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Forum: Offtopic Tibet-Gefasel?


Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Hi,

was ist euere Meinung, wo kommt das plötzliche (geheuchelte) Interesse 
für Tibet her? Bitte nicht falsch verstehen: ich will die chinesische 
Politik nicht gutheißen oder entschuldigen.
Aber wenn sich "die europäische Politik" und die Amerikaner plötzlich 
für Menschenrechte einsetzen, klingeln bei mir alle Alarmglocken.
Dieser Dalai Lama lebt seit Jahrzehnten im Exil und es gibt eine selbst 
ernannte "Exilregierung". Ärmlich sehen die nicht aus. Wer sind 
eigentlich deren Geldgeber? Wovon finanzieren sich diese Leute?

Als der Lama noch selber am Ruder war, in den Fünfzigern, herrschte in 
Tibet ein brutales grottenfinsteres mittelalterliches Regime, mit 
öffentlichen Hinrichtungen, Augen ausstechen und Ohren abschneiden. Es 
gab Leibeigenschaft. Wer's nicht glaubt, der suche im Online-Archiv von 
"Panorama", da gibt es einen "schönen" Beitrag aus den Neunzigern.

Und heute ist er ein kluger und sanfte Friedensengel?

Frank

Autor: Tom (Gast)
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Eine erste Informationsquelle wäre z.B. die Begründung des 
Nobelpreis-Kommittees.
http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates...

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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> Eine erste Informationsquelle wäre z.B. die Begründung des
> Nobelpreis-Kommittees.

Naja. Wenn man bedenkt, dass auch Typen wie der Kissinger den 
Friedensnobelpreis bekommen haben (wahrscheinlich für die Einfädelung 
des Putsches in Chile), ist zumindest Skepsis geboten.

Frank

Autor: Knilch (Gast)
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Da der Dalai Lama als Bub abgehauen ist, kann er wenig fuer die 
Zustaende in den 50ern...

Autor: Tom (Gast)
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> Typen wie der Kissinger

und der Brandt, und der Mandela, und der Arafat.

Die Auswahl des Peace Nobel Prize Committees ist manchmal etwas 
unglücklich gewesen.

Autor: Wabberer (Gast)
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Wenn ich die Zustande in der Schweiz zwischen den 30ern und den 60ern 
bedenke, bin ich auch nicht Stolz. Ueberzaehlige Kinder wurden als Quasi 
Sklaven an irgendwelche Leute weggegeben... es waere aus heutiger Sicht 
passender gewesen, die Eltern zu verpruegeln bis keine ueberzaehligen 
Kinder mehr gekommen waeren.

Autor: D. Lama Fan (Gast)
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>und der Brandt, und der Mandela, und der Arafat.

>Die Auswahl des Peace Nobel Prize Committees ist manchmal etwas
>unglücklich gewesen.

Warum? Glaubst du die Preisverleiher machen nen schlanken Fuss?

Solange Helmut Kohl den Preis nicht bekommt ist doch alles in Ordnung.

"ish hab'n aba verdient" (raunst es gerade aus der Reha; "Frau Kohl" 
steht gerade neben Helmut und küsst ihn tätschelnd auf die Platte; 
Helmut freut sich, denn bald ist Hochzeitsnacht ..)

Autor: Jurij G. (jtr)
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Naja in der Schweiz hatten Frauen 1970 ja auch kein Wahlrecht.
Und was in Deutschland vor 60 Jahren war weiß jeder.
Und der Rest war auch nicht besser.
Es ist noch nicht lange her, das war es auch in Europa sehr finster.

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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> Da der Dalai Lama als Bub abgehauen ist, kann er wenig fuer die
> Zustaende in den 50ern...

Was heisst hier "Bub"! Der war bei seinem Abgang 1959 bereits 24 Jahre 
alt und voll im Amt.

Frank

Autor: Tom (Gast)
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Gut, noch mal zum der TO-Frage.

Warum sollte man ihn hochjubeln? Um China, dem wichtigen Handelspartner, 
eins auszuwischen? Eher nicht.

Oder sollte man ihn anzweifeln? Klar, er ist ein exzellenter Rhetoriker, 
und spielt seine Rolle gut. Sein Anliegen ist aber authentisch, und 
seine Methoden sind gut, wenn auch momentan ohne Erfolg.

Autor: Wabberer (Gast)
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Vor 1960 gab es in der Schweiz keine alleine lebenden Frauen. Ein 
Wohnung gab es keine. Die wurde nur an Maenner, resp Familien vermietet. 
Ein junge Frau wohnte zuhause bis sie verheiratet war. Heisst ab 25 oder 
so hat sie irgendeinen geheiratet um nur wegzukommen. Heisst sie lebte 
eh immer mit einem Mann zusammen, sei das der Vater, oder der Ehemann. 
Undenkbar ? War aber so. Die 68er haben einiges geaendert. Auch in der 
Schweiz.

Autor: Knilch (Gast)
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Mit 24 macht man gerne bei einer Revolution mit, aber eine Revolution 
starten ist eine andere Sache. Ich denke vor 24 hat der nicht viel 
gemacht.

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Es soll ja auch vorkommen, dass Leute im Laufe eines langen Lebens etwas 
lernen und vernünftig werden, das will ich ja garnicht in Abrede 
stellen.

Was mich nervt ist weniger der alte Mann selber, sondern das von der 
Politik in Auftrag gegebene voksverblödenede Mediengeklingel, ganz nach 
Tagesform. Da kann man schon Aversionen entwickeln. Dieses schleimige, 
verlogene Journalistenpack (bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen), alles 
nur "Hofberichterstatter".

Frank

Autor: Gast (Gast)
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Hallo,
ich bin nicht der Meinung, dass in Tibet vor dem chinesischen Einmarsch 
paradiesische Zustände herrschten. Es dürfte ähnlich gewesen sein, wie 
in anderen Gottesstaaten. Die Menschen waren nicht frei. Und die Strafen 
für Verbrecher waren wohl nicht dem Menschenrechtskatalog entnommen.

Heute regiert die Rote Partei aus Peking. Ergo sind die Menschen in 
Tibet immer noch nicht frei. Mehr noch sind die Tibeter nun Menschen 
zweiter Klasse nach den Chinesen. Die tibetische Kultur wird 
systematisch ausgelöscht, aber die Leute leben nun, manchmal mindestens, 
in festen Häusern, wenn auch verschuldet.
Regieren tut ein Stadthalter Pekings, der, wie im Rest von China, quasi 
Absolut herrscht, Korrupt und absolutistisch mit Hilfe den Parteikadern.

Aus der Sicht der Tibeter dürfte sich das nicht wesentlich verbessert 
haben und statt Hua Raffgiering hätten Sie doch lieber Ihren Dalai Lama 
wieder. Dann dürften Sie wenigstens wieder Ihren Glauben leben und stolz 
auf Ihr Land sein.

Gruß

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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> ich bin nicht der Meinung, dass in Tibet vor dem chinesischen Einmarsch
> paradiesische Zustände herrschten. Es dürfte ähnlich gewesen sein, wie
> in anderen Gottesstaaten. Die Menschen waren nicht frei. Und die Strafen
> für Verbrecher waren wohl nicht dem Menschenrechtskatalog entnommen.

Und wenn der Lama mit seiner Exilregierung zurückkehren könnte, würde es 
wahrscheinlich auch wieder so werden.

Ich will nicht bestreiten, dass die Tibeter arm dran sind, aber die 
Exil-Heinis sind bestimmt auch keine Lösung.

Frank

Autor: Knilch (Gast)
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Die Exilheinis haben zumindest teilweise in Demokratien gelebt... 
(verdammt sind wir doch toll)

Autor: Franz (Gast)
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>was ist euere Meinung, wo kommt das plötzliche (geheuchelte) Interesse
>für Tibet her?

Das Interesse bestand schon sehr lange. Nur wird es derzeit auch in der 
Volkspresse breitgetreten und nun erfahren die Unterschichten auch 
davon. Es ist wieder eine Sau, die durch das Dorf getrieben wird.

Nokia war gestern. Da hat man sich noch verbrüdert und sozialistische 
Freiheitslieder gesungen. Heute interessieren diese bald freigestellten 
Arbeitskräfte keine Sau mehr. Man geht zum nächsten Thema über, wo man 
zwar auch keine Ahnung hat, es sich aber vortrefflich motzen lässt.

Spätestens nach den olympischen Spielen, ist Tibet aus den Gedanken der 
Jungsozialisten verschwunden.

Morgen sind dann die Benzinpreise dran.

Es ist leider so, dass der einfache Bürger sich die Bildung aus der BILD 
holt und erst dann über schon lange existierende Konflikte erfährt.

Autor: Zeitungsleser (Gast)
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>Nokia war gestern. Da hat man sich noch verbrüdert und sozialistische
>Freiheitslieder gesungen. Heute interessieren diese bald freigestellten
>Arbeitskräfte keine Sau mehr. Man geht zum nächsten Thema über, wo man
>zwar auch keine Ahnung hat, es sich aber vortrefflich motzen lässt.

>Es ist leider so, dass der einfache Bürger sich die Bildung aus der BILD
>holt und erst dann über schon lange existierende Konflikte erfährt.

dummes überhebliches besserwisserisches Gelaber

Nokia ist den Allermeisten immer noch ein Begriff, aber was sollen die 
Leute denn machen? In Sack und Asche gehen?

Wenn alle Sauereien die ständig vorkommen mich 24h und 365T im Jahr 
beschäftigen würden, dann könnte ich mein Leben einstellen. Dann käme 
ich nämlich zu sonst nichts anderem mehr.

Hauptsache du konntest dein undifferentiertes Sozialisten-Bashing mal 
wieder loswerden. Bedient hast DU dich dabei selber der typischen 
Blödzeitungs-Verallgemeinerung.

Autor: Gast (Gast)
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>Nokia ist den Allermeisten immer noch ein Begriff, aber was sollen die
>Leute denn machen? In Sack und Asche gehen?

Was ist mit den Leuten, die gegen Nokia gemotzt haben? Welches Interesse 
haben sie an den Arbeitnehmer gehabt? Welches Interesse haben sie noch? 
Warum haben sie überhaupt was gesagt, wenn sie nicht weitermachen? Wo 
sind die Demos? Wo sind die Großaktionen, bei denen Handys zerstört 
werden? Alles vergssen.

Autor: Kernelkompilierer (Gast)
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>Ärmlich sehen die nicht aus.

Wie jetzt? In Tibet wurden Mönche ermodertet, was ist jetzt unklar?

Autor: Zeitungsleser (Gast)
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>Was ist mit den Leuten, die gegen Nokia gemotzt haben?

Was soll mit denen sein? Sie haben ihren Unmut an der Entscheidung 
Nokias zum Ausdruck gebracht.

>Welches Interesse
>haben sie an den Arbeitnehmer gehabt?

Das ist doch völlig klar. Sie wollen nicht das man mit Arbeitnehmern so 
verfährt wie Nokia das getan hat.

>Welches Interesse haben sie noch?

Vielleicht das es zu keiner Wiederholung derartiger Fälle kommt?

>Warum haben sie überhaupt was gesagt, wenn sie nicht weitermachen? Wo
>sind die Demos? Wo sind die Großaktionen, bei denen Handys zerstört
>werden? Alles vergssen.

Nokia hat das Werk dichtgemacht. Welche Großaktionen sollten jetzt noch 
etwas bewirken können? Es ist alles gesagt. Es ist alles getan. Punkt! 
Jeder Konsument muss jetzt selber wissen, ob er mit seinem Geld eine 
Firma wie Nokia weiterhin unterstützt oder nicht. Für mich ist die Marke 
Nokia noch für lange Zeit erledigt und wenn mir einer sein neues Nokia 
zeigend vor die Nase hält, dann reagiere ich darauf mit einem 
entsprechenden Sprüchlein und einem müden lächeln. That's it.

Autor: Gast (Gast)
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>Es ist alles gesagt.

Na dann. Dann sag ich es mal mit den Worten von "Die Ärzte"

"Lass die Leute reden, denn wie das immer ist
Solang die Leute reden, machen sie nichts Schlimmeres"

Autor: Zeitungsleser (Gast)
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Warum sollen die Leute auch "was schlimmes" machen? Es genügt sich daran 
zu erinnern, wie Nokia mit seinen Arbeitskräften umspringt und 
gelegentlich auch ein Wort darüber zu verlieren, z.B. wenn einer mit 
seinem "tollen" Nokia prahlt.

Autor: Gast (Gast)
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>Es genügt sich daran
>zu erinnern, wie Nokia mit seinen Arbeitskräften umspringt und
>gelegentlich auch ein Wort darüber zu verlieren,

und anschließend wieder rülpsend und Bier trinkenden zum nächsten Sender 
umzuschalten. Man hat ja sein Ding gemacht, man hat was dagegen gesagt. 
Das beruhigt die Seele, man fühlt sich wieder dazugehörend.

Naja, genauso verhalten sich diese Menschen bei politischen 
Angelegenheiten. Sie reden darüber, das war's. Entscheiden tun dann 
andere.

Autor: Zeitungsleser (Gast)
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Was sollte denn der an der Sache Interessierte deiner Meinung nach tun? 
Seinen Lokalpolitiker erschießen? Einen Nokia-Manager abmurksen?

Was erwarten der Herr denn was der "gemeine Pöbel" in Gang setzen 
sollte?

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