Fotoplatine zuschneiden

OP Persönliche Seite #901319
Hallo,
ich möchte nun zum ersten mal eine Platine mit der Belichtungsmethode 
hherstellen (vorher immer per bügeln gemacht).
Jetzt weiß ich nicht so recht wie ich die Platine zuschneidenn/sägen 
soll.
Ich hab so ein bischen Angst die Schutzfolie könnte abgehen.

Viele Grüße,
Nils
Gast
Bei den Fotoplatinen, die ich bisher verwendet habe, haftet die 
Schutzfolie so gut, dass ein Sägen von Hand einwandfrei geht, wenn die 
Folie auf der Sägenseite ist, die Säge also bei der Bewegung auf die 
Platine hin schneidet. Die Kante ist zwar ziemlich fransig, eine Feile 
macht das aber wieder gut. Wenns ganz genau sein soll, zuerst mit 
scharfem Universalmesser die Kontur vorritzen und dann in ein,zwei mm 
Abstand sägen.
Gast
ich schneid die seit immer schon mit einem proxxon micromot mit 
trennscheibe. klappt wunderbar, wenn man an der folienseite ansetzt.
eine feine säge sollte das gleiche ergebnis liefern
Gast
Ich säge entweder mit einer Hand-Metallsäge oder einer Stichsäge.
Bei der Stichsäge kleb ich vorsichtshalber immer noch Tesa-Krepp auf die 
Platine. Würd aber glaub auch ohne gehen.
Moderator Persönliche Seite
Versagt aber alles bei doppelseitigem Material...  Außerdem macht
die Schleiferei viel Dreck.

Ich nehme eine ordinäre Handblechschere.  Das Material verzieht sich
in der letzten Ecke geringfügig.  Man sollte aber sowieso immer etwas
größer zuschneiden als am Ende nötig, denn an der offenen Kante des
Halbzeugs setzt sich Ätzmittel fest, das dann auf lange Zeit zu
Korrosion führt.

Nach dem Ätzen wird dann mit der Schere auf Endmaß geschnitten, den
allerletzten halben Millimeter mach' ich mit einer alten (!) Feile.
Die ist nur noch dafür da, Platinen zu feilen -- das Glas macht die
Feile für andere Arbeiten zur Sau.
OP Persönliche Seite
Hallo,
danke für die Tipps. Stimmt die Folie haftet echt super. Ich habe das 
mit einer Laubsäge gemacht.
Ich habe natürlich gleich mal meine Platine belichtet und entwickelt.
Natürlich wollte ich sie auch geich ätzen, aber seltsamerweise klappte 
das garnicht. Ich hab das Stundenlang, imer wieder mit neuen Aätzwasser 
probiert. Die Ränder der Platine sind auch "angeätzt", aber dann ging es 
nicht mehr weiter. Habt ihr einen Tipp was da schief gelaufen ist?
Angehängte Dateien:
Zur deiner Platine würde ich sagen das da noch Fotolack drauf ist.
Nicht richtig entwickelt. Wenn ich eine Platine entwickel dann prüfe ich 
immer mit einen weissen Papiertuch ob sich noch nennswert Fotolack 
abreiben lässt.

Zum Platinenschneiden:
Ich ritze die immer oben und unten mit einen scharfen Messer ein und 
brech die dann über der Tischkante ging bisher immer gut. Meistens aber 
mache ich aus mehreren Platinen einen grösseren Nutzen und ätz den 
anschliessend werden die Platinen dann mit einer Blechschere auseinander 
geschnitten.

Gruss helmi
@Harry und Michael H,

Ich habe auch die Proxxon MicroMot, aber momentan mit dieser kleinen 
Trennscheibe. Die ist da schon weit über 10 Jahre drauf, klappt noch 
gut.

Was genau wäre der Vorteil der Diamantscheibe?
Schneidet die leichter oder ist es nur die Lebensdauer?
Hält die echt so lange, und welche genau soll ich nehmen, gab es da 
nicht verschiedene? Was darf die denn kosten, ist recht teuer, oder?

Jochen Müller
hi,
wow, dass die Trennscheiben so lange halten, wusste ich nicht.
Was das für eine ist, weiss ich nicht, es gab nur eine Type im Bauhaus, 
kostete um 20 Euro. Der Schnitt geht superleicht, klar 'bremst' die 
Platine den Antrieb ein wenig, wenn man sie gegen das Blatt drückt, aber 
wenn die Platine einfach nur am Anschlag mit mässigem Druck gegen das 
Blatt geführt wird, geht das fast von alleine, ohne nennenswerten 
Aufwand. Positiv ist auch, dass das Blatt seitlich ebenfalls beschichtet 
ist, man kann einige 1/10 mm abnehmen, wenn die Platine seitlich 
'angefräst' wird.
Die Standzeit ist wirklich unglaublich, es scheint so, als könnte die 
Glasfaser der Beschichtung nichts anhaben. Der Tipp stammte damals von 
einem Berufschullehrer, die haben so ein Blatt auf einer Micromot, das 
wurde seit 10 Jahren nicht gewechselt - und die schneiden richtig viel.
Anzuraten wäre allerdings eine Absaugung, der superfeine Staub geht mir 
echt auf die Lunge, wenn ich eine 1/2 Stunde säge, was leider öfters mal 
vorkommt.
Grüssens, Harry
Gast
Trennscheibe macht allerdings sehr feinen Staub, der nicht gerade gesund 
ist beim einatmen. Sowas würde ich nur mit Absaugung und 
Staubschutzmaske machen.

Wegen Staub hab ich mich für Stichsäge entschieden, was sehr gut geht. 
Ich nehme ein Hartmetall-Sägeblatt, was eine hohe Standzeit hat. Ich 
glaub, diese Blätter werden sonst für Fließen benutzt, gab es jedenfalls 
im Baumarkt. Die Stichsäge ist unter einem Tisch montiert und oben hab 
ich einen einstellbaren Anschlag, ähnlich wie bei einer Kreissäge.
Cuttermesser, geht auch mit beidseitigen Platinen wunderbar. Man muß 
halt nur ordentlich (merhfach) anritzen und dann an scharfer Tischkante 
brechen.
Beim Anritzen nehme ich einen Edelstahlwinkel den ich auf der 
Abfallseite fest andrücke. Ich bevorzuge 1mm starkes Basismaterial, bei 
1.5mm dickem wird das mit dem Cutermesser und Anritzen schon wesentlich 
schwerer.

Gruß Hagen

PS: ich schneide auf exakte Maße zu, weniger als 1 mm dicht an den 
Nutzen ran.
ich verwende eine dekupiersäge von proxxon. funktioniert einfach gut, 
macht saubere schnitte und kostet weniger anstrengung als die laubsäge 
;-)
(wobei die laubsäge hin und wieder für den präzisionsschnitt nach dem 
ätzen zum einsatz kommt)
Ist zwar 'ne recht abenteuerliche Konstruktion, verrichtet aber seit 
Jahren zuverlässig ihren Dienst. Neben (rechtwinkligen) Trennschnitten 
sind auch Isolierschnitte (also nur durch das Kupfer) möglich, da die 
Schnitttiefe einstellbar ist. Vorteilhaft ist die geringe Schnittbreite 
von nur 0,7 mm. Besonders die Diamantscheibe hat sich bewährt, die 
herkömmlichen 22mm-Proxxon-Trennscheiben sind für Trennschnitte 
ungeeignet, da sie die Wärme nicht schnell genug abführen und daher 
durch Wärmespannungen zerspringen.

...
Angehängte Dateien:
Gast
>Jetzt weiß ich nicht so recht wie ich die Platine zuschneidenn/sägen
>soll.

Proxxon*, Dremel*, Platinenschneidautomat.

*) Dies nur als Beispiel, es gibt auch andere Firmen/Marken/Produkte, 
die die geforderten Aufgaben meistern können. Die Nennung der Firmen 
hier im Forum berechtigt nicht zur Ableitung von Rechtsansprüchen.
Gast
Die Erzeugung von wirrem Geschwätz und pseudojuristischem Geschwafel 
berechtigt nicht dazu, im Forum ernstgenommen zu werden. Die Nennung
von Formeln im Forum berechtigt zu deren 1. Ableitung.

SCNR
Herbert von Caravan

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