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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Möglichkeiten für Notstromversorgung?


Autor: Hendrik (Gast)
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Hallo zusammen,

ich möchte für meine Schaltung, die bisher nur über Netzteil läuft, 
einen Reserve-Akku nachrüsten, der für etwa eine halbe Minute lang meine 
Schaltung mit Strom versorgen kann, während ich das Netzteil abziehen 
muss. Die Schaltung schluckt etwa 10W bei 5V. Fällt euch ein, was man da 
nehmen könnte? Normale Akkus wollte ich nicht nehmen, da die immer so 
schnell hinüber sind. Gibts da vielleicht etwas kondensatorähnliches?

Gruß
Hendrik

Autor: HildeK (Gast)
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Es gibt da sowas, leider nur für 2,5V. Vielleicht findest du welche mit 
höheren Spannungen.
http://www.elexs.de/supercap1.htm

Autor: Niels Hüsken (monarch35)
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Ich glaube nicht, das sich ein Kondensator für sowas eignet. Ein 
Kondensator kann seine Ladespannung nicht lange halten. Er braucht eine 
gewisse Überspannung um einen gewisse Minimalspannung nicht zu 
unterschreiten. Die Formel für die Kapazitätsberechnung lautet so:

T = (U_lade-Umin)*C/I

T= Entladungszeitraum
U_lade= Spannung im geladenen Zustand
U_min = minimalste erforderliche Spannung
C= Kapazität in Farad
I= Entladestrom in Ampere

Für T=30sek und einen Entladestrom von 0,5A, U_lade=5,5, U_min=4,8 
bräuchte man nach Adam Riese ein C von ca 21F

Ein LiPo-Akku wäre hier sicherlich empfehlenswerter. Diese brauchen aber 
eine beschaltung zur Ladung und sind auch so nicht ganz so billig.

Autor: HildeK (Gast)
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>bräuchte man nach Adam Riese ein C von ca 21F
Klar - aber der bei Elexis hat schon mal die ersten 20F (ja, bei nur 
2,5V)!
Übrigens, der OP Hendrik hat 5V/10W, also 2A - noch schlimmer.
Du hast natürlich recht mit den Akkus. Üblicherweise werden Blei-Akkus 
für solche Zwecke eingesetzt, weil sie problemlos dauerhaft auf 
Erhaltungsladen betrieben werden können.

Autor: Niels Hüsken (monarch35)
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HildeK wrote:
>>bräuchte man nach Adam Riese ein C von ca 21F

> Übrigens, der OP Hendrik hat 5V/10W, also 2A - noch schlimmer.

Durch welchen Fehler ich da auf 0,5A komme, ist glaub ich ziemlich 
offensichtlich. Ich geh jetzt besser schlafen :)

Autor: HildeK (Gast)
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Nachtrag: es soll auch UltraCaps geben, Kapazitäten von bis zu 2700F.

Ich glaube aber, dass da LiPo- oder Bleiakkus praktisch als geschenkt zu 
betrachten sind ...

Autor: derWarze (Gast)
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SuperCaps kann man in Reihe schalten und so die Spannungsfestigkeit 
erhöhen. Wird auch Industriel so gemacht da gibt es Blocks mit mehreren 
hundert F, aber auch für ordentlich Geld.
Bei 2A macht schon aus Kostengründen nur ein Akku einen Sinn.
Wenn es auf das Gewicht nicht ankommt tut es ein kleiner Blei-Gel Akku, 
die sind recht robust. Ansonsten MiMh-Zellen, die würd ich in diesem 
Fall einsetzen.
Bei LiPo mit Zellspannung von 3,7V brauchts 2 Zellen und somit eine 
Betriebsspannung von 8V (max. 8,4V) und Ladekontrolle da die 
Tiefentladung gar nicht mögen und eine Regelschaltung auf 5V.

Autor: Hendrik (Gast)
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Danke. Ich hab mal bei Conrad gestöbert und ganz ordentliche 
Kondensatoren mit stattlichen 200F gefunden.
Wenn ich jetzt zwei Stück verwenden möchte, jeder aber nur 2,5V 
verträgt... Macht es einen Unterschied von der zu liefernden Leistung 
her, wenn ich beide parallel mit 2,5V oder beide in Reihe mit 5V lade?

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