Also normalerweise soll der Strom ja durch eine Diode fließen können.
Der Strom fließt von Plus nach Minus. (Soweit nichts neues...)
Im Schaltbild für eine Diode ist ein Pfeil eingezeichnet, in diese
Richtung lassen die Dioden Strom fließen. Auf der Diode selber ist ein
Ring aufgedruckt, der für das Ende des Pfeiles steht. D.H. wenn von Plus
nach Minus Strom fließen soll, muss die Seite mit dem Ring an Minus.
Bei dieser Schaltung ist es aber genau umgekehrt. Wenn der Chip eine
Spule vom Motor abschaltet, erzeugt diese durch das Magnetfeld usw. eine
Spannung. Dabei sind Plus und Minus quasi vertauscht.
Wenn Plus und Minus nicht vertauscht wären, würde der Strom einfach
zurück fließen (z.B. in die Batterie). In diesem Fall entsteht aber
praktisch ein Kurzschluss, der den Chip zerstören würde.
Deswegen müssen die Dioden verkehrt herum eingebaut werden (also dass
der Pfeil nach Plus zeigt). Dadurch wird die Spannung, die die Spule
erzeugt, schon in der Diode abgeleitet und kann den Chip nicht
zerstören.
(OK, fachlich nicht 100% korrekt, aber dafür wenigstens verständlich!)
Für dich bedeutet das, dass du die Dioden so einbauen musst, dass die
schwarzen Streifen zum Pluspol zeigen.
D.h. die erste Diode kommt mit der Seite ohne Streifen an Minus und die
Seite mit Streifen an das Beinchen vom IC. Dann kommt noch eine weitere
Diode mit der Seite ohne Streifen auch an das IC und die Seite mit
Streifen an Plus.
Das alles für alle 4 Ausgänge (wie im Schaltplan)
P.S.: Ich habe auf Streifenraster-Platinen schon Schaltungen aufgebaut,
bei denen man vor lauter Bauteilen und Drähten die Platine kaum noch
sieht ;-) Also sooo schlimm ist das garnicht, vor allem bei den paar
Bauteilen. Nutze am besten die komplette Fläche der Platine aus, das
macht den Anfang einfacher.
Viel Erfolg!