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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 3A Gleichrichter Diode, Schottky vs. normal?


Autor: Paul H. (powl)
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Hi,

mein Bastelsortiment bekommt demnächst ein neues Fach mit 3A-Dioden. Ich 
grübel nun darüber nach was sinnvoller ist. Schottky-Dioden (1N5022) für 
16cent pro Stück oder normale Dioden (1N5408) für 8cent pro Stück.

Es geht um Gleichrichtung für Netzteile. An Schottky-Dioden ist der 
Spannungsabfall und daher die Verlustleistung geringer. Wäre die 
Verwendung von solchen also auf lange Sicht nicht wirtschaftlicher?

Haben Schottky-Dioden gegenüber normalen irgendwelche Nachteile? Welche 
Technologie ist in den fertig vergossenen Brückengleichrichtern 
enthalten?

klar, das sind ein paar Cent über die ich hier grad nachgrübel aber das 
ist mehr eine moralische als eine technische Frage.

lg PoWl

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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>Haben Schottky-Dioden gegenüber normalen irgendwelche Nachteile?

In der Regel ist der Strom in Sperrrichtung größer.

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Schottky-Dioden haben (wie Stefan schon sagte) einen deutlich höheren 
Sperrstrom und Standard-Schottkys gibt's nur mit Sperrspannungen bis ca. 
100 V. Es gibt zwar (v.a. im Leistungsbereich) GaAs-Schottky-Dioden mit 
ein paar 100 V Sperrspannung, aber die sind nach wie vor noch recht 
teuer und werden afaik auch nicht für den Kleinleistungsbereich 
angeboten.

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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Im vergossenen Brückengleichrichter sind normale (und langsame) 
Standard-Si-Dioden drin.

Autor: Alexander S. (boostar)
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Bei Schottky Dioden steigt der Sperrstrom mit der Spannung und vor allem 
mit der Temperatur an.
Bei hohen Temperaturen wie Sie in kompakten Netzteilen schon mal 
vorkommen sind teilweise Si-Dioden effizienter weil die Schottkys so 
hohe Rückwärtsverluste haben. Im unteren Spannungsbereich bis ca. 50V 
(schau' da bitte lieber nach) und Temperaturen bis  - naja vielleicht 
50°C - bist Du mit Schottkys besser bedient.

Autor: Fred (Gast)
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Und die Flußspannung ist bei größeren Strömen auch nicht kleiner
als bei StiNo Dioden.

Fred

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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>Und die Flußspannung ist bei größeren Strömen auch nicht kleiner
>als bei StiNo Dioden.

Naja, vielleicht nicht kleiner als bei Si Dioden bei kleinem Strom.

Bei hohen Strömen haben Si-Dioden gerne mal 1,4 und mehr Volt 
Spannungsabfall!

Autor: Paul H. (powl)
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Also die Datenblätter besagen, dass die Schottkys, was den 
Spannungsabfall betrifft, um einiges besser sind. Der Rückwärtsstrom ist 
jedoch 100 mal so groß, liegt aber immernoch nichtmal im mA bereich. Die 
Verlustleistung, die im Vorwärtsstrom gespart wird, ist scheinbar 
vielmals größer als die Verlustleistung, die im Rückwärtsstrom anfällt.

Belehrt mich bitte eines besseren falls ich falsch geguckt habe :-)

Die 1N5822 gibts zudem bei Pollin für günstige 45cent im 10er Pack womit 
sie sogar günstiger als die normalen Dioden bei Reichelt sind. Die 
Spannungsfestigkeit ist mit 30V zwar recht niedrig aber ich möchte ja 
damit keine Netzspannung gleichrichten.

lg PoWl

Autor: Tim (Gast)
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Wenn du Netzteile baus musst du auf die Ruecktromabrisse achten, diese 
verursachen Ueberspannungen an den Dioden. Schottkys sind da schneller 
und verursachen weniger Ueberspannung. Dafuer gibt es sie in der tat nur 
bis max 200V, zumindest war das das was ich gefunden habe (Onsemi)

Tim

Autor: Matze (Gast)
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Gibt es eigentlich aktive Gleichrichter? Also integrierte Schaltungen in 
denen Mos-Fets angesteuert werden und so die Spannung gleichrichten? 
Dann hätte man Verluste im mV Bereich und die Verluste die die 
Ansteuerung gräuchte?

Autor: Paul H. (powl)
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Das hab ich mich auch schon gefragt. Müsste doch eigentlich gehen.
Ne Hand voll MosFETs + netzsynchronisierte  Ansteuerung..

lg PoWl

Autor: Andreas K. (a-k)
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=> Synchrongleichrichter.

Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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mit einer H-brücke sollte das gehen, das sollte man auch z.b. mit einem 
optokopplr netzsynchron hinbekommen

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