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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RS485-Signale entstören


Autor: Martin M. (martin69)
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Hallo,

ich habe in jedem Stockwerk eine Rolladensteuerung und mache gerade ein 
Redesign. Diese möchte ich nun per RS485 miteinander vernetzten und dann 
noch einen Webserver anschließen. Hierfür möchte ich bestehende 
Telefonleitungen verwenden (verdrillte Leitungen). Diese enden alle in 
einem Verteiler im Keller.

Die Verdrahtung würde ich so verschalten, daß alle Steuerungen in Reihe 
geschaltet sind (siehe Anhang). Aufgrund der langen Leitungen und weil 
auf benachbarten Doppeladern zum Teil andere Signale der Telefonanlage 
laufen, möchte ich eine Entstörmaßnahme der RS485-Leitungen an den 
Steuerungen vorsehen.

Ich würde hierfür eine stromkompensierte Drossel mit 51µH und 
Kondensatoren (ca. 1nF) gegen GND auf dem Layout vorsehen. Hat jemand 
Erfahrungen, ob diese Beschaltung was taugt oder ob es eine bessere 
Lösung gibt?

Autor: Teplotaxl X. (t3plot4x1)
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Studieren geht über Probieren ;)

Autor: Martin M. (martin69)
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Die Steuerungen ansich haben schon einen RS485-Bus. Dieser wird bisher 
nur intern benötigt (zwischen verschiedenen Zusazuplatinen und der 
Displayplatine.

Die Steuerung hat links eine RS485-KLemme, geht dann über die Platine 
mit diversen Abzweigen zu den Zusatzplatinen. Am Ende (rechts) ist dann 
eine zweite Klemme für externe RS485-Signale.

Ist diese Reihenschaltung mit relativ kurzen Abzweigen auf der Platine 
gut? Oder wäre es sinnvoll, nur eine RS485-Klemme anzubringen, an der 
die kommende und gehende RS485-Leitung ageschlossen wird? Hier wäre dann 
auf der Platine der Steuerung dann jeweils ein kleines Sternnetz 
vorhanden. Hätte den Vorteil, daß ich nur 1 Mal die Beschaltung mit 
stromkompensierter Drossel für di4e externe RS485-Leitungen benötigen 
würde....

Autor: Andreas K. (a-k)
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Wäre nicht ganz unwichtig wie schnell das sein soll. RS485 Transceiver 
kann man auch ohne Filter zivilisieren, indem man die Flankensteilheit 
per Steuerpin in dezentem Rahmen hält.

Autor: Martin M. (martin69)
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ich hab nen ganz normalen MAX485CSA. Und da kann man die 
Flankensteilheit beeinflussen?

Momentan geht die Kommunikation mit 9600 Baud intern auf der Platine. 
Ich möchte diese aber im Zuge des Redesigns und der Vernetzung erhöhen.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Sorry, hab das mit CAN verwechselt. Da geht das. Wobei man sowas auch 
mit CAN Transceivern aufbauen kann, an Stelle von RS485 Transceivern.

Autor: 3363 (Gast)
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CAN und RS485 sind signalmaessig identisch auf dem Bus. CAN bietet mehr 
viel eingebaute Businteligenz zum Preis von ausschliesslich ultrakurzen 
Meldungen. Das Kritischste an einem RS485 Bus ist der nicht gerade 
ueppige Gleichtaktbereich von standardmaessig 7V. Es gibt allerdings 
RS485 Treiber von Texas Instruments, die haben bis 25V 
Gleichtaktbereich. Wenn der Bus beidseitig terminiert ist, gibt es 
eigentlich keinerlei Stoerungen.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Es gibt wohl mehr darum, dass der Bus die im gleichen Kabel verlaufende 
Telefonie nicht stört. Dafür kann es sinnvoll sein, die Flanken zu 
drosseln.

Autor: 3363 (Gast)
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9600 ist nicht so schnell... auf der anderen Seite liegen die 
harmonischen davon nicht mehr im hoerbaren Spektrum.

Autor: lkmiller (Gast)
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@3363
>...CAN und RS485 sind signalmaessig identisch auf dem Bus...
Das ist aber ein ganz großer Irrtum!

RS485 hat zwei dominante Pegel,
CAN hat 1 dominanten und 1 rezessiven Pegel.
Bei RS485 kann es ohne weiteres eine Busskollision geben,
die Busverwaltung ist nur Softwaresache.
Bei CAN wird während der Übertragung hardwaremässig arbitriert.

RS422 und RS485 haben die gleichen Signalpegel.
Allerdings ist RS422 als Punkt-zu-Punkt-Verbindung definiert
(1 Sender und bis zu 10 Empfänger).
RS485 kann mehrere bidirektionale Teilnehmer haben (bis zu 32).

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Im Anhang eine App-Note zu RS485-Verbindungen.

MfG Spess

Autor: Martin M. (martin69)
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Danke für die Infos. Ich werde dann mal die von mir vorgeschlagenen 
Komponenten auf dem Layout vorsehen.

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