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Forum: HF, Funk und Felder Frequenzteiler Unklarheiten


Autor: karli (Gast)
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Hallo!

Div. Frequenzzähler welche im I-net zum Nachbau zu finden sind arbeiten 
mit einem Frequenzteiler(zb: :64 oder :256 usw). Ich möchte den MC12095 
verwenden(:4).Klar ist mir die Sache, solange es 1 Frequenz gibt.
1000MHz rein -> :64 -> 15.6Mhz raus.
Doch wie sieht die Sache bei mehreren Frequenzen aus (was ja 
normalerweise der Fall ist - z.B.: Oscillator bei 400Mhz hat ja nicht 
nur die 400Mhz sondern auch 400,001 usw. Dazu kommen noch die 2. 
Harmonische usw.)

Sehe ich das richtig so:
400Mhz,800Mhz rein -> f:64 -> 6.25MHz, 12.5Mhz raus.

w=2*pi*f, Amplitude wird vernachlässigt
sin(w1*x)+sin(w2*x) -> f:64 -> sin(w1/64*x)+sin(w2/64+x)

Messen will ich aber nur die 6.25MHz bzw. w1. Wie mache ich das am 
einfachsten?

Sollte ich falsch liegen bitte korrigiergen.

DAnke für jede Hilfe!

mfg
Karli

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

der Frequenzzähler ist ein Digitalzähler, da ist eine mehr oder weniger 
lange Kette von FlopFlops drin. Die teilen jeweils durch 2 bei jeder 
Eingangsflanke entweder L/H oder H/L (hängt vom Bauteil ab).

Davor ist je nach Anwendung ein Vorverstärker und ein Scmitt-Trigger 
oder ein Komparator, der aus dem zu messenden Signal erstmal ein 
passendes digitales Signal macht, das der Zählerbaustein verarbeiten 
kann.

Deine 400MHz sind also am Eingang des eigentlichen Zählers schöne 
rechteckige Logiksignale z.B. mit TTL-Pegel, deren Flanken gezählt 
werden.

PS: wenn mein Oszillator außer 400MHz und evtl. Oberwellen (die sagen 
nur was über die Kurvenform aus, nur 400MHz wäre eben ein sauberer 
Sinus) noch 400,001MHz gleichzeitig!!! erzeugen kann, ist er für mich 
eher ein Wunder. ;)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: karli (Gast)
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Das mit dem TTL Signal ist mir klar.
Jedoch kommt in den Frequenzteiler (z.B.:MC12095) ein Sinus rein - oder?
Nach dem Frequenzteiler folgt eine Schmitt Trigger oder Komparator (da 
muß ich mich noch entscheiden) um aus dem Ausgangssignal ein schönes TTL 
Signal zu machen.

das mit den 400 und 400,01 meinte ich so:
Der Oszillator am Spectrumanalyzer ergibt ja eine Glockenkurve.
Somit hat man nicht nur die 400Mhz sondern auch einen Bereich daneben 
dazu. Zwar nicht mit der gleichen Amplitude aber denoch ist etwas da.
Vielleicht was 400,01 ein schlechtes Bsp und 400,000001 besser*G*. Sehe 
ich das richtig?

Danke für die Antwort.

mfg
Karli

Autor: Gast2 (Gast)
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Der Spektrumanalyzer zerlegt die vorliegende Kurve in die 
Sinusfrequenzen, die man braucht um diese Kurve zu erzeugen. 
(Fourier-Transformation)

In der Digitaltechnik zaehlen nur die Zustaende 0 oder 1.

Gast2

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

hab nur kurz ins Datenblatt des MC12095 geschaut.
Der Hersteller gibt eine Frequenzbereich und einen 
Eingangsspannungsbereich für Sinussignale an, in dem das Ding fehlerfrei 
teilt.

Das liegt meist daran, weil die Teile nicht für Frequenzzähler gebaut 
werden, sondern z.B. als Prescaler in einem PLL-Oszillator und der macht 
vermutlich Sinussignale.

Wie der Hersteller die Eingangsschaltung konkret gelöst hat und wie sich 
z.B. Eingangsspannungsbereich oder Frequenzbereich bei nicht 
sinusfürmigen Signalen verhalten wirst Du selbst testen dürfen.

Wenn ihm Dein Signal nicht zusagt, teilt er entweder garnicht (Output 
bleibt "H" oder "L", er teilt falsch (statt /4 nur /2) oder er teilt mal 
und mal nicht,

Normalerweise weiß man beim Messen ja, was man etwa erwartet. Wenn das 
Zählergebnis unsinnig ist oder instabil, stimmt es eben nicht.

Der Spruch "Wer misst misst Mist" hat dann eben seine Bedeutung. ;-)

Zähler, die analoge Signale zählen sollen, habe da auch meist 
Einstllmöglichkeiten für Eingangsspannung/Verstärkung und Triggerpegel.
Die Eingansschaltung eines Universalzählers kann schnell recht 
umfangreich werden, der eigentliche Zähler ist dagegen nur Logikkram.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Erst mal das Datenblatt:
http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/MC12095-D.PDF
die untere Grenze gilt für sinusförmige Eingangsspannung, Rechtecke 
dürfen meistens noch niederfrequenter sein. Die Rauschglocke im Spektrum 
ist nur ein Mittelwert, der einzelne Nulldurchgang ist sauber.

Autor: Martin Laabs (mla)
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Die "Glock" im Spec wird durch das Phasenrauschen erzeugt. Man kann 
Phasenrauschen auch äquivalent als Jitter betrachten.
Der Teiler teilt das Rauschen genau so mit, wodurch es auch kleiner 
wird. Ansonsten ist es, wie schon geschrieben, ein digitaler Baustein. 
D.h. er wird mit Logigpegeln gefüttert. Und wenn Du 400MHz und 450MHz 
zusammen hast (digital sozusagen verORed) wird was komisches 
herauskommen ... kannst Du Dir ja mal überlegen oder simulieren.

Viele Grüße,
 Martin L.

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