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Forum: Platinen Temperatur beim Ätzen


Autor: nefarius2001 (Gast)
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Hallo,

ich habe jetzt schon die verschiedensten Temperaturangaben zwischen 40 
und 60 Grad gesehen, immer mit Hinweis das sei gaaanz wichtig. Nur WARUM 
stand nie dabei. (ich hät nen Aquariumsstab der nur 40 kann...)

Außerdem habe ich gerade gelesen dass man auch mit HCl und H2O2 ätzen 
kann. Hat einer von euch Erfahrung damit?

mit freundlichen Grüßen,
Nefarius

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Je wärmer, desto schneller geht es. 40°C sollten schon reichen. Zu heiß 
darf man NaPS aber auch nicht machen, mehr als etwa 50°C sollen das Zeug 
zersetzen...

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Hallo,
Bei Eisen3Chlorid ist die Temperatur eigentlich egal, sie sollte 
irgendwo zwischen Zimmertemperatur und ca. 50 Grad liegen.
Wenn man mit NaPS ätzt, sollte die Temperatur schon ca. 40-50 Grad 
betragen, da es bei Zimmertemp. mangelhafte Ergebnisse bringt.
Generell gilt eigentlich je heißer, dest schneller ist der Ätzvorgang 
(natürlich nur bis ca.50 Grad ;-)).

Zu HCl und H2O2 kann ich nicht sagen, da ich damit keine Erfahrungen 
habe.
Gruß, Steffen

Autor: Esquilax (Gast)
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Also mit 50° geht NaPS am besten!
Aber 40 sollten auch gerade so gehen...

So ab 60 - 70° beginnt es zu kristallisieren (oder so)...is mir mal aus 
Versehen passiert... rolleyes

HCL wär mir zu gefährlich.
Soll aber sehr gute Ergebnisse liefern und schnell sein.

Autor: Jorge (Gast)
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Bei mehr als 40 Grad löst sich eventuell der Fotoresist ab.

Autor: Marco Beffa (Gast)
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Also das Ätzen mit HCl und H2O2 funktioniert absolut ausgezeichnet.

Ich würde es dir alledings nur dann empfehlen, wenn du über eine 
geeignete Einrichtung (Abzug) verfügst.

Ich z.B. hab ne alte Chemielehrerin gefragt.. Nun kann ich den Abzug in 
der Schule nutzen. Die Chemikalien und Gase werden fachgerecht entsorgt. 
Und so ist das ne saubere Sache.

MFG

Autor: Bobby (Gast)
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Die alte Lehrerin ist wahrscheinlich >35 ?

Autor: M. Beffa (m_beffa)
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OK OK, die Tücken der deutschen Sprache ;)

Ich denke es wird klar was gemeint ist....

Autor: nefarius2001 (Gast)
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Super, Danke!

Aber die chemische Begründung der Temperatur kennt keiner zufällig oder?
(Da kommt der Chemie-LK hoch und trifft bei meiner Neugier auf offene 
Pforten...)

Autor: Michael H* (Gast)
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je höher die temperatur, desto größer die kinetische energie der 
teilchen (brown'sche teilchenbewegung) und damit desto wahrscheinlicher 
der zusammenstoß und die reaktion der moleküle.
im allgemeinen gilt die Van't Hoff'sche regel: pro 10 grad 
temperaturerhöhung erfolgt verdopplung der reaktionsgeschwindigkeit. 
natürlich in gewissen oberen und unteren absolutgrenzen. beim ätzen 
dürfte die obere schranke wohl durch die denaturierung des ätzkristalls 
kommen und damit materialabhängig sein.
ich ätz mit NaPS bei ~45°

grüße,
holli

Autor: Kerberos (Gast)
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Dann hat das ganze nichts mit einen endothermen Reaktion zu tun?

Autor: nefarius2001 (Gast)
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Das zielt ja nur auf die Geschwinfigkeit, also wie lange es dauert.
Ist das alles was hinter "die Temperatur ist WICHTIG" steckt?
Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...

Autor: Michael H* (Gast)
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nefarius2001 wrote:
> Das zielt ja nur auf die Geschwinfigkeit, also wie lange es dauert.
> Ist das alles was hinter "die Temperatur ist WICHTIG" steckt?
> Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...

grau ist alle theorie ^^
je länger der ätzvorgang dauert, desto stärker der effekt der 
unterätzung. den kannst du im anhang an dem konkav ausgeätzten 
querschnitt des leiterzugs sehn.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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nefarius2001 wrote:
> Das zielt ja nur auf die Geschwinfigkeit, also wie lange es dauert.
> Ist das alles was hinter "die Temperatur ist WICHTIG" steckt?
> Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...

Du kannst dich ja mal 2 Stunden vor deine Ätzbrühe setzen und
zusehen, wie sich das Kupfer in Zeitlupe ablöst. Dann wirst du
anders darüber denken :-)

Das 'Auflösen' des Kupfers ist ein grundsätzlich anderer
Vorgang als das 'Auflösen' von Zucker in Wasser. Beim Ätzen
läuft eine chemische Reaktion ab. Und diese Reaktion läuft,
wie die meisten chemischen Reaktionen, bei steigender
Temperatur immer schneller ab.

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