Hallo,
also ich habe einen Tatktgesteuerten-FlipFlop gezeichnet. Die Frage ist
nun, ob die Schaltung so funktionieren kann???
Laut dem Simulator, Java Circuit Simulaotr, funktioniert sie nicht
korrent, denn wenn S oder R auf High ist, wo CLK low ist, dann will
Strom durch den Emiiter zum Collektor und zu dem CLK, das low ist
fließen.
MfG
Hallo,
erstmal geht der gezeichnete Zustand garnicht, ein RS-FF kann so niemals
an beiden Ausgängen L führen. Dazu müßten beide Transistoren ja
durchgesteuert sein, also soviel Basisspannung haben, daß sie leitend
sind. Wo soll die aber herkommen, wenn alles L ist???
Gesetzt wird es durch L an der jeweiligen Basis, weil denn der
Transistor sperrt, sein Kollektor auf H geht und den anderen Transistor
leitend steuert, dessen Kollektor geht auf L und damit ist der 2.
stabile Zustand erreicht. Möglich ist noch beide Ausgänge auf H, wenn
beide Basisanschlüsse (R und S also) auf L sind.
Dazu kommt noch folgendes: wenn ich an eine Basis eines der unteren
Transistoren H lege, fließt Basisstrom über dessen BE-Diode zur Basis
des oberen Transistors, also H, das interessiert den nicht.
Wenn L anliegt passiert garnichts. Der Pegel an CLK ist völlig ohne
Bedeutung, weil er die Pegelverhältnisse am eigentlichen FF garnicht
beeinflussen kann.
Die Widerstände sind auch ungünstig gewählt, überlege Dir mal die
Spannungsverhältnisse, die sich durch den Spannungsteiler ergeben und
welche Spannungen an den Basisanschlüssen nötig sind.
Grundlagen von Transistorschaltungen helfen da vermutlich mehr als ein
Simulator...
Gruß aus Berlin
Michael
An Paulchen (Gast) :
Hallo,
aber warum holst Du dir nicht eine Schaltung aus dem Netz die
funktioniert ?
Du fragst zuerst das Forum ob diese Schaltung "so funktionieren" kann,
dann berichtest Du das ein Simulator Dir aufzeigt das diese Schaltung
nicht korrekt funktioniert.
Die Antwort hat Dir der Simulator bereits gegeben.
Also :
- Was will man ?
- Was hab ich ?
- Geht das ?
Zuerst diese Fragen sich selber beantworten und Quellensuche im Netz
betreiben.
Das Forum hat hier auch eine Ecke mit Grundlagen. Wunderbar alles
beschrieben.
Gruss,
waybeach95
Das Prinzip des "getakteten Flip-Flops" ist eingehalten. Wie Dein
Simulator die Bauteilwerte auswertet, weiß ich nicht, vielleicht stört
er sich tatsächlich an der Durchgängigkeit der Maßzahl "100"
(Ohm/Kiloohm/Megaohm=Maßeinheit), der niedrige "100"-Wert sollte es
nicht sein, weil z.B. ECL-Bausteine grundsätzlich so niederohmig
konstruiert sind.
Hallo,
ah ja, ein Prinzip...
Dann kannst Du mir ja sicher auch das Zustandekommen der oben
angegebenen Pegel (alles ist L???) erklären...
Damit die Ausgänge L sind müssen beide Transistoren leitend sein.
Ich kenne keinen Transistor, der mit Basisspannung < ca. 0,7V leitend
ist, Du etwa?
Anschließend finden wir dann sicher auch die Funktionsweise der unteren
Transistoren in dieser Schaltung heraus.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael, in deinem zweiten Absatz sollten die beiden Basisanschlüsse der
Kippstufe nicht mit den Basisanschlüssen der Setzstufen gleichgesetzt
werden ("R und S also").
Hallo,
habe ich auch nicht...
Die Basen der Kippstufe können ihre Basisspannung in der Schaltung
entweder von den gegenüberliegenden Kollektoren (also vom L-Pegel) oder
vom Emitter (dann also als Emitterfolger bei CLK = H und R/S = H)
bekommen, Da ist aber auch alles L.
PS: habe einen Tippfehler oben korrigiert, muß natürlich < 0,7V heißen,
nicht > 0,7V...
Gruß aus Berlin
Michael
Ein High an einem der 2 Eingänge ist wirkungslos, solange der
(gemeinsame) Clock auf Low liegt, der Strom wird dorthin abgesaugt. Wird
der Clock High, wird auch die entsprechende Emitter/Kollektor-Strecke
niederohmig und kann steuern. Das Clocksignal ist ausschlaggebend für
die Funktion. Aufpassen mit der abwechsenden Betrachtungsweise
technische Stromrichtung/Symbolzeichen und physikalische Vorgänge.
Hallo,
hmmm. da hast Du (fast?) recht?
Eigentlich sollte man statt der R/S-Transistoren gleich je 2 Dioden
nehmen.
Bei Clock = L ist nur die leitende B/C-Diode entscheidend, die die
Spannung bei R oder S = H begrenzt, bei Clock = H spielt der Transistor
als solcher auch keine Rolle, weil jetzt die BE-Diode den Basisstrom von
R oder S aus liefert.
Vielleicht stirbt seine Simulation ja daran?
Die Widerstandsverhältnisse würden dann auch passen, nehmen wir an, Q
ist H, dann wird /Q auf L gehalten, weil der Spannungsteiler von Q den
Basisstrom liefert.
Mit CLK = H und S = H liegt jetzt eine Basisspannung an der /Q seite an
und schaltet die auf L und damit Q auf H.
Er sollte seine Simulation wohl wegwerfen? ;)
Die R/S-Transistoren mal durch Dioden erstezen und simulieren?
Gruß aus Berlin
Michael
Dazu kommt noch folgendes: wenn ich an eine Basis eines der unteren
Transistoren H lege, fließt Basisstrom über dessen BE-Diode zur Basis
des oberen Transistors, also H, das interessiert den nicht.
Wenn L anliegt passiert garnichts. Der Pegel an CLK ist völlig ohne
Bedeutung, weil er die Pegelverhältnisse am eigentlichen FF garnicht
beeinflussen kann.
Es fließt ein Basisstrom über desen BE-Diode..... ja, stimmt, das ist
aber noch lange kein H, das bleiben 0,7V.
Stückchenweise kommen wir der Lösung nahe, es ist schon anstrengend,
sich die Vorlesungen in Erinnerung zu bringen. Eigentlich warte ich
darauf, daß HildeK auch was sagt.
Die Graue-Vorzeit-Bücher enthalten wahre Schätze, all die verschiedenen
Logiken, RTL, DTL, TTL, ECL, alles Versuche von Umsetzungsmöglichkeiten
und niemals ist "Mensch" damit zu frieden. Im höchst ausgereiftem
Zustand schmeißt mans weg.
Die Spannung 0,7V ist doch nur einer von vielen Daumenwerten, um
Bauteilen charakteristische Größen zu geben und von anderen zu
unterscheiden. So ein Grobwert läßt Überschlagsrechnen leicht zu,
Sicherheitszuschläge erschlagen den Rest.
Hallo,
>Es fließt ein Basisstrom über desen BE-Diode..... ja, stimmt, das ist
aber noch lange kein H, das bleiben 0,7V.
Genau. An der Basis des S-Transistors liegt H an, am Emitter also (H -
0,7V) (Flußspannung der BE-Diode). CLK ist H, damit über die BC-Diode
nichts abfließt. /Q ist H, also liegt jetzt an der Basis des /Q
Transitors genug Basisspannung an (Teiler 1:1, 100 Ohm von (H - 0,7V)
und 100 Ohm zu Q (also nahe GND (nur UCEsat).
Damit hat der /Q-Transistor jetzt Basisspannung und wird leitend.
/Q geht auf L, der Q-Transistor bekommt keine Basisspannung mehr und
sperrt, Q auf H.
Der Widerstand von Q zur Basis des /Q Transistors liefert den
Basisstrom, auch wenn das S-Signal wieder auf L geht und über die
BE-Diode des S-Transistors nichts mehr kommt.
Puuuuhhh... ;)
Mit CLK auf L passiert an S/R sowieso nichts, weil die BC-Diode den
Strom nach CLK ableitet.
Gruß aus Berlin
Michael
Moin,
alsi die Schaltung ganz oben funktioniert elektronisch zwar so wie sie
soll, aber schaltungstechnisch ist das eigentlich Müll weil die beiden
RS transistoren eben nicht wie transistoren betrieben werden. Sinnvoller
wäre m.E. 2 zusätzliche Dioden von der Basis der RStransistoren zum
CLKpin.
Außerdem gehören in die beiden Basis Leitungen zwingend Widerstände
bevor die mit logischen Pegeln verdrahtet werden.
Für die Simulationssoftware bedeutet ja jetzt ein Hpegel an R oder S bei
gleichzeitigem Lpegel an CLK, daß durch die BCdiode 270000 A Strom
fließen