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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Biasstromkompensation bei Integrierer


Autor: jo (Gast)
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Hallo,

es geht um den Integrierer für eine Kippstufe und die auftretenden 
Fehler, also Offsetspannung und Biasstrom.
Mir ist leider nicht ganz verständlich, wie die beiden sich 
unterscheiden; beide tragen doch zur Ladung / Entladung der Kapazität 
bei?

Um den Fehler klein zu halten ist demnach ein möglichst großer 
Kondensator bei kleinem Widerstand sinnvoll?

Wann ist eine Kompensation möglich/erforderlich?

Autor: Hannes J. (Firma: eHaJo.de) (joggl) Benutzerseite Flattr this
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Offsetspannung ist die differenzspannung die durch unsymmetrie der 
Bauteile entsteht. Die meisten OPVs haben zwei Anschlüsse für ein Poti 
wo man die Offsetspannung wegkompensieren muss.
Der Biasstrom ist ein wenig unangehmer. Es ist der Strom, der in die 
Eingänge des OPV's fließen (normalerweise geht man bei der Berechnung 
davon aus, dass kein Strom in den OPV fließt). Dieser ist jedoch sehr 
klein und kann mit einer entsprechenden Vorschaltung wegkompensiert 
werden (Spannungsteiler über zwei Dioden um das Potential der Eingänge 
geringfügig zu ändern)

Autor: Fred (Gast)
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> Der Biasstrom ist ein wenig unangehmer. Es ist der Strom, der in die
> Eingänge des OPV's fließen

oder raus je nach Typ

ist häßlich bei sehr hochomigen Schaltungen!
also schaun in welcher Richtung die Ströme am wenigsten stören
und denach den OPV wählen!

Gruß Fred

Autor: Dieter Stotz (bulova)
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Hallo,

meist ist es die Offsetspannung, die da wirkt. Denn selbst bei OPs mit 
Eingangsströmen = Null läuft die Ausgangsspannung beim Integrierer weg 
-- nur allein zufolge Offsetspannung. Da hilft nur Auswahl eines 
geeigneten OP bzw. Selektion. Zweite Maßnahme wäre dann noch 
Offsetkompensation. Wie stabil das Ganze bzgl. Temperatur wird, hängt 
dann noch von der Offsetspg.-Drift ab.

Dieter

Autor: Fred (Gast)
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ja ja Integrierer und Offset mit OPV

gemeine Fangfrage selbst schon vor 20 Jahren!

wenn ich damals schneller geschalten hätte
hätte ich geantwortet:

gib mir einen idealen OPV (Offset = 0; Biasstrom = 0),
gib mir einen idealen Kondensator (Ri = oo),
gib mir einen idealen Widerstand  (Li = 0),
verhalte Dich ganz still,
hohle keine Luft mehr!!

dann habe ich am Ausgang Totenstille.


Gruß Fred

Autor: 3362 (Gast)
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>Denn selbst bei OPs mit Eingangsströmen = Null läuft die Ausgangsspannung beim 
Integrierer weg -- nur allein zufolge Offsetspannung.

Nicht trotz, sondern wegen. Denn OpAmps mit Fet ahben preaktisch keinen 
Biasstorm, dafer eine hohe Offsetspanning. Demgegenueber haben 
BipoalrOpAmps  viel mehr Bias strom, dafuer viel kleinere 
Offsetspannungen. Das ist eine erste Entscheidung, was man denn will. 
Man kann tatsaechlich beides zusammen haben, keinen Offset, keinen 
strom, das nennt sich dann Zerodrift OpAmp, dafuer ist deren Bandbreite 
klein.

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