Juhu, ich liebe AVR-Studio!!

OP #918123
Lesenswert?

Wisst ihr was total super ist?

Man programmiert einen Mittag an einem Programm rum und möchte es noch 
ein wenig erweitern. Leider klappt das ganze unerwartet nicht so ganz. 
Also grenz man den Fehler eben mal schnell ein und versucht, alles was 
nicht mit der neuen Anwendung zusammenhängt erstmal zu entfernen. Den 
alten code kopiert man natürlich in ein neues Fenster rein. Man mag ihn 
ja gleich wieder zurückkopieren. Ein kurzer Klick auf den Play-Button, 
der den AVR-Simulator starten soll, beschehrt einem auch gleich die 
wundersame Meldung "AVR Studio MFC Anwendung hat einen Fehler verursacht 
und muss beendet werden!!" oder so irgendwie.

Damit war antürlich auch das temporär angelegte Fensterchen mit dem 
alten Code weg. Super, nicht?^^

mfg Paul Hamacher

(wehe es kommt jetzt wieder einer angerannt von wegen "ja, bist ja 
selbst schuld, wieso haste denn nicht alles gespeichert und drei 
Sicherheitskopien angelegt??")
Gast #918143
Lesenswert?

Mönsch... Paul...!

In solchen Fällen würde ich ein neues Projekt anlegen, die Sources des 
"alten" Projektes hinein kopieren und dann erst anfangen an dem (neuen) 
Projekt herumzubasteln. Wenn die Versuche erfolgreich waren, kann man 
die Änderungen ja in das alte Projekt übernehmen, oder einfach das Alte 
löschen.

Gruß,
Magnetus
Gast #918153
Lesenswert?

Und da frage ich mich, wieso es einige geniale Features von uralten 
Betriebssystemen bis heute nicht in die modernen geschaft haben.  Ich 
kenne da eines, bei dem wird bei jedem Speichern einer Datei immer der 
selbe Name verwendet und ein Zähler angehängt

 rolltor.asm;1
 rolltor.asm;2
 rolltor.asm;3
 :
 rolltor.asm;2342

Beim Aufruf/Laden der Datei wird immer die mit dem höchsten Zähler 
verwendet. Und bei Bedarf kann man dann ganz einfach auf alte Versionen 
zurückgreifen. Dieses Feature vermisse ich schmerzlich. (Wer kennt das 
auch noch? ;-)
Gast #918155
Lesenswert?

@tastendrücker:

Das von dir genannte Feature wird nach wie vor von (dem in diesem Forum 
vielfach verpönten) Eagle Layout Editor verwendet. Ich finde das auch 
sehr sinnvoll und lobenswert.

Gruß,
Magnetus
Gast #918170
Lesenswert?

Bei mir genauso. Das Beste ist, man hat immer Notepad offen und kopiert 
alles dorthin, statt in die Zwsichenablage. Auch bei emails mache ich 
das so - oft genug ist das Webformular abgesoffen und alles weg.

Zumindest mal schnell ein CTRL A + CTRL C, um es an der Angel zu haben 
...
Gast #918178
Lesenswert?

Ja, so automatisches Speichern ALLER Versionen hätte vor allem beim 
Programmieren schon was. Bei meinen Gewohnheiten käme aber einiges an 
Dateien zustande. Ich dück quasi nach jeder Funktionseinheit auf strg+s. 
Das ist oft bloß eine kleine for-schleife...
Gast #918180
Lesenswert?

Was mir grad so kommt: Könnte man nicht ein kleines Programm schreiben 
das im hintergrund läuft. Das soll dann bestimmte Ordner oder Dateien 
immer nach änderungen (Zeitstempel?) durchsuchen. Wenn's was neues gibt 
wird eine Sicherheitskopie der Datei erstellt.
Sollte doch kein allzugroßer Aufwand sein, oder?
#918187
Lesenswert?

Stefan Salewski wrote:

> Wer so was will nimmt Versions-Kontroll-Systeme wie cvs.

Nicht vergleichbar, weil man in solche Systeme normalerweise erst dann 
Änderungen einpflegt, wenn man einen gewissen Stand erreicht hat. Mit 
direkter Fileversionierung hingegen finden man auch die Version von vor 
10min wieder.
OP #918201
Lesenswert?

Sebastian wrote:
> Was mir grad so kommt: Könnte man nicht ein kleines Programm schreiben
> das im hintergrund läuft. Das soll dann bestimmte Ordner oder Dateien
> immer nach änderungen (Zeitstempel?) durchsuchen. Wenn's was neues gibt
> wird eine Sicherheitskopie der Datei erstellt.
> Sollte doch kein allzugroßer Aufwand sein, oder?

mein erstes geplantes Projekt wenn ich C# kann^^
Gast #918230
Lesenswert?

> Und da frage ich mich, wieso es einige geniale Features von uralten
> Betriebssystemen bis heute nicht in die modernen geschaft haben. Ich
> kenne da eines, bei dem wird bei jedem Speichern einer Datei immer
> der selbe Name verwendet und ein Zähler angehängt

So etwas ähnliches, nur besser, gibt es auch heute noch:

  http://n0x.org/copyfs

CopyFS legt bei jedem Schreiben einer Datei automatisch eine neue
Kopie an, speichert die Kopien aber in einem getrennten Verzeichnis,
wo sie niemanden stören. Es ist völlig transparent für Anwendungs-
programme. Ein spezieller Befehl listet alle bisherigen Version auf
und schaltet bei Bedarf zwischen verschiedenen Dateiversionen um.
Man kann auch ganze Verzeichnisse taggen.

CopyFS setzt auf ein beliebiges bestehendes Filesystem und FUSE auf
und sollte deswegen auf allen Betriebssystemen laufen, für die es FUSE
gibt, also auf den meisten gängigen (Linux, BSD, OpenSolaris, GNU/Hurd
und Mac OS X), evtl. sogar unter Windows, wenn es dafür inzwischen
eine komaptible FUSE-Implementation gibt (müsste man nachschauen/
ausprobieren).
#918232
Lesenswert?

Schon ein wenig selber Schuld... Ich kopier mir das in eine andere 
Anwendung... vor allen Dingen wenn es Text ist..

Ist aber auch schon passiert das die Maschine komplett gehangen hat...

Aber mal ehrlich... Der ganze Office Kram haengt auch schon mal (wird 
jedoch millionenfach verkauft) ... und dann erwarten wir das eine 
Anwendung die nur Experten verwenden aehnlich stabil laeuft...
Gast #918240
Lesenswert?

Man kann sich den HSM-Client vom Tivoli Storage Manager installieren.
Dann hat man auch wieder Versionen ohne die Totenruhe von VMS zu stören.

Operating systems supported: AIX, HP Unix, Linux, Sun Solaris

Einen TSM-Server brauchts natürlich auch.
Der kann aber gerne auch lokal laufen.
Gast #918245
Lesenswert?

Hallo ich suche auch soetwas, zur Versionierung, muss es doch geben ne 
schnöde stand alone Anwenung ohne Server und so nen Schnick Schnack wo 
man einfach Versionen anlegen kann, kenn nicht jemand soetwas, SVN und 
CVS ist mir viel zu umständlich, ein nur eine Anwendung wo man CheckOut 
klicken kann und evtl noch nen kurzen Kommentar dazu...
OP #918263
Lesenswert?

Ich kann die Schuld nicht von mir weisen, theoretisch hätte ich - gerade 
beim AVR-Studio - damit rechnen müssen. Aber das war echt unglücklich 
dass es gerade in diesem Moment abgestürzt ist. In Zukunft werde ich 
meien backups als Dateien irgenwo hinspeichern und nicht im Speicher 
rumliegen lassen.
#918300
Lesenswert?

tastendrücker wrote:
> Und da frage ich mich, wieso es einige geniale Features von uralten
> Betriebssystemen bis heute nicht in die modernen geschaft haben.  Ich
> kenne da eines, bei dem wird bei jedem Speichern einer Datei immer der
> selbe Name verwendet und ein Zähler angehängt
>
>  rolltor.asm;1
>  rolltor.asm;2
>  rolltor.asm;3
>  :
>  rolltor.asm;2342
>
> Beim Aufruf/Laden der Datei wird immer die mit dem höchsten Zähler
> verwendet. Und bei Bedarf kann man dann ganz einfach auf alte Versionen
> zurückgreifen. Dieses Feature vermisse ich schmerzlich. (Wer kennt das
> auch noch? ;-)

Meine Güten, musst Du alt sein!

Kenne ich noch aus uralten VAX-Tagen (VMS hieß das Betriebssystem glaub 
ich), man konnte die Tiefe auch reduzieren (macht Sinn) und dann 
brauchte man sich um nichts mehr zu kümmern, machte alles das 
Betriebssystem.

Aber zu der Zeit war Speicher knapp, sehr knapp sogar. Und das hat uns 
die Freude an dieser Funktionalität vergällt.
Persönliche Seite #918432
Lesenswert?

Paul Hamacher wrote:
> :-D

;)

Naja mal Spass bei Seite ich hab mir aufgrund solcher Dinge einen mehr 
oder weniger ausgearteten Speicherfimmel angewoehnt. I.d.R. speichere 
ich spaetestens nach 20 Zeilen Code einmal und bei groesseren 
Aenderungen sowieso. Kommt alles aus meiner Windows-Zeit. Hehe naja und 
beim Programmieren muss man ja speichern sonst werden die Aenderungen ja 
nicht wirksam.

lg,
Michael
Gast #918551
Lesenswert?

Theo schrieb:
> Hallo ich suche auch soetwas, zur Versionierung, muss es doch geben
> ne schnöde stand alone Anwenung ohne Server und so nen Schnick
> Schnack wo man einfach Versionen anlegen kann, kenn nicht jemand
> soetwas, SVN und CVS ist mir viel zu umständlich, ein nur eine
> Anwendung wo man CheckOut klicken kann und evtl noch nen kurzen
> Kommentar dazu...

Subversion geht auch ohne Server. Um damit zu arbeiten, muss man im
Wesentlichen

- ein Repository anlegen,
- ggf. existierende Quellcodedateien importieren,
- einmal auschecken und
- von da an nur noch
  - Dateien ändern, hinzufügen oder löschen und
  - committen

Das ist alles.

Wenn es noch leichtfüßiger gehen soll, ist vielleicht RCS das Richtige
für dich. Auch davon gibt es Windows-Ports.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren