einzige Artikel der letzten Jahre (konkret: 2017), den ich bei
Conrad bestellt habe, weil es ihn bei keinem anderen Händler in
Einzelstückzahlen und ab Lager gab, war eine geschirmte dreipolige
Sensorleitung mit M8-Steckverbindern. Das war aber wirklich eine ganz
große Ausnahme.
Eigenartig ist, dass Conrad Standardbauelemente wie z.B. 74HCTxxxx nur
in einstelligen Stückzahl auf Lager hat, aber einen Staffelpreis vor 10
und 100 Stück angibt.
Gerald K. schrieb:> Eigenartig ist, dass Conrad Standardbauelemente wie z.B. 74HCTxxxx nur> in einstelligen Stückzahl auf Lager hat, aber einen Staffelpreis vor 10> und 100 Stück angibt.
Das macht aber nichts, die leisten sich den Luxus Dir erstmal 7 Stück zu
schicken und dann nochmal 3 Stück nachzuliefern - wobei die kostenfreie
Nachlieferung den Bauteilwert um ein Vielfaches überschreitet.
Karl K. schrieb:> wobei die kostenfreie Nachlieferung den Bauteilwert um ein Vielfaches> überschreitet.
Leider gibt es nicht mehr die Möglichkeit, abzuwarten bis das Material
komplett ist. Das Gerät läuft nicht wenn nicht alle Bauteile bestückt
wurden.
Gerald K. schrieb:> Das Gerät läuft nicht wenn nicht alle Bauteile bestückt> wurden.
Naja, ich brauch nicht immer alles was ich bestelle aktuell für das eine
Gerät.
Bei Reichelt war es eine Zeitlang gute Praxis, am Tag nach der
Bestellung anzurufen ob alles lieferbar ist und nicht lieferbare
Positionen mit "bestelle ich später nochmal" rausnehmen zu lassen. Sonst
lag das Paket schonmal ne Woche, bis fehlendes Zeug eingetrudelt ist.
Bei TME ist eigentlich alles was man bestellt lieferbar, anscheinend
haben die ihren Lagerbestand gut im Griff. Wenn nicht lieferbar, dann
steht da auch Null.
Ja das habe ich auch schon erlebt, in einer Nachlieferung (Packet per
DHL)war dann ein einziger Schaltkreis drin, den hätte man sicher per
Post oder Brief günstiger verschicken können. Was ich auch nicht
nachvollziehen kann ist, dass man eben die 0815 Standard - Bauteile
(Logik etc.) nicht mehr im Markt bekommt. Beispiel: der 0815 billig -
Timer NE 555 (DIL) steht da grad drin als "Ausverkauft".
Andre M. schrieb:> Ja das habe ich auch schon erlebt, in einer Nachlieferung (Packet per> DHL)war dann ein einziger Schaltkreis drin, den hätte man sicher per> Post oder Brief günstiger verschicken können.
Das wäre aber logistisch ein komplett anderer Prozess gewesen. Die
großen Frachtführer räumen den Kunden gewaltige Rabatte ein, wenn sie im
Gegenzug quasi als Monopolist dastehen. Unter Umständen ist der
ausgehandelte Preis für ein Paket mit DHL sogar niedriger als der für
einen Brief mit der Post. Ich hatte auch schon einmal bei Maxim/Dallas
ein paar Bauteile bestellt, die dann in jeweils einem Paket per Fedex
ankamen. Als ich mein Büro betrat, sah mein Schreibtisch wie ein prall
gefüllter Gabentisch zu Weihnachten aus, und alle wunderten sich über
meine Großbestellung, mich selbst eingeschlossen. Dabei waren es nur ein
paar Bauteile für knapp $100.
> Was ich auch nicht> nachvollziehen kann ist, dass man eben die 0815 Standard - Bauteile> (Logik etc.) nicht mehr im Markt bekommt.
Auf der einen Seite findet auf Grund mangelnder Nachfrage eine massive
Ausdünnung von ICs in bedrahteter Ausführung statt. Als nächstes sind
Logikbausteine mit 5V quasi "tot". In vielen Bereichen ist auch schon
3,3V rückläufig. Und zuguterletzt baut heute - außer ein paar
Retro-Bastlern - niemand mehr Kuchenbleche mit diskreter Logik auf. Dies
sieht man daran, dass die komplexeren Bausteine (z.B. ALU 74181) schon
lange abgekündigt sind. Heutzutage verwendet man dann einfach einen
Microcontroller.
Das, was insbesondere bei Herstellern wie Texas Instruments in den
letzten Jahren ganz gewaltig erweitert wurde, ist die Palette an
Pegelkonvertern. Diese sind meist in Anlehnung an Bausteine wie z.B.
74245 oder 74125 aufgebaut oder für ein bestimmtes Protokoll (z.B. I2C)
ausgelegt. Allerdings legt sich kein Händler für den Hobbybastlerbedarf
so etwas ins Lager, weil es einfach Unmengen an
Kombinationsmöglichkeiten gibt. Wenn ich einen Peripheriebaustein mit
3,3V-Pegeln verwenden muss, aber z.B. nur noch Pins an einer 1,8V-Bank
des FPGA frei sind, kommt ggf. solch ein Pegelwandler dazwischen. In
meinem aktuellen Projekt überschneiden sich zwar die Logikpegel auf
Peripherieseite und FPGA-Seite, aber eben nur bei 25° und nicht im
gesamten Parameterbereich von Temperatur, Versorgungsspannungen,
Exemplarstreuungen, Mondphase.
> Beispiel: der 0815 billig -> Timer NE 555 (DIL) steht da grad drin als "Ausverkauft".
Du schreibst es schon: "billig". Wenn beim Verkauf eines solchen
Bausteins an den Endkunden mit Kleinststückzahlen nur nur ein Groschen
über den Tresen geht, bleiben bei eigentlichen Hersteller höchstens zwei
Cent übrig. Und dann lohnt sich solch ein Baustein nur noch bei sehr,
sehr großen Stückzahlen. Zwischenzeitlich (90er/00er Jahre) wurden vom
555 jährlich über eine Millarde Stück produziert, so dass natürlich auch
Unmengen an Drittherstellern aufsprangen, zumal die relevanten Patente
abgelaufen waren. Durch die vielen Anbieter ging der Preis in den
Keller, und viele werden mit Sicherheit bei im Laufe der Zeit deutlich
gesunkenen Stückzahlen die Produktion wieder eingestellt haben.
Mittlerweile haben ja sehr viele Geräte, die ursprünglich mit einer sehr
einfachen Timerfunktion ausgestattet waren, z.B. Heizdecken,
Zeitschaltuhren, auch noch einiges an Bling-Bling, z.B. eine Anzeige der
eingestellten oder vergangenen Laufzeit. Und schon ist der 555 raus und
man nimmt einen Microcontroller.
Für die homöopathischen Bastlerstückzahlen lohnt es sich aus Sicht der
Halbleiterhersteller nicht. Jeder ist an den (viel zu) niedrigen
Stückpreis gewöhnt. Also wird das Produkt abgekündigt, insbesondere wenn
mittelfristig und langfristig nur noch sinkende Stückzahlen zu erwarten
sind.
Andreas S. schrieb:> Unter Umständen ist der> ausgehandelte Preis für ein Paket mit DHL sogar niedriger als der für> einen Brief mit der Post.
Dem ist so. Gabs mal einen Bericht im TV drüber.
Andreas S. schrieb:> Für die homöopathischen Bastlerstückzahlen lohnt es sich aus Sicht der> Halbleiterhersteller nicht. Jeder ist an den (viel zu) niedrigen> Stückpreis gewöhnt. Also wird das Produkt abgekündigt, insbesondere wenn> mittelfristig und langfristig nur noch sinkende Stückzahlen zu erwarten> sind.
Ja das stimmt sicher teilweise was du schreibst. Gerade im Bezug auf den
Versand und die Bestellvorgänge. Die Bauteile selber sind doch
eigentlich Pfennig- Produkte (2 bis 10 Cent) oder? Zumindest die
Standard - Bauteile hoher Produktions - Stückzahlen. Aber selbst wenn
ich den 5er oder 10er Pack bestellen will so geht das bei Conrad nicht,
wenn man nicht gerade mal ein "Firmenkunde" ist. Das finde ich dann auch
seltsam da einige Bauteile nur noch für "Firmenkunden" zu haben sind.
Und dann würde ich ja auch die höheren Stückzahlen in kauf nehmen. Ich
weiß nicht welche Politik da bei Conrad verfolgt wird, Privatkunden
schnellstmöglich loswerden? Das wäre ja schon irre. Ich habe das Gefühl,
dass die die Bauteile von Texas Instruments nicht mehr verkaufen wollen
oder nicht mehr haben, Bauteile ähnlicher Typen werden dann als "No Name
(foreign brand)" angegeben. Von TI warn ja früher gefühlt fast alle
gewesen.
> Ich habe das Gefühl, dass die die Bauteile von Texas Instruments nicht mehr
verkaufen wollen oder nicht mehr haben, Bauteile ähnlicher Typen werden dann als
"No Name (foreign brand)" angegeben. Von TI warn ja früher gefühlt fast alle
gewesen.
Vielleicht hängt es ja damit zusammen.
TI hat entschieden nur noch ganz wenige Distributoren direkt zu
beliefern - Arrow, Avnet, Digi-Key und Mouser Electronics und ein paar
wenige Andere.
Andre M. schrieb:> Ja das stimmt sicher teilweise was du schreibst. Gerade im Bezug auf den> Versand und die Bestellvorgänge. Die Bauteile selber sind doch> eigentlich Pfennig- Produkte (2 bis 10 Cent) oder? Zumindest die> Standard - Bauteile hoher Produktions - Stückzahlen.
Und was hat der Hersteller damit zu tun? Der sieht nur, dass die
Stückzahlen alter einfacher Logikbausteine stark rückläufig sind. Die
paar Bastler spielen keine Rolle.
> Aber selbst wenn> ich den 5er oder 10er Pack bestellen will so geht das bei Conrad nicht,> wenn man nicht gerade mal ein "Firmenkunde" ist.
Oha, da droht ein Privatkunde mit einem Großauftrag über fünf bis zehn
Centartikel! Solch ein Geschäft darf sich kein Händler entgehen lassen.
> Das finde ich dann auch> seltsam da einige Bauteile nur noch für "Firmenkunden" zu haben sind.> Und dann würde ich ja auch die höheren Stückzahlen in kauf nehmen. Ich> weiß nicht welche Politik da bei Conrad verfolgt wird, Privatkunden> schnellstmöglich loswerden? Das wäre ja schon irre.
Das ist nicht irre, sondern wir sehen doch schon an Deinem
Herumlamentieren, dass man als Händler lieber nichts mit Privatkunden zu
tun haben will. Im Zweifelsfall macht der Privatkunde anschließend auch
noch von seinem Widerrufsrecht gebrauch. Fordert man die Rücksendung des
Gurtabschnitts mit den zehn ICs, muss man einen Wareneingang durchführen
und anschließend die Bauteile wegschmeißen. Fordert man keine
Rücksendung, freut sich der Kunde und macht sofort die nächste
Kleinbestellung, von der er zurücktritt. Und das Spiel wiederholt sich.
Zusätzlich labert einem der Kunde ein Schnitzel ans Ohr, weil er sich
auf Grund der Großbestellung nun für einen wichtigen Kunden hält.
> Ich habe das Gefühl,> dass die die Bauteile von Texas Instruments nicht mehr verkaufen wollen> oder nicht mehr haben, Bauteile ähnlicher Typen werden dann als "No Name> (foreign brand)" angegeben. Von TI warn ja früher gefühlt fast alle> gewesen.
Eher umgekehrt. Früher hatte fast jeder westliche Markenhersteller einen
Haufen 74xx im Angebot, aber mittlerweile hat sich das auf TI und NXP
ausgedünnt. Zusätzlich gibt es aber jetzt etliche Asiaten, die einzelne
Typen herstellen.
Und TI ist nun ausgerechnet ein schlechtes Beispiel für Deine Kritik.
Bei TI kann man nämlich so ziemlich jedes Bauteil auch in
Kleinstückzahlen bestellen. Die Preise sind zwar etwas höher als bei
manchem Händler/Distributor, aber man kann sicher sein, frische
Originalware zu bekommen.
Generell hält einen auch kaum einer davon ab, sich als Geschäftskunde
auszugeben. Die wichtigsten Unterschiede sind die Preisangaben in netto
statt brutto, das fehlende Rücktrittsrecht und der Gefahrenübergang beim
Transport.
Mal ein Auszug aus einem Artikel von vorgestern(CP).
B2C: Uninteressant, Filialen: uninteressant, Fokus: B2B
...
Wie aus dem nun veröffentlichten Zahlen von Conrad Electronic für das
Geschäftsjahr 2018 hervorgeht, ist es dem Unternehmen dennoch nicht
gelungen, sich gegen den rückläufigen Trend bei Umsatz und Ertrag zu
stemmen. Nachdem der Umsatz zuletzt bei 1,07 Milliarden Euro stagnierte,
gingen die Verkäufe 2018 um 5,5 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro zurück.
Im gleichen Zeitraum wuchs laut EHI-Ranking der kombinierte
Online-Umsatz von Conrad.de und Voelkner.de von 629 auf 663 Millionen
Euro. Das würde bedeuten, dass Conrad im Filialgeschäft von 2017 auf
2018 einen Umsatzrückgang von mindestens 21 Prozent hinnehmen musste.
Die negative Umsatzentwicklung wirkt sich auch auf das Geschäftsergebnis
aus: Hatte Conrad bislang lediglich mit einer rückläufigen
Profitabilität zu kämpfen, rutschte das Unternehmen 2018 beim Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Verlust von 14,6 Millionen
Euro (Vorjahr: +24,1 Millionen Euro) erstmals in die roten Zahlen.
B2B-Fokussierung als Zukunftsstrategie
In den Ausführungen des Geschäftsberichts benennt Conrad die Ursachen
für die negative Entwicklung klar und deutlich. So sei die Entwicklung
der Filialen mit entsprechend sinkenden Besucherzahlen marktkonform der
rückläufigen Entwicklungen des deutschen Stationärhandels gefolgt.
Gleichzeitig habe Conrad nach den sehr hohen Investitionssummen der
Vorjahre (2013 bis 2017 investierte das Unternehmen insgesamt 120
Millionen Euro) 2018 mit 19 Millionen Euro erneut hohe Ausgaben für die
eigene Zukunftsfähigkeit aufgewendet.
Den allergrößten Anteil daran habe die Entwicklung der neuen
Webplattform von Conrad eingenommen - "angesichts der Plattformstrategie
von Conrad ein notwendiges und zukunftssicherndes Investment", so das
Unternehmen in dem Geschäftsbericht. "Ein nachhaltig profitables
Geschäft [wird] vor dem Hintergrund der deutlich anspruchsvolleren
Marktbedingungen immer schwerer", lautet folglich auch das Fazit zu dem
Geschäftsbericht.
Viel erhofft sich Conrad Electronic von der eingeleiteten
Schwerpunktsetzung auf das B2B-Geschäft. "Unser Hauptfokus wird auf dem
Segment der gewerblichen Kunden liegen", heißt es dazu explizit in dem
Geschäftsbericht. Der Einsatz von modernen Technologien, Algorithmen und
künstlicher Intelligenz solle zielgerichtet dazu beitragen, die
Geschäftsprozesse noch kundenorientierter zu gestalten und diese
speziell für die Anforderungen der B2B Kunden noch schneller,
leistungsfähiger und zuverlässiger zu machen. Conrad werde weiterhin in
die Erweiterung des B2B-Sortimentes investieren und den 2017 gestarteten
B2B-Marktplatz nutzen, um das Angebot weiter zu vergrößern und den
gewerblichen Kunden die Beschaffung aus einer Hand zu ermöglichen.
Rückbau des Filialnetzes
Was das Filialgeschäft betrifft, sieht sich Conrad in einer ambivalenten
Position. Einerseits trügen die Geschäfte zur Omnichannel-Strategie bei
und ermöglichten auch eine Steigerung der B2B-Umsätze. Andererseits
sieht sich die Elektronikkette dazu gezwungen, ihr Filialgeschäft
zielgerichteter zu führen und den Marktentwicklungen anzupassen und hat
dazu die stationären Geschäfte Anfang 2019 in die neu gegründete Conrad
Electronic Stores GmbH ausgegliedert, die von den Conrad-Managern Ralf
Heinrichs, Jürgen Groth und Werner Conrad geleitet wird.
Die neue Gesellschaft hat bereits 2019 mit der Schließung des Standorts
in Hamburg-Altona das Filialnetz auf 20 Geschäfte verkleinert. Anfang
2020 machte nun die Filiale in Düsseldorf dicht und für das Jahresende
ist bereits der Rückzug von Conrad Electronic aus Mainz angekündigt.
Dennoch gibt man sich bei Conrad optimistisch, die anstehenden
Herausforderungen gut bewältigen zu können. Auf Anfrage von
ChannelPartner erklärte eines Sprecherin des Unternehmens, entsprechend
den Ausführungen im Geschäftsbericht für 2018 seien bereits Maßnahmen in
Hinblick auf Umsatz und Kosten eingeleitet worden und zeigten auch schon
erste Wirkung. "Wir gehen tendenziell von einem deutlich verbesserten
Betriebsergebnis für 2019 aus", so die Unternehmenssprecherin. Zudem
belege die Eigenkapitalquote von über 70 Prozent die nach wie vor solide
Kapitalausstattung und finanzielle Stärke des Unternehmens. "Conrad
Electronic nimmt damit auch weiterhin eine Spitzenstellung im Handel
ein", so das Fazit des Statements.
Thomas M. schrieb:> Eigentlich kann es nicht angehen, dass ich faktisch Ware für 1 EUR> inkl Versand aus Fernost individuell nach Hause geliefert bekommen kann.> Und da soll Warenwert, Verpackung, Postbote, Steuern, Zoll, Gewinnmarge> ... mit drin sein? Kann nicht sein, nicht ohne irgendwelche> Tricksereien, für die irgendwer anderes bezahlt.
ich sehe das eher als Geldwäsche denn als vernünftiges Business.
Die Triaden machen solche Läden auf, stecken da ihre Milliarden rein.
aus einer Milliarde werden vielleicht dann 500mio legal aussehendes Geld
Thomas M. schrieb:> Denn eigentlich kann es nicht angehen, dass ich faktisch Ware für 1 EUR> inkl Versand aus Fernost individuell nach Hause geliefert bekommen kann.> Und da soll Warenwert, Verpackung, Postbote, Steuern, Zoll, Gewinnmarge> ... mit drin sein? Kann nicht sein, nicht ohne irgendwelche> Tricksereien, für die irgendwer anderes bezahlt.
Der wesentliche Punkt ist dabei, dass der Weltpostverein noch nicht
Chinas Stellung als Entwicklungsland aufgehoben hat:
https://blog.afterbuy.de/allgemein/china/
Also bezahlt die Deutsche Post den mit Abstand teuersten Teil des
Transports, nämlich die Zustellung im Zielland. Da es sich mittlerweile
nicht mehr nur um einen verschwindend geringen Anteil des Postaufkommens
handelt, müssen die Kosten ggf. auf die regulär zahlenden Inlandskunden
umgelegt werden, wodurch die Schere sich noch weiter öffnet.
> Was auch immer da für> Schlupflöcher ausgenutzt werden, sie sollten besser gestopft werden.
Ja, das Problem ist bekannt, aber kann wohl aus rechtlichen Gründen
nicht so einfach geschlossen werden. Es bliebe nur der Austritt aus dem
Weltpostverein, welcher aber für eine Exportnation wie Deutschland
gewaltige Auswirkungen an anderer Stelle zur Folge hätte. Außerdem ist
die Sache für die Post doch ganz einfach: sie legt der
Bundesnetzagentur, dem Kartellamt und wem sonst noch ihre Kalkulation
vor und kann ja tatsächlich das Verlustgeschäft nachweisen. Und dann
wird die nächste Gebührenerhöhung genehmigt.
● J-A V. schrieb:> ich sehe das eher als Geldwäsche denn als vernünftiges Business.> Die Triaden machen solche Läden auf, stecken da ihre Milliarden rein.> aus einer Milliarde werden vielleicht dann 500mio legal aussehendes Geld
Das ist Unsinn, d.h. zum einen aus den von mir schon genannten Gründen,
und zum anderen auf Grund des durch China sehr konsequent verfolgten
Staatsziels, die "Neue Seidenstraße" auf- bzw. auszubauen.
Andreas S. schrieb:> Außerdem ist die Sache für die Post doch ganz einfach: sie legt der> Bundesnetzagentur, dem Kartellamt und wem sonst noch ihre Kalkulation> vor und kann ja tatsächlich das Verlustgeschäft nachweisen. Und dann> wird die nächste Gebührenerhöhung genehmigt.
Und du glaubst ernsthaft das die Post bislang zu blöd war das bereits in
ihre Kalkulation einzupreisen?
Tim T. schrieb:> Und du glaubst ernsthaft das die Post bislang zu blöd war das bereits in> ihre Kalkulation einzupreisen?
Nein, keineswegs. Aber wenn sich der Anteil ausländischer Sendungen
signifikant ändert, hat das Preisanpassungen zur Folge. Die
Preiskalkulationen basieren auf den aktuellen Kennzahlen und werden
natürlich fortlaufend angepasst. Und die Deutsche Post als
Quasimonopolist muss sich jede Preisanpassung eben genehmigen lassen.
Und für den konkreten Preis ist eben der Zeitraum von heute bis zur
nächsten Kalkulation relevant. Wenn z.B. heute die Preise für 2021-2023
zur Genehmigung vorgelegt werden müssen, muss abgeschätzt werden, wie
hoch der Anteil ausländischer Sendungen in exakt diesem Zeitraum sein
wird. Es ist nicht relevant, wie hoch er anno 1873 war oder 2024 sein
wird.
Wenn sich z.B. die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern, hat dies ggf.
auch eine erneute Kalkulation zur Folge, z.B. bei einer Statusänderung
Chinas im Weltpostverein.
Andreas S. schrieb:> Tim T. schrieb:>> Und du glaubst ernsthaft das die Post bislang zu blöd war das bereits in>> ihre Kalkulation einzupreisen?>> Nein, keineswegs. Aber wenn sich der Anteil ausländischer Sendungen> signifikant ändert, hat das Preisanpassungen zur Folge. Die
Logisch.
> Preiskalkulationen basieren auf den aktuellen Kennzahlen und werden> natürlich fortlaufend angepasst. Und die Deutsche Post als> Quasimonopolist muss sich jede Preisanpassung eben genehmigen lassen.
Ist bekannt.
> Und für den konkreten Preis ist eben der Zeitraum von heute bis zur> nächsten Kalkulation relevant. Wenn z.B. heute die Preise für 2021-2023> zur Genehmigung vorgelegt werden müssen, muss abgeschätzt werden, wie> hoch der Anteil ausländischer Sendungen in exakt diesem Zeitraum sein> wird. Es ist nicht relevant, wie hoch er anno 1873 war oder 2024 sein> wird.
Auch klar, wobei 2024 natürlich gerne angeführt wird falls es einen noch
größeren Anstieg zeigt, unabhängig von der Relevanz...
> Wenn sich z.B. die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern, hat dies ggf.> auch eine erneute Kalkulation zur Folge, z.B. bei einer Statusänderung> Chinas im Weltpostverein.
Und was lässt dich jetzt konkret daran zweifeln das die Post exakt das
bereits getan hat und genauso ihre Preiskalkulation durchbekommen hat?
Tim T. schrieb:> Und was lässt dich jetzt konkret daran zweifeln das die Post exakt das> bereits getan hat und genauso ihre Preiskalkulation durchbekommen hat?
Nichts. Wann soll ich das ganz konkret behauptet haben? Ach, Du findest
keine solche Stelle in meinen Ausführungen? Dann scheint es wohl nur
eine von Dir aufgestellte Lüge zu sein.
W.P. K. schrieb:> B2C: Uninteressant
Ich finde das als "Hybridkunde" sehr interessant, da es das Verhalten
von Conrad erklärt. Somit gehe ich davon aus, dass Conrad das
Privatkundensortiment an Bauteilen auf ein Minimum zurückfahren wird und
im Elektronikhobbysektor eventuell noch Arduino und andere Systeme
anbietet.
Auf der anderen Seite könnte Conrad natürlich versuchen, v.A.
Geschäftskunden mit Bauteilen z.T. in größeren Mengen zu versorgen und
sich bei B2C nicht um Gewährleistung und Rückgaberecht kümmern zu
müssen.
Für mein Kleingewerbe bestellte ich sehr gerne Teile privat und
geschäftlich bei Conrad, da ich mit der Versandkostenflat problemlos
einzelne Teile ohne Versandkosten bestellen konnte, was für Prototypen
ideal war. Zum Teil lagen die Preise mit USt. auch unter Farnell.
Vermutlich waren die Versandkosten und Kleinstbestellungen mehr als
unrentabel für Conrad.
Inzwischen kaufe ich fast nur noch bei Farnell und TME. Dort ist zwar
die Preis/Leistung (fast immer Overnight-Shipping beim Standardtarif)
für den Versand gut, aber es kostet jedes Mal 7-10€.
Andreas S. schrieb:> Tim T. schrieb:>> Und was lässt dich jetzt konkret daran zweifeln das die Post exakt das>> bereits getan hat und genauso ihre Preiskalkulation durchbekommen hat?>> Nichts. Wann soll ich das ganz konkret behauptet haben? Ach, Du findest> keine solche Stelle in meinen Ausführungen? Dann scheint es wohl nur> eine von Dir aufgestellte Lüge zu sein.
Stimmt, bis auf die Lüge.
Ich hatte bei:
> Außerdem ist> die Sache für die Post doch ganz einfach: sie legt der> Bundesnetzagentur, dem Kartellamt und wem sonst noch ihre Kalkulation> vor und kann ja tatsächlich das Verlustgeschäft nachweisen. Und dann> wird die nächste Gebührenerhöhung genehmigt.
gelesen :
> Außerdem wäre [..]
Demnach habe ich angenommen du implizierst dass die Post das noch nicht
tun würde...
Mein Fehler.
Benedikt M. schrieb:> Für mein Kleingewerbe bestellte ich sehr gerne Teile privat und> geschäftlich bei Conrad, da ich mit der Versandkostenflat problemlos> einzelne Teile ohne Versandkosten bestellen konnte, was für Prototypen> ideal war.
Wegen der Einsparung der Versandkosten bestelle ich selber ja auch bei
Conrad. Das ist vielleicht auch der einzige Punkt, dass Kunden bei C.
gehalten werden. Wobei dies auch für andere Bereiche im Geschäft
interessant ist, in so Fern Artikel im Markt nicht vorrätig vorhanden
sind. Die Voraussetzung ist dabei ja, dass man im Markt bestellt,
zumindest für mich als einfachen Privatkunden. Ob Conrad so gut beraten
ist, nur noch auf Geschäftskunden zu setzen, ich glaube dass muss das
Unternehmen selber herausfinden. Der Markt, in dem Segment hat sicher
nicht auf Conrad gewartet, meine ich fast. Aber im Ganzen ist die Linie
abzusehen was du schreibest, dass Geschäfte in den "Internet" - Markt
übergehen. Ich fand es bisher sehr gut, dass ich einfach in den Markt
(Mannheim) gehen konnte und mal (ein) Logik - Chip etc. "mitnehmen"
konnte. Für Conrad war es abzusehen, dass die Kunden gegebenenfalls auch
noch anderes im Markt kaufen. Wenn ich aber mal wieder "nix" bekommen
habe, dann hab ich auch keine Lust weiter im Markt einzukaufen. Was ich
dieses Jahr im Markt gesehen habe: immer weniger Kunden.
Wobei die meisten ja ehr im Winter als im Sommer "etwas basteln". Die
letzten Jahre war der Markt gerade in diesen Monaten eigentlich immer
ganz gut besucht.
W.P. K. schrieb:> Der Einsatz von modernen Technologien, Algorithmen und> künstlicher Intelligenz solle zielgerichtet dazu beitragen, die> Geschäftsprozesse noch kundenorientierter zu gestalten und diese> speziell für die Anforderungen der B2B Kunden noch schneller,> leistungsfähiger und zuverlässiger zu machen.
Ach deswegen ist deren Webseite so shcnarchlahm, die KI zieht zu viel
CPU Power.
Dabei ist die KI aber zu doof für ordentliche Suchergebnisse.
Die KI erinnert eher an Data von Sinnlos im Weltraum.
Mw E. schrieb:> Dabei ist die KI aber zu doof für ordentliche Suchergebnisse.
Ich habe deswegen schon oft mit dem Kundenservice gesprochen. Es hat
sich natürlich nichts geändert.
Zum Teil kann die Suche nicht einmal Volltext Produktnamen (wie zum
Beispiel aus einer Rechnung 1:1 kopiert) finden.