n-jFets brauchen eine negative Gatespannung. Bei 0V Ugs sind sie relativ
niederohmig, bei -5 ... -10V (je nach Typ, siehe Datenblatt ->
Transfercharakteristik) sind sie praktisch hochohmig.
Deshalb ist deren Grundbeschaltung so:
- einen (auch durchaus hochohmigen) DC-Pfad von Gate nach GND mittels
RG. Große Widerstände produzieren hier mehr Rauschen, kleine belasten
die an das Gate angeschlossene Quelle. Kompromiss ist notwendig - je
nach Anwendung. Falls die Quelle gleichspannungsfrei ist und einen
DC-Pfad nach Masse hat (z.B. Rahmenantenne, ein Trafo, ein dyn.
Mikrofon), kann man RG weglassen.
- einen Widerstand RS von Source nach GND
- einen Arbeitswiderstand RD von Drain nach V+
V+
|
| |
| |RD
|
|-+------
+---|
| |-+
| | | |
| |RG | |RS
| |
--+-----+------- GND
Man nimmt die Transfercharakteristik-Kurve aus dem Datenblatt. Dort
sieht man z.B. dass für einen Drainstrom von 5mA eine Ugs von -2V
notwendig ist.
Also wird der Sourcewiderstand zu 2V/5mA = 400 Ohm. Dadurch hebt sich
das Potential der S auf 2V, das Gate liegt quasi auf Masse und die
Bedingungen stimmen.
RD berechnest du dann so, dass U_RD und U_DS etwa gleich groß sind,
damit ein maximal großer Aussteuerbereich möglich wird.
Beispiel bei V+ =10V:
Da noch 8V übrig sind zwischen V+ und Source, wird der RD so
dimensioniert, dass bei 5mA die Hälfte, also 4V, an RD liegen. RD =
4V/5mA = 800 Ohm.
Die Verstärkung ist nun leider nur noch RD/RS, aber durch
Parallelschalten eines C über RS wird sie wieder groß. Oder durch
Vergrößern von RD. Dann wird aber der Arbeitspunkt auch weiter unten
liegen - bei Kleinsignalaussteuerung ist das aber kein Problem. Ev.
zusätzlich V+ größer machen.