Balun für eine RFID-Antenne (UHF)

Gast #873652
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Hallo an Alle!!!

bin dabei einen Halbwellendipol (RFID mit UHF) zu basteln.
Material: Kupferlackdraht, SMA-Stecker und RG-174.
Und wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, brauche ich zwischen dem 
Dipol und dem Kabel einen 1:1 Balun mit 50 Ohm. Oder liege ich da 
falsch?
Kann mir einer einen Tipp geben, wo ich die fertige Baluns kriege?
Worauf sollte ich beim Aussuchen achten?
Da ich mich, wie bereits erwähnt, erst grade in die ganze Thematik 
einarbeite, wären mir alle Anmerkungen oder Tipps sehr hilfreich.
Danke im Voraus!
Gast #873666
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Wenn das ganze für RFID gedacht ist, also vornehmlich im Nahfeld 
arbeitet, würde ich es brutal ohne Balun probieren, da die Verformung 
der Strahlungscharakteristik bei Deinem Vorhaben nicht von Interesse 
ist.
Ansonsten gibt es Baluns bei MiniCircuits.
Moderator Persönliche Seite #873732
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Kritischer als die Symmetrierung ist eigentlich die Tatsache, dass
der Halbwellendipol eher einen größeren Widerstand als nur 50 Ω
als Anpassung bietet.  Wenn du einen Faltdipol baust, dann hat
der 240 Ω, die kann man mit einer lambda/2-Umwegleitung ganz brauchbar
an 50 Ω (eigentlich 60 Ω) anpassen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrierglied
http://www.dj4uf.de/lehrg/a10/a10.html#TH402

(Verkürzungsfaktor nicht vergessen!)
Gast #880547
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Zuerst Danke für die Hilfe.
Habe mir jetzt das Rothammels Antennen Buch zur Herzen genommen (soll ja 
so was wie ne Bibel für die Antennen sein).
@ Jörg Wunsch bezüglich der Anpassung
Demnach komme ich auf die folgende Impedanz der Antenne (Kap. 3.1.2. Die 
Impedanz der Antenne):
Lambda/Durchmesser = 0,3456m/1mm = 345,6 -> 60 Ohm
Der Reflexionsfaktor beträgt dann r = ((50/60)-1)/((50/60)+1)= -0,09.
Dann ist die Aplitude von der reflektierten Welle ja sehr klein.

Liege ich da mit der Berechnung richtig?

Brauche ich da überhaupt noch eine zusätzliche Anpassung?
Mein zusätzliches Problem ist, dass ich sehr wenig Platz habe, es reicht 
grade so für den Dipol.

beste Grüße
Moderator Persönliche Seite #880576
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Was für einen Dipol hast du denn genau?  Wenn du auf 60 Ω kommst,
klingt das nach einem offenen Dipol.  Den kannst du in der Tat
auf 50 Ω direkt draufklemmen, allerdings ist der symmetrisch und
dein Anschluss ist unsymmetrisch.  Damit ,,verbiegst'' du das
Richtdiagramm, weil sogenannte Mantelwellen entstehen, d. h. das
Speisekabel wird (strahlender) Teil des gesamten Antennengebildes.
Musst du für dich angucken, ob du das in deiner Umgebung tolerieren
kannst oder nicht.
Moderator Persönliche Seite #881500
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birov wrote:

> Kann ich denn die
> auftretenden Mantelwellen mit Hilfe eines 1:1 Balun (50 Ohm)
> beseitigen?

Ja.

> Wenn ja, wäre dieser Balun dann die richtige Wahl?
> http://www.macom.com/DataSheets/MABA-007871-CT1A40.pdf

Er sollte antennenseitig besser im Mittelpunkt geerdet werden, damit
man eine gute Symmetrie erreicht.  Mit der Hand würde man ihn mit
4 Drähten wickeln und davon für jede Seite zwei in Reiche schalten.
Da hat man auf der Antennenseite dann einen Mittelabgriff für den
Erdpunkt.
Gast #881561
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@ Jörg Wunsch
Wo kann ich denn die fertigen Baluns kaufen?
Habe leider bei minicircuits keine 1:1 Baluns für 868 MHz gefunden.
Welche Auswirkungen könnte es haben, wenn der Mittelpkt. nicht geerdet 
ist?

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