Hilfe, mein Lötkolben tickt!

Gast #906747
Lesenswert?

Lötkolben tech-tool an Digital 2000 A (ERSA).
Wenn der Kolben in der Ablage liegt, fängt er irgendwann an im 1-s-Takt
zu ticken. Kann das normal sein? War der KGB bei mir und hat die Wanze 
unsachgemäß eingebaut?
Ist das bei euch auch so?
Ich dachte, das Eisen wird von der Regeleinheit auf Temperatur gehalten 
und nicht von einem primitiven Uhrwerk.
Was ist das?
Es beunruhigt. Wann explodiert es?
Gast #906750
Lesenswert?

das ist die Unwucht des Dampfgenerators im AKW, welche dieses geräusch 
verursacht. das geräusch wird dan über dimmetalleitungen übertragen. 
probier mal aus: wenn du das kabel spannst dann wird es lauter!!!

aber verbrenn dich nicht!!!!
Gast #906760
Lesenswert?

Hat dein Halter/Lötkolben eine automatische Abschaltung? Manche 
Stationen schalten den Lötkolben automatisch in 'Standby' (120..150°C) 
um die Lötspitze zu schonen.

Das Knacken könnte vom Abkühlen kommen.
Gast #906769
Lesenswert?

Klicken im Kolben kenn ich eigentlich nur von Magnastat (hat glaub ich 
Weller verbrochen), also bimetallgesteuertes Regelwerk: Da wird bei 
Erreichen der Soll-Temperatur einfach der Heizkolben nen paar Millimeter 
von der Lötspitze weggezogen (klick). Wenns zu kalt wird, biegt sich 
die Sache zurück und verbindet Kolben und Spitze wieder (klack). 
Klasse Sache, liefert Wärme so schnell nach, dasse garnich gucken 
kannst.

Evtl. hörst du einfach das Metall arbeiten? Bei der Hitze verzieht und 
dehnt sich schonmal was am Kolben.

Edith sagt, dass scheinbar doch nur ein Stromkreis geschaltet wird. Habs 
wohl damals falsch verstanden seufz. Na wie auch immer, ne Holzdecke 
arbeitet doch auch.
#906773
Lesenswert?

Sven Pauli wrote:

> Klicken im Kolben kenn ich eigentlich nur von Magnastat (hat glaub ich
> Weller verbrochen), also bimetallgesteuertes Regelwerk:

Nix Bimetall. Und es wird auch nicht das Heizelement zurückgezogen, 
sondern einfach ein Schalter betätigt. Benutzt den Curie-Effekt, 
Ferromagnetismus verschwindet oberhalb einer legierungsabhängigen 
Grenztemperatur. Also: Permanentmagnet am Schalter + ferromagnetisches 
Stück Metall an der Spitze + Feder = Magnastat.
Gast #906779
Lesenswert?

@ Thilo

Der Kolben ist auf 330 °C eingestellt (Blei!!! pfui!!). Die 
Standby-Schaltung habe ich im Steuergerät abgeschaltet (kleine 
Lötstellen mit geringer Wärmekapazität, Gelegenheitslöten bei visueller 
Leiterplatteninspektion).

@ Christoph, @ Matthias

Magnastat von Weller kenne ich, da ist das Knacken aber eher 
unregelmäßig und selten. Hier tickt es absolut regelmäßig und außerdem 
existiert ja eigentlich ein aufwendiges Steuergerät (Digital 2000A), das 
7 (!) Leitungen zum Kolben führt.
Hat man beides kombiniert? Schlecht vorstellbar.
Gast #906788
Lesenswert?

Andreas Kaiser wrote:
> Sven Pauli wrote:
>
>> Klicken im Kolben kenn ich eigentlich nur von Magnastat (hat glaub ich
>> Weller verbrochen), also bimetallgesteuertes Regelwerk:
>
> Nix Bimetall. Und es wird auch nicht das Heizelement zurückgezogen,
> sondern einfach ein Schalter betätigt. Benutzt den Curie-Effekt,
> Ferromagnetismus verschwindet oberhalb einer legierungsabhängigen
> Grenztemperatur. Also: Permanentmagnet am Schalter + ferromagnetisches
> Stück Metall an der Spitze + Feder = Magnastat.

hab mich doch schon korrigiert... schäm

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren