Frage zu Diodengleichrichter

Gast #908401
Hallo zusammen,

ich habe einmal eine Frage zu Diodengleichrichtern. Ich habe schon 
öfters gesehen, dass bei einem Diodengleichrichter parallel zu jeder 
Diode ein Kondensator, meist so 100nF, geschaltet ist.

Wozu stellt sich mir die Frage?

Weiß das jemand? Würde mich freuen, wenn mich da jemand aufklären 
könnte.


Bis dahin schöne Grüße

Marco
Gast #908416
Manchmal kehrt sich das Gutgemeinte in das Gegentum, äh -teil um.
Ich hatte mal einen Satellitenreceiver, bei dem auch je 100n über den 
Dioden der Grätzbrücke saßen. Einer davon hatte dann einen Schluß und es 
war auch Schluß: Sprich, die Brücke "humpelte" und der nun fließende 
hohe
Strom tötete nicht die gegenüberliegende Diode sondern die in den Trafo 
mit "eingewickelte" Sicherung. :-((

Man sieht: Alles Mögliche ist möglich. ;-)

MfG Paul
Gast #908420
Was heißt denn Voodoo? Also bringen die Dinger nichts!?

Habe ich schon öfter gesehen, deswegen wundere ich mich schon. gibts 
dazu irgendwo mal was zu lesen. Ich habe schon im Netz geschaut, aber 
leider nix gefunden.

Wäre klasse, wenn da jemand was hätte, aber wenns eh Voodoo ist ;)

Vielen Dank schonmal!

Grüße
Marco
#908423
Hallo,

kein Voodoo ist es, wenn dahinter ein AM-Empfänger hängt.
Dann versteht man ohne diese Kondensatoren die Bedeutung des Begriffes 
Brummmodulation viel besser.

Außerdem sollte auch die Verstärker-Fraktion "mein Lade-Elko ist größer 
als deiner" darüber nachdenken. Wenn der Stromflußwinkel sehr klein wird 
steigen die Storungen merklich an.

Gruß aus Berlin
Michael
#908525
@ Michael U. (amiga)

>kein Voodoo ist es, wenn dahinter ein AM-Empfänger hängt.

????
Die 100nF bringen dann welchen Effekt?

>Dann versteht man ohne diese Kondensatoren die Bedeutung des Begriffes
>Brummmodulation viel besser.

Wenn der dahinterliegende Spannungsegler SOOOO mies ist, nciht mal 
popeligen 100 Hz Brumm zu filtern, dann schmeiss ihn weg. LM317 hat 80db 
oder so Brummdämpfung.

>Außerdem sollte auch die Verstärker-Fraktion "mein Lade-Elko ist größer
>als deiner" darüber nachdenken. Wenn der Stromflußwinkel sehr klein wird
>steigen die Storungen merklich an.

Naja, das nimmt der Trafo übel, ansonsten?

MFG
Falk
Gast #908533
Die Voodoo-C's sollen ja nicht die 50Hz bremsen, sondern die 
hochfrequenten Oberwellen, die nach Herrn Fourier an der nach oben 
geklappten Sinuswelle entstehen.
#908932
Hallo,

@Falk Brunner: das Problem sind nicht die 50 oder 100Hz. Das Problem ist 
der Effekt, daß HF, die über Netzzuleitung usw. unerwünscht empfangen 
wird, sich an den Dioden mit den im 50/100Hz Rythmus entstehenden 
HF-impulsen mischt und damit hat die durchkommende HF eine 
50/100Hz-Modulation.
Das kommt durchaus auch an Reglern usw. gut vorbei, weil es durch 
Leitungen usw. wieder abgestrahlt wird.

Daß das heute weit weniger eine Rolle spielt, als früher zu Zeiten von 
MW-Empfang, ist mir schon klar. Die Kondensatoren kommen aber aus dieser 
Zeit und waren alles andere als Voodoo.

Zu den Elkos: schau Dir die Störungen an, die eine Diode bei kleinem 
Stromflußwinkel erzeugen kann und. Es sind ja auch da weniger die recht 
hohen Frequenzen, mehr die Mischprodukte (Intermodulationsverzerrungen).

Gruß aus Berlin
Michael

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