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Forum: Gesperrte Threads Das neue Rom


Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Ein recht interessanter Artikel des SPIEGELS:

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument....

Dazu paßt auch wunderbar ein Zitat von dem US- Präsidentschaftskanidaten 
AL GORE am 03.01.1999 in der "Berliner Zeitung":

 "Wir haben 1945 angefangen, uns den Globus zu erobern. Die NATO wurde 
nicht eingerichte, um die armen Europäer vor den Russen zu schützen, 
sonder die totale Kontrolle über Westeuropa zu erlangen."

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Dazu passen auch die folgenden Zitate

Im März 1991, als die Sowjetunion zusammenbrach und jedermann das 
goldene Zeitalter des Friedens angebrochen wähnte, prognostizierte kein 
geringerer als der ehemalige amerikanische Justizminister Ramsey Clark 
gegenüber der französischen Monatszeitschrift „L´Autre Journal“:  „Ich 
warne die Europäer davor zu glauben, dass die USA im Rahmen der Neuen 
Weltordnung Skrupel haben würden, auch in Europa militärisch zu 
intervenieren. Unsere Armee wird überall eingreifen,  wo unsere 
Interessen gefährdet sind und zwar mit allen Mitteln, einschließlich 
Atomwaffen. (...) Ich gehe sogar so weit zu behaupten, daß Amerika ohne 
Zögern auch in Westeuropa intervenieren würde, wenn dies gegenwärtig 
auch manchen Leuten als absurde Idee vorkommen mag. Die USA würden eine 
europäische nukleare und wirtschaftliche Großmacht nicht lange dulden."

"Unser wichtigstes Ziel ist es, das Wiederauftauchen eines neuen 
Rivalen, ob auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder 
anderswo, zu verhindern, der eine Bedrohung ähnlicher Ordnung wie die 
frühere Sowjetunion darstellen könnte. Dieser Gedanke bestimmt 
grundlegend die neue regionale Verteidigungsstrategie. Dies erfordert, 
daß wir jegliche feindliche Macht daran hindern, eine Region zu 
dominieren, deren Ressourcen es ihr bei genügender Kontrolle erlauben 
würden, globale Macht zu erlangen.  Bei den in Frage kommenden Regionen 
handelt es sich um Westeuropa, Ostasien, das Gebiet der früheren 
Sowjetunion und Südwestasien."  Umgesetzt in die praktische Politik 
bedingt das drei Aufgabenstellungen:  “Erstens müssen die USA den 
Führungsstil zeigen, der nötig ist um eine neue Ordnung einzuführen und 
zu sichern, eine die verspricht, potenzielle Konkurrenten davon zu 
überzeugen, dass sie erst gar nicht zu versuchen brauchen, eine größere 
Rolle zu spielen oder eine aggressivere Haltung einzunehmen, um ihre 
legitimen Interessen wahrzunehmen. Zweitens müssen wir in den 
nicht-militärischen Bereichen die Interessen der fortgeschrittenen 
Industrienationen (also insb. die EU-Staaten und Japan – W.E.) 
ausreichend berücksichtigen, um sie davon abzuhalten, unsere 
Führungsrolle in Frage zu stellen, oder zu versuchen die bestehende 
politische und wirtschaftliche Weltordnung zu kippen. Und schließlich 
müssen wir die Mechanismen pflegen, die potenzielle Konkurrenten davor 
abschrecken, eine bedeutendere regionale oder globale Rolle auch nur 
anzustreben. "
[New York Times vom 8. März 1992. Dt. siehe Blätter für deutsche und 
internationale Politik, Nr. 4/92, Seite 429f. sowie Der Spiegel, 16. 
März 1992. Führend bei der Erstellung dieses Dokumentes waren der 
damalige Staatssekretär im Verteidigungsministerium Paul Wolfowitz 
(unter Bush II Vizeverteidigungsminister) und der stellvertretende 
Staatssekretär im Verteidigungsministerium Lewis Libby (unter  Bush II 
Stabschef und Nationaler Sicherheitsberater des Vizepräsidenten).]

Autor: ... (Gast)
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Ja, ja. Abgehobenes Grossmachtsgeplapper, leider voellig an der 
Realitaet vorbei. Die Realitaet schaut etwas anders aus. Die USA konnten 
ihre Schulden durch den globalen Dollar auf den Rest der Welt abwaelzen. 
Der Dollar ist nun nicht mehr interessant, da auch die Chinesen und die 
Japaner gemerkt haben, dass sie ihre Altersvorsorge so quasi den Amis 
schenken. Wenn die Amis ihr eigenen Schulden selbst bezahlen muessen, 
geht's schnell runter.
Die Amis haben ihre Lebensweise und Infrastruktur auf ewig billiges Oel 
abgestellt. Zersiedeltes Bauen von duennbrettigen Haeusern, eine 
groosvolumige Autoflotte auf Pump. Tja. Ja. das wird teuer. Auch 
Innovation kostet. Bye, bye Amerika. Soviel zur Grossmacht. Alles 
morsch. Wie Russland.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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... wrote:
> Ja, ja. Abgehobenes Grossmachtsgeplapper, leider voellig an der
> Realitaet vorbei.

Daß du dich da mal nicht irrst... oder warum glaubst du, kriechen 
sämtliche Regierungen in Westeuropa selbst der 'lame duck' G.W.B bei 
jeder Gelegenheit mindestens bis zu den Knien in den A....?

> Die Realitaet schaut etwas anders aus. Die USA konnten
> ihre Schulden durch den globalen Dollar auf den Rest der Welt abwaelzen.

Ja warum wohl?

> Der Dollar ist nun nicht mehr interessant, da auch die Chinesen und die
> Japaner gemerkt haben, dass sie ihre Altersvorsorge so quasi den Amis
> schenken.

Hinterher ist es für die Beraubten leider zu spät...

> Wenn die Amis ihr eigenen Schulden selbst bezahlen muessen,
> geht's schnell runter.

> Hast du schon mal einen Räuber erlebt, der die Beute freiwillig wieder 
rausrückt?

> Die Amis haben ihre Lebensweise und Infrastruktur auf ewig billiges Oel
> abgestellt.

Wenn das eigentliche Öl alle ist, wird der Ersatzstoff eben aus den 
Vasallen herausgepreßt...

> Zersiedeltes Bauen von duennbrettigen Haeusern, eine
> groosvolumige Autoflotte auf Pump.

Jeder Bandwurm lebt auf diese Art 'Pump' - zurückbezahlt wird mit den 
Ausscheidungen.

> Tja. Ja. das wird teuer. Auch Innovation kostet.

Das ist richtig - nur verkennst du leider, wer die Zeche bezahlen 
dasf...

> Bye, bye Amerika. Soviel zur Grossmacht. Alles morsch.

Dein Wort in Gottes Ohr...

Autor: Nixwisser (Gast)
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Was bewegt eigentlich Regierungsvertreter, so ein Geschwätz von sich zu 
geben? Warum fühlen sie sich immer gleich bedroht wenn woanders 
ebenfalls militärische/wirtschaftliche Stärke vorhanden ist? Glauben 
Sie, Europa würde sie angreifen? Die Sowjetunion hat ja auch nicht 
angegriffen. Wozu auch? Nach dem dritten Weltkrieg wären große Teile der 
Welt eh unbewohnbar gewesen. Man hätte also von dem eroberten Land 
nichts gehabt, und das eigene wäre genauso kaputt gewesen. Wirtschaft 
gäb's auch keine mehr, also auch kein Geld für die ganz oben. Wofür 
also? Nur um das Gesicht zu wahren?

Oder ist es wirklich so, dass sich die Streitigkeiten von Nachbarn 
(Privathaushalte) eins zu eins auf Regierungen übertragen lassen, wie 
Machiavelli sagte.

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Warum sollen sich die Leute im Großen anders verhalten als wie im 
Kleinen? Machiavelli hat ja nur die Menschen realistisch und nicht 
idealistisch betrachtet. Trotzdem ist er aber glühender Republikaner 
geblieben - "Der Fürst" hatte ja nur die Aufgabe, ein 
korruptes/verrottetes Staatsgebilde wieder aufzurichten - bis das Volk 
selbst wieder die Zügel in die Hand nehmen kann.

Warum sich die USA so verhalten? Ganz einfach - weil nur mit ihrer 
globalen Weltwirtschaft der ganze Globus für sie ranschafft. Wie auch 
andere richtig dargelegt haben beliefern wir die Amerikaner mit 
wertvollen Waren und erhalten als "Dankeschön" wertlose grüne Scheine.
Die ganze amerikanische Wirtschaft "produziert" ja auch nur noch 
"Produkte" der Finanzwirtschaft, d.h. heiße Luft welche 
PowerPoint-Folien ausgeliefert wird.
Dies bricht ganz schnell zusammen wenn sie nicht globale Hegemonie 
ausüben. Saddam hat den Krieg dafür bekommen das er das Öl nicht mehr 
für Dollars verkaufen wollte und so die Erpressung der Welt bedroht 
hatte.

Dieser offene Brief eines russischen Generals ist auch sehr 
aufschlußreich:

http://www.tun-ist-der-weg-zum-erfolg.com/briefein...

Autor: GastTX (Gast)
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Dann sollten wir uns mal den "Affen neu erfinden" und nicht immer nach 
den USA schauen und wieder laufen lernen.

Autor: Matthias (Gast)
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> usüben. Saddam hat den Krieg dafür bekommen das er das Öl nicht mehr
> für Dollars verkaufen wollte und so die Erpressung der Welt bedroht
> hatte.

- Der böse Saddam hat sein Öl überallhin verkauft
- der Irak dürfte seit geraumer Zeit recht wenig Öl liefern
- für das Geld, das der Irakkrieg kostete, hätten die Amis eine ganze 
Menge Öl kaufen können

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