Hallo Leute,
ich hab beim Ausmisten einige Dosen mit TTL Chips gefunden. Ich frage
mich was man damit bauen könnte... am besten was mit vielen blinkenden
LEDs...
ca.
10x 74S00 (NAND)
20x 74S74 (D-Flipflop)
10x 74S174 (6fach Latch)
10x 74193 (DL193) 4Bit up/Down Zähler
10x 74LS240 2fach 4Bit Tristate Buffer
3x 74LS164 (8 Bit Schieberegister)
Für echte Projekte will man so alten stromfressenden Kram sicher nicht
mehr benutzen.
Was könnte man also machen? Ein rückgekoppeltes Schieberegister mit LEDs
dran vielleicht?
https://de.wikipedia.org/wiki/Linear_r%C3%BCckgekoppeltes_Schieberegister
Ansonsten fällt mir nur eine weitere Binäruhr ein (die man aber wegen
Stromverbrauch sicher nicht durchlaufen lassen will).
Was könnte man sonst noch für ein Spassprojekt bauen?
Ansonsten mach ich halt das hier:
Beitrag "Re: "Alte" TTL Chips"
Heutezutage ist das nur zum anschauen tauglich.
Mit diesen ICs habe ich früher mal ne Uhr gebaut. War stolz wie Bolle.
Bis jemand das Licht eingeschaltet hat. Dann stand sie auf 36:87 oder
so.
Wolfgang R. schrieb:> Oder Arcade-Platinen reparieren... dafür brauche ich die regelmäßig...
Was brauchst du denn so, ich räume gerade für einen Umzug den Keller
frei, viele LS und CMOS, noch in Stangen.
Ausserdem habe ich nicht mehr benötigte Platinen aus
Maschinensteuerungen und Analysenautomaten zusammengesucht mit Z80, LS,
CMOS und Speichern, zur Entsorgung, sind schon mehr als 20 kg zusammen.
Ich frage mich wie ich die zur Recyclingfirma kriege.
Adresse 72793 Pfullingen.
Georg
asd schrieb:> Für echte Projekte will man so alten stromfressenden Kram sicher nicht> mehr benutzen.
Geschätzte 300 mA bei 5V über ein kleines Steckernetzteil versorgt, ist
doch kaum der Rede Wert, verglichen mit Heizung, Kühlschrank,
Laptopnetzteil, elektrische Zahnbürste, Akkurasierer, Handyladegerät,
DSK-Kasten, fernebdienbarer Fernseher, was man so im Hintergrund dauernd
eingesteckt hat...
mfG
Wenn man es richtig machen will, stellt man die als Convolut für einen
Appl und ein Ei bei EBAY rein und schiebt sie so einem Bastler zu, der
damit was anfangen kann.
Meine alten Bauteile, Eisenbahnen und Zeug, womit ich früher gebaut
hatte, habe ich vor über 15 Jahren in der Bicht vertickt. Gekauft hat
sie ein Pole für einen Bruchteil des Wertes, der sich sowas als Kind
nicht leisten konnte und nun von seinem ersten Geld sich was gönnen
wollte, aber feststellte, dass es die Sachen in Polen nicht gab / gibt.
Der hat sich gefreut wie ein Schneekönig.
Habe da so ein ähnliches Luxus-Problem :-(
Binärzähler oben aus 74HCT4060 / CD4040 zur Adressierung des 8K EPROMs
A0-A12 und Lauflicht unten an D0-D7 weil da drin die Muster für
Lauflicht und Zufallslicht gespeichert sind. Einfach weil EPROMs cool
waren damals.
Naja, liegt im Flur. Zumindest fragt jeder, der uns besucht was das ist
:-)
Georg schrieb:> Wolfgang R. schrieb:>> Oder Arcade-Platinen reparieren... dafür brauche ich die regelmäßig...>> Was brauchst du denn so, ich räume gerade für einen Umzug den Keller> frei, viele LS und CMOS, noch in Stangen.>> Ausserdem habe ich nicht mehr benötigte Platinen aus> Maschinensteuerungen und Analysenautomaten zusammengesucht mit Z80, LS,> CMOS und Speichern, zur Entsorgung, sind schon mehr als 20 kg zusammen.> Ich frage mich wie ich die zur Recyclingfirma kriege.>> Adresse 72793 Pfullingen.>> Georg
Ich brauche alles, was LS oder HCT ist - also reine 5V Pegel TTL.
Pfullingen ist in der Tat einfach für mich zu erreichen. Ich kann dich
nur als Gast nicht kontaktieren...
Christian S. schrieb:> Geschätzte 300 mA bei 5V über ein kleines Steckernetzteil versorgt, ist> doch kaum der Rede Wertasd schrieb:> 10x 74S00 (NAND)>> 20x 74S74 (D-Flipflop)>> 10x 74S174 (6fach Latch)>> 10x 74193 (DL193) 4Bit up/Down Zähler
Also ich komme da auf typisch 2A (10W).
Wie kommst Du auf 0,3A?
Wolfgang R. schrieb:> Ich kann dich> nur als Gast nicht kontaktieren...
Ich kann als Gast auch keine Mail an dich schicken, warum weiss wohl nur
der Betreiber des Forums. Ich habe daher eine Mail an die Webadresse
geschickt.
Georg
Hallo, da ich und ein Freund auch alte Gerätschaften repariere suchen
wir auch immer wieder günstige TTLs. Also wenn ihr was loswerden wollt
hätte ich auch Interesse, auch gegen kleinen Unkostenbeitrag und
Versanderstattung.
Joachim
Joachim R. schrieb:> hätte ich auch Interesse, auch gegen kleinen Unkostenbeitrag und> Versanderstattung.
Ich hole heute Abend mal was ab - wenn die Menge groß genug ist,
verteile ich gerne gegen Versandkosten weiter. Ich melde mich.
Tja, so ist das mit dem alten Zeug. Die Einen sagen "ist doch alter
Mist, schmeiß weg oder verschenk es" die Anderen schauen bei Händlern
nach den Preisen und sind erschrocken, weil für viele Standard TTL
inzwischen 1€ oder mehr pro Stück verlangt wird.
Ich hab auch noch einiges liegen (ca. 500 TTL und 300 EPROM) und verbaue
das auch bei Platinenreparaturen.
Es gibt TTL 50Ohm Line Treiber Typen, wie z.B. den 74S140, der sehr
nützlich bei Frequenznormal Projekten sein kann. Mit einem passiven
Tiefpassfilter am Ausgang kann der saubere 100kHz bis 10MHz Ausgänge
bereitstellen. Bestimmte 74S würde ich deshalb aufbehalten.
Ich halte auch einige ältere Bauteile speziell für ältere HP
Meßgerätereparaturen auf Lager.
An sich finde ich es schade nie mehr hergestellte Bauteile zu
vernichten.
Was folgt ist O.T.;-)
Wie viele teure und hochwertige Bauteile wurden in den letzten 50 Jahren
verschrottet. Oft wurde damals speziell in der Industrie extrem
hochwertige Technik hergestellt. Ich denke da mal an hochwertige
Neuberger Analog Instrumente, Analogmeßtechnik Komponenten wie teure
Analog ICs, hochstabile Meßwiderstände, Spannungsreferenzen, etz. Wenn
man sich die Zeit genommen hätte, alles zu sachkundig zu zerlegen.
Wirklich schade darum. Wer heute noch so was (neu) braucht muß ein
Vermögen für solche Bauteile bezahlen. Zum Glück finden sich hin und
wieder solche Sachen "Second Hand", aber leider auch zu oft zu
unverschämten Apothekerpreisen. Aber man konnte ja damals nicht genug
vernichten, so daß nur noch Bruchteile alter Bestände existieren. Man
kriegt eigentlich nur noch aus ehemaligen USSR Regionen interessante
ältere Bestände.
Naja, kommt natürlich darauf an für was man Interesse hat. Wer wirklich
modern bauen möchte hat natürlich allerhand Spielraum und Möglichkeiten.
Der "Trouble" mit modernem Technik Design ist, daß die Funktionalität so
oft unsichtbar ist und durch Code lebt. Da ist dann nicht mehr viel zu
sehen. Ein ehemaliger Fernseher hatte noch Stufen die man identifizieren
und verfolgen konnte, das kontemporäre Model ein paar Hyper-LSI. Da ist
nicht mehr viel zu sehen. Es ist die Tragik unseres Zeitalters, daß
unsere Technik im Alltag immer weniger fassbarer wird und immer weniger
verständlich wird weil die Funktionalität nur noch innen in
hochkomplexen ICs lebt. Vielleicht ist das der wirkliche Preis den wir
für moderne Funktionalität bezahlen müssen. Wir sind von "Verstehern" zu
ignoranten "Bedienern" erniedrigt worden. Zumindest gilt das für
diejenigen die nicht am Design und der Technik teilhaben können. Und
wenn mal was nicht richtig funktioniert steht man wie der Ochse vorm
Berg weil man sich nicht mehr oft wirklich selber helfen kann. Früher
war das nicht ganz so.
Im Augenblick arbeite ich an einem gepackten Firmendesign mit hunderten
von 0201/0402 u.ä. Komponenten auf kleinsten Raum. Mir graust schon vor
dem Umgang mit solch kleinen Komponenten während der Testphase, auch
wenn ich es zum Glück nicht zusammenlöten muß. Es ist schlimm wenn die
Komponenten so klein und leicht sind, daß man sie einatmen könnte. Für
meine Generation ist das nicht mehr schön. Sicher, das Design im CAD
macht Spaß, das Entwerfen der LP, aber alles andere doch viel weniger.
In meiner Jugend konnte ich nicht genug an moderner Technik teilzuhaben,
jetzt fühlt man sich immer stärker davon ausgeschlossen.
Da ziehe ich im Hobby doch lieber bedrahtete Projekte vor die man sehen
und anfassen kann ohne dass man mit dem Stereomikroskop arbeiten muß.
Wie herrlich einfach ist es mit anfassbaren 8-Bit uC im DIP-Gehäuse noch
etwas anzustellen...
Christian S. schrieb:> Geschätzte 300 mA bei 5V über ein kleines Steckernetzteil versorgt, ist> doch kaum der Rede Wert, verglichen mit Heizung, Kühlschrank,> Laptopnetzteil
Sogar ungekehrt. Dank Steckernetzteil wird mehr CO2 freigesetzt, deshalb
kommt endlich Globale Erwärmung, somit wird selbstverständlich mit
Heizung gespart! :)
So sind alte IC-Stromfresser gut für die Natur! :)
Georg schrieb:> Ich kann als Gast auch keine Mail an dich schicken, warum weiss wohl nur> der Betreiber des Forums.
Genau. er möchte die angemeldeten User nicht mit zusätzlichem
Spam belasten. Ich bin schon viele Jahre User und habe m.E.
keinerlei Spam wegen meiner Anmeldung im Forum erhalten.
> Re: was mit alten TTL-Logik-Bausteinen machen?
Bau deiner Katze ein hübsches Wärmekissen daraus!
> In meiner Jugend konnte ich nicht genug an moderner Technik teilzuhaben,> jetzt fühlt man sich immer stärker davon ausgeschlossen.
Da gibt es nur eines: die Flucht nach vorne antreten. Mach was mit FPGA
und VHDL.
Bürovorsteher schrieb:>> Re: was mit alten TTL-Logik-Bausteinen machen?> Bau deiner Katze ein hübsches Wärmekissen daraus!>>> In meiner Jugend konnte ich nicht genug an moderner Technik teilzuhaben,>> jetzt fühlt man sich immer stärker davon ausgeschlossen.> Da gibt es nur eines: die Flucht nach vorne antreten. Mach was mit FPGA> und VHDL.
Hilft ned. Habe ich vor zwanzig Jahren in der Firma schon gemacht.
asd schrieb:> Für echte Projekte will man so alten stromfressenden Kram sicher nicht> mehr benutzen.
Kommt drauf an. Wenn ich mal auf die Schnelle was machen will oder mal
schnell Idee ausprobieren möchte, da kann man die sicher noch verwenden.
Ich habe manchmal auch Projekte, wo es mir egal ist wie hoch der
Stromverbrauch ist und da wird dann verbraten was gerade da ist.
Oder Du tust was Gutes und gibst das zeu in einen Verein, Schule etc. um
dem Nachwuchs die Grundlagen der Digitaltechnik beizubringen. Dazu taugt
es allemal, denn die Grundlagen der Digitaltechnik haben sich nicht
geändert.
Gerade noch mal Deinen Post angesehen, das sind ja Mindermengen. Wir
reden hier von gerade mal 60 IC's.
Ich würde dir empfehlen den Sondermüll hier im Forum für einen
überzogenen Preis zu verkaufen. Es findet sich fast immer einen Dummen.
Alternativ, wenn du die geistreichen Kommentare hier im Forum nicht
magst, bietet sich auch ebay als Alternative an.
Daniel schrieb:> Ich würde dir empfehlen den Sondermüll hier im Forum für einen> überzogenen Preis zu verkaufen. Es findet sich fast immer einen Dummen.> Alternativ, wenn du die geistreichen Kommentare hier im Forum nicht> magst, bietet sich auch ebay als Alternative an.
Deppengäste gibt's hier... aber eben auch sehr nette Forenteilnehmer.
Ich konnte Georg ein wenig beim Aufräumen helfen und hab jetzt hier ca.
50 Stangen LS und ALS TTLs liegen, die ich noch sichten muss. In einiger
Zeit werde ich diese teilweise im Markt zum Portopreis anbieten, damit
andere auch etwas davon haben.
Der Rest kann sich mit Geschwätz und Häme beteiligen.
Hi,
die Schaltung läuft nicht mit z.B. LS-Version. Es muss explizit ein 7400
sein, sonst schwingt sie nicht.
Die folgenden 7490-er können aber wieder LS sein. Die sind mit der
"Grundversion" kompatibel.
Das hieße, dass man den 7400 durchaus noch braucht.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Es muss explizit ein 7400> sein, sonst schwingt sie nicht.> Das hieße, dass man den 7400 durchaus noch braucht.
Warum sollte es mit LS nicht funktionieren?
Mit anderer Widerstandsdimensionierung geht es mit allen üblichen
Familien. Je niederohmiger umso schlechter für den Quarz. Ja, mit dem
7400 kann man Quarze töten.
Karl B. schrieb:> Es muss explizit ein 7400> sein, sonst schwingt sie nicht.
Die Schaltung mit 2 Invertern habe ich auch mal probiert. Ergebnis, die
untersten 3 Digits des Frequenzzählers wackelten nur. Dann den
Quarzoszillator mit einem npn aufgebaut und alle 8 Stellen waren stabil.
Die TTLs sind viel zu niederohmig für Quarze. Erst mit CMOS-Gattern geht
es vernünftig.
Peter D. schrieb:> Die TTLs sind viel zu niederohmig für Quarze.
Komisch, dass es von den 80ern bis zu den 90ern tausende von
Arcadeplatinen gab, die genau das gemacht haben. Takterzeugung über
Quarz und TTL...
Ich habe von meinem Vorgänger in der Firma einen ganzen Schrank voll
TTL-THT-Bauteilen geerbt.
Er hat sich in Rente verabschiedet, und mir geraten, das Zeug
wegzukippen, denn er hätte damit die letzten 20 Jahren nicht mehr
gearbeitet.
Weil auch sonst Niemand damit nichts mehr anfangen konnte, und sie auch
niemand wollte, habe ich die im Elektronikschrott entsorgt. Das waren
bestimmt 30kg, und es war schon ein paar Stunden Arbeit, das aus den
Stangen zu kippen. Aber die Stangen können mit dem Elektronikschrott
nicht mitverwertet werden, und wir bekommen Geld für den E-Schrott
(vorausgesetzt er ist sortiert).
Da war alles dabei, von 8051ern bis hin zu EEPROMs, SRAM und EPROMS.
Kein Entwickler auf dieser Welt benötigt sowas noch, in Zeiten wo ein
günstiger µC 30 Cent kostet kann man nicht viel Logik verbauen, bevor
die Lösung teurer wird. Von anderen Folgekosten wie höherer
Stromverbrauch und Platzbedarf fange ich gar nicht erst an.
In den Schrott schrieb:> Ich habe von meinem Vorgänger in der Firma einen ganzen Schrank voll> TTL-THT-Bauteilen geerbt.
Deshalb keinen alten Schrott von Messis andrehen lassen.
> Kein Entwickler auf dieser Welt benötigt sowas noch, in Zeiten wo ein> günstiger µC 30 Cent kostet kann man nicht viel Logik verbauen, bevor> die Lösung teurer wird. Von anderen Folgekosten wie höherer> Stromverbrauch und Platzbedarf fange ich gar nicht erst an.
Sag das mal dem Knacker und seinen Gespielen welche ständig illegale
Müllhalden durchwühlen.
Hi,
TTL-ICs eben so lange, bis sie von sich aus den Geist aufgeben.
Oder schau Dir einmal Produkte aus dem Hause Willi Studer an.
Die Motorsteuerung ... arbeitet mit TTL.
Wenn man so ein Gerät noch reparieren will, ist man froh, wenn die
entsprechenden TTL-Schaltkreise noch ausgetauscht werden können.
Schnell mal eben einen µC programmieren, glaube kaum, dass das einfacher
ist, als nur mal Bauteil raus, Bauteil rein. Fertig.
ciao
gustav
Cyblord -. schrieb:> Sag das mal dem Knacker und seinen Gespielen welche ständig illegale> Müllhalden durchwühlen.
Wenns Hobby ist, ist es ja ok.
Das so hinzustellen, als wäre es eine legitime Art neue Hardware zu
bauen ist aber seit 30 Jahren nicht mehr zeitgemäß.
Karl B. schrieb:> Wenn man so ein Gerät noch reparieren will, ist man froh, wenn die> entsprechenden TTL-Schaltkreise noch ausgetauscht werden können.> Schnell mal eben einen µC programmieren, glaube kaum, dass das einfacher> ist, als nur mal Bauteil raus, Bauteil rein. Fertig.
Wie oft braucht man das? Wenn man permanent Vintage-Elektronik
repariert, weil man an alten Spielautomaten bastelt, ok. Spzialfälle
gibts immer.
Otto-Durchschnittsbastler greift in einem solchen Fall (der alle
Jubeljahre vorkommt...) zu Kollegen Internet und legt die 10€ für 2
Stück IC + Versand hin.
asd schrieb:> 10x 74S174 (6fach Latch)
Ein 174 beinhaltet aber keine zustandsgesteuerten ("Latches"), sondern
flankengesteuerte ("Register") Flipflops. Hab ich mal so gelernt, wird
aber hier und da auch mal anders interpretiert.
In den Schrott schrieb:> Das so hinzustellen, als wäre es eine legitime Art neue Hardware zu> bauen ist aber seit 30 Jahren nicht mehr zeitgemäß.
Naja, kommt darauf an, was es werden soll.
Der genannte 74S174 geht bis 110MHz.
Mach das mal mit deinem Bastel-MC.
Und dann nehme man ein Buch aus den 70' zigern.
Z.Bsp Schaltkreisbastelbuch. Und man staune, was da alles geht.
Und die einfachen Bausätze von Pollin für Anfänger und Kinder haben viel
solcher Bausteine enthalten.
Bei einem Lauflicht sind schon paar von den Dingern weg.
Wolfgang R. schrieb:> Peter D. schrieb:>> Die TTLs sind viel zu niederohmig für Quarze.>> Komisch, dass es von den 80ern bis zu den 90ern tausende von> Arcadeplatinen gab, die genau das gemacht haben. Takterzeugung über> Quarz und TTL...
Hinter mir läuft eine Uhr mit TTL-Bausteinen, deren Takt seit > 40
Jahren von 2 Gattern eines D100 als Quarzgenerator (entspricht SN7400)
erzeugt wird.
Erfreut sich alles bester Gesundheit und nimmt bei 5V insgesamt zwischen
500 und 600mA (Abhängig von den gerade leuchtenden LED-Segmenten) auf.
Die 2,5 W verkrafte ich gern.
Karl B. schrieb:> Wenn man so ein Gerät noch reparieren will, ist man froh, wenn die> entsprechenden TTL-Schaltkreise noch ausgetauscht werden können.
jup, dann ist sowas ein Glücksfall :-)
Beitrag "[V] 4-5 Quadratmeter ICs"
Gruß
DS
Gerhard O. schrieb:> An sich finde ich es schade nie mehr hergestellte Bauteile zu> vernichten.
Na ja, gerade dadurch werden die übrig gebliebenen zu Schätzchen.
Bloss welche der zigtausenden Modelle....
MaWin schrieb:> Na ja, gerade dadurch werden die übrig gebliebenen zu Schätzchen.
Selbst Volksempfänger, DKE, W48 und Trabant werden dadurch wieder was
wert weil fast alle glauben: das Zeuch gibts/gabs in solchen Massen -
kann nie wertvoll werden. Und nur weil (fast) alle das glauben und
gleichzeitig fast alle das kennen und irgendwann fast jeder seine
nostalgischen Tage bekommt klappts eben doch, selbst bei absoluter
Massenware.
Aber TTL in DIL? Ich hab das Zeug auch noch rumliegen, seit 30 Jahren
nicht angefasst. Was für meine Mutter Brot wegwerfen war (ich habe kein
Problem, einen harten Kanten oder einfach nicht schmeckendes in die
Tonne zu tun) sind für mich noch funktionierende ("Neue", tatsächlich
aber uralte) elektr. Bauteile.
In absehbarer Zeit werde ich da aber aufräumen müssen. Und ich werde das
mit der grossen Kelle tun ohne jedes Teil/Stange nach evtl. Wert
abzuwägen. Dann sonst lande ich wieder am Anfang :-)
Hallo
sei hart und gleichzeitig gut zu dir selber:
Weg damit - ab in den RM (wenn sehr viel halt Ameisenverkehr) - der Kram
liegt zu 99,x % nochmal 30 Jahre in der Ecke und ist dann eventuell
tatsächlich nur noch schwer (teurer) zu entsorgen.
Solltest du irgendwann ausgerechnet einen 74HC4711 gebrauchen und musst
dafür "viel" Geld ausgeben - Pech gehabt - ist trotzdem "Gesünder" und
Preiswerter -auch Platz kostet- .
Nebenbei: Das Prinzip gilt bei weiten nicht nur bei ICs die man mit sehr
hoher Wahrscheinlichkeit nie mehr gebraucht sondern auch bei so ziemlich
allen anderen Sachen.
Wenn irgendwas aus welchen Grund auch immer ersetzt wurde - weg damit,
wenn viel Wert halt verkaufen aber niemals wirklich niemals aufbewahren.
Ja das ist nicht immer leicht und man muss es sich tatsächlich
antrainieren - aber man hat was davon.
Und was hast du von dem "Nichts"?
Gerade solche kleinen Teile verbrauchen kaum Platz und fressen kein
Brot.
Und weggeworfen, paar Tage später braucht man es dann.
Ich überlasse das mal den Erben.
Große Teile will ich aber noch unter die Leute bringen.
Einen A3 Nadeldrucker oder einen NEC-14" Multiscan.
Denken wir doch mal 10 oder gar 20 Jahre in die Zukunft. Auch in 15
jahren muß ich noch 20 bis 35 jahre alte Geräte reparieren, da gibt es
eine gewaltige Bandbreite in meinem Job.
Ich habe etwa 200000 ICs hier liegen, das meiste in DIL, alles saubetr
erfaßt in Excel (geht gut während der Fernseher läuft), dazu noch 300000
weitere Halbleiter, alles NOS. Hinzu kommen fast 100000 ausgelötete ICs,
auch erfaßt.
Wenn ich heute schon sehe, daß ich an ECL kaum noch herankomme, dann
kann ich mir ausmalen, was in 10 oder 20 Jahren noch bei den Versendern
zu bekommen ist. Dann bin ich doch einigermaßen froh, nicht für
Wahnsinnspreise bei Rochester kaufen zu müssen.
Einen 74F132, mit dem ich sehr gerne schnelle Impulsgeneratoren baue,
bekomme ich heute schon praktisch nicht mehr, nur als Beispiel. Ich habe
aber noch ein paar Stück, mal sehen, wie lange ich damit auskomme.
Was mache ich, wenn ich heute einen 4059 benötige?
H.Joachim S. schrieb:> Mit anderer Widerstandsdimensionierung geht es mit allen üblichen> Familien.
Und wie berechnest (Formel) DU die notwendige Frequenz, um den
(pin-kompatiblen) Ersatz zu realisieren?
Jochen F. schrieb:> Ich habe etwa 200000 ICs hier liegen, das meiste in DIL, alles saubetr> erfaßt in Excel (geht gut während der Fernseher läuft), dazu noch 300000> weitere Halbleiter, alles NOS. Hinzu kommen fast 100000 ausgelötete ICs,> auch erfaßt
Echt eindrucksvoll.
Sind da auch die 74x271 dabei?
Bei den LS/HC bin ich noch mitten in der Einzelerfassung, das mußte
damals schnell gehen, der Verkäufer wollte 56 Raaco-Kästen einer
speziellen Serie zurück. Bisher finde ich keinen 74X271 in meinen Files.
Abdul K. schrieb:> Das war schon immer ne Krückesnchaltung für einen Oszillator.> Bitte> nicht alles nachmachen, was früher schon schlecht war. Nimm CMOS> unbuffered.
ACK!
dfIas schrieb:>> 10x 74S174 (6fach Latch)> Ein 174 beinhaltet aber keine zustandsgesteuerten ("Latches"), sondern> flankengesteuerte ("Register") Flipflops. Hab ich mal so gelernt, wird> aber hier und da auch mal anders interpretiert.
Jetzt fällt mir das auch auf. Dann ist der ja perfekt geeignet einen
Zustandsautomaten zu realisieren. Nach jedem Clock wird der neue
Ausgangswert (n Bits) von einem Gatternetzwerk (ich habe zwanzig 74S00
rum liegen) in den Wert des nächsten Schrittes umgerechnet, den dann an
den D-Eingängen anliegt und auf die nächste Clock-Flanke wartet.
Ist nur die Frage: was für eine Funktion?
Gibt es das was was nette LED-Effekte erzeugt? Oder etwas was eine
Funktion hat die man erklären kann (so wie das rückgekoppelte
Schieberegister im ersten Post)?