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Forum: Offtopic "Professionelle" Hobbyelektronik


Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

ich lese hier im Forum sehr viele Anfängerfragen. Wenn es dann in 
Richtung eines eher fortgeschrittenen Fragenstellers geht, dann wird 
halt einmal ein Detail eines Gebiet genau betracht, z. B. mal das 
USB-Protokoll "gehackt" und dabei ein kleiner USB-Controller im FPGA 
entwickelt, der z. B. nur die ID abfragt und sonst nichts. Sehr selten 
sehe ich mal eine professionelle Hobbyentwicklung, z. B. so etwas wie 
Openoffice.
Am häufigsten wird einfach nur probiert, gemessen, experimentiert, 
gebastelt.
Wie viele "Hobbyingenieure" gibt es denn eigentlich, die sich wirklich 
"richtig reinhängen" und z. B. mit UMTS, USB, HDMI, Ethernet, TCP/IP, 
ASIC-Design-Software vergleichbare Projekte entwickeln und evtl. sogar 
bessere Produkte entwickeln als kommerziell eingesetzte und diese frei 
zur Verfügung stellen.
Auffällig ist immerhin, dass es so viele Linuxfans gibt, die ihre eigene 
Distribution zusammenschustern oder eben "einfache" Sachen wie Text- und 
Bildbearbeitungsprogramme entwickeln, sich aber niemand um die wirklich 
harten Nüsse kümmert. Kennt ihr vielleicht eine Open-Source-Software, 
die z. B. Altium-Designer, MATLAB oder ProE das Wasser reichen kann?

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Stefan Helmert wrote:
> Sehr selten
> sehe ich mal eine professionelle Hobbyentwicklung, z. B. so etwas wie
> Openoffice.

Openoffice ist keine Hobbyentwicklung, da sind Vollzeitentwickler am 
Werk.

> Am häufigsten wird einfach nur probiert, gemessen, experimentiert,
> gebastelt.
> Wie viele "Hobbyingenieure" gibt es denn eigentlich, die sich wirklich
> "richtig reinhängen" und z. B. mit UMTS, USB, HDMI, Ethernet, TCP/IP,
> ASIC-Design-Software vergleichbare Projekte entwickeln und evtl. sogar
> bessere Produkte entwickeln als kommerziell eingesetzte

Vermutlich keine.

Was professionelle Entwicklung von Hobbyentwicklung unterscheidet sind 
nicht besondere Programmierkünste, Algorithmen oder Techniken (ganz im 
Gegenteil, da sind viele Hobbyisten weiter als manche professionellen 
Entwickler), sondern die Arbeitsweise. Ein Großteil der Arbeitszeit geht 
für Spezifikation, Design, Testen, Dokumentieren usw. drauf, und das 
macht einfach keinen Spaß, deswegen tut sich das niemand als Hobby an. 
Einen MP3-Player auf Lochraster zum Abspielen von Musik zu bekommen ist 
nicht schwer, daraus einen bedienbaren Gebrauchsgegenstand zu machen 
verschlingt noch mal mindestens das zehnfache der Zeit, und ist wenig 
befriedigend.

> MATLAB

Octave, Scilab. Die dürften aber auch eher im Uni-Umfeld entstanden 
sein, nicht als Hobbyprojekte.

Autor: Morin (Gast)
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Ich nehme an, dass die meisten Entwickler an "professionelleren" 
Projekten (hier gemeint im Sinne von größer und qualitativ hochwertiger, 
nicht im Sinne von beruflich) sich damit selten auf eine Seite wie 
MC.net verirren. Ausnahmen gibt es, klar, siehe z.B. das 
Webserver-Projekt. Aber es ist eben doch eher selten.

Wenn ein Hobbyentwickler, egal ob Software oder Hardware, was größeres 
aufzieht, dann passiert das i.A. nicht hier. Dann wird eher ein 
eigenstädiges Projekt draus gemacht und dieses dann entweder 
eigenständig veröffentlicht oder vermarktet.

Wobei ich persönlich für ein Hobbyprojekt (das sich zur Vermarktung 
nicht eignet und ich es deshalb lieber "open source" veröffentlichen 
würde) gerade solche Seiten wie diese benutzen würde, um es bekannt zu 
machen. Immerhin sind das alles potentielle Pluspunkte z.B. bei einer 
Bewerbung, und außerdem findet man evtl. nette Leute die mitmachen.

Autor: Maxim S. (maxim) Benutzerseite
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Andreas Schwarz wrote:
> Ein Großteil der Arbeitszeit geht für Spezifikation, Design, Testen,
> Dokumentieren usw. drauf, und das macht einfach keinen Spaß, deswegen tut
> sich das niemand als Hobby an.

Wie recht du hast. Auch mir macht es keinen Spaß, stundenlang mit 
Planung zu verbringen und während der Entwicklung Protokolle zu führen 
u.s.w. Aber auch für Hobbybastler ist dies sehr empfehlenswert, wenn's 
umfangreiche Projekte werden. Nach mehrwöchigen Zwangspausen weiß man 
oft selber nicht mehr, wo man aufgehört hat und verbringt wieder 'ne 
Menge Zeit mit Sachen, die man eigentlich schon erledigt hat.

Autor: Mathi (Gast)
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Ich glaube der große Unterschied zwischen Profis und Hobbyisten liegt 
einfach in der Herangehensweise. Sehr häufig sieht man in solchen Foren 
das "Laien" den Aufwand einer Entwicklung nicht einschätzen können. Da 
werden Projekte angedacht die einfach zu groß sind. Oft wird sehr naiv 
ein Projekt angegangen. Z.b. ist das Design eines ASICs nicht das 
schwerste. Allerdings einen FUNKTIONIERENDEN ASIC zu entwerfen hat es in 
sich.
Das ist kein Angriff auf Hobby-elektroniker! Jemand der das als Hobby 
macht, kann durchaus mehr drauf haben als ein Profi. Doch fehlt es ihm 
an Ressourcen wie Zeit und Geld.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Stefan Helmert (stefan_helmert)

>ich lese hier im Forum sehr viele Anfängerfragen. Wenn es dann in

Wir haben alle mal angefangen.

>sehe ich mal eine professionelle Hobbyentwicklung, z. B. so etwas wie

Ein Oxymoron. ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Oxymoron

>Am häufigsten wird einfach nur probiert, gemessen, experimentiert,
>gebastelt.

Das ist der Sinn eines Hobbys.

>ASIC-Design-Software vergleichbare Projekte entwickeln und evtl. sogar

ASICs im Hobbybereich? Kleiner Scherzkeks. Aber FPGAs kommen schon sehr 
nah, und da git es tonnenweise Projekte.

>bessere Produkte entwickeln als kommerziell eingesetzte und diese frei
>zur Verfügung stellen.

Warum sollten sie das? Damit Nörgler wie du sie kostenlos nutzen können?

>Bildbearbeitungsprogramme entwickeln, sich aber niemand um die wirklich
<harten Nüsse kümmert.

Na dann geh mal mit gutem Beispiel vorran.

>Kennt ihr vielleicht eine Open-Source-Software,
>die z. B. Altium-Designer, MATLAB oder ProE das Wasser reichen kann?

Und wozu?

Es gibt diverse Freeware/demoversionen von Eagle, Target & Co. Kann man 
prima mit arbeiten. Es gibt Pspice for free. etc. Altiumdesigner 
abgehakt.

MATLAB weiss ich jertz nicht, was es da so gibt.

ProE? Willst du ein Schiff bauen?

Worauf willst du hinaus?

MFG
Falk

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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Stefan mit deinem Posting hast du klar gemacht, dass du kein 
profesioneller Hobbyelektroniker bist.

Autor: rotzfrech (Gast)
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ja. gibt es:

Viele Funkamateure zB.

Baycom etc ..

Autor: Dieter Werner (dds5)
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rotzfrech wrote:
> ja. gibt es:
>
> Viele Funkamateure zB.
>
> Baycom etc ..

Schon, aber da stehen auch oft Profis im Hintergrund zumindest mit Rat 
wenn nicht sogar Tat zur Seite.

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Stefan Helmert wrote:
> Am häufigsten wird einfach nur probiert, gemessen, experimentiert,
> gebastelt.

Richtig. Hier bin ich Bastler, im Beruf Ingenieur. Die Scheiße die ich 
den ganzen Tag im Beruf habe brauche ich in der Freizeit nicht.

> Wie viele "Hobbyingenieure" gibt es denn eigentlich, die sich wirklich
> "richtig reinhängen"

Wozu? Freizeit, Hobby, du verstehst?

> und z. B. mit UMTS, USB, HDMI, Ethernet, TCP/IP,
> ASIC-Design-Software vergleichbare Projekte entwickeln

Grob die Hälfte davon ist, aus Bastlersicht betrachtet, ekelhafte 
Scheiße. TCP/IP geht (ist langweilige Software), Ethernet geht so (nur 
was ist daran spannend Chips dafür zu kaufen und zusammen zu bauen?). 
USB? Na ja, schon nervig. HDMI, UMTS? Da scheitert man als Bastler schon 
an der notwendigen Dokumentation und bei UMTS an einem Messgerätepark 
der in die Millionen Euro geht - zum Einstieg.

Wenn ich so ein Zeug anfasse, dann nur wenn es mein Fachgebiet als 
Ingenieur ist und ich dafür bezahlt werden. Denn das macht keinen Spaß, 
ist teuer und bringt keine Entspannung.

> und evtl. sogar
> bessere Produkte entwickeln als kommerziell eingesetzte und diese frei
> zur Verfügung stellen.

Ach, darum geht es. Du willst was billiges haben. Mach's selber. 
Hannemann, geh du voran!

> Auffällig ist immerhin, dass es so viele Linuxfans gibt, die ihre eigene
> Distribution zusammenschustern oder eben "einfache" Sachen wie Text- und
> Bildbearbeitungsprogramme entwickeln, sich aber niemand um die wirklich
> harten Nüsse kümmert.

Weil es eben harte Nüsse sind. Warum soll man sich selbst in der 
Freizeit damit nerven?

Nochmal, wenn's dich stört mach's selber, statt über irgendwelche 
Software-Autoren zu jammern, die nicht das liefern, was du unbedingt 
haben willst.

> Kennt ihr vielleicht eine Open-Source-Software,
> die z. B. Altium-Designer, MATLAB oder ProE das Wasser reichen kann?

Und wir Hobbybastler sind das jetzt schuld?

Autor: fanki (Gast)
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UMTS ?? Du hast keine blassen Schimmer wie kompliziert das ist... oder?

Versuch mal nur ein Kurzwellenradio selbst zu entwerfen, dann weißt du 
von was ich rede.

Autor: Steffen (Gast)
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Ich denke, dass vor allem der Kostenaspekt eine Rolle spielt. Um an 
"professionellerer" Software mitzuarbeiten reicht meist ein Rechner der 
bereits vorhanden ist. Dann noch einen (oft) kostenlosen Compiler mit 
einer guten Entwicklungsumgebung - und ab geht es. Insbesondere durch 
die gute Abstraktion des Betriebssystems kann es sofort von Millionen 
Leuten getestet/verwendet werden. Alternativ heißt das, dass wir alle 
die gleiche Hardware zu Hause hätten - Kosten.

Wenn hier jemand was macht, dann fängt der Spaß oft beim Entwickeln 
einer eigenen Platine an, die nicht 100 % Kompatibel zum Rest der Welt 
ist. Dann muss auch beim Rückgriff auf vorhandene Projekte erst "ewig" 
eine Anpassung vorgenommen werden, was wichtige Ressourcen wären, um ein 
einziges Projekt gezielt voran zu bringen.

Bei Software ist es oft so, dass die Software im OS Bereich kostenlos 
abgegeben wird - also eine Ersparnis gegenüber kommerziellen Produkten 
erreicht wird. Im Hobbybereich ein Produkt zu entwickeln/bauen, das 
günstiger/besser als ein kommerzielles ist, ist oft nicht möglich (siehe 
billige MP3-Player). Außerdem benötigt man dann wieder Leute, die diese 
Produkte verkaufen und sich dann um die ganzen gesetzl. Themen 
(Zertifizierung, WEEE,...) kümmern - und spätestens dann ist es kein 
Hobby mehr.

Steffen.

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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Einige von diesen Projekten sind schon recht "professionell":
(untere Hälfte der Seite)

http://geda.seul.org/links.html

Autor: Axel (Gast)
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Bei Linux oder ähnlichen PC Projekten ist die Basis bei allen gleich 
vorhanden, so dass man bei den Ergebnissen anderer relativ einfach 
weitermachen kann und auch viele einfach an einem Projekt arbeiten 
können. Wobei man da bei einzelnen Treibern auch schon die Grenzen sehen 
kann. Wenn die entscheidenden Entwickler für eine Software das 
entsprechende Gerät nicht haben, gibt es eben keine Treiber.

Bei der Elektronik ist das viel schwieriger, jeder hat seinen 
bevorzugten Micro, bei Hardware baut nicht jeder was nach oder 
entwickelt sie weiter. Kompliziertere Schaltungen erfordern schon 
professionelle Platinen, was schon mal richtig Geld kostet und die Zahl 
der Entwickler reduziert.

Von daher ist das schlicht nicht vergleichbar.

Gruss
Axel

Autor: Icke (Gast)
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- Man hat vieles zu Hause nicht. Messgeräte, Software.... Allein 
Prototypen aus x-lagigen Leiterplatten fertigen zu lassen, ist wohl den 
meisten aus Spaß zu teuer.

- Mal angenommen ich entwickel ein halbes oder gar ein ganzes Jahr an 
einem Projekt auf der Arbeit. Wie lange knöstert man zu Hause rum im 
Schnitt? ne halbe Stunde am Tag glaube ich ist schon gut angesetzt. Dann 
frickel ich zu haus....mom 8 bis 16 Jahre an dem Ding wo ich 40+ Stunden 
auf Arbeit dran sitze. Will man das?

- das Zitat "die Scheiße auch noch zu Hause antun" hat auch viel in 
sich. Ja 80% sind einfach nur nervig, weil etwas nicht klappt, ein 
Schlips was zu nörgeln hat. 15% Routine und 5% Freude wegen AHA 
Momenten. Gar kein gutes Hobby.

Das ist jetzt mal für einen durchschnittlich begabten Typen wie mich 
gerechnet. Vielleicht gibts, ja ein paar Überflieger mit zu viel 
Freizeit, die was professionelles entwickeln. Aber auch denen wird das 
sehr wahrscheinlich keinen Spaß machen.

zu Haus will man abschalten, also frickeln. Vielleich tmal was neues 
ausprobieren wir programmieren, oder andersrum Hardware. Analog digital. 
Sich inspirieren und einfach mal treiben lassen und zur Not nach paar 
Wochen den Mist der nicht klappt wegwerfen.

Autor: mr.chip (Gast)
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Leider kommt man im Hobby schnell an eine Grenze. Als ich vor zwei 
Jahren mit Microcontrollern begonnen habe, freute ich mich über einen 
irgendwie zusammengeschusterten Roboter. Danach kam ein Projekt mit der 
Gameboy-Kamera sowie eine kleine Videospiel-Konsole. Problemlos 
Lochraster-tauglich und alle Bauteile beim C um die Ecke erhältlich.

Da man sich natürlich ständig weiterentwickeln möchte, kam der Ruf nach 
grösseren Mikrocontrollern bzw. programmierbarer Logik. Das gibts nicht 
mehr beim C. Das kriegt man auch nicht auf Lochraster. Debuggen per 
RS232 kann man bei einem FPGA auch vergessen. Die Toolchains hat man 
auch nicht mehr mal eben an einem Abend ausprobiert und verstanden. Und 
so ganz ohne Hintergrundwissen geht es eben auch nicht mehr.

Man kommt also bei anspruchsvolleren bzw. professionelleren Dingen sehr 
schnell an ein zeitliches, finanzielles und ausrüstungsmässiges Limit. 
Und diejenigen Leute, die professionell Hobby-Entwicklung betreiben 
könnten, arbeiten sowieso meist schon in der 'Branche' - und wer schon 
den ganzen Tag programmiert hat, der macht vielleicht am Abend doch mal 
lieber noch was anderes.

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
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Falk Brunner wrote:

> MATLAB weiss ich jertz nicht, was es da so gibt.
> MFG
> Falk

Piklab macht sich da sehr gut jedenfalls ist alles wichtige drinne man 
kan sogar sämtliche Windows Compiler nutzen Debuggen geht auch 
(gpsim)und die Auswahl an unterstützen Programmern ist auch recht groß.

Jo entwiklungen im Hobbybereich sind ne recht zeitaufwendige sache 
auserdem lohnt es kaum diese zu veröffentlichen 80% der Leute die des 
den nachbauen meckern nur Positives feedback ist meist = 0 also wozu den 
das ganze des macht auch kein spass vorladendem die Beschaffung ist das 
was meist sehr kompliziert ist entweder die Bauteile sind sau teuer oder 
man kommt einfach nicht dran.

Autor: Peter (Gast)
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Hallo,
ehrlich gesagt bewundere ich viele Hobbyisten. Denn wenn du mal schaust 
was viele so daheim machen da kann man nur den Hut ziehen wenn man sieht 
was für ein Aufwand da oft in der Industrie gemacht wird. Natürlich ist 
das ganze dann gefriekelt aber in der Regel trotzdem brauchbar für den 
Hobbyisten. Vor allem wenn man mal die Kreativität bei den 
Platinenmacher beobachtet.

Warum es in der Elektronik im Hobbybereich weitergeht wie in der 
Software liegt denk ich einfach mal an der benötigten Aussattung wie die 
vorredner schon sagten. Ich denke mal das in manch ein Hobbylabor schon 
ein paar Hundert bis Tausend Euro an Bauteile und Geräte hineingeflossen 
sind. Und vor allem gehen dort Fehlschläge auch auf dem Geldbeutel was 
man bei der Software nicht unbedingt behaupten kann.

Gruß
Peter

Autor: Andreas K. (a-k)
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Peter wrote:

> sind. Und vor allem gehen dort Fehlschläge auch auf dem Geldbeutel was
> man bei der Software nicht unbedingt behaupten kann.

Oh doch! Gekaufte Entwicklungsplattformen können sich sehr wohl als 
teure Fehlschläge erweisen.

Autor: rotzfrech (Gast)
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Ich bin selbst Intsch. Wenn ich zuhause was mache, dann brauche ich dazu 
16 Stunden (1 Monat zu je 4 Wochenende zu je 4h) für das, wofür ich im 
Büro 160 Stunden (1 Monat zu je 20 Tage zu je 8h) benötige.

Autor: Florian (Gast)
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Stefan Helmert wrote:

>Wie viele "Hobbyingenieure" gibt es denn eigentlich, die sich wirklich
>"richtig reinhängen" und z. B. mit UMTS, USB, HDMI, Ethernet, TCP/IP [...]


Du kannst ja mal mit gutem Beispiel vorrangehen und dich 6 Monate mit 
dem TCP/IP-Protokoll auseinandersetzen.


Was du auflistest sind alles vergängliche Technologien die so schnell 
aussterben können wie sie gekommen sind. Ein "professioneller 
Hobbybastler" zeichnet sich meiner Ansicht nach weniger dadurch aus, 
dass er in einer Niesche der absolute Pro ist sondern viel mehr dadurch, 
dass er ein breites Spektrum an Wissen in vielen Gebieten hat und genau 
das streben auch die meisten Hobbybastler an.

Technologien wie die von dir aufgelisteten sind alle vergänglich. 
Soetwas zu atomatisieren macht in meinen Augen da wenig Sinn. Da finde 
ich es weitaus besser sich allgemeinen Themengebieten zu verschreiben 
(zum Beispiel µC) deren Technologie zwar nicht super-high-end ist, das 
gesammelte Wissen aber noch in 10 Jahren anwendbar ist wenn USB, UMTS 
und HDMI schon Geschichte sind.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Florian wrote:

> Was du auflistest sind alles vergängliche Technologien die so schnell
> aussterben können wie sie gekommen sind.

Ethernet und TCP/IP als vergängliche Technologien zu bezeichnen, ist 
zwar wahrscheinlich formal korrekt, aber die sind effektiv weniger 
vergänglich als wir selber. ;-)

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Marius S. wrote:
> Stefan mit deinem Posting hast du klar gemacht, dass du kein
> profesioneller Hobbyelektroniker bist.

Kann ich mich nur anschliessen. Mein erster Gedanke war "was will er mir 
sagen". Aber anscheinend laeuft es nur daraus hinaus, die Leute hier 
schlechtmachen zu wollen und sich selbst als besonders gut hervorzutun.

Und so Saetze wie "taugt nicht fuer die Vermarktung, also machma OSS 
draus" reichen mir, um zu wissen, dass der Poster unqualifiziert ist.

Michael

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Hannes Jaeger wrote:
> Stefan Helmert wrote:
>> Am häufigsten wird einfach nur probiert, gemessen, experimentiert,
>> gebastelt.
>
> Richtig. Hier bin ich Bastler, im Beruf Ingenieur. Die Scheiße die ich
> den ganzen Tag im Beruf habe brauche ich in der Freizeit nicht.

Joa. Ich mach das ganze Elektrontikzeug auch als Hobby und das ist ja 
der springende Punkt: Ich kann es mir leisten, es als Hobby zu machen 
und mich darauf zu konzentrieren, was mir Spass macht. Das heisst nicht 
dass ich nicht versuche mit meiner Arbeit ein moeglichst gutes Ergebnis 
zu erzielen. Aber ich brauche mich auch nicht darum scheeren, was andere 
von mir verlangen, weil sie mich bezahlen. Hier habe ich das Sagen. Und 
ich habe durchas schonmal gestandene Profis zu gewissen Themen befragt. 
Und warum denn auch nicht? Umso mehr lerne ich. Hier wird ja geradeso 
getan als sei es dem eigenen Stand abtruennlich wenn man solche befragt, 
die weiter sind oder gar deren Hilfe erbittet. Hallo? So funktioniert 
geistige Entwicklung. Und auch im professionellem Umfeld ist das nicht 
anders. Groessere Projekte werden nicht von einem einzelnen gestemmt, 
der alles wissen muss.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Und ich fuege noch hinzu und schliesse mich an: Elektronik auch nur 
halbwegs anstaendig zu entwickeln erfordert wirklich eine verdammt teure 
Ausruestung. Ich habe selbst in meine bescheidene Ausruestung schon 
mind. 5kEUR stecken und das ist das was ich hier mal als Anfang 
bezeichne. Und viele Dinge sind als Privatmensch schon von den Kosten 
her nicht realisierbar, selbst wenn das Wissen hierzu vorhanden ist. Was 
soll das also alles hier.

Autor: Timo (Gast)
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Ich finde das einerseits immer wieder spannend aber andererseits auch 
erschreckend!

Stefan schmeißt der Meute mal wieder einen relativ sinnlosen Text vor 
die Füße, der nur eine einzige kurze Frage enthält, die so allgemein 
formuliert ist, dass man über Gott und die Welt schwafeln könnte und auf 
so etwas wird immer wieder in zahlreichen unterschiedlichen Threads 
eingegangen (man muss sich nur mal die alten Threads von Stefan ansehen, 
man könnte anfangen zu weinen)!

Der Junge ist leider ziemlich neben der Spur und vermutlich nicht in der 
Lage, die kleinsten Entscheidungen des Lebens (z.B.: "Mach ich die 
Schnürsenkel jetzt zu, oder lauf ich mit offenen weiter und riskiere zu 
stolpern? Was mach ich jetzt nur!") eigenständig zu treffen und hier 
wird sein Verhalten auch noch gefördert.

Ihr Bösen!!! ;-)

Autor: mr.chip (Gast)
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> Elektronik auch nur halbwegs anstaendig zu entwickeln erfordert wirklich
> eine verdammt teure Ausruestung. Ich habe selbst in meine bescheidene
> Ausruestung schon mind. 5kEUR stecken und das ist das was ich hier mal als > 
Anfang bezeichne.

Eine 5kEUR-Ausrüstung würde ich allerdings nicht mehr als "Bescheiden" 
bezeichnen. Die durchschnittliche Ausrüstung der Forenmitglieder (auch 
der eher ambitionierten) liegt wohl deutlich unter 1kEUR...

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Joa einerseits haste recht, solche Posts sollte man ignorieren. Da kommt 
wieder die menschliche Unvollkommenheit und Irrationaelitaet zum Tragen. 
Zumindest dieser Post ist deutlich polemisch verfasst. Aber wie man 
sieht funktioniert es leider. Auch "nett" zu sehen wie viele hier ihre 
Ehre verteidigen wollen ;)

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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mr.chip wrote:

> Eine 5kEUR-Ausrüstung würde ich allerdings nicht mehr als "Bescheiden"
> bezeichnen. Die durchschnittliche Ausrüstung der Forenmitglieder (auch
> der eher ambitionierten) liegt wohl deutlich unter 1kEUR...

also wenn ich mir teilweis die Bilder ansehe ("Eure Basteltische") dann 
mag ich das nich so recht glauben (=

Autor: Frizz (Gast)
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das  "Hobby" ist ausgleich.
Eigentlich,viel Geld für nichts.....
für die welche keins haben (Hobby)
gruß

Autor: Daniel (Gast)
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es gibt sehr viel gute open source software
ich weiss nicht wie Stephan das übersehen kann :)

einiges hat uns Sun geschenkt => openoffice, eclipse, java
wohlgemerkt geschenkt ist ungleich eval,shareware oder
wie auch immer geartet.
geschenkt = der community zum weiterentwickeln überlassen

ich mach mal kleine liste .. gcc[nicht nur C]
linux kernel, kde, firefox, python,
perl, ruby, octave, hugs, ghci, ghdl ..
ganz zu schweigen von tausend libraries im hintergrund wie
regex, xerces ..

ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn die unternehmen
nicht so pingelichhh ihre specs geheimhalten würden,
würden wir sowas wie webpack von xilinx haben

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