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Forum: PC Hard- und Software netzwerkgeschwindigkeiten


Autor: frank (Gast)
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Hallo

Ich habe da mal ne Frage:
Wie hoch ist die tatsächliche Datenrate bei 100 und 1000 Mbit 
Netzwerken.

Bis zu welcher Rate kann man noch vom sicheren Datentransfer sprechen?

Autor: 3363 (Gast)
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Der Netzwerkverkehr ist bis auf das letzte Bit sicher. Die Datenrate ist 
so hoch wie sie ist, da ist nichts mit ausfransen. Vorausgesetzt die 
Peripherie bringt die Bandbreiteso kann man ueber einen switch die 
theoretische Bandbreite fast erreichen. Dies ist moeglich durch 
Pipelining, verzoegertes Ack usw.

Autor: Tobias Plüss (hubertus)
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Ich denke, du meinst wie viele Nutzdaten du effektiv übertragen kannst, 
wenn du verschiedene Netzwerkprotokolle implementiert hast?

Also grundsätzlich muss ich meinem Vorposter Recht geben: In einem LAN 
z.B. ist die Übertragungsrate immer genau 10 MBit oder 100 MBit oder 
1000 MBit. Etwas anderes gibts nicht, die Bitrate ist also Fix. Da du 
aber Pro Übertragungsrahmen nur eine bestimmte Anzahl Bit übertragen 
kannst (im Rahmen drin sind ja auch noch Preamble, Source MAC, 
Destination MAC, VLAN-Tag, CRC...), liegt die effektiv Nutzbare 
Bandbreite bei ca. 70% (hab ich in irgend einem Buch mal gelesen). 
Demntsprechend kannst du natürlich noch weniger Nutzdaten übertragen, 
wenn du z.B. das TCP/IP-Protokoll verwendest, da ja auch dort bestimmte 
Header pro Frame mit übertragen werden.

Autor: Peter (Gast)
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> liegt die effektiv Nutzbare Bandbreite bei ca. 70%
so schlimm ist es zum glück nicht, tcpip kommt auf 96% nutzdaten, 
ethnernet auf 98%, wenn nicht gerade jeden byte einzeln in ein packet 
verpackt wird kommt man auf 95% Nutzdaten auf der TCP/UDP ebene. Wenn 
man jetzt Per ftp Daten überträgt kann man auch vom über 99% Nutzdaten 
(ausgehen von TCP) ausgehen - also gesamt ist 94% ohne Probleme möglich

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Peter wrote:
>> liegt die effektiv Nutzbare Bandbreite bei ca. 70%
> so schlimm ist es zum glück nicht, tcpip kommt auf 96% nutzdaten,
> ethnernet auf 98%, wenn nicht gerade jeden byte einzeln in ein packet
> verpackt wird kommt man auf 95% Nutzdaten auf der TCP/UDP ebene. Wenn
> man jetzt Per ftp Daten überträgt kann man auch vom über 99% Nutzdaten
> (ausgehen von TCP) ausgehen - also gesamt ist 94% ohne Probleme möglich

Vorausgesetzt, dass man die Pakete von der Größe natürlich voll 
ausreizt.

Autor: Falk Brunner (falk)
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Der effektive Datendurchsatz hängt auch von der Paketlänge ab. Wenn man 
viele kleine Pakete versendet geht die effektive Bandbreite in die Knie.

MFG
Falk

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Falk Brunner wrote:
> Der effektive Datendurchsatz hängt auch von der Paketlänge ab. Wenn man
> viele kleine Pakete versendet geht die effektive Bandbreite in die Knie.
>
> MFG
> Falk

Jenau, sach ich ja. ;)

Autor: mafenic (Gast)
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<Hallo

<Ich habe da mal ne Frage:
<Wie hoch ist die tatsächliche Datenrate bei 100 und 1000 Mbit
<Netzwerken.

<Bis zu welcher Rate kann man noch vom sicheren Datentransfer sprechen?

Die maximale Datenrate in Ethernet Netzwerken hängt in erster Linie von 
den Teilnehmern ab, die in einer Collison Domain miteinander verbunden 
sind. Kommt es zur Übertragung wird diese dann aber in voller 
Geschwindigekit durchgeführt.

Weiter Infos dazu findest Du unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Carrier_Sense_Multipl...

Gruß
Martin

Autor: Peter (Gast)
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@Falk Brunner
ich habe schon nicht von gefüllten Packeten ausgegangen, wenn die packet 
viel kleiner sind, werden auch keine grossen daten übertragen.

Ethernet overhead max 22byte
TCP                   20byte
maximale Packetgröße 1522byte

jetzt kann jeder mal selber rechnen

Es kommt noch der Verbindungsaufbau bei TCP dazu, wenn für jedes Byte 
eine neue Verbindung aufgebaut wird dann geht der Durchsatz wirklich in 
den Keller.

@mafenic
>Collison Domain
die Zeit ist zum Glück vorbei, oder verwendet noch jemand einen HUB? 
Sobalt ein Switch verwendet werden gibt es keine Collison Domain mehr, 
weil es eine Duplexleitung ist wo senden und empfangen auf 2 getrennten 
Leitungen erfolgt.

Autor: Peter (Gast)
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es fehlt noch der Overhead für IP mit 20 byte

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>jemand einen HUB?

Ja ich. Für dezentrale Steuerungen. Da muss das Netzwerk (zu 
Testzwecken) geflutet werden ;-)

Autor: frank (Gast)
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Hallo

Genau das war eben meine Frage und man sieht wieviele unstimmigkeiten es 
gibt. Was in der Theorie möglich ist, ist was für Informatiker im 3 
Semester. Ich brache etwas handfestes und aus der Praxis.

Der Grund warum ich frage ist eine Übertragung von schätzungsweise 
1000Mbit die (man höre und Staune) eben nicht mit cat 5e funktioniert, 
sondern nur mit cat3 (Telefonkabel oder ungeschirmt). Das wollte ich 
auch nicht glauben, bis ich nach Tests von cat3 bis cat6e alles 
durchgeprüft habe. Mag sein das hier nicht genau ETHERNET Standart 
gefahren wird, werden auch alle 8 Leitungen benutzt, aber ich stehe vor 
einem Dilemma. Alles was länger ist wie 12Meter geht nur mit dem 
"schei." Kabel. Das Gerät shickt dauernd Bilddaten an eine 
Druckvorstufe. Diese Chinesen?!

Autor: Peter (Gast)
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@frank
kann es sein, das der Widerstand des Kabels zu hoch ist, das 
Telefonkabel ist doch bestimmt ein 0.6² - Netzwerkkabel sind meist 
dünner, nicht das ausser den Daten auch noch Leistung übertragen wird.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Bei 1000Mbit in der Praxis gilt natürlich das Obengesagte, zusätzlich 
gibts aber noch eine Menge zusätzliche Flaschenhälse, die evtl. die 
Netto-Datenrate limitieren.
z.B. müssen die Daten ja irgendwo herkommen, also sind evtl die 
Festplatten im Server nicht schnell genug.
Oder der Ethernet-Chip ist über PCI und nicht PCIe angebunden.
Oder der Prozessor kommt mit der Checksummenberechnung nicht hinterher 
(falls der Ethernet-Chip/Treiber das nicht auf der 
Netzwerkkartenhardware berechnet kriegen)
Oder der (Billig-)Switch hat nur 1000MBit Bandbreite in der Backplane.
usw.

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Die Fliehkräfte im Kabel nicht vergessen ;)

http://sfrank.dns4biz.org/fun/fliehkraefte/index.html

Autor: frank (Gast)
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Ne ne, das ist der falsche Ansatz.
Natürlich ist der Widerstand zu hoch bei der Frequenz. Daher 
funktioniert es ja auch nicht mehr. Dummerweise habe ich kein Fluke 
Netwerktester und keine Ahnung welches Protokoll gefahren wird. Das 
liegt auch weniger an meiner Unkenntnis sondern einfach daran, das es 
keinen mehr gibt, den man danach fragen könnte.
Nach einem Umzug wurde alles schön mit den neusten Netzwerkleitungen 
verlegt und nichts tat mehr richtig als alles angeschlossen wurde.
Es sind aber 1000Mbit Trafos angebracht. Kein Hub, direkte Verkabelung.

Was ich vermute ist das die Datenmenge wahnsinnig hoch ist und von den 
Chine´sen nicht viel von Standarts gehalten wurde. Mal ne Rechnung:

800x600 Pixel bei 50Hz und 8bit pro Kanal ergibt mal eben 691,2 Mbit 
reine Nutzdaten. Wenn man die einfach rüberprügelt in einer Sekunde, 
wird das Kabel warm (Scherz). Wenn es funktioniert ist es der schnellste 
Drucker den ich je gesehen habe. Kostet auch ein paar Euros.

Aber egal, ich will nur wissen wieviel man in der Praxis übertragen 
kann. Mit cat3 Kabel fuktionierts ja wieder. Das Fragezeichen im Gesicht 
bleibt aber.

Autor: frank (Gast)
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Hallo Frank

Der Beitrag zeigt welches Schmalspurwissen manche als Schlau bezeichnen.
Lassen wir es nicht Fliekräfte sein, aber wer in der Hochfreqenztechnik 
schonmal eckige 90Grad Leiterbahnen gezogen hat und sich wundert warum 
das Signal schlechter wird, wird es verstehen.

Tatsächlich bemerke ich einen Unterschied wenn ich das Kabel rolle. Auch 
habe ich schon verschiedene Twistet Paare gehabt die ebenfalls 
Unterschiede bringen. Norm und Norm ist halt auf der ganzen Welt etwas 
anderes. Ungeschirmte cat6 sind mir auch schon untergekommen.

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Deiner Erfahrung nach müssten also diverse Großrechner (Tera- und 
Petaflop-Größe) Probleme durch aufgerollte Netzwerkleitungen haben, da 
jede Netzwerkleitung zu den einzelnen Rechnereinheiten, Zwecks gleicher 
Signallaufzeiten, gleich lang ist und diese teilweise, räumlich bedingt, 
aufgerollt auf großen Haufen liegen.

Somit würde sich ein aufgerolltes Kabel wieder negativ auf die 
Übertragungsgeschwindigkeit auswirken, was den Effekt der gleichen 
Signallaufzeit durch die exakt gleichen Längen der Netzwerkkabel 
zunichte machen würde, da manche mehr, manche weniger, gerollt sind???

Autor: chris (Gast)
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hi

mein eigener Test:

Windows1 -> Windows2 ~8mbyte/sec
Windows1 -> Linux1 oder andersherum 9,5mbyte/sec
Linux1 -> Linux2 10mbyte/sec


Übertragen wurde eine 100Megabyte große Datei per FTP Kabellänge jeweils 
5m mit einen 100MBIT Switch und 100MBIT Netzwerkkarten (stinknormale 
Karten) Rechner wahren:

Windows1 = 1800er Athlon 512MB RAM
Windows2 = 2x3GH Athlon 2GB RAM
Linux1 = 400MHz P2 192MB RAM nur Textmodus
Linux2 = 1800er Athlon 512MB RAM

Waren natürlich keine Testbedingungen sondern ein schon lange laufendes 
System (auser Linux2) kopiert wurde von Festplatten

mfg

chris

Autor: oszi40 (Gast)
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Grau ist alle Theorie. Manchmal nützt das teuerste Kabel nix,
wenn einer die falschen Paare erwischt hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Twisted-Pair-Kabel

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