IC zerschossen. Warum?

Gast #913817
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Hallo zusammen.

Ich habe mir heute einen IC zerschossen, verstehe aber nicht, warum. Es 
handelt sich um einen TLC272CP Dual OpAmp. Ich habe die 
Versorgungsspannung (+12V gegen Masse) vom PC Netzteil bezogen (Gelbe 
und Schwarze Leitung vom HD Stromkabel).
Hat bisher auch immer wunderbar funktioniert, bis ich heute auf die Idee 
gekommen bin, an die gleichen Leitungen einen kleinen 12V Lüfter 
anzuschließen. Ergebnis war ein heißer, stinkender und wahrscheinlich 
kaputter IC.

Kann mir jemand erklären, was das schiefgegangen ist?

Beste Grüße
Christoph
(Firma: eHaJo.de) Persönliche Seite #913841
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Ich kann dich nur bestätigen: "Verstehe aber nicht warum"

Der OPV ist sogar kurzschlussfest und so. Das heißt du hättest den 
Lüfter theoretisch sogar am Ausgang des OPVs anschließen können und er 
hätte davon kalt bleiben müssen.
Das Einzige was sein könnte ist, dass der Lüfter irgendwelche 
Spannungsspitzen induziert wobei selbst das unwahrscheinlich ist. Kannst 
ja mal mit dem Oszi drübermessen...

/joggl
Gast #913864
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Es geht aus deinem Beitrag nicht eindeutig hervor, wo du den Lüfter 
genau angeschlossen hast (in die Versorgungsleitung oder an den 
Ausgang).
Am Ausgang sollte der OP- Amp wie bereits angesprochen kurzschlussfest 
sein, und wenn du ihn parallel zwischen die Versorgungsleitungen 
geschlossen hast, sollte erst noch weniger passieren, weil die meisten 
erhältlichen Lüfter bereits eine Freilaufdiode eingebaut haben. Somit 
sollte es mit negativen Impulsen von Induktivitäten kein Problem geben. 
Möglicherweise ist hat sich das PC- Netzteil verabschiedet??
Fragen über Fragen ...

LG Gregor
Gast #913895
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Wow, so schnelle Reaktionen! Danke erstmal :)

Also im Detail: der OpAmp (Single Supply) wird versorgt von +12V DC 
gegen GND aus dem PC Netzteil. Den Lüfter (Conrad Nr. 189354) habe ich 
parallel zum OpAmp geschaltet, also rotes Kabel an die +12 V Leitung, 
schwarzes an GND. Ist auch angelaufen, aber der OpAmp hats nicht 
überlebt.
PC Netzteil ist noch in Ordnung, sonst könnt ich das hier jetzt nicht 
schreiben ;). Hab auch nachgemessen, hat knappe 12 V auf der Leitung.

Was vielleicht noch sein könnte: Hab den Lüfter nur mit den blanken 
Kabelenden an die Schraubklemmen mit 12V gehalten. Er ist angelaufen, 
dann bin ich abgerutscht, hab aber gleich wieder angesetzt und er ist 
weitergelaufen. Er war noch am Laufen als ich ihn wieder angesetzt habe. 
Könnte er vielleicht Dynamo gespielt haben und der OpAmp hat 
Überspannnung abgekriegt?

Gruß&Dank
Christoph
(Firma: HSCS) #913910
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also eine vermutung hätte ich noch.

der opamp ist in cmos-technologie aufgebaut und bei dieser techik gibt 
es einen parasitären thyrister zwischen den -V und +V. da die eingänge 
des opv keine schutzschaltung besitzen, können eingangsspannungen, die 
negativer sind als die negative betriebsspannung (in deinem fall 0v) 
diesen parasitären thyristor zünden und der chip zerstört sich sofort 
selbst. kannst du ja mal mit einem cmos-ic ausprobieren, wenn der an den 
eingängen keine ableitdioden besitzt un du legst zb -3v an einen 
eingang, dann kannst du zusehen, wie der ic sich selbst auslötet :-)

es wäre also wirklich denkbar, dass durch induktion eine negative 
spannung an einen der eingänge gelangt ist und futsch isser.
Gast #913915
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An den Eingängen kann nicht viel passiert sein. OP2 ist unbeschaltet 
(brauch ich nicht), OP1 hängt einem DA-Wandler in R2R-Bauweise, der an 
den Parallelport angeschlossen ist (ja ich weiß, das ist gefährlich).
(Firma: HSCS) #913939
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es könnte genauso gut durch den unbeschalteten opam sein, da machen die 
eingänge ja sowieso was sie wollen :-)

ich denke es war mit hoher wahrscheinlichkeit ein latch-up und da er ein 
pc-netzteil zur stromversorgung nutz, war auch genug energie da, damit 
der chip sich schön zerstören kann. wenn die stromversorgung so bleibt, 
wird er wohl noch mehrere ic ins nirvana schicken.
Gast #913962
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> PC-Netzteile sind zum Basteln sowieso ungeeignet.

PC-Netzteile sind sehr gut zum Basteln geeignet,
Kursschlüsse aller Art lassen sich sehr leicht und ohne den Einsatz
von Meßmitteln detektieren :-)
Gast #914596
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-LOL-
Zig Amper dank PC Netzteil, eine induktive Last (parallel zum OP) dran 
hängen und sich wundern das ein Low-Power OP brutzelt.
Ich tippe auf Spannungsüberhöhung in der Versorgungsspannung - der 
TLC272 kann max 18 Volt ab.

Cool das immer noch PC-Netzteile als Labornetzteile missbraucht werden.
Viel hilft viel (vor allem beim Bauteilegrillen).
Frei nach dem Motto: Ätsch - Meins hat mehr Leistung, das schafft nen 
DIL40 Gehäuse in nur 2 µSekunden.
Gast #914773
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Danke für die vielen Antworten.
Ich nehm das PC-Netzteil der Bequemlichkeit halber, nicht um Leistung zu 
haben. Gebe auch unumwunden zu, nicht viel Ahnung von E-Technik zu haben 
(hat man sicher schon gemerkt ;) ). Fürs erste werd ich dem Lüfter eine 
eigene Versorgung geben, mittelfristig schau ich mal ob und wie ich vom 
PC-Netzteil loskomme.

Grüße
Christoph
Gast #915538
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Der TLC272CP braucht wirklich wenig Strom und begnügt sich auch mit 
recht niedrigen Spannungen. Da kann man zum Basteln auch mal eine 
Batterie (Akku) verwenden 9V Block - besser  ein paar  Mignon (AA) in 
Reihe. Geeignete Batteriehalter gibt es auch bei Reichelt

http://www.reichelt.de//bilder/blaetterkatalog/hauptkatalog/index.html?SID=32BQ5NPKwQASAAAEI5q7A38ae104e64d5d60d51e1748ed6870b7d;startpage=56

Ich mach es auch öfters so (aus Bequemlichkeit ;-)

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