Ich habe mir die Schaltskizze nochmals angeschaut und mit den
Applikationen im Datenblatt verglichen. Vermutlich ist die Skizze
fehlerhaft, denn der zweite 555 müsste den C-Fühler von den Pins 6+7
nach Masse haben und der 1Meg-R wird von 6+7 nach VCC angeschlossen. So
sind zumindest die Applikationen im Datenblatt für den 'Monostable
Operation'-Mode.
Insgesamt müsste das so gehen, auch wenn im Datenblatt (von Fairchild)
die Kurven immer nur Cs größer 1nF enthalten sind.
Vermutlich wird je nach Aufbau des Sensors dessen Kapazität nur sehr
grob abschätzbar sein. Den Widerstand von 6+7 nach VCC musst du halt
entsprechend einiger Versuche geeignet anpassen. Ich würde versuchen,
den Sensor mit möglichst großer Grundkapazität zu bauen (wegen 555er).
Probier z.B. mal einen verdrillten, dickeren Kupferlackdraht (Draht
möglichst dick -> große Oberfläche, Isolation möglichst dünn -> kleiner
Abstand). Gleichzeitig sollten die Zuleitungen zum Sensor so
kapazitätsarm wie möglich gehalten werden.
Die Filterwerte von "Mainzelmännchenbeisser" geben ca. 1,5Hz
Grenzfrequenz, sind also durchaus passend. Du kannst aber den R auch
noch auf 1k reduzieren und dafür das C erhöhen - auch 1k/47µ wären noch
brauchbar mit fg bei 3.5Hz.
Die Widerstandsmessung in Wasser halte ich auch für problematisch: neben
deiner Anmerkung bez. pH-Wert ist auch mit erhöhter Korrosion zu
rechnen. Das wird nichts.
Wie gut und genau das mit dem kapazitiven Sensor wird, mag ich nicht
abschätzen ...
@Mainzelmännchenbeisser
Es ist schon ein kapazitiver Sensor - sonst würde die (wenn auch
falsche) Beschaltung des 555 erst recht keinen Sinn machen.
Recht hast du natürlich bei der Aussage, man könnte das Tastverhältnis
auch gleich mit dem AVR auswerten: Pulsdauer des Monoflops messen und in
Füllhöhe umrechnen.