Begriffsklärung: Firmware

Gast #67532
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In kaum einem Wirtschaftsbereich sind die Begriffe so vogelfrei, wie in
der IT-Branche. ;-) Es kommt eben oft auf den Standpunkt und die
konkrete Anwendung an. Mit Firmware bezeichnet man in der Regel eine
Software, welche auf ein bestimmtes Hardwareprodukt angepaßt ist und im
normalen Betrieb nicht geändert wird. Früher wurde Firmware in ROM
untergebracht, später in EPROM und heute in EEPROM/Flash. Insofern ist
die früher geltende Regel "Firmware kann man nicht ändern (ROM), alles
andere ist Anwendungssoftware." so nicht mehr gültig.

IMHO kannst Du den Begriff Firmware problemlos verwenden, wenn der
Mikrocontroller ein Gerät steuert und die in ihm gespeicherte Software
im Sinne der Anwendung "firm", also feststehend ist. Das schließt
gelegentliche Neuprogrammierung mit einem Update nicht aus.

Wenn der MC aber z.B. einen Industrieroboter steuert und wegen kleiner
Serienstückzahlen dreimal in der Woche auf neue Bewegungsabläufe
programmiert wird, dann darf man den Begriff Firmware (und die gesamte
Systemgestaltung ;-) ) getrost in Frage stellen.

Gruß, Frank
Gast #67533
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Ich finde bei dem Beispiel mit dem Roboter kann man differenzieren. Das
Programm, was die eigentliche Hardware steuert (die Motoren, Ventile,
etc.) wird sicherlich gleich bleiben. Das wäre dann IMHO die Firmware.
Das Ablaufprogramm, halt das was der Robo jede Woche anders macht,
gehört dann nicht mehr dazu. Idealerweise tut man diese beiden Dinge
dann auch in getrennte Speicher.

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