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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Entlötsaugpumpen


Autor: Sven L. (lemming)
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Es ist mir zwar fast schon ein bischen peinlich wegen einer solchen 
Kleinigkeit eine Diskussion anzufangen, aber mir ist gestern die 
Entlötpumpe auseinandergeflogen die mir jahrelang treue Dienste 
geleistet hat. War eine von den ersten "low static" "Universal 
Soldapullt" mit 30ccm oder so.

Jetzt hab ich mich bei den gängigen Händlern umgesehen und festgestellt, 
dass das ja alles mehr oder weniger überall der gleiche, relabelte 
China-Importkram zu sein scheint. 
[http://www.china-zhongdi.com/dp01.htm]
Einzig und allein ERSA scheint noch ne eigene Produktion zu haben.

Bin jetzt auch nicht so sicher, ob 10cm³ ausreichen würden, weil meine 
alte eben 30cm³ hatte - kam mir manchmal etwas schwächlich vor.

In die engere Auswahl kommen:
- Edsyn SS750SMD ?ccm
- ERSA VACX 11,3ccm (falsche Beschreibung bei Reichelt?)
- Edsyn DS017LS / ZD-108K 30ccm

Gibt's auch ne brauchbare, antistatische Entlötpumpe mit wenig 
Rückschlag für, sagen wir mal, 15 EUR?  Welche habt ihr so im Einsatz?

--------
Sven

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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>Welche habt ihr so im Einsatz?

ERSA VACX 11,3ccm

Bin jetzt nicht gerade der Entlötpumpenpoweruser, aber ich komme gut 
damit klar. Kaum Rückschlag und leicht zu reinigen.

Gruß
Kai

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Also ich habe diese im Einsatz:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=D24;G...

kostet 80 Cent, ist mit Sicherheit ein China-Import und reicht für meine 
Bedürfnisse aus. (Allerdings verwende ich sie natürlich nicht 
gewerblich)


P.S. Ich muss gerade mit Erstaunen feststellen wie viele verschiedene 
Entlötsaugpumpen alleine Reichelt im Sortiment hat... Ein Hoch auf die 
Produktvielfalt!

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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Alex Bürgel wrote:
> Also ich habe diese im Einsatz:
> 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=D24;G...

Die habe ich hier auch rumliegen. Der Rückschlag ist aber deutlich höher 
und ich habe schon mehrmals Ärger mit der Reinigung gehabt. Irgendwann 
zerlegt sich das Kunststoffgewinde. Für den Preis aber voll ok.

Autor: yalu (Gast)
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Hubraum zählt! Preis aber auch :)

Deswegen habe ich einen (vermutlich chinesischen) Nachbau der dicken
Soldapullt für 2 oder 3 Euro. Einen funktionalen Unterschied zum
Original, das ich auch schon benutzt habe, kann ich nicht feststellen.

Antistatisch ist sie nicht. Da ich aber nie mit Handschelle arbeite,
wäre das wahrscheinlich sowieso eher kontraproduktiv.

Pollin hat eine ähnliche für 1,95 Euro.

Autor: Sven L. (lemming)
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Ja, so ein "altes Schätzchen" wie diese Entlötpumpe aus eloxiertem 
Metall habe ich auch noch aus Vaters Bastelkiste. Scheint seit 
Ewigkeiten unverändert gebaut zu werden. Der Rückschlag ist wirklich 
nicht gross, aber der Saugeffekt ebenso wenig (sprich: hat nie gereicht, 
um in einem Zug alles Lot abzusaugen). Verklumpen tat die auch recht 
schnell.

Bei der SS750SMD täte mir der beiliegende SMD Adapter gut gefallen, mit 
dem man die Saugspitze quasi "flachdrücken" kann. Interessanterweise 
kostet diese Pumpe bei R stolze EUR 11,70 und beim C "nur" EUR 7,90.

Autor: PeterK (Gast)
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ich kann diese hier empfehlen: 
http://www.shop.display3000.com/pi21/pd77.html
da hat man nicht das Problem, dass die Lötstelle schon wieder erkaltet 
ist, bis man mit dem Sauger dran ist und man kriegt auch die Löcher 
schon leergesaugt.
Peter

Autor: ruediger (Gast)
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Ich bin mit meiner ERSA Vac 3 sehr zufrieden. Liegt gut in der Hand und 
saugt ordentlich. Falls es mal zu heiss wird beim Entlöten, gibt es auch 
Ersatzspitzen.

Autor: yalu (Gast)
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> ich kann diese hier empfehlen:
> http://www.shop.display3000.com/pi21/pd77.html

Ja, so eine habe ich auch noch, allerdings von den Mäxen für 4,95.
Das Ding taugt viel für's Geld, vor allem wenn man größere DIL-ICs
auslöten möchte. Für "mal schnell eine Lötstelle sauber machen" ist
sie nicht so geschickt, weil sie prinzipbedingt erst angeheizt werden
muss.

Wenn sie sowieso schon warm ist, kann man sie auch gut als zweiten
Lötkolben zu Auslöten von SMD-Widerständen u.ä. verwenden, wenn der
Platz auf der Platine für die dicke Hohlspitze ausreicht.

Autor: Frank B. (frankman)
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Am besten ist Entlötsauglitze....

Autor: Thomas B. (detritus)
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Ich hab mal mit welchen gearbeitet, die als Spitze so ne Art 
Teflonschlauch hatten. Konnte man sehr gut ansetzen und leicht reinigen.
Weis jemand, ob/wo es die zu kaufen gibt?

Autor: Düsentrieb (Gast)
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bei pollin
Best.Nr. 840 088
für 4.95 echt klasse teil

Autor: Toaran (Gast)
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Selber bauen..... einfach nen stück Schlauch dran stecken ...

Autor: nasowas (Gast)
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ich hab noch nie eine verwendet (Entlötlitze schon manchmal) - wofür 
braucht man so eine Pumpe? (praktisches Anwendungsbeispiel?)

Autor: yalu (Gast)
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Meiner Erfahrung nach zieht die Pumpe, wenn es eine mit großer Lunge
ist, das Zinn besser aus den Löchern von durchkontaktierten Platinen.
Vielleicht hatte ich aber auch noch nie eine wirklich gute
Entlötlitze, bei der es natürlich auch gewaltige Unterschiede gibt.

Autor: Sven L. (lemming)
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Aaalso, ich war heute in der Filiale vom C und hab alle verfügbaren 
Pumpen durchprobiert. Natürlich habe ich nur die ESD-tauglichen 
ausprobiert (heisst: schwarzes, leitfähiges Plastik, NICHT die bunten!).

Viele von den billigeren bauen meines Erachtens erst gar keinen 
ausreichenden Unterdruck auf, besonders diese 1-Euro-Metallpumpen! 
Enttäuscht war ich auch von der grossen, 30ccm ZD-108K, die ja der 
Soldapullt Deluxe ähnlich zu sein scheint. Die hat kaum mehr Sog als die 
kleinen 10ccm Soldapullts und ist m.e. ziemlich unhandlich, obwohl dafür 
immerhin fast rückschlagfrei.

Meine Empfehlung geht an die Edsyn/Soldapullt SS750LS für EUR 5,64 : 
Ein-Hand-Bedienung, baut einen guten Unterdruck auf, Zubehör (SMD 
Spitze) ist erhältlich, kaum Rückschlag. Leider war kein einziges von 
den ERSA Geräten vorrätig, also kann ich zu denen leider nix sagen. 
Generell ist aber sicherlich alles besser als die "China-Ware". Eine 
Investition für die nächsten 10 Jahre darf ja auch mal ein paar Euro 
mehr kosten.

@nasowas:
Entlötpumpen benutzt man, um schnell viel Lot zu entfernen. Besonders 
bei mehreren, grossen, durchkontaktierten Bauteilen (ICs, Wannenstecker, 
etc.). Man kann ja meist nicht alle Beinchen auf einmal erhitzen, also 
werden sie der Reihe nach vom Lot befreit und können dann einfach 
herausgezogen werden. Sie sind eine günstige Alternative zu den teuren, 
elektrischen Unterdruckpumpen mit Lot-Auffangbehälter und Filter, die 
für den Hobbyeinsatz eher übertrieben sind.

Autor: Erik D. (dareal)
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Ich habe ne Ersa VAC 3

schön klein, leicht und handlich. Rückschlag kann ich kaum einschätzen, 
da ich keinen wirklichen Vergleich habe. Saugkraft ist oberes Mittelfeld 
würde ich mal behaupten. Ne neue Spitze bräuchte ich aber mal wieder :D

Autor: Tim (Gast)
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In dem Link oben (http://www.shop.display3000.com/pi21/pd77.html und 
dann ans Ende scrollen) wird ein nettes Beispiel mit Fotos gezeigt, 
sowas geht z.B. nur mit einer Entlötpumpe. Mit Litze kommt man da nicht 
weit. Ich kann mir vorstellen dass so eine beheizte Pumpe schon 
vorteilhaft ist, aber natürlich hat sie den Nachteil dass man sie 
vorheitzen muss. Für eine Lötstelle ist das übertrieben aber wenn mann 
mehrere Bauteile oder Pins entlöten will könnte so ein Heitzteil schon 
praktisch sein.

Tim

Autor: Tim (Gast)
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Neee, also das Ding kauf nicht.
Das ist Schrott!!

Autor: Maurice R. (sintesimoe)
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>Viele von den billigeren bauen meines Erachtens erst gar keinen
>ausreichenden Unterdruck auf, besonders diese 1-Euro-Metallpumpen!
>Enttäuscht war ich auch von der grossen, 30ccm ZD-108K, die ja der
>Soldapullt Deluxe ähnlich zu sein scheint. Die hat kaum mehr Sog als die
>kleinen 10ccm Soldapullts und ist m.e. ziemlich unhandlich, obwohl dafür
>immerhin fast rückschlagfrei.

Konntest du die ZD-108K denn schonmal im realen Einsatz testen?
Ich habe eine und die saugt einiges weg.
Besonders zu schätzen an dieser Pumpe habe ich gelernt das man sie schön 
mit einer Hand spannen kann indem man sie gegen die Brust bzw. auf den 
Tisch drückt.
Mag ja sein das das Vakuum nicht das höchste ist aber das riesen Volumen 
macht das mehr als wett.
Bisher habe ich alles mit einem Saugstoß ausgelötet bekommen und so will 
ich das auch haben.

Autor: Christian_RX7 (Gast)
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Also ich hab mir mal eine gebrauchte Weller DS80 Entlötstation gekauft 
und die war jeden Euro wert, wer mit sowas mal gearbeitet hat, würde nie 
mehr eine normale Entlötpumpe angreifen.

Autor: Maurice R. (sintesimoe)
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Schon klar aber geschenkt gibt es sowas nicht und wenn ich alle 3 Monate 
mal nen 8er DIP auszulöten habe ist das echt mit Kanonen auf Spatzen 
geschossen.

Autor: Sven L. (lemming)
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Maurice R. wrote:
> Konntest du die ZD-108K denn schonmal im realen Einsatz testen?
> Ich habe eine und die saugt einiges weg.
> Besonders zu schätzen an dieser Pumpe habe ich gelernt das man sie schön
> mit einer Hand spannen kann indem man sie gegen die Brust bzw. auf den
> Tisch drückt.
> Mag ja sein das das Vakuum nicht das höchste ist aber das riesen Volumen
> macht das mehr als wett.
> Bisher habe ich alles mit einem Saugstoß ausgelötet bekommen und so will
> ich das auch haben.

Nein, natürlich konnte ich die in der Filiale nicht mit Lot testen! ;) 
Hab mich noch mit einem anderen Bastler der vorbeikam unterhalten und 
der meinte auch das wär die einzige, die was taugen würde. Von der Sorte 
habe ich allerdings drei Stück ausprobiert - von denen hat nur eine den 
Unterdruck aufrechterhalten können, die anderen waren ab Werk wohl schon 
verhunst? Ansonsten fielen mir der sehr geringe Rückschlag und der lange 
Spannweg daran auf. Rein subjektiv schien die Saugleistung der 108K (am 
Finger/beim Loslassen) minimal geringer zu sein - hat aber natürlich 
mehr Saugvolumen.

Zum Thema "An der Brust spannen" meine ich, dass man bei 
Zwei-Finger-Bedienung mit der Pumpe nicht von der Lötstelle weg muss - 
Leute, die eine Lupe benutzen (müssen), wissen, was ich meine. Auf der 
anderen Seite sicherlich von Vorteil, weil es die Spann-Daumen-Ermüdung 
vormeidet ;)

Könntest das Saugvolumen deiner ZD-108K ja mal ausrechnen oder testen: 
Glas mit Wasser auf ne (Fein-)Waage, dann Wasser in einem Zug absaugen - 
Gewichtsdifferenz=Saugvolumen

Challenger SS750LS im Einsatz: hat ~15ccm (getestet); saugt fast so gut 
wie die alte 30ccm; weit weniger Rückschlag; Reinigung auch recht 
unproblematisch, da mit einem Dreh in zwei Teile zerlegbar; leider ein 
paar Ecken dran, die im Dauereinsatz Druckstellen an der Hand 
verursachen könnten

Bin mir immer noch nicht sicher, ob nicht alle Pumpen der namhaften 
Hersteller relabelte China-Produkte sind, oder ob die Chinesen die 
Originale so gut nachbauen können..

Autor: yalu (Gast)
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> Könntest das Saugvolumen deiner ZD-108K ja mal ausrechnen oder
> testen: Glas mit Wasser auf ne (Fein-)Waage, dann Wasser in einem
> Zug absaugen - Gewichtsdifferenz=Saugvolumen

Ich habe gerade mal den Hubraum meiner AX-108 aus dem Hause China®
(DS017-Nachbau oder vielleicht auch -Vorbild ;-)) gemessen.

  mit der Schieblehre: 26,5cm³
  mit dem Wassertest:  25  cm³ (Die Waage löst 1g auf)

Hält man die Spitze mit dem Finger zu, löst die Pumpe aus und wartet
zwei Minuten, saugt die Pumpe danach immerhin noch 20cm³ Wasser an.

Die Pumpe muss natürlich ab und zu geputzt und gut eingefettet werden.
Der O-Ring am Kolben scheint auch schon etwas abgenutzt zu sein und
sollte vielleicht demnächst ausgetauscht werden

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