Wie werden Mikrocontroller in Serie geflasht / gebrannt / programmiert?

Gast #890939
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Hallo,

ich habe gelesen, dass, je nach Stückzahl, der Hersteller oder Bestücker 
das Programmieren der Controller durchführt.

Wie wird sowas gemacht? Wie sieht die Maschine aus? Wie werden die ICs 
kontaktiert?

Wie macht ihr das - manuell, oder mit einem Flash-o-maten?

In meiner Bastlerphantasie sind das aufregende 
Schrittmotorkonstruktionen mit Z-Achse, Pogo-Pins und irgendwelche 
Perl-Scripts für die Steuerung der Hardware und von avrdude vor.. :-)
Gast #890962
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Wenn man die programmiert bestellt werden die wohl schon auf dem Wafer 
programmiert.

Wenn man unprogrammierte ICs in Serienfertigung programmieren will, so 
wird wahrscheinlich high voltage programmierung benutzt (vlt. während 
des Test-durchlaufs)
#890988
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Dazu gibt es zu diversen Programmern Handlingsautomaten. Da steckst du 
eine Stange oder einen Gurt leerer ICs rein und auf der anderen Seite 
kommt nach endlicher Zeit eine Stange oder ein Gurt programmierter ICs 
heraus. Andernfalls geht es auch beim Testen der FBG im System.

Servus,
Helmut.
#890992
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Ich habe schon eine SPS programmiert, die immer jeweils 6 bestückte 
Platinen mit NEC Controller geflasht hat. Wobei hier die SPS nur das 
bereitstellen der Platinen (mit Roboter auf eine Aufnahme und 
anschließend Kontaktierung über Zylinder) gemacht hat sowie das Signal 
an den PC zum Start des Flashens gegeben hat.
An dem PC waren dann 6 Flasher-Boxen angeschlossen, die dann das 
Programm in den µC übertragen haben.

gruß
Thomas
Gast #891020
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Also Masken ROM ist nahezu tot, das gibt es fast nur noch bei 4 Bit 
Controllern. Neuere Controller haben durchweg Flash oder mindestens 
EPROM, müssen also programmiert werden.

Nach Stückzahlen aufsteigend geschieht das bei übersichtlichen Mengen 
mit einer professionellen Version der Programmer die auch der 
Hobbyelektroniker kennt. Teilweise auch auf Geräten mit mehreren 
Sockeln, die bei Chips mit großem Speicher einen Zeitvorteil durch 
paralleles Programmieren bringen (Gang-Programmer).

Sind es ein paar Chips mehr, dann wird auf einem Automaten programmiert. 
Davon gibt es so grob vier Klassen.

Gravity Feed sind Automaten wo oben die Stange mit den leeren Chips 
reinkommt und dann immer ein Chip in die Programmierstation rutscht, 
Nachteil ist hier, dass das nicht für alle Bauformen und halt nur für 
Stangen geht.

Horizontal Handler haben einen oder mehrere X/Y Roboter die die Chips 
bewegen, dabei können Stangen, Trays und Reels verwendet werden.

Inline Handler ersetzen den einfachen Feeder am Bestückungsautomaten, 
die Chips kommen von der Reel, werden programmiert und dann direkt an 
den Bestückungskopf gereicht.

Und zu guter letzt kann auch auf dem Tester für die fertige Platine 
In-Circuit programmiert werden.

Werden die Stückzahlen wirklich groß (>1Mio/a), dann programmiert der 
Chiphersteller auf seinem Tester. Meistens werden die Chips dann nicht 
mal in ein Gehäuse verpackt, sondern als ganze Wafer unter Schutzgas 
angeliefert und Chip-on-Board montiert.

Für die Automaten einfach mal bei Data-IO vorbeischauen, die haben nette 
Geräte, nur leider nicht ganz billig...
Gast #891026
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...wenn man mal diverse Kleinelektronik zerlegt (habe z.B. gerade einen 
Rauchmelder aus dem Baumarkt hier liegen) sieht man dass auf der Platine 
einige "SMD-Pad-Felder" sind, z.B. 2x3. Sieht man sich die Pads genauer 
an, kann man erkennen dass die wohl mal mit Federkontakten o.ä. 
kontaktiert wurden. Ich stelle mir das so vor dass die Platinen irgendwo 
über ein Fließband laufen, und ein Roboterarm halt einfach ein 
Federkontaktfeld auf die Platine drückt. Wäre mal ein Thema für die 
Sendung mit der Maus...
Gast #891134
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...also Masken ROM ist nicht tot, gerade bei grossen Stückzahlen lohnt 
sich eine Maske da Flash nun mal teurer ist.

Der Hersteller entscheidet nach Losgröße die Art der Programmierung.
In grossen Stückzahlen passiert das bereits beim testen des Dies.
Der Flash wird sowieso auf Die Ebene mit Bit-Diagonalen o.ä. getestet 
und das letzte Test-Pattern ist eben der Code.

Bj.

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