MFC ist schon uralt (laut Wikipedia gibt es sie seit 1992) und wurde
im Lauf der Jahre nur wenig weiterentwickelt. Die beiden Dinge, die
ich am meisten vermisse, sind automatisches Layout und hierarchische
Gruppierung von Dialogelementen.
Für einfache GUIs ist sie in Verbindung mit dem Dialogeditor ganz gut
zu gebrauchen. Sobald die GUIs aber komplexer werden, steigt der
Aufwand schon bei kleinen Änderungen oder Erweiterungen rapide an. Man
ist dann nur noch am Hin- und Herschieben von Dialogelementen,
verliert den Überblick über hunderte von Callback-Funktionen usw.
Die automatische Neuanordnung der Dialogelemente bei Änderung der
Fenstergröße wird so gut wie überhaupt nicht unterstützt (deswegen
gibt es Windows auch kaum Dialogboxen, die in der Größe verändert
werden können).
Kurz: MFC ist der mit Abstand altbackenste Toolkit, der noch in
Gebrauch ist.
Alle anderen mir bekannten GUI-Toolkits (GTK, Qt, die unterschiedli-
chen Java-Toolkits usw.) haben die genannten Nachteile nicht. Auch
beim .NET-Framework soll einen deutlich besseren Toolkit als die MFC
dabei sein, aber da kenne ich mich nicht aus. Ich kann deswegen nicht
sagen, welche Programmiersprachen unterstützt werden, aber wahrschein-
lich sind es nur die spziellen .NET-Sprachen C#, VisualBasic und evtl.
dieser neue C++-ähnliche Verschnitt.
Aber darüber können dir sicher .NET-Programmierer mehr erzählen.