Hallo,
ich habe ein kleines Problem mit meiner Schaltung. Wenn die CPU anfängt
zu Rechnen gibt es einen schönen ripple auf der VCC (nicht groß, am Oszi
aber gut sichtbar).
Wie kann ich über die Fläche vom Spannungseinbruch, Zeit * dV, einen
geeigneten Kondensator berechnen. der den Einbruch blockt ? Ich steh da
etwas auf dem Schlauch, geht es überhaupt ohne den Strom zu kennen ?
Danke!
Musst du das wirklich berechnen?
Welcher Prozessor ist es denn?
Normalerweise nimmt man 100nF und vielleicht noch einen Elko, so 10µF
dürften reichen.
Gruß
edit: Diese Kondensatoren kommen IMMER hin, nicht erst wenn Störungen
auftreten :)
Und die Kondensatoren kommen immer so dicht es geht an den Störer und
der Strom muß über diesen Kondensator fließen können, also direkt über
die Anschlußpads. Es macht keinen Sinn, einen Block-Kondensator mit
Leitungen an ein schwinggefährdetes System anzubinden, da diese wieder
eine Induktivität und einen Widerstand haben, was die Wirkung des
Kondensators herabsetzt oder ganz zunichte macht.
Ich muss sagen ich hab mich auch schon gefragt wie man das wohl
berechnen würde.
vlt ganz einfach so?
I(Strom der den Rippel verursacht)
C = --------
U * f(Frequenz von "I")
10 mV Ripple bei 5 V sind grade mal 0,2%.
0% Ripple bekommst du nie hin, schon gar nicht NUR mit einem
Kondensator.
Wenn der µC plötzlich Strom zieht, so gibt es unweigerlich einen
Spannungsabfall am Eingangspin. Die Größe kann man zwar verringern, aber
ganz eliminieren kann man das nicht.
Ein Tiefpass könnte vielleicht noch bissl was bringen.
Wie man das berechnet? Ööh, steht in google, das Stichwort kennst du ja
jetzt :)
@Marcus W.
ein paar 10mV sind z.B. 40mV oder 70mV und die Spannung beträgt 3.3V.
Das sind etwa 2%. Ich kann mir nicht vorstellen das man durch einen
Tiefpass den DC/DC-Wandler entlasten kann, weil der zu langsam ist, oder
irre ich mich da ?
@Wolf:
8Mhz Cpu AVR und ~16KHz ripple. Ich mach heute Abend mal ein paar Bilder
von Strom und Spannung am Oszi.. Die "Rechnung" ist ein Datentransfer
auf der SPI mit etwa 4MHz.
Das die CPU in diesem Zustand etwas mehr Strom verbraucht und der DC/DC
nicht so schnell liefern kann ist mir soweit klar. Evtl. liegt es auch
an etwas anderem, aber ich wollte es erstmal mit einem "berechneten"
Kondensator versuchen.
>...vielleicht die Kreishaus-Frequenz.
Kreisfrequenz w = 2 * pi *f
w = kleines omega
siehe auch hier
mathematische ableitung der Formel
Beitrag "kondensator über spannungsteiler laden"
Gruss Helmi
Matthias Kohl wrote:
> Ich war zumindest... nah dran.>> Ich frag mich ja woher das "2PI" kommt *am kopf kratz*
Kreisfrequenz: omega(w) = 2 pi f
Genauer (Zeigerrechnung):
U/I = Xc
=> U/I = 1/wC
=> I/U = wC
=> I/(U*w) = C
=> I/(U*2*pi*f) = C
@ Werner
Wenn du schon dabei bist könntest auch ein Bild von dem Teil der
Schaltung machen, z.B. wie die Stromversorgung geroutet ist.
Ok, ich habe jetzt mal ein Bild mit den beiden unterschiedlichen
CPU-Phasen gemacht. Ich hoffe es ist nicht zu groß, sorry.
Es geht um den oberen Bereich der durch die Marker begrenzt wurde
(~80mV). Das System befindet sich an einer Stromversorgung bei ~3.3V.
Gemessen wurde kurz hinter den Stützkondensatoren vom DC/DC.
Das erste Bild zeigt den Ruhezustand. Die beiden anderen Bilder Zeigen
die Transferphase. Das zweite mit identischer Zeitbasis zum ersten und
das dritte mit einer kleineren Zeitbasis um die "welligkeit" des
Signals zu sehen.
Das System läuft mit 3V und der Ruhezustand liegt bei etwa 100uA und
beim Transfer werden etwa 20mA benötigt.
Ich habe eine weitere Messung mit Batterien (~2.6V) gemacht (keine
Bilder). Die Signale sehen in etwa gleich aus, sind aber von der
Amplitude etwas gedämpfter.
Kann man da noch etwas machen ?
Danke!