Also Masken ROM ist nahezu tot, das gibt es fast nur noch bei 4 Bit
Controllern. Neuere Controller haben durchweg Flash oder mindestens
EPROM, müssen also programmiert werden.
Nach Stückzahlen aufsteigend geschieht das bei übersichtlichen Mengen
mit einer professionellen Version der Programmer die auch der
Hobbyelektroniker kennt. Teilweise auch auf Geräten mit mehreren
Sockeln, die bei Chips mit großem Speicher einen Zeitvorteil durch
paralleles Programmieren bringen (Gang-Programmer).
Sind es ein paar Chips mehr, dann wird auf einem Automaten programmiert.
Davon gibt es so grob vier Klassen.
Gravity Feed sind Automaten wo oben die Stange mit den leeren Chips
reinkommt und dann immer ein Chip in die Programmierstation rutscht,
Nachteil ist hier, dass das nicht für alle Bauformen und halt nur für
Stangen geht.
Horizontal Handler haben einen oder mehrere X/Y Roboter die die Chips
bewegen, dabei können Stangen, Trays und Reels verwendet werden.
Inline Handler ersetzen den einfachen Feeder am Bestückungsautomaten,
die Chips kommen von der Reel, werden programmiert und dann direkt an
den Bestückungskopf gereicht.
Und zu guter letzt kann auch auf dem Tester für die fertige Platine
In-Circuit programmiert werden.
Werden die Stückzahlen wirklich groß (>1Mio/a), dann programmiert der
Chiphersteller auf seinem Tester. Meistens werden die Chips dann nicht
mal in ein Gehäuse verpackt, sondern als ganze Wafer unter Schutzgas
angeliefert und Chip-on-Board montiert.
Für die Automaten einfach mal bei Data-IO vorbeischauen, die haben nette
Geräte, nur leider nicht ganz billig...