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Forum: Offtopic Widerstand schmilzt Kabelisolierung von Gehrungssäge weg


Autor: Laserer (Gast)
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Hi, der Laser meiner Gehrungssäge, der anzeigt, wo das Sägeblatt auf dem 
Werkstück auftreffen wird, funktioniert nicht mehr richtig.
Wenn ich ihn einschalte, "lasert" er eine kurze Zeit, je länger die Säge 
vom Netz war, desto länger tut er das, nach ein paar Sekunden geht er 
dann aus.
Wenn die Säge nur kurz vom Netz getrennt war, blitzt er auch nur einen 
Bruchteil einer Sekunde auf.
Ich habe keine Ahnung, warum, deshalb habe ich mal die Abdeckung des 
Griffs abgeschraubt, an dem sich die Schalter befinden.
Ein Widerstand war etwas angeschmort, daneben ein Kabel, das zum 
Schalter des Lasers führt, dort war die Isolierung des Kabels nicht mehr 
da, vielleicht hat die Hitze des Widerstands den Kunststoff 
weggeschmolzen.
Gemessen oder gar gefühlt habe ich noch gar nichts, schließlich liegen 
da auch 230V an.
Ich kann mir deshalb auch nicht erklären, was genau die Diode abschaltet 
und vor allem nicht, warum die Dauer der Trennung von Netz (einfach den 
Stecker herausgezogen) Auswirkungen auf die Länge der Leuchtdauer hat.
Außerdem, ist es nicht gefährlich, ein Gerät auf den Markt zu bringen, 
das übrigens auch nicht zu den billigsten gehörte, das Bauteile 
beinhaltet, die so heiß werden, dass sie Plastik schmelzen können?

Jedenfalls, dass ich den Kassenzettel noch finde, ist unwahrscheinlich.
Was könnte genau die Fehlerursache sein und wie könnte ich sie beheben?

Autor: Paul Baumann (Gast)
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>Außerdem, ist es nicht gefährlich, ein Gerät auf den Markt zu bringen,
>das übrigens auch nicht zu den billigsten gehörte, das Bauteile
>beinhaltet, die so heiß werden, dass sie Plastik schmelzen können?

Ach was, denk doch nicht. ;-) Es sind doch bestimmt etliche TÜV- und CE 
und
was-weiß-ich-nicht für Zeichen auf dem Gerät, die als Isolation 
wirken....
Da kann absolut nichts passieren. :-(((

SCNR
Paul

Autor: Frank (Gast)
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> warum die Dauer der Trennung von Netz (einfach den
Stecker herausgezogen) Auswirkungen auf die Länge der Leuchtdauer hat.

Wird ein Temperaturproblem sein. Je länger das Gerät vom Netz ist, desto 
länger hat das problemverursachende Bauteil Zeit abzukühlen und desto 
länger braucht es auch um wieder warm zu werden.

Autor: Laserer (Gast)
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Ok, aber welches Bauteil schaltet sich bei steigender Temperatur ab und 
funktioniert nach dem Abkühlen wieder? Sehr viel ist da nicht auf der 
Platine, ein paar Widerstände, Kondensatoren, 2 Dioden, 1 IC, 1 
Transistor/Spannungsregler/Triac oder etwas ähnliches.

Autor: Brain (Gast)
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Ohne Schaltbild ist das schwer zu sagen, denke ich, aber es könnte ja 
schon durch die Temperatur die Spannung, die nachher an der Laserdiode 
anliegt verändert werden. Und sollte diese Spannung zu gering sein, 
lechtet die Laserdiode einfach nicht.

Autor: Jörg S. (Gast)
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>Ok, aber welches Bauteil schaltet sich bei steigender Temperatur ab und
>funktioniert nach dem Abkühlen wieder?
I.d.R. alles was in Richtung IC geht.

Autor: Laserer (Gast)
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Okay, dass mit der Spannung klingt logisch, ich habe mal die Platine 
abgeschraubt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass das Gerät garkeine Erdungleitung 
besitzt.
Es hat zwar einen Stecker, der aussieht wie ein Schukostecker, aber ohne 
die zwei Kontakte außen.
Zwar ist sowohl die Platine, als auch der Motor, in einem 
Kunststoffgehäuse untergebracht, jedoch führen teilweise auch Leitungen 
am Metallgehäuse des Rests der Maschine entlang. Wenn diese also auch 
schmelzen würden, würde das Gehäuse unter Spannung stehen, zumal die 
Laserdiode nicht über einen Trafo versorgt wird, sondern über irgendwas 
anderes elektronisches.

Der Widerstand und das halb geschmolzene Kabel sind elektrisch zum Glück 
nah beieinander, der Strom geht erst durch das Kabel und dann durch den 
Widerstand, allerdings irgendwo in der Mitte des Widerstands durch das 
"Plasik", was um den eigentlichen Widerstand drauf ist, also der Teil, 
auf den die Ringe aufgedruckt sind. An der Stelle fehlt natürlich das 
Plastik, das wurde wohl ebenfalls gegrillt.

Was genau für das Abschalten des Lasers verantwortlich ist, weiß ich 
nicht.
Ich vermute mal, dass wenn ich den Widerstand und das Kabel austausche, 
der Laser wieder funktioniert, gibt es Argumente, die gegen das Vorhaben 
sprechen?

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Prinzipiell nicht, hast du denn mal gefühlt ob der besagte Widerstand im 
Betrieb tatsächlich so extrem heiß wird? (Wenn's dir mit der 
Netzspannung zu gefährlich ist: Einschalten, warm werden lassen, 
ausschalten (Stecker ziehen!) und fühlen...)
Wenn der Widerstand echt so heiß wird, dann
-stimmt entweder etwas ganz und gar nicht
-oder der Widerstand ist extrem knapp ausgelegt.

Wenn das 2. der Fall ist könntest du den Widerstand ja direkt mal gegen 
einen anderen Widerstand mit gleichem Wert aber größerer zulässiger 
Verlustleistung einsetzen.

Schöne Grüße,
Alex

Autor: Jochen S. (jochen_s)
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Hallo zusammen,

Ich dachte immer das die Laser die in diesen Sägen verbaut sind 
Batteriebetrieben sind weil doch iregendeine Verordnung Netzbetriebene 
Laser für Normalsterbliche untersagt.
Oder ist mir da was entgangen??

Jochen

Autor: Laserer (Gast)
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Ich werds mal probieren, wobei, da ja aufgrund der fehlenden Isolierung 
nur noch die Hälfte des Widerstands benutzt wird, ein höherer Strom 
fließen wird, was zur Folge hat, dass der Widerstand natürlich heißer 
wird, als er eigentlich sollte.

Ja, die meisten Laser waren batteriebetrieben, von dem Ding halt nicht, 
ich weiß auch nicht, wieso das die anderen Geräte nicht hatten.

Autor: Laserer (Gast)
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Nochmal zu den Batteriebetriebenen Lasern: CD/DVD Spieler, optische 
Laufwerke usw sind doch auch alle batteriebetrieben.

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