LTspice Temperaturen simulieren

Gast #6132721
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Hallo,

Ich bin immer mal so am Rande mit Schaltungssimulation zu Wege.
In der Vergangenheit probierte ich LTSpice aus,
baute aber dann lieber gleich die gewünschte Schaltung auf.
Nun bin ich aber positiver angetan.

Habe folgendes Spice Model für einen MOSFET gefunden:

https://www.diodes.com/part/view/DMTH10H025SK3

da ist die Frage, ob damit auch eine lokale Temperatursimulation möglich 
ist?

https://www.electronicspoint.com/forums/resources/managing-temperature-in-ltspice.18/

Ich habe den Eindruck, dass dieses Model das nicht abdeckt. Sehe ich das 
richtig?
Und müsste ich dann ggfs. R_DS händisch in das Model eintragen?

VG
TREV
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6133303
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Trevor J. schrieb:
> die Frage, ob damit auch eine lokale Temperatursimulation möglich ist?
Ich bin mir recht sicher, dass zumindest lokale Hotspots in Teilen des 
Halbleiterchips nicht simuliert werden...
Insofern sollte man sich vor Augen halten, dass überschlägig eine 
Simulation nur so gut ist, wie das schlechteste darin verwendete Modell.

Helmut S. schrieb:
> Außerdem verschiebt sich die Schwellspannung.
Und die Steilheit wird mit steigender Temperatur geringer...
Gast #6133451
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Helmut S. schrieb:
> Trevor J. schrieb:
>> ...
>> Ich habe den Eindruck, dass dieses Model das nicht abdeckt. Sehe ich das
>> richtig?
>
> Ja.
>
>> Und müsste ich dann ggfs. R_DS händisch in das Model eintragen?
>
> Ja.
>
> Außerdem verschiebt sich die Schwellspannung. Auch das könnte man dann
> hinzufügen.

Frage ..
und wie kann man das Modell verbessern und hinterher Datenblattwerte in 
das Modell einfügen ?!
#6133623
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Ich habe es mal im Blindflug einfach mit .TEMP simuliert.
Da scheint schon eine Temperaturabhängigkeit drin zu sein. Die sieht auf 
den ersten Blick ganz brauchbar aus.

Beachte, dass .TEMP auf alle Bauteile wirkt. Opamp-Modelle mögen das z. 
B. nicht.

Die Plots sind mal wieder ein nettes Beispiel was man mit 
unterschiedlichen x-Achsen machen kann.
Angehängte Dateien:
#6134534
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Michel M. schrieb:
> ... super, :-)
>
> aber verstehe noch nicht,
> welcher Teil die Temperatur-Abhängigkeit steuert
> und wie es eingebunden ist ?

Das Diodenmodell und die Transistormodelle haben in den Formeln per 
"default" schon Temperaturabhängigkeiten drin. Man kann aber auch noch 
zusätzliche Parameter für die Temperaturabhängigkeit setzen.
Auch Widerständen könnte man einen TK (Temperaturkoeffizienten) geben.

Einen Teil der Formeln findet man in PSPCREF.pdf.
https://www.electronics-lab.com/wp-content/uploads/2015/08/PSPCREF.pdf
Gast #6134552
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Helmut S. schrieb:
> Beachte, dass .TEMP auf alle Bauteile wirkt. Opamp-Modelle mögen das z.
> B. nicht.

Man kann auch für einzelne Bauelemente den Parameter TEMP mit 
unterschiedlichen Werten direkt vorgeben.
Es geht wohl nicht mit OPAs o.ä., aber mit Einzelhalbleitern D, T oder 
passiven Teilen schon.
Rechtsklick auf das Symbol und unter Value2 den gewünschten Wert (z.B. 
TEMP=100) eintragen. Das überschreibt dann das globale '.TEMP' nur für 
dieses BE.
#6136949
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Helmut S. schrieb:
> Michel M. schrieb:
>> ... super, :-)
>>
>> aber verstehe noch nicht,
>> welcher Teil die Temperatur-Abhängigkeit steuert
>> und wie es eingebunden ist ?
>
> Das Diodenmodell und die Transistormodelle haben in den Formeln per
> "default" schon Temperaturabhängigkeiten drin. Man kann aber auch noch
> zusätzliche Parameter für die Temperaturabhängigkeit setzen.
> Auch Widerständen könnte man einen TK (Temperaturkoeffizienten) geben.
>
> Einen Teil der Formeln findet man in PSPCREF.pdf.
> https://www.electronics-lab.com/wp-content/uploads/2015/08/PSPCREF.pdf


Besten Dank für die Antworten ..
Helmut, HildeK ...  :-)

Nachfrage ...  und in welcher Datei,
kann überprüft werden,
welcher
"default-Wert" bei der Simulation verwendet wurde ......,
wenn kein extra Anweisungs - Temp-Wert gesetzt wurde .... ?!

Nachher war in einem Modell
oder an anderer stelle im Programm noch ein defaultwert "versteckt" ....
#6136983
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> ... und in welcher Datei kann überprüft werden,
> welcher "default-Wert" bei der Simulation verwendet wurde,
> wenn keine extra Anweisung Temp-Wert gesetzt wurde?

Die default-Temperatur ist 27°C.

Im Log-file von LTspice steht z. B.

tnom = 27
temp = 27

Log-file öffnen: View -> SPICE Error Log
#6136999
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Helmut S. schrieb:
>> ... und in welcher Datei kann überprüft werden,
>> welcher "default-Wert" bei der Simulation verwendet wurde,
>> wenn keine extra Anweisung Temp-Wert gesetzt wurde?
>
> Die default-Temperatur ist 27°C.
>
> Im Log-file von LTspice steht z. B.
>
> tnom = 27
> temp = 27
>
> Log-file öffnen: View -> SPICE Error Log

Besten Dank Helmut,

... jetzt wird es klar,

aber

wenn ein Simulations-Modell
ohne temp Steuerung ist,
( oder z.b.encrypted ist )
ist es so nicht erkennbar ..
richtig ?!
#6137002
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Michel M. schrieb:
> Helmut S. schrieb:
>>> ... und in welcher Datei kann überprüft werden,
>>> welcher "default-Wert" bei der Simulation verwendet wurde,
>>> wenn keine extra Anweisung Temp-Wert gesetzt wurde?
>>
>> Die default-Temperatur ist 27°C.
>>
>> Im Log-file von LTspice steht z. B.
>>
>> tnom = 27
>> temp = 27
>>
>> Log-file öffnen: View -> SPICE Error Log
>
> Besten Dank Helmut,
>
> ... jetzt wird es klar,
>
> aber
>
> wenn ein Simulations-Modell
> ohne temp Steuerung ist,
> ( oder z.b.encrypted ist )
> ist es so nicht erkennbar ..
> richtig ?!

Es sieht so aus, dass man nur das
.TEMP
und
.options TNOM=...
das im top-level Schaltplan steht, im Log-file sieht.
Beitrag #6144411 wurde von einem Moderator gelöscht.

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