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Forum: HF, Funk und Felder Spulenberechnung für gestockte 70cm antenne


Autor: Rob (Gast)
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Hallo zusammen,


könnte mir bidde mal jemand erklären, wie ich eine gestockte 5/8 lambda 
berechnen kann, ähnlich wie die im Anhang??
das konkrete Problem stellt für mich anscheinend die Spule dar; ich habe 
bereits mehrere einfache 5/8 mit Fußpunktspule gebaut, die auch ganz 
hervorragend funktionieren, aber für gestockte Antennen finde ich 
nirgends Angaben zur Spulenberechnung...genauer gesagt finde ich 
überhaupt keine gescheiten Angaben dazu, nur Händler die sie fix und 
fertig verkaufen.
ich habe bereits naiv versucht, die Spule einfach in der Länge zu 
verdoppeln, da mir das logisch erschien (doppelte Strahlerlänge = 
doppelte Spulenlänge, also 2 x 1/8 lambda statt nur 1x, um halt für 
beide 5/8 Stücke auf resonante 3/4 zu kommen), allerdings ließ der 
Erfolg zu wünschen übrig (SWR 4).
ich wäre wirklich dankbar, wenn sich jemand erbarmen könnte mir das zu 
erklären, damit ich wieder ruhig einschlafen kann...

grüße aus Berlin,

Rob

Autor: Martin L. (Gast)
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Hallo,

ich habe länger auch mal nach einer "Designvorschrift" für solche 
Antennen gesucht. Mir wurde dann mal ein, leider nicht mehr aufgelegtes, 
Buch "Kurze Antennen" (o.ä.) empfohlen. Ich hatte das ganze dann aber 
nicht mehr weiter verfolgt.
Mittlerweile glaube ich, dass bei vielen Antennen einfach nur probiert 
wurde. Aber vielleicht kann man das Problem auch ganz leicht auf einem 
Smith-Chart lösen, in dem man die Antenne als Leitung vom 
Kurzschlusspunkt her betrachtet, bei gewünschter Länge eine Spule 
einbrigt, um dann den Rest wieder als Leitung zu betrachten.
Das Problem ist aber, dass man irgendwo noch den Strahlungswiderstand 
mit einbauen muss ...
Also vielleicht eher zwei Schwingkreise mit parallelen 
Stahlungswiderstand. Diese Ersatzschaltung könnte man für beide 
Antennenabschnitte analytisch ausrechnen. Und durch das Feld sind die 
beiden Antennenteile ja nicht miteinerander verkoppelt.

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Rob (Gast)
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Hallo Martin,
hab Dank für deine Antwort.

es ist in der Tat so, das vieles am Ende nur noch ausprobiert wird. 
Dennoch gibt es ja bestimmte Grundsätzlichkeiten. wenn eine 1/4 lambda 
Antenne mal einen halben Zentimeter länger oder kürzer ausfällt als es 
im Lehrbuch steht, soll mich das nicht stören. Sobald es aber um 
komplexere Gebilde geht -beispielsweise verkürzte gestockte Antennen- 
gibt es derart viele Physikalische Gesetze, daß es ein recht 
unwahrscheinlicher Zufall wäre eine resonante Bauweise zu erwischen, die 
zudem eine brauchbare Abstrahlcharakteristik aufweist (die ich ja zu 
allem überfluss auch nicht messen könnte, sondern mir nur meinen Teil 
dazu denken müsste nach längeren Experimenten, oder erneut auf 
Computerprogramme angewiesen wäre). Das wäre äusserst unbefriedigend.
Die Smith-Chart Variante könnte funktionieren, wäre aber auch nicht das 
was ich möchte. ich wäre auf keinerlei Programme angewiesen und könnte 
trotzdem sehr viele Antennen konstruieren, sofern ich denn wüsste was es 
mit den Spulen auf sich hat. ich weiß, das bei einer 5/8 die Spule dazu 
dient, die ansonsten auftretenen steilstrahlenden Nebenzipfel zu 
unterdrücken und zudem um den Stromverlauf umzukehren. spätestens bei 1 
lambda würden ansonsten nur noch Auslöschungen übrig bleiben.
darauf muss man doch aufbauen können...dachte ich mir wenigstens.

Mein "Problem" ist, das ich nicht irgendetwas funktionierendes brauche, 
sondern ich will den kram wirklich kapieren :/

Autor: Ralf Schwarz (spacedog) Benutzerseite
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Rob wrote:
> Sobald es aber um komplexere Gebilde geht
> -beispielsweise verkürzte gestockte Antennen-
> gibt es derart viele Physikalische Gesetze...

Also eigentlich sind es in diesem Kontext nur vier relevante 
physikalische Gesetze, genau gleich wie bei den einfachen Antennen:

  * http://de.wikipedia.org/wiki/Maxwellsche_Gleichungen

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Das Buch gibts noch zu kaufen: 28,90€
http://www.ukw-berichte.de/ukw-docs/literatur/Antennen.html
Kurze Antennen. Entwurf und Berechnung verkürzter Sende- und 
Empfangsantennen
Gerd Janzen DF6SJ Gebundene Ausgabe - Kosmos Verlags-GmbH (1985) - 408 
Seiten
ISBN 3440054691 - ISBN-13 9783440054697

Soweit ich weiß, bewirkt die Spule vor allem eine Phasenverschiebung, 
damit die beiden übereinanderliegenden Dipole sich in der Hauptrichtung 
konstruktiv überlagern.

Autor: Martin L. (Gast)
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Liegt die Spule eigentlich genau zwischen dem 1/2 und 1/8 Lamda 
Abschnitt?

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Hallo Rob.

Wenn es Dir nur um das Ergebnis geht kann ich Dir eine
Collineare Antenne empfehlen.

Im Internet bekommst Du unter dem Namen Koax-Antenne genug Anleitungen
Meine Erfahrungen mit diesem Typ sehen ähnlich wie im folgenden Link an.

http://www.rason.org/Projects/collant/collant.htm
( es geht eine ungerade Zahl von Lambda/2 ( 5, 7, 9 ...)
oben habe ich eine Lambda/4 mit Kurzschluß von Innen und Außenleiter
danach kommt ein Lambda/4 Stäbchen gelötet.

Das ganze habe ich in ein Elektroinstallationsrohr gesteckt.
( Tip vom Überlieferer dieses Bauplans, einem Funkamateur: ab 5 Lambda/2 
Koaxstücke bräuchte man keine Radiale unten neben dem Koaxstecker.)

Handwerklich wird das Grundprinzip hier gut beschrieben:
http://www.qth.at/oe1xhc/data/coax_collinear_70cm.html
(anderer Abschluß an der Spitze.)

Zum Prinzip von Collinearen Antennen als Stab habe ich noch folgenden 
Link für Dich:
http://martybugs.net/wireless/collinear.cgi


Viel Erfolg
Wolfgang

Autor: Rob (Gast)
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Hallo zusammen und vielen Dank für eure Antworten;

Christoph,
das mit der Phasenverschiebung hatte ich so ja auch schon gelesen, aber 
nicht wann und wie eine Phase gedreht werden muss. ich kann mir unter 
sätzen wie "Die Phase wird um 90° gedreht" einfach nichts vorstellen 
ohne weiterführende Erklärungen.

Martin,
ich weiß nicht auf was Du dich genau beziehst; auf die Antenne im 
Anhang? ich kann nicht nachmessen, da ich das Bild auch nur aus dem 
Internet habe. für mich sieht die Spule ziemlich mittig aus.

Wolfgang,
die Bauanleitungen sind zwar interessant, aber sie werfen mir noch mehr 
Fragen auf, da jede der Bauanleitungen unterschiedlich ist. Auf der 
Seite
http://martybugs.net/wireless/collinear.cgi
ist das erste Segment 1/2 Lambda, die nachfolgenden 3/4. Die 
Spulendrahtlänge wird nicht erwähnt, ebensowenig wie der 
spulendurchmesser.
Auf der Seite
http://www.rason.org/Projects/collant/collant.htm
fängt die Antenne mit einem Aluminiumröhrchen an (??), worauf ein 1/4 
Lambda Element folgt. erst danach die 1/2 Lambda Elemente, um letztlich 
wieder mit einem 1/4 Lambda Element abzuschließen.
in der dritten Bauanleitung besteht sie hingegen gänzlich aus 1/2 Lambda 
Elementen....???

Autor: peter (Gast)
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Frag mal im Usenet unter de.comm.funk.amateur nach. Dort lesen und 
schreiben einige kompetente "Regulars". Allerdings sollte man seine 
Wortwahl dort sehr genau abwägen. Das Klientel dort ist leicht reizbar 
und sehr arrogant, das Durchschnittsalter liegt vermutlich über 60 und 
die "Regulars" verheimlichen ihre Geringschätzung gegenüber Anfängern 
nicht. Aber es spricht nichts gegen eine höfliche Anfrage, die auch gern 
etwas geschwollen formuliert sein darf. Auf weitere Diskussionen sollte 
man sich dort aber nicht einlassen, sonst wird man als Nichtskönner und 
Leistungsverweigerer beschimpft, weil man nicht Morsen lernen will oder 
"nur" an der Funktechnik und weniger an Kontesten interessiert ist oder 
weil ein Regular Langeweile hat.
Ähnlich kompetent ist das Forum unter http://www.amateurfunk.de/, es 
schreiben dort aber teilweise die selben Psychopathen.
Die Umgangsformen in anderen Amateurfunkforen sind hingegen gut. Die 
technische Kompetenz ist dort allerdings geringer.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Naja, einige der "Regulars" in de.comm.funk.amateur sind einfach nur
Trolle.  Ohne Killfile kann man die Gruppe leider partout nicht
lesen. :-(  Das ist schade, so um 2000 herum sah das noch ganz anders
aus.  Da hat sich de.comm.ham sogar noch erfolgreich gegen eine
Zwangsumsiedlung nach unterhalb von de.comm. stark machen können.
Dann kam aber irgendwann eine Armee von Trollen daher und hat die
Gruppe mit permanenten politischen Diskussionen für oder gegen
bestimmte Amateurfunkvereine von ihrem einstmals guten technischen
Niveau auf Eckkneipenniveau ,,heruntergefahren'', sodass dann auch
irgendwann die d.a.n.a. ihre alten Zwangsumsiedlungspläne wieder
hervor kramen konnte, da sich die Gruppe sowieso selbst irrelevant
gemacht hat.

Mit einem Killfile von 3...5 Einträgen kann man sie mittlerweile
wenigstens wieder lesen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ich habe mal in dem Buch "Kurze Antennen" nachgeschaut, da gibt es ein 
Kapitel über "induktiv verlängerte Monopole", zuerst mit der 
Induktivität direkt im Fußpunkt, aber dann mit einigen Messkurven auch 
Induktivitäten in variablem Abstand vom Fußpunkt. Alles wohl eher für 
Kurzwellenantennen am Auto gedacht. Auch ein Programm dazu für 
programmierbare Taschenrechner ist am Ende des Buches aufgelistet (wie 
gesagt 1985 veröffentlicht).

Autor: Gast (Gast)
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Also ich finde die Gruppe de.comm.funk.amateur ist, nachdem ein Großteil 
der Regulars gelernt haben ihren Newsreader zu bedienen, die 
Threadfunktion zu nutzen und richtig zu Quoten, schon lesbarer geworden. 
Sicherlich verirren sich immer noch einige EMails unter den Postings und 
einige "Spezialisten" sind zu blöde um sich mp3s anzuhören. Aber selbst 
die Obertrolle wie Wolfgang Kind (DL5DKW) haben Lernfähigkeit gezeigt 
und beherrschen jetzt sogar schon Fremdcancels und die Anwendung von 
X-No-Archive (http://de.wikipedia.org/wiki/X-No-Archive). So gesehen hat 
dag° seine erzieherische Wirkung erfüllt. Will man allerdings alle 
Trolle filtern, so bleiben in den Funkergruppen kaum noch Beiträge 
übrig. Denn die meisten Beiträge mit technisch relevanten Inhalt zur 
Funktechnik kommen eben von diesen Fachidioten und Computeranalphabeten.


http://groups.google.com/group/de.alt.gruppenkaspe...

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