Röntgenbeugung - Physikpraktikum

OP (Firma: dm2sh) #876377
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Hallo,

ich habe am Dienstag einen Versuch in Physik zu machen - Thema 
Röntgenbeugung. Leider verstehe ich folgendes nicht:
Was ist eine (200)-Netzebene? Ich hatte zwar etwas dazu bei Wikipedia 
gefunden, aber ich verstehe nicht was der Unterschied ist, wenn man 
etwas parallel zu einer (200)-Netzebene aufschneidet, anstatt der (100), 
das ist doch so etwas wie ein Vektor?
Dann steht da noch, dass nur Reflexe mit den Millerschen indezes 
h=2,4,6... auftreten können, aber warum? Es kann doch eigentlich an 
jeder Netzebene eine Reflexion auftreten, wie soll das davon abhängen, 
wie der Kristall geschnitten wurde?
a=h*d steht da, wobei doch a eine Gitterkonstante ist, und d der 
Netzebenenabstand (der ja auch konstant ist?) - doch bei der 
Röntgenbeugung treten doch bei vielfache von h Reflexionen auf - also 
müsste d, das ja konstant ist, immer kleiner werden, je nachdem, welche 
Reflexion man betrachtet?
-> das sieht man ja auch in der Tabelle ganz unten, was ich deshalb 
überhaupt nicht verstehe!?
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Stefan Helmert wrote:
> Was ist eine (200)-Netzebene? Ich hatte zwar etwas dazu bei Wikipedia
> gefunden, aber ich verstehe nicht was der Unterschied ist, wenn man
> etwas parallel zu einer (200)-Netzebene aufschneidet, anstatt der (100),
> das ist doch so etwas wie ein Vektor?

Die 2 müsste daher kommen, dass der Kristall ja aus zwei verschiedenen 
Atomen besteht. Das Muster wiederholt sich ja erst ab dem übernächsten 
Atom.

> Dann steht da noch, dass nur Reflexe mit den Millerschen indezes
> h=2,4,6... auftreten können, aber warum? Es kann doch eigentlich an
> jeder Netzebene eine Reflexion auftreten, wie soll das davon abhängen,
> wie der Kristall geschnitten wurde?

Die Streuung findet immer nahe der Oberfläche statt - schief zur 
Oberfläche liegende Ebenen sind daher nicht sichtbar.

> a=h*d steht da, wobei doch a eine Gitterkonstante ist, und d der
> Netzebenenabstand (der ja auch konstant ist?) - doch bei der
> Röntgenbeugung treten doch bei vielfache von h Reflexionen auf - also
> müsste d, das ja konstant ist, immer kleiner werden, je nachdem, welche
> Reflexion man betrachtet?
> -> das sieht man ja auch in der Tabelle ganz unten, was ich deshalb
> überhaupt nicht verstehe!?

Das kommt aus der Interpretation der Messung. Das Maximum zweiter 
Ordnung eines Kristalls ist ja das selbe wie das Maximum erster Ordnung 
eines doppelt so dichten Kristalls. Da man die Ordnung der Beugung nicht 
direkt erkennen kann, ist es also naheliegend, zuerst von einer Beugung 
erster Ordnung auszugehen, und dann später aus den Ergebnissen erst auf 
die Ordnung und den tatsächlichen Gitterabstand zu schließen.

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