Es gibt zwei Möglichkeiten:
1) Konstante Last, nur ein/aus, halbwegs konstante Umgebungs-
temperatur:
Einmal die Zeit unter Last zwischen Akku voll und Akku leer
bestimmen. Und noch einmal ohne Last (Selbstentladungsrate).
Im Betrieb dann die effektiven Betriebszeiten addieren und
von der zuvor ermittelten Gesamtzeit abziehen und auch die
Ruhezeiten addieren, mit der Selbstentladungsrate multipli-
zieren und abziehen. Ergebnis ist der Ladezustand. Wichtig:
Die Messungen zwischen voll und leer muß regelmäßig wieder-
holt werden, um die Alterungseffekte zu erfassen.
2) Schwankende Last oder starke Temperaturschwankungen:
Da wird es aufwändiger, weil die Kapazität eines Akkus auch
von der entnommenen Stromstärke abhängt. Hier müssen Strom
und Spannung gemessen werden; möglichst kleine Messabstände
im Verhältnis zur Laständerung; möglichst viele Entlade-
kurven ermitteln (optimal: für jede vorkommende Stromstärke
eine Entladekurve), und so weiter. Je nach konkretem Fall
ein sehr aufwändiges Verfahren.
Zwischenstufen sind natürlich möglich, aber es bleibt so oder
so bei den von Marco geschilderten Problemen. Es gibt mehr
oder weniger gute Näherungen, den tatsächlichen Wert trifft
man nur zufällig.
Gruß, Frank