...im größeren Stil! Über Parallelschaltungen habe ich hier schon
einiges gelesen allerdings nicht in der Größenordnung.
Ich bin gerade dabei mir ein Elektrofahrrad zusammenzubasteln. Das
größte Problem ist natürlich die mobile Energieversorgung. Mit den
kleinen Handyakkus wäre das (relativ) preiswert und gewichtsarm zu
lösen. Nun meine Frage:
Kann ich 40(!) LiIon oder LiPo-Zellen (1,2V) parallel Schalten (um auf
meine 48V zu kommen) und dazu nochmal die 3-fache Menge (!!!) in Reihe
um die Kapazität zu erhöhen, ohne das mir das ganze um die Ohren fliegt?
Die fertigen Akkus für Fahrräder sind i.d.R. NiMH oder LiIon und
sicherlich auch in Reihe und parallel. Eine weitere Frage wäre, wie man
den Pack konfortabel laden kann?
> Kann ich 40(!) LiIon oder LiPo-Zellen (1,2V)> parallel Schalten (um auf meine 48V zu kommen)
Nie
> und dazu nochmal die 3-fache Menge (!!!) in Reihe> um die Kapazität zu erhöhen,
Nie
Gruss Otto
um 48V zu erreichen, musst du die akkus in reihe schalten und nicht
parallel.
direkte parallelschaltung ist recht gefährlich und kann uu zur
zerstörung der akkus führen.
übrigens: wieso sollte das mit handyakkus billig werden? was zahlst du
denn für einen akku, 1euro?? mit den popligen paar Ah pro akku kommst du
nicht weit.
Ah ha! Und warum nicht - oder wie machen das die Hersteller. Im
Modellbau werden die Akkus auch parallelgeschaltet. Zwar nicht auf die
Spannung aber immerhin. Wo liegt denn die Grenze?
Ich glaube du solltest nochmal in den Physikunterricht gehen und dich
mal über Akkus informieren, nicht böse gemeint aber so viele
"Verwechslungen" auf einmal gibt es nicht.
Ja aber nicht der max. Lade- Entladestrom bzw. Spannung.
Wie willst du den bei den Billigdingern für Handys rausbekommen?
Weißt du ob die Angaben auf den Akkus stimmen? Tun sie nämlich bei den
Billigdingern meißtens nicht.
Ich bin echt nicht gegen dein Projekt aber ich hoffe du bist dir bewusst
welche z.T. große Schwierigkeiten einem sowas machen kann.
Shepman wrote:
> ok parallel und reihe verwechselt sonst noch was schlaumeier?? nicht> böse gemeint. antworten zum thema wären hilfreicher!
welche leistungsaufnahme hat denn der motor, den du verwenden willst?
wie gesagt, mit 40Ah kommst du nicht weit.
ausserdem sind die innenwiderstände der akkus wichtig. bei der
reihenschaltung erhöht sich der innenwiderstand auf das 48 fache einer
zelle.
der maximal entnehmbare strom sinkt dadurch immer weiter ab.
auch das laden der akkus wird ein problem werden, denn du kannst die
akkus nicht einfach in einer kette laden.
auch wenn du eine parallelschaltung machen willst, wird der
innenwiderstand der akkus zum problem. parallel geschaltete akkus mit
unterschiedlichem innenwiderstand entladen (oder zerstören) sich
gegenseitig.
ausserdem müssen innenwiderstand deiner spannungsquelle und
innenwiderstand des verbrauchers übereinstimmen, um maximal die hälfte
der leistung zu entnehmen, der rest wird wärme in den akkus, die
abgeführt werden muss und zwar so, dass sich deine dicken akkupacks
nicht selbst zerschmelzen.
Danke Frank, damit kann ich was anfangen.
Die Motoren haben i.d.R. 250W, 36 oder 48 Volt. Die fertig zu kaufenden
Räder haben eine Akkunennleistung von 7-13AH. Das ist i.d.R. für 20-30
Kilometer ausreichend. Normalerweise ein vielfaches - mann soll ja sich
schließlich nicht nur vom Akku ziehen lassen. Der Innenwiderstand ist
wahrscheinlich bei den vielen Reihen zu hoch und die Dinger werden zu
warm. Trotzdem einfach aus interesse wie funktioniert das bei den
Herstellern (vor allem bei Elektroautos). Vielleicht sind NiMH besser
geeignet. Der hohe Strom, der in "relativ" kurzer Zeit rausgesaugt wird
spricht auch nicht unbedingt für LiIon.
ja,
dein motor würde ja bei 48volt und 250w ca 5a strom ziehen, das liefern
die akkus nicht. wenn du mal annimmst, dass dein akku bei 2A strom noch
eine zellenspannung von sagen wir mal 0.9V hat, dann beträgt der
innenwiderstand der zelle ca 0.15ohm, bei 48stück ist das ein
gesamtwiderstand von 7.2ohm. dein motor hat einen innenwiderstand von ca
10ohm. wenn du jetzt mal abschätzt, dass die innenwiderstände ungefähr
gleich sind, dann bleibt am motor eine spannung von ca 24 volt übrig
(spannungsteilerregel), bei vollen akkus!! ob der sich dann noch dreht??
ist nur eine milchmädchenrechnung, soll aber das problem verdeutlichen.
ausweg:
akkus mit geringerer spannung (12v oder 24v) und sehr kleinem
innenwiderstand. diese spannung wird elektronisch durch einen
step-up-regler "hochtransformiert" oder gleich in wechselstrom für einen
wechselstrommotor umgewandelt (ähnlich wie bei solaranlagen). dadurch
wird die akkuleistung wesentlich besser ausgenutzt.
ok, dann kommt wieder das problem mit der Kapazität bzw. Nennleistung,
deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass die fertigen Akkus
step-up-geregelt sind.
Ich hab gerade mal geschaut. Gel-Blei-Akkus wäre auch noch verwendbar.
Allerdings ist das auf dem Fahrrad so eine Sache. Die Zellen wiegen bei
etwa 12V,7Ah 2,5 Kilo. Bei 36 Volt sind das auch schon 7,5 Kilo aber was
soll´s - 7Ah reichen allemal für den Stadtverkehr und die Dinger sind
wesentlich billiger wie alle Lithium-Derivate. Vielen Dank für deine
Hilfe!
Shepman wrote:
> ok, dann kommt wieder das problem mit der Kapazität bzw. Nennleistung,> deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass die fertigen Akkus> step-up-geregelt sind.
doch, davon gehe ich aus, denn mit wachsender entladung wird die
verfügbare klemmspannung der akkus immer kleiner und damit der
wirkungsgrad der apparatur immer schlechter. dadurch kannst du von den
7Ah nur einen bruchteil aus den akkus entnehmen.
nein, habe ich oben schon erklärt. akkus parallel zu schalten ist sehr
ineffizient und gefährlich. akkus mit möglichst großer kapazität und
kleinem innenwiderstand besorgen und step-up-regler.
Viel mir soeben auf der Beitrag. Nach umfangreichen Forschungen sind
diese Chinaböller mit 9900 mAh Schrott. Mit einem Profi Akku Testgerät
erreichten diese Akkus maximal 1200mAh, minimal 906 mAh. Hatte mir extra
50 Stück bestellt und Alle geprüft. Daraus mahe ich mir jetzt eine 12
Volt Batterie für meinen Wohnwagen. Je 12 Stück parallel und diese 4
Blöcke in Reihe. Alle Akkumeßwerte in eine Excel Tabelle eingegeben und
so lange die Akkus der Blöcke getauscht, dass die Differenz zwischen den
Blöcken maximal 1,5 mAh beträgt. Das minimiert die Ausgleichsströme des
BMS.
Jetzt noch ein BMS eingebaut und schon hat man eine relativ günstige und
langlebige Li-Ion - Batterie. 12 Zellen parallel sind 13,901 Ah. 4
Blöchen in Reihe ergeben dann 12 Volt. Reihenshaltung immer mit BMS.
Ansonsten können diese explodieren ( die billigen Zellen haben keine
Shutzschaltung ! ).
lol..das sollte mittlerweile aber auch der letzte mitbekommen haben das
die China Akkus Schrott sind!
Und zwar so sehr, das Du die für Dein Projekt ebenfalls nicht nutzen
kanst die Dinger bekommen nämlich gerne mal spontan einen
Zellschluss..und fackeln ab!! wenn Du die dann noch Parallel geschaltet
hast..naja...jeder wie er mag..
Die Chinesen entsorgen auf diese Weise lediglich Schrott!!
Nicht umsonst nennen einige Chinesen iher Akkus ehrlicherweise
Trustfire!
Verwende LiFePo4, da bist Du auch der sicheren Seite
z.B. Headway LiFePo4 38.120SE