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Forum: Offtopic Muß man noch mehr wissen?


Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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"Capital must protect itself in every way... Debts must be collected and 
loans and mortgages foreclosed as soon as possible. When through a 
process of law the common people have lost their homes, they will be 
more tractable and more easily governed by the strong arm of the law 
applied by the central power of leading financiers. People without homes 
will not quarrel with their leaders. This is well known among our 
principle men now engaged in forming an imperialism of capitalism to 
govern the world. By dividing the people we can get them to expend their 
energies in fighting over questions of no importance to us except as 
teachers of the common herd."

Das kommt von J.P. Morgan persönlich.
http://en.wikiquote.org/wiki/J._P._Morgan

Autor: TheMason (Gast)
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nö !

>By dividing the people we can get them to expend their
>energies in fighting over questions of no importance to us except as
>teachers of the common herd

erinnert mich irgendwie an albert pike ....

muß mich mal eben über die schüssel hängen ... mein frühstück will mir 
nochmal hallo sagen ... *würg

Autor: Oberkommunist (Gast)
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"Kapital muss auf jede Art sich schützen… Schulden müssen die so bald 
wie möglich gesammelt werden und Darlehen und Hypotheken ausgeschlossen 
werden. Wenn durch einen Prozess des Gesetzes die gewöhnlichen Leute 
ihre Häuser verloren haben, sind sie durch den starken Arm des Gesetzes 
gefügiger und leicht geregelt, das durch die zentrale Befugnis der 
führenden Finanziere angewendet wird. Leute ohne Häuser streiten nicht 
mit ihren Führern. Dieses ist unter unseren Grundregelmännern weithin 
bekannt, die jetzt an der Formung eines Imperialismuses von 
Kapitalismus, um die Welt zu regeln teilnehmen. Indem wir die Leute 
teilen, können wir sie veranlassen, um ihre Energie beim Kämpfen über 
Fragen ohne Wert zu uns ausgenommen als Lehrer der allgemeinen Herde zu 
verbrauchen."

das ist die "Übersetzung" die yahoo Babel Fish liefert ..

.. reicht immer noch aus um zu erkennen, welche abgrundtief den Menschen 
verachtende Denkweise diese Drecksäcke in sich tragen ..

ich empfehle mal den Artikel im Spiegel, Ausgabe Nr. 24 zu lesen

"ANGRIFF auf den Wohlstand"
"Wie Spekulanten das Leben immer teurer machen",
S. 70 "Die Macht der Spekulanten"

fängt wie folgt an

DIE PREISTREIBER

"Öl und Gas, Weizen und Reis: Nach Hightech-Aktien und 
Immobilienkrediten hat das Heer der Spekulanten den Rohstoffmarkt 
entdeckt. Ihre Milliarden pushen die Preise in astronomische Höhen. Das 
hat gravierende Folgen: für das Leben der Menschen und die globale 
Wirtschaft."

Autor: TheMason (Gast)
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die spekulanten sind doch selbst teil der herde. nur das sie es nicht 
merken (eigenschaft 5 des menschen : arroganz, überheblichkeit)

das schlimme daran ist eigentlich nicht das es leute gibt die solche 
gedanken bewegen bzw. nach deren umsetzung lechzen, das schlimme ist das 
es keiner erkennen will aber jeder ahnt, und trotzden nichts dagegen 
tut.
motto : der kluge gibt solange nach bis er der dumme ist.
wir müssten es eigentlich besser wissen, dadurch das wir es nicht tun 
zeigen wir nur das wir nichts gelernt haben ....

nochmal eben einen satz zu deinem nick (ohne dich persönlich 
anzugreifen) :

kommunismus ist gegenüber dem kapitalismus meiner meinung die 
schlechtere wahl, da man im kommunismus weder politische noch 
wirtschaftliche wahlfreiheit hat. diese hat man zwar (augenscheinlich) 
im kapitalismus, doch sind beide systeme in ihrer grundsätzlichen 
ideologie gleich : es geht um die entmündigung ihrer "untertanen" durch 
besser(dar)stellung der herrschenden kaste.

der kommunismus ist in seiner idee insofern ok alsdas er allen leuten 
gleiche bedingungen bietet durch einschränkung der möglichkeiten. ich 
weiß nicht ob man durch staatliche regularien die menschen dazu zwingen 
kann "bessere" menschen zu sein, indem man ihre möglichkeiten 
beschneidet.

es hört sich etwas weltfremd an, aber bei diesen beiden alternativen ist 
mir die monarchie doch am liebsten. ist der könig zu streng wird er 
vergejagt/gejagt, also (sollte) ihm daran gelegen sein sein volk recht 
zu behandeln. im großen und ganzen hat es ja auch (bis auf einige 
ausnahmen) funktioniert.
und die vorstellung wir haben einen könig/kaiser und können trotzdem 
noch im internet surfen hat doch was mystisches.

nochmal einen netten spruch zur monarchie : "zu zeiten der monarchie 
nahm der könig den zehnten eines jeden. der staat ist fortschrittlicher. 
er lässt einem nur den zehnten" :-))

Autor: Oberkommunist (Gast)
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@TheMason

In den Augen der Neoliberalen "Sozial-Entreformer" gilt derjenige doch 
bereits als Sozialist oder gar Kommunist, wer gegen Studiengebühren 
eintritt, eine kostenfreies Schulspeisung beführwortet oder für den 
Mindestlohn eintritt (dort wo Tarifpartner aus eigener Kraft sich nicht 
einigen können oder wollen). In diesem Sinn nehme ich dann halt mal den 
Nick "Oberkommunist" an :). Ist doch irgendwie ähnlich wie bei Jürgen 
Rüttgers, der in seiner vom Wirtschaftsflügel dominierten CDU als 
"Arbeiterführer" gilt, nur weil er hin und wieder ein paar vernünftige 
Gedanken äußert. Achte mal drauf, wie mit Leuten wie Lafontaine von 
Seiten der sog. Konservativen umgegangen wird. Da erlebst du aus der 
rechtskonservativen Ecke plötzlich Dogmatismus pur, wie z.B. neulich, in 
einer Talkrunde mit Frau Haderthauer von der CSU. Da fallen dann keine 
inhaltlichen Argumente mehr, da wird nur noch versucht den Gegner in die 
Schmuddelecke abzuschieben (Lafo = SED = Kommunist = Regimegegner. 
Lächerlich hoch drei!). Was den Kommunismus der Stalin-Zeit anbetrifft, 
unter dem haben die Menschen genug gelitten, umso erschreckender ist, 
dass Thesen von Karl-Marx (ich maße mir jetzt nicht an der große Marx 
Kenner zu sein) seit dem Aufkommen der Globalisierung sich immer öfter 
als zutreffend herausstellen. Für mich ist der Kommunismus so wie ihn 
die Menschen erlebt haben genauso falsch, wie der sogenannte vom 
"Finanzmarkt getriebene Kapitalismus". Geistig findest du mich am 
ehesten bei alten Heiner Geißler wieder, Gegner der Aganda 2010 ist und 
bewusst attac beigetreten ist. Warum trat er bei? Weil attac die 
Abkürzung ist für (übersetzt) "Vereinigung für eine Besteuerung von 
Finanztransaktionen zum Nutzen der Bürger" und Geißler schon lange gegen 
den sog. ugezügelten und ungeregelten, aggressiven Kapitalmarkt ist. 
Mittlerweile leiden die Mehrzahl der Bürger der westlichen Welt unter 
den Spekulationstransaktionen einer Minderheit und mir will nicht 
einleuchten, dass Regierungen heutzutage zu schwach seien sollen, um 
gegen diese Schweinebande von Spekulanten vorzugehen. Wir müssen 
diejenigen abstrafen, die dagegen nichts unternehmen (wollen). Dazu 
brauchen wir auch keinen immer wieder unterstellten Systemwechsel (ich 
wüsste auch gar nicht wohin genau wir wechseln sollten), aber wir müssen 
den Druck so weit erhöhen, dass unsere sog. Volksparteien zum Handeln 
gezwungen werden. Die Iren haben mit ihrer Form der Abstimmung ihre 
Unzufriedenheit gezeigt - zwar mit einem anderen Hintergrund, es gibt 
aber Parallelel. Ich empfehle dazu mal den Artikel von Jürgen Habermas 
in der Süddeutschen zu lesen

http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/310/180753/

""Die unten" ärgern sich über die wachsende Kluft zwischen Arm und 
Reich, erst recht in einem Land, wo die Leute nachbarschaftlich 
zusammenlebten. Die Bürger verachten die eigenen Politiker, die vieles 
versprechen, aber ohne Perspektive sind und nichts mehr bewegen 
(können). [...] Sie sollen wieder einmal etwas ratifizieren, woran sie 
nicht beteiligt waren. [...] Sie wollen nicht wie Stimmvieh behandelt 
werden, das zur Urne getrieben wird. Mit Ausnahme von drei "Nein" 
sagenden Parlamentsabgeordneten steht ihnen die ganze politische Klasse 
geschlossen gegenüber. Damit stellt sich gewissermaßen die Politik als 
solche zur Wahl."

Autor: Spötter (Gast)
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Kurzfassung für Neu-Reiche ( noch mehr für Neu-/alt-Arme ):

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren !

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Ich glaube der Gegensatz zum Kapitalismus ist gar nicht der Kommunismus. 
Es ist eine Marktwirtschaft, wo der Markt Mittel zum Zweck des 
Wohlergehens des Menschen ist und nicht der Mensch Mittel zum Zweck des 
Wohlergehens des Marktes. Letzteres ist einfach pervers - wie wir es 
auch erleben.
Der Kernbestandteil des Kapitalismus ist auch nicht der Markt sondern 
das Kapital. Kapital ist gewinnbringend angelegtes Vermögen. Die auch 
von Marx richtig beschriebene inherente Gefahr besteht darin, das sich 
auf diese Art und Weise das Vermögen in Form von Geld von seinem Zweck 
als bequemes Warentauschmittel löst und zum Selbstzweck wird. Dabei 
kommt es zu der erstaunlichen Eigenschaft das sich Kapitalansammlungen 
von selbst vermehren - wie das bei schwarzen Löchern der Fall ist. Sie 
saugen immer und immer mehr Vermögen an sich bis ihnen alles gehört. 
Dies ist dann Monopolkapitalismus. Dieser kann von den Auswirkungen her 
den real existierenden Sozialismus recht ähnlich werden; dort gehört 
defakto erst einmal jeden alles, nur wenn er dieses Recht verwirklichen 
will und nach etwas greift wird er wg. Angriff auf das "Volkseigentum" 
an die Wand gestellt.
Somit sind die größten Kapitalisten alles andere als Marktwirtschaftler; 
das Motto vom alten Rockefeller war ja "Wettbewerb ist Sünde", und er 
hat ja aus Prinzip schon alle Mitbewerber (teilweise mit Dynamit) von 
der Bildfläche gefegt. Auch über J.P. Morgan sagte man das er sich den 
Präfix "J. P." zugelegt habe um nicht mit dem Piraten Henry Morgan 
verwechselt zu werden. Und vom alten Rothschild gibt es noch das 
berühmte Zitat "Gebt mir die Kontrolle über die Währung eines Landes und 
es ist mir egal wer dann die Gesetze macht."
Ziemlich genau das Gegenteil von dem was man in Europa einmal mit Markt 
meinte. Es gab zwar in der Stadt mehrere Handwerksbetriebe, aber man 
half sich sogar gegenseitig mit Geld aus.
Was aber ist die Eigenschaft des Kapitals, sich selbst zu vermehren und 
so zu solch unappetitlichen Singularitäten zu werden?
In erster Linie ist es der Zins, der dazu führt das ruhendes Kapital 
sich vermehrt. Das wird meist als Gegenteil beschrieben, aber arbeitet 
der Geldverleiher? Nein, er läßt arbeiten. Warum leiht man sich dann 
überhaupt Geld aus, wenn schon bei moderaten Zinssätzen über einige 
Jahre die ausgeliehene Summe doppelt zurückzahlen muß? Einmal als 
Schuldtilgung, einmal als Zinstilgung. Es ist nicht immer so das die 
Leute nicht rechnen können. Wie Morgan oder besser noch Rothschild es 
selbst so schön gesagt haben konnten sich die Kapitalisten die Kontrolle 
über das Geld an sich sichern - oftmals über gekaufte Politiker deren 
Preis sich mehr als ausgezahlt hatte. So war man in der Lage zu gewissen 
Zeiten das Geld künstlich zu verknappen.
Man schaue sich auch an wie viel Geld unser Staat jährlich für 
Schuldentilgung ausgibt! Wie viel Geld die Staaten insgesamt für 
Schuldentilgung ausgeben! Wo fließt das Geld hin?
Die Staatsschulden sind übrigens auch der Grund für den 
Wachstumsfetischismus unserer "Politiker". Denn nur wenn die Wirtschaft 
zumindest mit dem Zinssatz wächst hat man überhaupt eine Chance die 
Schulden nicht weiter ansteigen zu lassen. Womit auch geklärt sein 
dürfte warum das Wirtschaftswachstum nicht bei uns ankommt.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Rüdiger Knörig wrote:
> Ich glaube der Gegensatz zum Kapitalismus ist gar nicht der Kommunismus.
> Es ist eine Marktwirtschaft, wo der Markt Mittel zum Zweck des
> Wohlergehens des Menschen ist und nicht der Mensch Mittel zum Zweck des
> Wohlergehens des Marktes. Letzteres ist einfach pervers - wie wir es
> auch erleben.

Hmm - der Raubtierkapitalismus ist doch auch nur Mittel zum Zweck: Für 
eine relativ überschaubare Clique, die den Rest der Menschheit für eine 
besondere Art Nutzvieh hält.

Das Problem ist, daß dieses Nutzvieh sich mit der Rolle zufrieden gibt 
und die Rechtfertigungsideologien ihrer Herren engagiert, aber völlig 
kritiklos nachplappert...

> Dies ist dann Monopolkapitalismus. Dieser kann von den Auswirkungen her
> den real existierenden Sozialismus recht ähnlich werden;

Na ja, als Außenstehender werde ich das Gefühl nicht los, daß es im 
Realen Sozialismus zwar Willkür gab - wie überall, wo Menschen über 
andere Macht haben -, die Willkür aber nicht Staatsdoktrin war, wie es 
spätestens seit Bush II überall in der "Freien Welt" der Fall ist.

> dort gehört
> defakto erst einmal jeden alles, nur wenn er dieses Recht verwirklichen
> will und nach etwas greift wird er wg. Angriff auf das "Volkseigentum"
> an die Wand gestellt.

Ich glaube nicht, daß das unveränderliches Merkmal des "Realen 
Sozialismus" war. Man muß einfach die Situation im Kalten Krieg in 
Betracht ziehen: Die Bedrohung durch den Westen war leider kein 
Hirngespinst und spätestens die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes 
des Schreckens führte zu einer ausgeprägten Mangelwirtschaft, die dann 
zu solchen Exzessen kleiner Geister führt.

> Somit sind die größten Kapitalisten alles andere als Marktwirtschaftler;

Ja klar - Adenauer brachte das in eine handliche Formel: Was kümmert 
mich mein Geschwätz von gestern.

> Die Staatsschulden sind übrigens auch der Grund für den
> Wachstumsfetischismus unserer "Politiker".

Die Kriminalisten nennen sowas ein Schneeballsystem.

Autor: Nachdenklicher (Gast)
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Sinngemäss übernommen von anderer Stelle:

Es gab mal einen Mannesmann-Kleinanleger, der zu einem anderen bei einer 
Hauptversammlung ( vor der Vodafone-Übernahme ) ungefähr folgendes 
sagte:

Die "Grossen" hier, das sind ja Wölfe ! -

Die Antwort war:
Stimmt nicht, Wölfe hören auf zu fressen, wenn sie satt sind !

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