Als Frontplatte nehme ich ein 3mm starkes Aluprofil. Es müssen fünf
Löcher @ 9mm Durchmesser für die Taster gebohrt werden. Die sollten
natürlich alle auf einer Linie und mit gleichem Abstand sein. Ich habe
eine kleine Fräse, die aber nur eine Aufnahme bis 3mm hat. Bringt es
was, wenn ich zuerst kleine Löcher mit der Fräse bohre und diesen dann
mit einem 9mm-Bohrer mit einem Akkubohrer aufbohre? Oder kann man jetzt
shcon sagen, dass das nicht gut geht? Wie kann man das Eiern des Bohrers
verhindern?
Das "Eiern" wohl net, außerdem läufst du Gefahr, dass der Bohrer sich
beim Aufbohren fest- oder durchfrisst. Ich würd dir lieber nen Körner
empfehlen oder das ganze Dingen fräsen zu lassen.
Maschine vorausgesetzt, könntest dus auch in ne Standbohrmaschine
einspannen.
Am besten würds mit ner Standbohrmaschine oder Bohrständer (Notlösung)
gehen - ansonsten ankörnen, mit nem 3er vorbohren und dann den 9er -
Fräse würd ich aussenvor lassen.
Ständerbohrmaschine, ankörnen und dann mit mittlerer Drehzahl und
seeehhhrrr langsammen Vorschub bohren, dann wird es auch rund!
dass das Loch "eckig" wird, kommt bei dünnem Aluminium hauptsächlich vom
zu festen druck auf den Bohrer.
9mm-Löcher direkt mit nur angekörnter Position bohren -ne klar !
Also, mein Tipp.
Klar hilft Vorbohren mit kleine Fräse.
Da hast Du schon 'mal eine präzise Vorarbeit.
Dann weiter mit Ständerbohrmaschine:
Mit 5mm -Bohrer, mit Anschlag (zum Vorbeiziehen), aufbohren.
Zum Schluss mit 9mm am Anschlag. Festspannen nicht vergessen,
damit Dir das Blech nicht die Ohren abschneidet!
Gruss
Dietmar
Alternativ ohne anzureißen und anzukörnen:
Anzeichnen -> Zentrierbohrer / Anbohrer -> Wendelbohrer
Zentriebohrer sind eben nur zum Anbohren, somit extrem kurz und
verlaufen nicht so schnell ...
Eine Ständerbohrmaschine empfiehlt sich. will man ohne Ankörnen
auskommen empfiehlt sich eine gute Rundlaufgenauigkeit. Als günstigstes
brauchbares Modell für Frontplatten wäre da vielleicht die Quantum B13
zu nennen, auch wenn es da bzgl. Rundlaufgenauigkeit natürlich auch
Fehlgriffe geben kann ...
Wenn das natürlich nur ganz selten vorkommt:
Letztendlich ist ankörnen am einfachsten und günstigsten, Aluminium kann
man auch gut mit einem kräftifen Akkuschrauber bohren. Wie sehr das
Ergebnis davon mit Stanbohrmaschinen gebohrten Löchert ähnelt hängt wohl
vom Talent ab :)
Hallo,
ich würde das ganze auch gut festgespannt in einer Ständerborhmaschine
weill wenn du bech hast zieht sich der Bohrer rein und das kannst beim
Akkuschrauber nicht verhindern bei der Ständerbohrmschiene geht es schon
fast automatisch. (Wenn das Werkstück gut festgespannt ist).
Gruß
Peter
Die Standardbohrer sind nicht für Bleche gemacht. Ab ~6mm wird hässlich.
Es gibt Blechbohrer, an die wird man als Bastler aber kaum rankommen.
Das sind Bohrer, die eine abgesetzte Spitze haben und bei denen die
eigentlichen Schneiden 90° zur Bohrerachse verlaufen. Auf
Ständerbohrmaschinen gibt das exakte Löcher.
Es gibt im Baumarkt allerdings Holzbohrer, die ähnlich aufgebaut sind.
Für Alu kann man die einsetzen.
hab auch die Erfahrungen gemacht dass es am besten mit einer
Ständerbohrmaschine geht.
Dabei wie oben bereits erwähnt fast nicht auf den Bohrer drücken, nur
ganz leicht sodass fast keine Späne kommen, ansonsten bekommst Du ein
6-eckiges Loch.
Ich verwende bei Alu (Blech) immer Blechbohrer. Alternativ funktionieren
(wie oben schon beschrieben) auch normale Holzbohrer also die mit der
Zentrierspitze und die von "außen nach innen bohren". Bei 9mm
Durchmesser vieleicht erst mit 2-3mm vorbohren damit die Zentrierspitze
passt.
@Thilo
Man kanns auch übertreiben, oder. ;)
Mit 2,5mm oder 3mm HSS kann man ein leicht vorgekörntes Alublech <3mm
locker mal vorbohren. Ein Zwischenschritt mit 6mm reicht dann auch aus
um zuletzt auf 9mm zu kommen. Etwas Spiritus kann nicht schaden, am
meisten hilft aber Geduld und Gefühl beim Vorschub.
Gruss,
Edson
Meister Eder wrote:
> @Thilo>> Man kanns auch übertreiben, oder. ;)>> Mit 2,5mm oder 3mm HSS kann man ein leicht vorgekörntes Alublech <3mm> locker mal vorbohren. Ein Zwischenschritt mit 6mm reicht dann auch aus> um zuletzt auf 9mm zu kommen. Etwas Spiritus kann nicht schaden, am> meisten hilft aber Geduld und Gefühl beim Vorschub.>> Gruss,> Edson
Wenn der Bohrer perfekt geschliffen ist, kein Problem.
Bei Baumarktbohreren oder Handgeschliffenen erlebt man schon einiges ..
;)
Gutes Werkzeug ist eben alles.
Hab jetzt zuerst mit einem 3mm Borher und dann gleich mit dem 9mm mit
einem Akkubohrer versichsweise gebohrt. Das 9mm Loch wird zwar schön
rund, dessen Mittelpunkt liegt aber nicht mehr auf dem des 3mm Lochs. Er
verschiebt sich beim Bohren ganz unauffällig.
Ich werde mit der Fräse etwa 2mm vorbohren. Dann kaufe ich mir einen 9mm
Holzbohrer und bohre die Löcher in der Schule mit einer richtigen
Standbohrmaschine auf. Problem ist, dass die vorgebohrten Löcher nicht
zu größ sein dürfen, weil ich dann das Werkstück nicht mehr suaber
zentrieren kann. Ich hoffe, dass die Spitze des Holzbohrers die
Aluplatte vor dem Bohren selbst zentriert.
ööh wieso nimmst du nicht einen 3 mm fräser und fräst das auf deiner
fräse auf 9 mm auf ?
bohrerschleifen kann man oder man kanns nich. ich kanns, und meine
handgeschliffenen (die ich ab gewissen durchmessern gleich ausspitze)
bohren genausogut wie neue. damit kann ich auch in alu nen 9er loch
bohren ohne vorzubohren, kein problem.
wenn man im baumarkt nicht aus der grabbelkiste käuft sondern in HSS
bohrer investiert wo ne marke draufsteht, kriegt man auch qualität. das
einzige was ich da bemängeln würde wäre der preis.
mfg
Noch'n Tip: Leg die Aluplatte zwischen 2 Holzplatten und gut einspannen
(oder verschrauben). Dann kannst Du zügig alles durchbohren, nichts
verrutscht oder eiert und bei dünnem Blech franst auch nichts aus.
Mfg Dirk
Wenn es richtig gut werden soll, dann investier paar Euro und lass deine
Frontplatte hier fertigen:
http://www.schaeffer-ag.de
den Frontplattendesigner runterladen, frontplatte erstellen, man sieht
auch gleich den Preis, was das dann mal kostet und man kann auch gleich
online bestellen.
Die liefern 1A Qualität. Habe selbst schon mehrere Platten fertigen
lassen.
gruß
Thomas
Während meiner Ausbildung zum Elektromechaniker haben wir für solche
Fälle folgenden Trick angewendet (vom Lehrmeister autorisiert):
Erst Körnern, dann auf der Ständerbohrmaschine den Bohrer exakt auf den
Bohrpunkt ausrichten. Anschliessend ein altes Stück Stoff (z.B. Teil
eines alten T-Shirts) auf das Blech legen und dann durch den Stoff und
das Blech bohren. Den Stoff wickelt es dabei um den Bohrer, aber das
spielt keine Rolle. Ich verspreche Dir, so ein rundes Loch hast Du noch
nie gebohrt ;-)
Durch diesen Trick verläuft der Bohrer nicht und er fängt nicht an zu
"schlagen".
Am besten wäre natürlich eine Koordinatenbohrmaschine, aber die wirst Du
wahrscheinlich nicht grad zur Hand haben.
Hatte oft einen Ferienjob bei einer Firma, die Frontplatten hergestellt
hat. Der Bohrer bzw Fräser wurde mit einer Mischung aus Spiritus und
Sonnenblumenöl (5%-10%) ständig besprüht, wehe das ist mal ausgefallen,
dann gab es sofort einen fetten Grat. Das meiste wurde aber gestanzt und
mit Sonnenblumenöl dazu geschmiert. Gebohrt und gefräst wurden praktisch
nur kleine Korrekturen. Andernfalls hilft: Kleine Löcher vorbohren und
dann nachbohren. Als Bohrer gibt es höllisch teure, die auch durch
Edelstahl gehen (Kobalt). Das Ergebnis ist besser.
Maxim:
>mit einem 3mm Borher und dann gleich mit dem 9mm mit>einem Akkubohrer versichsweise gebohrt. Das 9mm Loch wird zwar schön>rund, dessen Mittelpunkt liegt aber nicht mehr auf dem des 3mm Lochs
Selbst schuld, warum hast du den 6mm-Zwischenschritt weggelassen? Ist
doch klar, der 9mm ist zu breit um exakt in der Mitte des 3mm-Lochs zu
liegen.
Da kannst du das Vorbohren genauso gut bleiben lassen...
Gruss,
Edson
thomas wrote:
> Wenn es richtig gut werden soll, dann investier paar Euro und lass deine> Frontplatte hier fertigen:> http://www.schaeffer-ag.de
Nicht schlecht, sehr einfach zu bedienende Software. Meine Platte würde
bei dennen ca. 11€ kosten. Aber diese Möglichkeit spare ich mir für
zukünftige Projekte auf. Danke für den Link!