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Forum: Offtopic Löcher im Aluminium genau bohren


Autor: Maxim (Gast)
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Als Frontplatte nehme ich ein 3mm starkes Aluprofil. Es müssen fünf 
Löcher @ 9mm Durchmesser für die Taster gebohrt werden. Die sollten 
natürlich alle auf einer Linie und mit gleichem Abstand sein. Ich habe 
eine kleine Fräse, die aber nur eine Aufnahme bis 3mm hat. Bringt es 
was, wenn ich zuerst kleine Löcher mit der Fräse bohre und diesen dann 
mit einem 9mm-Bohrer  mit einem Akkubohrer aufbohre? Oder kann man jetzt 
shcon sagen, dass das nicht gut geht? Wie kann man das Eiern des Bohrers 
verhindern?

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Das "Eiern" wohl net, außerdem läufst du Gefahr, dass der Bohrer sich 
beim Aufbohren fest- oder durchfrisst. Ich würd dir lieber nen Körner 
empfehlen oder das ganze Dingen fräsen zu lassen.

Maschine vorausgesetzt, könntest dus auch in ne Standbohrmaschine 
einspannen.

Autor: G. L. (glt)
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Am besten würds mit ner Standbohrmaschine oder Bohrständer (Notlösung) 
gehen - ansonsten ankörnen, mit nem 3er vorbohren und dann den 9er - 
Fräse würd ich aussenvor lassen.

Autor: maik (Gast)
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Ständerbohrmaschine, ankörnen und dann mit mittlerer Drehzahl und 
seeehhhrrr langsammen Vorschub bohren, dann wird es auch rund!


dass das Loch "eckig" wird, kommt bei dünnem Aluminium hauptsächlich vom 
zu festen druck auf den Bohrer.

Autor: Dietmar Sch. (dsausw)
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9mm-Löcher direkt mit nur angekörnter Position bohren -ne klar !
Also, mein Tipp.
Klar hilft Vorbohren mit kleine Fräse.
Da hast Du schon 'mal eine präzise Vorarbeit.
Dann weiter mit Ständerbohrmaschine:
Mit 5mm -Bohrer, mit Anschlag (zum Vorbeiziehen), aufbohren.
Zum Schluss mit 9mm am Anschlag. Festspannen nicht vergessen,
damit Dir das Blech nicht die Ohren abschneidet!

Gruss
Dietmar

Autor: MrX (Gast)
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Alternativ ohne anzureißen und anzukörnen:

Anzeichnen -> Zentrierbohrer / Anbohrer -> Wendelbohrer

Zentriebohrer sind eben nur zum Anbohren, somit extrem kurz und 
verlaufen nicht so schnell ...


Eine Ständerbohrmaschine empfiehlt sich. will man ohne Ankörnen 
auskommen empfiehlt sich eine gute Rundlaufgenauigkeit. Als günstigstes 
brauchbares Modell für Frontplatten wäre da vielleicht die Quantum B13 
zu nennen, auch wenn es da bzgl. Rundlaufgenauigkeit natürlich auch 
Fehlgriffe geben kann ...


Wenn das natürlich nur ganz selten vorkommt:

Letztendlich ist ankörnen am einfachsten und günstigsten, Aluminium kann 
man auch gut mit einem kräftifen Akkuschrauber bohren. Wie sehr das 
Ergebnis davon mit Stanbohrmaschinen gebohrten Löchert ähnelt hängt wohl 
vom Talent ab :)

Autor: Peter (Gast)
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Hallo,
ich würde das ganze auch gut festgespannt in einer Ständerborhmaschine 
weill wenn du bech hast zieht sich der Bohrer rein und das kannst beim 
Akkuschrauber nicht verhindern bei der Ständerbohrmschiene geht es schon 
fast automatisch. (Wenn das Werkstück gut festgespannt ist).
Gruß
Peter

Autor: Thomas B. (detritus)
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Die Standardbohrer sind nicht für Bleche gemacht. Ab ~6mm wird hässlich. 
Es gibt Blechbohrer, an die wird man als Bastler aber kaum rankommen. 
Das sind Bohrer, die eine abgesetzte Spitze haben und bei denen die 
eigentlichen Schneiden 90° zur Bohrerachse verlaufen. Auf 
Ständerbohrmaschinen gibt das exakte Löcher.
Es gibt im Baumarkt allerdings Holzbohrer, die ähnlich aufgebaut sind. 
Für Alu kann man die einsetzen.

Autor: qwertz (Gast)
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hab auch die Erfahrungen gemacht dass es am besten mit einer 
Ständerbohrmaschine geht.

Dabei wie oben bereits erwähnt fast nicht auf den Bohrer drücken, nur 
ganz leicht sodass fast keine Späne kommen, ansonsten bekommst Du ein 
6-eckiges Loch.

Autor: DeBe (Gast)
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Das Schmieren/kühlen mir Spiritus ergibt bei Alu und Kupfer sehr saubere 
Löcher und verhindert ein Aufbörteln den Loches.

Gruß DeBe

Autor: Jürgen Berger (hicom)
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Super für Alublech sind auch Stufenbohrer, gibt es z.B in verschiedenen 
Größen und Abstufungen z.B bei www.rsonline.de 508-8774

Gruß
Jürgen

Autor: Thilo M. (Gast)
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1. ankörnen
2. 1mm vorbohren
3. in 2mm-Abständen aufbohren (evtl. Stufenbohrer, wie schon gesagt)
4. mit Spiritus schmieren/kühlen

Autor: Gast (Gast)
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Ich verwende bei Alu (Blech) immer Blechbohrer. Alternativ funktionieren 
(wie oben schon beschrieben) auch normale Holzbohrer also die mit der 
Zentrierspitze und die von "außen nach innen bohren". Bei 9mm 
Durchmesser vieleicht erst mit 2-3mm vorbohren damit die Zentrierspitze 
passt.

Autor: Meister Eder (edson)
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@Thilo

Man kanns auch übertreiben, oder. ;)

Mit 2,5mm oder 3mm HSS kann man ein leicht vorgekörntes Alublech <3mm 
locker mal vorbohren. Ein Zwischenschritt mit 6mm reicht dann auch aus 
um zuletzt auf 9mm zu kommen. Etwas Spiritus kann nicht schaden, am 
meisten hilft aber Geduld und Gefühl beim Vorschub.

Gruss,
Edson

Autor: Thilo M. (Gast)
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Meister Eder wrote:
> @Thilo
>
> Man kanns auch übertreiben, oder. ;)
>
> Mit 2,5mm oder 3mm HSS kann man ein leicht vorgekörntes Alublech <3mm
> locker mal vorbohren. Ein Zwischenschritt mit 6mm reicht dann auch aus
> um zuletzt auf 9mm zu kommen. Etwas Spiritus kann nicht schaden, am
> meisten hilft aber Geduld und Gefühl beim Vorschub.
>
> Gruss,
> Edson

Wenn der Bohrer perfekt geschliffen ist, kein Problem.
Bei Baumarktbohreren oder Handgeschliffenen erlebt man schon einiges ..
;)

Gutes Werkzeug ist eben alles.

Autor: Meister Eder (edson)
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>Gutes Werkzeug ist eben alles.

Absolut! Mit Baumarkt hat eben Solches leider oft wenig am Hut, das 
stimmt schon.

Autor: Maxim (Gast)
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Hab jetzt zuerst mit einem 3mm Borher und dann gleich mit dem 9mm mit 
einem Akkubohrer versichsweise gebohrt. Das 9mm Loch wird zwar schön 
rund, dessen Mittelpunkt liegt aber nicht mehr auf dem des 3mm Lochs. Er 
verschiebt sich beim Bohren ganz unauffällig.

Ich werde mit der Fräse etwa 2mm vorbohren. Dann kaufe ich mir einen 9mm 
Holzbohrer und bohre die Löcher in der Schule mit einer richtigen 
Standbohrmaschine auf. Problem ist, dass die vorgebohrten Löcher nicht 
zu größ sein dürfen, weil ich dann das Werkstück nicht mehr suaber 
zentrieren kann. Ich hoffe, dass die Spitze des Holzbohrers die 
Aluplatte vor dem Bohren selbst zentriert.

Autor: Maxim (Gast)
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Man, was ist heute mit meiner Rechtschreibung los?

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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ööh wieso nimmst du nicht einen 3 mm fräser und fräst das auf deiner 
fräse auf 9 mm auf ?


bohrerschleifen kann man oder man kanns nich. ich kanns, und meine 
handgeschliffenen (die ich ab gewissen durchmessern gleich ausspitze) 
bohren genausogut wie neue. damit kann ich auch in alu nen 9er loch 
bohren ohne vorzubohren, kein problem.

wenn man im baumarkt nicht aus der grabbelkiste käuft sondern in HSS 
bohrer investiert wo ne marke draufsteht, kriegt man auch qualität. das 
einzige was ich da bemängeln würde wäre der preis.

mfg

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Noch'n Tip: Leg die Aluplatte zwischen 2 Holzplatten und gut einspannen 
(oder verschrauben). Dann kannst Du zügig alles durchbohren, nichts 
verrutscht oder eiert und bei dünnem Blech franst auch nichts aus.
Mfg Dirk

Autor: thomas (Gast)
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Wenn es richtig gut werden soll, dann investier paar Euro und lass deine 
Frontplatte hier fertigen:
http://www.schaeffer-ag.de

den Frontplattendesigner runterladen, frontplatte erstellen, man sieht 
auch gleich den Preis, was das dann mal kostet und man kann auch gleich 
online bestellen.

Die liefern 1A Qualität. Habe selbst schon mehrere Platten fertigen 
lassen.

gruß
Thomas

Autor: Patrick (Gast)
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Während meiner Ausbildung zum Elektromechaniker haben wir für solche 
Fälle folgenden Trick angewendet (vom Lehrmeister autorisiert):

Erst Körnern, dann auf der Ständerbohrmaschine den Bohrer exakt auf den 
Bohrpunkt ausrichten. Anschliessend ein altes Stück Stoff (z.B. Teil 
eines alten T-Shirts) auf das Blech legen und dann durch den Stoff und 
das Blech bohren. Den Stoff wickelt es dabei um den Bohrer, aber das 
spielt keine Rolle. Ich verspreche Dir, so ein rundes Loch hast Du noch 
nie gebohrt ;-)

Durch diesen Trick verläuft der Bohrer nicht und er fängt nicht an zu 
"schlagen".

Am besten wäre natürlich eine Koordinatenbohrmaschine, aber die wirst Du 
wahrscheinlich nicht grad zur Hand haben.

Autor: Jorge (Gast)
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Hatte oft einen Ferienjob bei einer Firma, die Frontplatten hergestellt 
hat. Der Bohrer bzw Fräser wurde mit einer Mischung aus Spiritus und 
Sonnenblumenöl (5%-10%) ständig besprüht, wehe das ist mal ausgefallen, 
dann gab es sofort einen fetten Grat. Das meiste wurde aber gestanzt und 
mit Sonnenblumenöl dazu geschmiert. Gebohrt und gefräst wurden praktisch 
nur kleine Korrekturen. Andernfalls hilft: Kleine Löcher vorbohren und 
dann nachbohren. Als Bohrer gibt es höllisch teure, die auch durch 
Edelstahl gehen (Kobalt). Das Ergebnis ist besser.

Autor: Meister Eder (edson)
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Maxim:

>mit einem 3mm Borher und dann gleich mit dem 9mm mit
>einem Akkubohrer versichsweise gebohrt. Das 9mm Loch wird zwar schön
>rund, dessen Mittelpunkt liegt aber nicht mehr auf dem des 3mm Lochs

Selbst schuld, warum hast du den 6mm-Zwischenschritt weggelassen? Ist 
doch klar, der 9mm ist zu breit um exakt in der Mitte des 3mm-Lochs zu 
liegen.
Da kannst du das Vorbohren genauso gut bleiben lassen...

Gruss,
Edson

Autor: Maxim S. (maxim) Benutzerseite
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thomas wrote:
> Wenn es richtig gut werden soll, dann investier paar Euro und lass deine
> Frontplatte hier fertigen:
> http://www.schaeffer-ag.de

Nicht schlecht, sehr einfach zu bedienende Software. Meine Platte würde 
bei dennen ca. 11€ kosten. Aber diese Möglichkeit spare ich mir für 
zukünftige Projekte auf. Danke für den Link!

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