Hallo Leute,
ich möchte die Geschwindigkeit meiner RC-Flieger messen. Dass Messmodul
sollte hier mitfliegen und Daten erfassen. Diese werden dann ausgelesen
und am PC ausgewertet.
Ich bin im Moment auf der Suche nach einer Vernünftigen Methode die
Geschwindigkeit zu messen. Mir sind folgende Verfahren bekannt:
- Staurohr (gefällt mir nicht so da ich dieses irgendwo am Flieger
optimal anbringen muss)
- GPS (ist mir einfach zu gross von den Abmessungen)
- Beschleunigungssensor (da bin ich mir nicht sicher ob das in meinem
Anwendugsfall richtig funktioniert und ob die Anazahl der Messpunkte zum
Integrieren eine vernünftige Geschwindigkeit ergeben)
Gibt es sonst noch andere Wege und Mittel die Geschwindigkeit zu messen?
Gibt es ev. fertige ICs wie die Beschleunigungssensoren die mir schon
ein Teil der Arbeit abnehmen?
Gruss und Danke,
Schorsch
Ich habe diesen hier:
http://cgi.ebay.de/i-BLUE-747-GPS-LOGGER-BLUETOOTH-USB-51-KANAL-RECEIVER_W0QQitemZ260254291825QQihZ016QQcategoryZ27738QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
Kann dir jetzt nicht das genaue Gewicht sagen, aber wenn du nach "i-blue
747" o.ä. suchst, solltest du in den einschlägigen Foren was finden.
Das Gewicht lässt sich natürlich drastisch reduzieren, wenn man Gehäuse
und Akku weglässt, und den Logger direkt an eine Lipo Zelle hängst (zB
an den Balancer Anschluss).
Das Besondere an diesem Logger is übrigens, dass er in der Lage ist, mit
5Hz zu speichern. Statt der mitgelieferten Software kann man das freie
Programm bt747 verwenden, um zB den Logger auf 5 messungen pro sekunde
einzustellen.
Damit lassen sich dann schöne 3D Plots in Google Earth erstellen.
Dazu habe ich mal eine Frage an die Experten hier:
Der Logger hat Bluetooth und USB eingebaut. Bluetooth hab ich sonst nix,
daher verwende ich ausschließlich die USB Schnittstelle. Intern
verwendet der Logger eine Serielle Schnittstelle, und einen "USB
Wandler", der mit der Treibersoftware dem PC eine serielle Schnittstelle
vorgaukelt. Die Baudrate lässt sich per software einstellen.
Meine Frage: wäre es möglich, die serielle verbindung direkt
abzugreifen, und mit einem AVR zu verbinden? Das Modul ist zugleich auch
GPS-Maus, und gibt die Daten (NMEA?) ständig aus.
Wäre dies möglich, so könnte ich die GPS Koordinaten meines Fliegers
entweder zur Steuerung verwenden, oder über die 2,4 GHz verbindung der
Pollin-Funkkamera runtersenden (entweder als OSD einspeisung in das PAL
signal, oder über den Ton Kanal).
Nächste Frage: Was ist die günstigste (und kleine) Lösung für
Druckmessung (Staurohr, bzw. Höhenmessung?)
mfg, Jan
Hallo...
Es gibt auch die Möglichkeit der Geschwindikeitsmessung über den
Doppler-Effekt des Motorenlärms... funktioniert allerdings nur bei
Propellerflugzeugen.
siehe mal unter:
http://www.sprut.de/electronic/modell/index.htm -->
Geschwindigkeitsmessung...
Gruss Locher
Hallo,
die Messung über den Doppler-Effekt ist mir auch bekannt. Allerdings
möchte ich diese im Logger im Flieger haben.
GPS wäre eine Überlegung wenn die Empfänger wirklich so klein sind.
Ansonsten wird mir nichts anderes übrig bleiben als über ein Staurohr zu
messen.
Gruss,
Schorsch
Hallo!
Es gibt ne Menge verschiedener Varianten wie man sowas messen kann. Jede
mehr oder weniger einfach :) Die gängigsten hast du schon aufgezählt. Es
wrüde jedoch noch folgende Möglichkeit geben:
Man heizt einen Draht auf (bei 0 Fahrt auf bestimmte Temperatur) und der
Fahrtwind kühlt ihn dann ab, durch diese Abkühlung kannst du die
Geschwindkeit bestimmen. Das ganze Verfahren hat auch nen Namen.. nur
den weis ich leider nichtmehr.
Ansonsten würde ich dir trotzdem die Variante mit dem a-Sensor
empfehlen. Das funktioniert bestens. Wird auch in Flugzeugen verwendet,
zur Navigation. Ausserdem hast du dann noch andere interessante Werte,
z.B. welche Beschleunigungen bei deinen Flugmanövern auf dein Modell
gewirkt haben etc.
MFG
Marco Beffa wrote:
> Hallo!>> Es gibt ne Menge verschiedener Varianten wie man sowas messen kann. Jede> mehr oder weniger einfach :) Die gängigsten hast du schon aufgezählt. Es> wrüde jedoch noch folgende Möglichkeit geben:>> Man heizt einen Draht auf (bei 0 Fahrt auf bestimmte Temperatur) und der> Fahrtwind kühlt ihn dann ab, durch diese Abkühlung kannst du die> Geschwindkeit bestimmen. Das ganze Verfahren hat auch nen Namen.. nur> den weis ich leider nichtmehr.
Und bei warmem Wind?
> Ansonsten würde ich dir trotzdem die Variante mit dem a-Sensor> empfehlen. Das funktioniert bestens. Wird auch in Flugzeugen verwendet,> zur Navigation. Ausserdem hast du dann noch andere interessante Werte,> z.B. welche Beschleunigungen bei deinen Flugmanövern auf dein Modell> gewirkt haben etc.
Ein Beschleunigungssensor alleine bringt beim Integrieren aber ganz
schöne Integrationsfehler oder auch Driftfehler mit. Erst recht beim
zweifachen Integrieren für die zurückgelegte Strecke.
Marco Beffa wrote:
> Ansonsten würde ich dir trotzdem die Variante mit dem a-Sensor> empfehlen. Das funktioniert bestens. Wird auch in Flugzeugen verwendet,> zur Navigation.
Die kosten aber ein kleines bischen mehr als sich jeder normale
Amateurbastler zu leisten bereit ist.
Nur eine Idee:
wenn man zwei Ultraschallkapseln je vorne und hinten am Flgzg anbringt
und einmal die Laufzeit von vorne nach hinten und von hinten nach vorne
mist, sollte man doch die Strömungsgeschwindigkeit der Luft berechnen
können.
TOM wrote:
> Nur eine Idee:> wenn man zwei Ultraschallkapseln je vorne und hinten am Flgzg anbringt> und einmal die Laufzeit von vorne nach hinten und von hinten nach vorne> mist, sollte man doch die Strömungsgeschwindigkeit der Luft berechnen> können.
was sich dann aber je nach Gegenwind oder Rückenwind verändern würde.
Sonst würde ja ein einfacher Windsensor reichen.
Hallo,
@unbekannter: da bin ich grad überfragt. Was ist denn der Unterschied
zwischen true und air- speed?
@Gast: "GPS LOGGER GT100" hört sich nicht schlecht an. Wenn man da den
Akku und das Gehäuse weglässt wird man noch einiges an Gewicht sparen.
Ich frage mich nur ob ich da irgendwie mitm µC ran komme. Denn wie ich
gesehen habe wird das teil z.B. per USB eingestellt. Da können
Minimalintervale von 1s eingestellt werden. Die beiligende SW scheint
aber keine Auswertung der Geschwinigkeit zu machen. Ist alles ja kein
Problem so lange ich an die Daten ran komme. Hast du zufällig das Teil
im Einsatz? Oder jemand anders?
Die Verfahre mit Draht heiss machen und dann den Innenwiderstand messen
usw. kenn ich schon. Wird z.B. mit 2 Widerständen bei Durchflussmessern
gern genommen.
Gruss,
Schorschi.
Schorsch wrote:
> Hallo,>> @unbekannter: da bin ich grad überfragt. Was ist denn der Unterschied> zwischen true und air- speed?
Der Unterschied liegt zwischen Air-Speed und Ground-Speed. Ersteres ist
die Geschwindigkeit relativ zur Luft (eigentlich die entscheidende
Größe beim Fliegen), das zweite ist die Geschwindigkeit relativ zur
Erdoberfläche (nur für die Navigation relevant).
Das ist auch wichtig für die Messung. Mit einem Staurohr bekommst du
nämlich nur die Air-Speed und mit GPS nur die Ground-Speed.
Hi, Schorsch,
schau mal bei www.rc-network.de ins Forum.
Die haben eine Meßstrecke aufgebaut und von irgendeiner Rennbehörde
akkreditieren lassen oder so ähnlich.
All die Überlegungen, die mit "man könnte doch..." wurden diskutiert.
Realisierte Lösung: "Methode 'Schräge Musik'" aus dem 2. Weltkrieg -
Nachtjäger wurden mit senkrecht schießenden Bordwaffen bewaffnet, eine
Fotodiode löste bei Unterfliegen des Bombers die Waffen aus.
Hier keine Bordwaffen, sondern zwei Fotodioden am Boden, nach oben
messend, in abgemessenem Abstand.
Das müßte auch umgekehrt gehen - Fotodiode im Modell, Referenz am Boden.
Nur zur Veranschaulichung: Fliege im Tiefflug längs über den
Mittelsteeifen einer Bundesstraße und nimm die Schwarz-Weiß-Wechsel auf.
Oder installiere Fernseh-Fernsteuerungen als LED-Baken in regelmäßigem
Abstand, die ihr moduliertes Signal nach oben strahlen - und miß nur
diese modulierte Strahlung.
Ciao
Wolfgang Horn
>Was ist denn der Unterschied
zwischen true und air- speed?
Airspeed generell: Geschwindigkeit relativ zur Umgebungsluft. Da gibt es
dann "indicated airspeed" (IAS), der direkt aus der Druckdifferenz des
Staurohrs ermittelt wird, "calibrated airspeed" (CAS) wo noch ein Faktor
eingeht (zB ausrichtung des Staurohrs zur Geschwindigkeit, Einfluss der
Strömung um den Rumpf), "equivalent airspeed" (EAS) bezieht sich auf den
Druckunterschied zwischen der Flughöhe und Meeresniveau und
schlussendlich "true airspeed" (TAS) der deine wahre Geschwindigkeit
relativ zur Umgebung angibt.
Diese Feinheiten sind aber wohl belanglos für Modellflieger, erstens ist
der Messfehler wohl größer als die Unterschiede, zumal wir uns
vergleichsweise langsam und nicht allzu hoch bewegen.
Groundspeed: Geschwindigkeit über Boden. Das gibt dir beispielsweise ein
GPS Gerät aus. Mein i-Blue 747 beispielsweise gibt mir
Latitude/Longitude, Höhe und die horizontale Geschwindigkeit aus. Im
Sturzflug ist dann allerdings die Geschwindigkeit = 0. Kann man
natürlich aus den Koordinaten zweier Punkte errechnen, allerdings ist
die Höhe ziemlich fehlerbehaftet, was sich vor allem durch Drift äußert
(Obwohl ich an der selben stelle starte und lande, ist im Plot nachher
2-3 Meter höhenunterschied).
Die Frage ist, was du brauchst. Wenn du nur wissen willst "Wie schnell
geht der?" ist GPS wohl das einfachste. Bei Windstille und
Horizontalflug gibt dir das sehr genaue Werte.
Hallo,
danke für die Aufklärung der Geschwindigkeiten. Mir würde somit
Ground-Speed volkommen ausreichen. Ich will wie ihr schon schreibt nur
wissen wie schnell
der Flieger ist (max. Geschwindigkeit).
Der GPS LOGGER GT100 vom Reichelt scheint mir hier sehr interessant zu
sein. Verwendet den einer? Oder gibt es ähnlich leichte Alternativen?
Klar ist der Tracker nicht billig. Aber dafür könnte die Ansteuerung
recht simpel ausfallen. So wie ich im Datenblatt lesen konnte kann man
auf automatisches Tracken bis min. 1 Punkt pro Sekunde einstellen oder
Manuell über einen Taster. Da fragt sich ob man über den Taster nicht
ev. 2 Messpunkte pro Sekunte nehmen könnte.
Auslesen der Daten am PC oder ev. über eine andere Schnittstelle mit nem
µC und direkter Auswertung. Kann alles nach dem Flug geschen und muss
nicht mit fliegen.
Gruss,
Schorsch.
Hallo Leute,
ich hab mir jetzt mal den IGOTU besorgt.
Dieser macht jede sec einen Logeintrag. Leider loggt er die Höhe nicht
mir.
Damit hätte ich ja noch leben können aber die Messwerte sind nicht so
der Renner. Zum teil habe ich starke aussreisser bei denen von einem zum
nächsten Logeintrag die Geschwindigkeit von 80km/h auf 140km/h springt.
Ich denke dass in dieser Situation die Verbindung zu einem oder mehreren
Sateliten verloren geht und somit der Messfehler riesig wird.
Ich bin jetzt am überlegen ob ich aus dem Teil noch was machen kann oder
mir nen anderen GPS Logger hole z.B. den i-blue-747 und diesen versuche
im Gewicht zu reduzieren. Bei diesem lässt sich die Abtastrate auf 5Hz
einstellen.
Gruss,
Schorsch.