Eure Lieblings-Gleichungen?

Gast #6567898
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Hi,

was sind eurer Meinung nach die besten und/oder nützlichsten 
mathematischen/physikalischen Gleichungen bzw. Formeln? Was fasziniert 
euch, was sind eure Lieblings-Gleichungen oder habt ihr gar eine ganze 
Top-Liste davon?

Ich finde natürlich den Satz des Pythagoras, a^2 + b^2 = c^2 echt 
nützlich, aber auch die Eulersche Identität mit e, pi, i UND 1 in EINER 
FORMEL vereint kann einen doch nur in staunen versetzen!

Die Formel E = mc^2 ist ein muss, die Schrödingergleichung begeistert 
mich auch und die Formel für den relativistischen Massenzuwachs, welche 
besagt, dass es nichts schneller als das Licht geben kann, wissen zu 
glänzen.

Die Formeln für die Entropie, der Fundamentalsatz der Analysis oder 
einfach der zweite newton'sche Axiom sind natürlich auch wunderschön.

Bin auf eure Gleichungen gespannt! Und weshalb ihr gerade diese 
Gleichungen so faszinierend findet :)
#6567938
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Weniger eine Formel als eine Eselsbrücke, die mir ein Freund mal 
beigebracht hat, um mir die Definition von Sinus, Cosinus und Tangens 
merken zu können, und für die ich mich auch nach Jahrzehten noch 
regelmässig bei bei bedanke:
SOHCAHTOA

S=O/H : (S)inus = (O)pposite bzw. Gegenkathete / (H)ypothenuse
C=A/H : (C)osinus = (A)nkathete / (H)ypothenuse
T=O/A : (T)angens = (O)pposite bzw. Gegenkathete / (A)nkathete

Bevor ich diese Eselsbrücke kannte, konnte ich mir das einfach nicht 
merken - seitdem hingegen hat sie mir schon mindestens 100 Mal geholfen.
Beitrag #6568067 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6568082 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6568132
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Ben S. schrieb im Beitrag #6568067:
> Oder Was ist euer lieblings Werkzeug?

So sinnlos ist das garnicht.
Mein Lieblingswerkzeug ist ein kleiner Makita Handakkuschrauber.
Es mach jedesmal Spaß damit eine Schraube zu versenken.
Und natürlich der Leatherman im Bus.

Und deins so?
Beitrag #6568155 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6568401
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Nicht direkt eine Gleichung, sondern eine Operation: Den Laplaceoperator 
von kartesischen in Kugelkoordinaten umrechnen. Hatte ein großes Lern- 
und Trainingspotential, was partielle Ableitungen angeht, und richtig 
Spaß gemacht.

Womit man Ingenieure ärgern konnte: B(x) = exp(A*x). Wobei A eine Matrix 
ist, und x ein Vektor, der rotiert werden soll. Hehe. Daß man dazu die 
Taylorentwicklung der e-Funktion hinschreiben muß, haben sie nicht 
gerafft.
(Firma: Autotronic) #6568632
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Icke ®. schrieb:
> 2+2=4

In dem Lied von Pipi Langstrumpf wird eine interessante Formel gesungen:

https://youtu.be/WG6WF1Qmq3c

2*3=4 und 4+3=9

Die beiden Formeln, für sich alleine betrachtet, sind natürlich falsch. 
Aber zusammengefasst stimmt das Ergebnis wieder:

2*3+3=9

Das ist wie im Leben, man darf Fehler machen, Hauptsache das Ergebnis 
ist stimmig. Egal ob durch bewusste Korrektur, oder durch Zufall. 😃
Angehängte Dateien:
(Firma: EleLa - www.elela.de) #6569044
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Richard H. schrieb:
> Nick M. schrieb:
>> Für die Mechanischen, die 50-25-5 Daumenformel:
>> Eine Runde Welle, mit 50% des Aussendurchmessers durchbohrt spart 25%
>> Gewicht und die Biegesteifigkeit nimmt um nur 5% ab.
>
> Die gefühlte Maschinensteifigkeit erhöht sich mindestens auf das
> Doppelte, wenn der "Fräßmaschienenbauer" in den einschlägigen Foren Sand
> in die Hohlräume füllt.

Ja, vor allem wenn man das Getriebe mit Getriebesand auffüllt.
#6569596
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Leon schrieb:
> Ich finde natürlich den Satz des Pythagoras, a^2 + b^2 = c^2

Dabei ist der Pythagoras nur ein Sonderfall des Kosinussatzes :
Sonderfall rechter Winkel gegenüber von c :
Moderator #6570511
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Mir fällt da die Formel von Moivre und Binet zur direkten Berechnung der 
Fibonacci-Zahlen ein.

Das Interessante daran:

Während die rekursive Definition der Fibonacci-Folge äußerst einfach ist 
und sich komplett im ganzzahligen Bereich bewegt, geht der Weg bei der 
expliziten Formel über irrationale Teilausdrücke, die sich am Ende auf 
fast wundersame Weise wieder zu einem ganzzahligen Ergebnis 
zusammenfügen.

  https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fibonacci-Folge#Formel_von_Moivre-Binet
#6570582
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Joachim B. schrieb:
> im für mich interessanten Messteil genügte es mir immer, selten will man
> am unteren Ende oder über den ganzen Bereich messen und meist auch nicht
> von -20°C bis +40°C.

Bei der Angabe Deiner "Lieblings-Gleichung" wußte ich ja nicht (so 
genau), worauf die sich bezieht.
Wenn es um T-Messungen geht, sind NiCr/Ni-Thermoelemente (= K-Typ) von 
-40° bis 1200°C genormt.
Mein Spezl und ich schweißen uns derlei Thermoelemente immer wieder mal 
per WIG zusammen, weil sie recht vielseitig einsetzbar und äußerst 
robust sind.

Ist auch keine großartige Affäre, an die beiden Drähte eine sie 
verbindende Kugel anzuschmelzen. ;)
Danach können sie für T-Messungen verwendet werden.
Jeweils "geeicht" in Eis-Wasser und kochendem.
Nachdem eine Gerade durch zwei Punkte bestimmt ist, erhält man dadurch 
ihre Linearität.

> Dann gibt es ja noch die Möglichkeit Tabellen für jeden ADC Wert
> anzulegen oder in Bereiche aufzuteilen.

Auch das ist natürlich eine Möglichkeit.
Mit den wie beschrieben angefertigten Thermoelementen machen wir aber 
nicht lang herum:
Das messen wir analog.
Allerdings auch mit einer Tabelle, welche die "Ummünzung" der Werte in 
°C "auf einen Blick" erlaubt.

Bei der ganz allgemeinen Linearität Deiner "Lieblings-Gleichung" dachte 
ich eher an Spannungs-Dehnungs-Diagramme von Materialien und auch an 
B-Kurven der Magnetisierung.

Die beiden typischen Kennlinien dafür sind ja nur in einem relativ 
kleinen Bereich streng linear.
Muß dann aber auch dazu ausreichen, um etwas sachgerecht dimensionieren 
bzw. richtig einordnen zu können. :)
#6571020
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Joachim S. schrieb:
> SOHCAHTOA
>
> S=O/H : (S)inus = (O)pposite bzw. Gegenkathete / (H)ypothenuse
> C=A/H : (C)osinus = (A)nkathete / (H)ypothenuse
> T=O/A : (T)angens = (O)pposite bzw. Gegenkathete / (A)nkathete
>
> Bevor ich diese Eselsbrücke kannte, konnte ich mir das einfach nicht
> merken - seitdem hingegen hat sie mir schon mindestens 100 Mal geholfen.

Die Eselsbrücke kenne ich ganz anders:

Gaga fährt mit der Hamburger Hochbahn AG

 G A G A
 - - - -
 H H A G
 ↓ ↓ ↓ ↓
 s c t c
 i o a o
 n s n t
       a
       n

(G: Gegenkathete, A: Ankathete, H: Hypotenus)

Der Witz ist: Die Hamburger Hochbahn AG existiert tatsächlich. Ich hielt 
das damals für einen Scherz unseres Mathe-Lehrers ;-)
Gast #6571124
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L. H. schrieb:
> Mein Spezl und ich schweißen uns derlei Thermoelemente immer wieder mal
> per WIG zusammen, weil sie recht vielseitig einsetzbar und äußerst
> robust sind.
>
> Ist auch keine großartige Affäre, an die beiden Drähte eine sie
> verbindende Kugel anzuschmelzen. ;)

Naja, das geht auch mit Lot, verpressen oder klemmen. In den meisten 
Fällen haben wir gar nur verdrillt.
#6571311
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Bernhard _. schrieb:
> Scheinbar fehlt im Thread noch der Problemerhaltungssatz, wurde hier
> ausgiebig diskutiert:
> Beitrag "Problemerhaltungssatz Definition"

:D
Danke für diesen Link, der gefällt mir richtig, richtig gut.

Zitat daraus:
Georg A. schrieb:
> Wobei wir damit zur interessanten Frage kommen, ob Probleme jetzt eher
> Teilchen- oder Wellencharakter haben.
:)
Genau: Problemfelder zeigen einerseits deutliche Interferenzen, 
andererseits schlägt ein Problem zu einer Zeit konzentriert an einem 
Punkt zu.
#6575506
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Ich mag Ungleichungen. Ich mag Gleichungen mit mehr als nur einem 
Resultat. Es gibt endlose Möglichkeiten, wenn wir mit Algebra, etwas 
weiter währen, wenn wir jede Gleichung auflösen / umformen könnten, die 
Möglichkeiten währen grenzenlos.

Meine Lieblingsgleichung ist:

Wobei P ein Punkt ist, und das Resultat einen Inhalt / eine Oberfläche 
beschreibt. F sei Definiert derart, dass Punkte im Körper > 0 sind. 
Falls f kontinuierlich ist, ist die Oberfläche f(P)=0.

Man kann es in jeder beliebigen Dimension machen. Man beschreibt nicht 
nur viele Teile, man beschreibt ein ganzes. Endlich, Euklidisch, fixe 
Dimensionen, etc. man muss sich nicht darauf einschränken, wenn man 
nicht will.

Fürs Ray Tracing müsste man es aber umformen:

Wobei V der Blickpunkt ist, d der normalisierte Richtungsvektor, und t 
die Distanz. Gegeben ist V und d, gesucht ist das t, btw. ob es eine 
Lösung gibt, und falls ja das kleinste t der Lösungsmenge. Bei 
kontinuierlichen Funktionen f kann man auf f(R(V,d,t)) = 0 vereinfachen.

Leider ist das Auflösen oft nicht trivial, manchmal mit heutiger 
Mathematik vielleicht sogar noch gar nicht möglich. Vieles kann ich 
leider nur approximieren. Trotzdem ist es meine Lieblingsformel.

Hier mal ein paar meiner Kreationen:

NO (2D):
https://www.wolframalpha.com/input/?i=plot+0+%3C+max%28%281-%28%28x%2B0.9%29%5E2%29*128-y%5E8%29%2C+%281-%28%28x%2B0.9%2B%28y-1%29*0.4%29%5E2%29*128-y%5E8%29%2C+%281-%28%28x%2B0.1%29%5E2%29*128-y%5E8%29%2C+0.3%5E2-%28%28x*2.3-1.3%29%5E2%2By%5E2-0.7%29%5E2%29

Smile (2D):
https://www.wolframalpha.com/input/?i=plot+-max%28x%5E2%2By%5E2-36%2C+2.25-%28x%2B2.5%29%5E2-%28y-2.5%29%5E2%2C2.25-%28x-2.5%29%5E2-%28y-2.5%29%5E2%2C1-%28%28y%2B3.5%29%2F1.5-%28x%2F4%29%5E2%29%5E2-%28x%2F4%29%5E2%29+for+x%3D-6+to+x%3D6

(Sorry, wolframalpha will es als ungleichung 0< usw. nicht plotten).

Ist aber nur folgendes Gleichungssystem etwas umgeschrieben:
https://www.wolframalpha.com/input/?i=plot+x%5E2%2By%5E2%3C36%2C%28x%2B2.5%29%5E2%2B%28y-2.5%29%5E2%3E2.25%2C%28x-2.5%29%5E2%2B%28y-2.5%29%5E2%3E2.25%2C%28%28y%2B3.5%29%2F1.5-%28x%2F4%29%5E2%29%5E2%2B%28x%2F4%29%5E2%3E1

Kugel: (Beliebigdimensional, Radius 1 (dot produkt))


Haar artige Struktur, 3D:

(Das Notizblatt mit der Formel hab ich verlegt, Ich mache mir jetzt 
nicht die Mühe, die Formel wieder aus der Funktion heraus 
abzuschreiben):

Code / Funktion: 
https://gist.github.com/Daniel-Abrecht/873253bdedb0a9fbcb91c6744a96c623#file-faster-webgl-rendering-rotate-camera-with-arrow-keys-move-with-xy-L60

Live demo (steuerung Pfeiltasten + XY): 
https://gistpreview.github.io/?873253bdedb0a9fbcb91c6744a96c623/faster%20webgl%20rendering,%20rotate%20camera%20with%20arrow%20keys,%20move%20with%20xy%2E

(Die ganzen Plotter und Ray Tracer sind leider nur eine Approximation, 
jenachdem kann es Artefakte geben.)
Persönliche Seite #6577730
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Richard H. schrieb:
> Johann L. schrieb:
>> E = m(a²+b²)
> Das ist die spezielle Form.
> Die allgemeine Form für nichtorthogonale Universen lautet:
> E = m(a²+b²-2*a*b*cosγ)

Ok, der Zudammenhang zwischen Pythagoras und Relativitätstheorie ist 
etwas anders:

In der Euklidischen Ebene ist das Linienelement

   ds² = dx² + dy²

und eine Dimension höher

   ds² = dx² + dy² + dz²

Das ist einfach Pythagoras.  Hat man es mit Koordinatensystemen zu tun, 
die nicht (notwendig) ottonormal sind, dann kommen Vorfaktoren und 
gemischte Terme wie dx·dy hinzu.  Um das übersichtlich darzustellen und 
zu verwalten verwendet man den Metrischen Tensor g_μν, der die 
Skalarprodukte der Basisvektoren enthält:

   ds² = Σ g_μν (dx_μ)²

Damit wiederum — und mit Ricci-Tensor R_μν und -Skalar R, die sich 
daraus ergeben, und Energie-Impuls-Tensor T_μν — sind die 
Feldgleichungen der Allgemeinen RT formuliert (hier ohne Kosmologische 
Konstante):

   R_μν - R/2 g_μν = T_μν

Und ob man das Universum nun als orthogonal oder schräg ansehen möchte, 
ist Ansichtssache.  Jeder möge das Koordinatensystem bzw. den Metrischen 
Tensor verwenden, den er bevorzugt :-)

Hingegen ergibt sich

   E = mc²

bereits aus der Speziellen RT; Einstein verwendete damals aber noch V 
für die Lichtgeschwindigkeit.  Diese Formel ist wohl eine der 
bekanntesten überhaupt, gilt aber nur für kleine Geschwindigkeiten. 
Unter Berücksichtigung des Impulses ist sie nicht mehr so knackig:

    E² = m²c⁴ + p²c²
(Firma: Autotronic) #6581148
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M.A. S. schrieb:
> Die Summe zweier gerader Primzahlen ist immer eine Quadratzahl.

Das hört sich wirklich spannend an. Aber nenne bitte mal ein Beispiel. 
Mir fällt gerade keine gerade Primzahl ein.

Es sei denn, man darf zu jeder der beiden Primzahlen vor der Addition 
noch 1 dazuzählen oder subtrahieren. Dann stimmt's wieder:

Aus 23 + 11 wird 24 +12 = 36

Aus 43 + 23 wird 42 + 22 = 64

Aus 31 + 31 wird 32 + 32 = 64

Aus 61 + 41 wird 60 + 40 = 100

😃
#6581559
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M.A. S. schrieb:
> Daniel F. schrieb:
>> die folgenden formeln hat mal einer meiner profressoren als die
>> wichtigsten bezeichnet
> Das war vermutlich kein Mahtematik- sondern ein Physikprofessor,
> stimmt's?

hab ich irgendwas von mathematik gesagt?
aber ja, war keine mathematik sondern elastostatik einführung und physik 
- und da wurden die o.g. "gleichungen" ganz einfach für eine 
überschlagsrechnung verwendet.
dafür funktionieren die werte ja einwandfrei ;-)
(Firma: Private) #6583292
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Michael M. schrieb:
> nur bei uns hieß die Formel nicht Mitternachtsformel
> sondern pq-Formel.

Die Bezeichnung scheint eine Besonderheit des Matheunterrichts in BW zu 
sein.

Michael M. schrieb:
> Uther P. schrieb:
>> In Mathe gepennt?

Damit meinte ich nicht dich sondern unseren Besserwisser Percy, der 
sonst auf jeder Kleinigkeit bis zum Erbrechen herumreitet, aber selbst 
auch maximal mit Wasser kocht.
(Firma: مهندس) #6583725
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Wheelers Formula.

Ist zwar keine exakte Gleichung sondern eine empirische aber mit 
erstaunlicher Genauigkeit (bis zu 1% bei Luftspulen mit etwa l~d).

Setzt man l und r in inches ein, so erhält man die Induktivität einer 
einlagigen Luftspule in uH. Äquivalente Formel wenn man das in metrische 
Einheiten umrechnet. Ähnliche Formeln gibt es für andere Spulenformen.

Wheeler hat 1928 so lange probiert und gemessen bis er auf diese 
einfache Formel kam.

https://www.allaboutcircuits.com/textbook/reference/chpt-1/inductor-sizing-equation/
Angehängte Dateien:
Beitrag #6584723 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6589745
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Sinus-Gordon-Gleichung

Damit kann man Elektronen, Kräfte und Geschwindigkeiten Simulieren. 
Siehe auch Patt: "... Wellenmaschine ...". Das GIF zeigt eine Simulation 
bei der die SGG zu einer Differenzengleichung im Raum R³ umgebaut worden 
ist.
Angehängte Dateien:
#6602177
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Nicht unbedingt nützlich, aber meine Lieblingsgleichung ist

mit


Diese Formel sieht relativ einfach aus, doch die sie zu lösen ist schon 
fast absurd schwierig und benötigt einen Haufen relativ moderner 
Theorie. Das erste Mal gesehen habe ich das mit Früchten statt normalen 
Variablennamen, siehe 
https://qph.fs.quoracdn.net/main-qimg-5b0690e302a38cf2a8068158199e7a21-c

Die kleinste (!) Lösung ist (bis auf Permutation von a,b,c):
1
a = 154476802108746166441951315019919837485664325669565431700026634898253202035277999
2
b = 3687513179412999982719781156522547482549297996897197099628313747163722463405557
3
c = 4373612677928697257861252602371390152816537558161613618621437993378423467772036

Wem das noch zu klein ist der darf gerne versuchen das gleiche mit =896 
statt =4 auszurechnen (aber bitte nicht dezimal aufschreiben, das ist 
eine sinnlose Verschwendung aller Bäume der Erde)
(Firma: Autotronic) #6602233
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A + B + C + D = 9,27

A x B x C x D = 9,27

Um die Variablen A bis D ermitteln zu können, benötigt man schon ein 
Rechenprogramm, das alle Möglichkeiten durchrechnet. Das durchrechnen 
kann, je nachdem wie pfiffig das Programm geschrieben ist, einige oder 
mehrere Sekunden dauern.

Tipp: Es ist eine Variable dabei, die kleiner als 1 ist.
#6602260
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Michael M. schrieb:
> Selbst wenn "i" im Exponenten eine negative Zahl wäre

Die Formel nennt sich Eulers Identität: 
https://en.wikipedia.org/wiki/Euler%27s_identity

i ist in dem Fall keine rationale Zahl, sondern die imaginäre 
Einheitskonstante: https://en.wikipedia.org/wiki/Imaginary_unit

Darauf bauen Komplexe Zahlen auf. Im Grunde, stell dir vor du willst mit 
Vektoren und Winkeln herum rechnen, aber mit Vektoren wird letzteres 
gerne mal lang und aufwändig alles zu definieren. Also hat man sich i 
ausgedacht, und allerhand Funktionen erweitert, um damit gewisse Dinge 
einfacher aufschreiben zu können.

https://xkcd.com/2028/
Moderator #6602264
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Michael M. schrieb:
> Um die Variablen A bis D ermitteln zu können, benötigt man schon ein
> Rechenprogramm, das alle Möglichkeiten durchrechnet.

Oder ein Bisschen Mittelstufenmathematik (Gleichungssysteme und
quadratische Gleichungen). Eine Lösung (von unendlich vielen) lautet:

a = 1
b = 1
c = (727 - √157729) / 200
d = (727 + √157729) / 200

Oder sind nur rationale Lösungen erlaubt? Dann musst du das aber
dazuschreiben ;-)
(Firma: Autotronic) #6602290
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Daniel A. schrieb:
> ist in dem Fall keine rationale Zahl, sondern die imaginäre
> Einheitskonstante

Alles klar. Das ist mir dann doch zu hoch.

Yalu X. schrieb:
> Oder sind nur rationale Lösungen erlaubt?

Ja, das habe ich vergessen dazuzuschreiben. Es gibt nur eine einzige 
Lösung. Es sind Zahlen mit maximal zwei Stellen hinter dem Komma.

Man kann sich das so vorstellen, dass es sich um Euro 9,27 handelt und 
die Frau an der Kasse hat die 4 Produkte mit der Multiplikationstaste 
versehentlich multipliziert. Der Kunde meckert und möchte, dass die 
Verkäuferin die 4 Produkte nochmal mit der Plustaste addiert. Und 
plötzlich kommt wieder 9,27 Euro raus!?
#6602298
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Michael M. schrieb:
> Gerald K. schrieb:
>> eiπ+1=0
>> e^{i\pi} + 1 = 0
>
> Selbst wenn "i" im Exponenten eine negative Zahl wäre, kommt trotzdem
> eine positive Zahl dabei raus und dann noch die 1 dazuaddiert, dann
> müsste eigentlich etwas rauskommen was größer als 1 ist?

e^i*x = cos (x) + i*sin(x), für x=π ist sin(x)=0, cos(x)=-1.

Also stimmt es. Das i steht für (√-1), das muss man dazu wissen.
Oder auch hier mal nachschauen: 
https://www.wolframalpha.com/input/?i=e%5E%28i*pi%29%2B1
Moderator #6602353
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Michael M. schrieb:
> Falsch! Es handelt sich nur um positive Zahlen, so wie im realen
> Supermarkt an der Kasse.
>
> Hätte ich das etwa auch noch dazuschreiben müssen?
>
> 🙂

Die Gutschriften für Leergut zählen an der Kasse negativ ;-)

Aber ok, dann eben

a = 0,40
b = 2,25
c = 2,50
d = 4,12

Dann ist das Ergebnis (bis auf die Reihenfolge) tatsächlich eindeutig :)
(Firma: Autotronic) #6602391
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Yalu X. schrieb:
> a = 0,40
> b = 2,25
> c = 2,50
> d = 4,12

Richtig!

Ich hatte 1994 für diese Aufgabe ein Basicprogramm auf dem alten C64er 
geschrieben. Das hat etwa 50 Minuten gedauert, bis genau diese 
Ergebnisse in DM raus kamen.

Mich würde mal interessieren wie lange Dein Rechner für diese Berechnung 
benötigt hat?
Angehängte Dateien:
Moderator #6603281
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Michael M. schrieb:
> Mich würde mal interessieren wie lange Dein Rechner für diese Berechnung
> benötigt hat?

Ich habe dafür zwei Haskell-Programme geschrieben:

Das erste habe ich einfach ohne viel nachzudenken heruntergehackt. Es
probiert alle Möglichkeiten für a, b und c (a ≤ b ≤ c) durch, berechnet
daraus jeweils d (so dass die Summe 9,27 ist) und prüft, ob auch das
Produkt 9,27 ergibt. Um alles ganzzahlig rechnen zu können, wird mit dem
100-fachen der tatsächlichen Werte gerechnet. Die Summe ist damit 927
und das Produkt 927000000.

Das zweite Programm beschränkt die Suche auf Teiler von 927000000 im
Bereich von 1 bis 927. Davon gibt es nur 66, was den Suchraum stark
einschränkt. Außerdem werden – wie in deinem Basic-Programm – nur a und
b iteriert, c wird (in Floating-Point) über eine quadratische Gleichung 
berechnet.

Beide Algorithmen liefern sämtliche Lösungen, brechen also nicht ab,
wenn die erste Lösung gefunden wurde. Für den Zielwert 9,27 ist die
Lösung aber eindeutig, so dass sich dies nicht in den Ergebnissen,
sondern nur in der Rechenzeit auswirkt.

Außerdem liefern sie nur Lösungen mit a ≤ b ≤ c ≤ d, so dass Lösungen,
die sich nur in der Reihenfolge der Werte von anderen Lösungen
unterscheiden, unterdrückt werden.

Ich habe beide Programme für die Zielwerte 9,27 (d.h. Summe=927,
Produkt=927000000) und 99,54 (Summe=9954, Produkt=9954000000)
durchlaufen lassen und die Zeiten gemessen:

1
                        Zielwert
2
Programm              9,27    99,54
3
────────────────────────────────────
4
abcd-einfach.hs      135 ms   140 s
5
abcd-optimiert.hs   86,8 µs   786 µs
6
────────────────────────────────────
7

8
Prozessor: Intel(R) Core(TM) i5-6267U CPU @ 2.90GHz

Man kann erkennen, dass beim Einfachalgorithmus die Zeit etwa mit der
dritten Potenz des Zielwerts ansteigt, während sie beim optimierten
Algorithmen nur etwa linear wächst.

Wenn du deinen C64 noch in Reichweite hast, kannst du ihn ja auch mal
mit den 99.54 füttern ;-)
Angehängte Dateien:
(Firma: Autotronic) #6603313
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Yalu X. schrieb:
> Die Summe ist damit 927
> und das Produkt 927000000.

Diesen Trick habe ich in meinem Basic-Programm auch anwenden müssen.

Yalu X. schrieb:
> Das zweite Programm beschränkt die Suche auf Teiler von 927000000 im
> Bereich von 1 bis 927. Davon gibt es nur 66, was den Suchraum stark
> einschränkt.

Da bin ich natürlich nicht drauf gekommen. Du dagegen kannst sämtliche 
mathematischen Tricks voll einsetzen. In Verbindung mit der heutigen 
Rechentechnik kommen dann richtige Traumrechenzeiten von deutlich unter 
einer Sekunde raus. 👍

Yalu X. schrieb:
> Wenn du deinen C64 noch in Reichweite hast, kannst du ihn ja auch mal
> mit den 99.54 füttern ;-)

Den Commodore C64 habe ich zum Glück verkauft. Sonst würde der bestimmt 
gut einen Monat für diese Berechnung benötigen und wehe es ist 
Stromausfall... 🙂
#6604212
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Yalu X. schrieb:
> Ich habe dafür zwei Haskell-Programme geschrieben:

Wenn wir schon bei den etwas "selteneren" Programmiersprachen sind, in 
Prolog:
1
use_module(library(clpfd)).
2

3
aufgabe(A,B,C,D,X) :-
4
  A #> 1,
5
  B #> A,
6
  C #> B,
7
  D #> C,
8
  A + B + C + D #= X,
9
  A * B * C * D #= X*100^3.

Anfrage:
1
 aufgabe(A,B,C,D,927),label([A,B,C,D]).

Ausgabe:
1
A = 40,
2
B = 225,
3
C = 250,
4
D = 412 .

Von der Laufzeit eine Katastrophe, > 5 Sekunden.

Aber dann kann Prolog gleich nach ähnlichen Rätseln fragen, z.B. mit 
X#<1000:

A = 32,B = 250,C = 310,D = 400,X = 992
A = 34,B = 250,C = 285,D = 400,X = 969
A = 35,B = 250,C = 274,D = 400,X = 959
...
A = 40,B = 163,C = 375,D = 400,X = 978
A = 104,B = 125,C = 140,D = 450,X = 819

oder größer, z.B:
A = 3,B = 256,C = 1600,D = 8125,X = 9984
A = 3,B = 59,C = 6016,D = 93750,X = 99828
#6614559
Lesenswert?

Lieblings Gleichungen wurden hier schon viele genannt.
Für einen Elektroniker ist es m.M. nach vorteilhaft, wenn er sich 
"liebend" gerne mit Brüchen befasst.
Hat bei mir vor vielen Jahrzehnten Klick gemacht als ich

1/Rgesamt = 1/R1 + 1/R2

nach

Rgesamt = (R1 * R2) / (R1 + R2) ableiten konnte.

;-)

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