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Forum: Offtopic Schueler: Geld verdienen durch Verkauf von Platinen


Autor: Maximilian (Gast)
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Hallo,

ich bin Schueler der Klasse 12 (17 Jahre alt) eines Gymnasiums in 
Hannover.

Aus mehreren Buechern und aus dem Internet habe ich mir selber die 
Grundlagen der Elektronik und das Programmieren von Mikrocontrollern 
beigebracht und schon einige kleine Projekte fertiggestellt.

Diese Projekte sind meistens kleine Spielereien, wie "Heisser Draht", 
elektronisches Flaschendrehspiel, Fernbedienung mit dem man den PC 
herunterfahren/ neustarten lassen kann und aehnliches.

Meine Ueberlegung ist nun das ganze mal mit Eagle aufzuzeichnen und die 
Spiele dann selber auf Platinenen zu aetzen.
Die Platinenen koennte man dann (bestueckt oder unbestueckt) bei Ebay 
oder in einem eigenen Web-Shop verkaufen, dazu koennte man ja auch noch 
eine Erklaerung schreiben, wie die Schaltungen funktionieren.


1. Darf ich das rein rechtlich gesehen? Was muss ich beachten?
2. Meint ihr das ist sinnvoll (oder kann man mit Zeitung austragen mehr 
verdienen :-) )?


Danke fuer das Lesen und Eure Antworten,
Maximilian

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Maximilian (Gast)

>Die Platinenen koennte man dann (bestueckt oder unbestueckt) bei Ebay
>oder in einem eigenen Web-Shop verkaufen, dazu koennte man ja auch noch
>eine Erklaerung schreiben, wie die Schaltungen funktionieren.

Kann man machen, aber . .

>1. Darf ich das rein rechtlich gesehen? Was muss ich beachten?

RHOS wahrscheinlich. Wenn es einige Leute eng sehen wahrscheinlich auch 
das Elektronikabfallgesetz. Wenn das wirklich greift, kannst du die 
Sache getrost vergessen.

>2. Meint ihr das ist sinnvoll

Ja, im Sinne einer kreativen, sinnvollen, intelligenten, erbaulichen 
Beschäftigung.

> (oder kann man mit Zeitung austragen mehr
>verdienen :-) )?

Da muss man im allgemeinen wohl bejahen. Jubelelektronik ist ziemlich 
billig und ma kommt als Bastler nicht an die Qualität ran. Ledigich den 
Einzigartigkeitsfaktor kann man verkaufen.

MFG
Falk

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Falk Brunner wrote:

>>1. Darf ich das rein rechtlich gesehen? Was muss ich beachten?
>
> RHOS wahrscheinlich.

Außerdem wirst du dich mit dem ganzen Gewerberecht herumschlagen müssen.
Das wird wohl irgendwie in eine Kleinunternehmerlösung fallen, die
dann hoffentlich noch gewerbesteuerfrei (und frei von IHK-Zwangsmit-
gliedschaft) ausgehen könnte, aber du musst dir den Zirkus erstmal
angucken, ansonsten wird das Finanzamt dein erster Kunde werden -- und
die unterstellen dir im Zweifelsfalle, dass du viel mehr Gewinn gemacht
hättest, als du dir jemals träumen lässt.

Autor: Thilo M. (Gast)
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>(und frei von IHK-Zwangsmitgliedschaft)
Das musst du aber erst schriftlich regeln, sonst halten die die Hand 
auf.
Auch ist ein Steuerberater hilfreich, um die Umsatzsteuer-Voranmeldung 
jährlich zu machen, nicht monatlich, was vorausgesetzt wird.
Dann musste Müllgebühren für'n 4-Personen-Haushalt löhnen (bei uns 
zumindest).
Die ersten 3 Jahre noch was übrig zu haben ist Utopie oder Betrug, Jörg 
Wunsch hat das ja schon angesprochen.
Dann ist die Umsatzsteuer-Voranmeldung bei regelmäßigen Verlusten (und 
das geht schnell) vorläufig (=> Prüfung könnte kommen).
Die Unterlagen/Rechnungen müssen 10 Jahre aufbewahrt werden ...

Ich würde den Mist wegen ein paar Kröten nebenher nicht mehr anfangen.

Autor: Claus P. (claus)
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Hallo Maximilian,

ich bezweifle, dass du damit wirklich Geld verdienen kannst.

Zum Vergleich: Ein kompletter DVD-Player kostet bei Aldi 29,90 Euro, 
wieviel würdest du denn für eine Schaltung verlangen? Und wie lange 
würdest du brauchen für Ätzen, Bohren und Bestücken? Welcher Stundenlohn 
wäre das nach Abzug deiner Unkosten für Bauelemente, Material, Werkzeug 
und Gebühren?

Wenn es dir aufs Geld ankommt: Mit Zeitungen austragen kommt bestimmt 
mehr 'rüber.

Wenn es dir auf eine kreative, erbauliche Beschäftigung ankommt: Hast du 
schon mal darüber nachgedacht, deine Schaltungen auf deiner Homepage 
vorzustellen? Du könntest die Unterlagen ja kostenlos zum Download 
anbieten, so haben viele etwas von deiner Arbeit und du hast keine 
rechtlichen Probleme.

Grüße
Claus

Autor: Michael H* (Gast)
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warum denn zeitungen austragen? frag doch einfach mal bei lokalen 
betrieben nach, die sachen in deinem interessensgebiet machen. meiner 
erfahrung nach am besten nix großes, da dauert es ewig, bis man mit dem 
eigenen talent mal auffällt - klingt arrogant, is aber nicht so gemeint 
=)

Autor: Chris (Gast)
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>Meine Ueberlegung ist nun das ganze mal mit Eagle aufzuzeichnen

Nebenbei nicht vergessen, dass die Eagle Freeware lediglich privat 
eingesetzt werden darf.

So ein Eagle mit Lizenz holst du durch Platinen verkaufen nicht so 
schnell wieder rein.
Ob das natürlich bei einer Platine, deren Layout du nicht herausgibst, 
auffällt, steht auf einem anderen Blatt ...

Um kein schlechtes Gewissen haben zu müssen solltest du dir, wenn du das 
wirklich machst, mal Sprint Layout ansehen oder eben Freeware, deren 
komerzielle Nutzung nicht untersagt ist, nutzen.

Trotz Allem: ich glaube auch nicht, dass man mit sowas auch nur 
Ansatzweise an die Verdienstmöglichkeiten eines gewöhnlichen hirnfreien 
Nebenjobs rankommt ...

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Maximilian wrote:

> Meine Ueberlegung ist nun das ganze mal mit Eagle aufzuzeichnen und die
> Spiele dann selber auf Platinenen zu aetzen.
> Die Platinenen koennte man dann (bestueckt oder unbestueckt) bei Ebay
> oder in einem eigenen Web-Shop verkaufen, dazu koennte man ja auch noch
> eine Erklaerung schreiben, wie die Schaltungen funktionieren.

Hi Maximilian,
das is ja ne nette Idee aber ich wuerde das wieder vergessen. Bei 
Elektronik is das alles reichlich kompliziert, ausserdem zahlt Dir den 
Arbeitsaufwand bei nicht-Serienfertigung doch keiner und Du haftest im 
Extremfall fuer irgendwelche Fehler. Da muesstest Du Dich umfangreich 
von nem Juristen beraten lassen und das kostet sicher schon ein paar 
tausend so... ob sich das lohnt wirst Du selber wissen muessen. Alles 
andere kann (und wird wahrscheinlich irgendwann) boese enden.

Schonmal an Software gedacht? ;)

lg,
Michael

Autor: Peter (Gast)
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Hallo,
ich habe mir das auch schon überlegt. Aber ich denke mal ohne Risiko 
geht des nicht rentabel. Auch nicht im entfernsten.
Du könntest dir doch überlegen deine Sache zu veröffentlichen. Das wird 
sich zwar wesentlich weniger lohnen aber du hast weniger Risiko (nur das 
Urheberrecht) .
Eine andere Möglichkeit zum Geldverdienen als Schüler wäre Nachhilfe. Da 
sind auch so 7€ drin. (War vor 3 Jahren auf jedenfall so) Später 
vieleicht auch mal mehr.
Gruß
Peter

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Thilo M. wrote:

> Auch ist ein Steuerberater hilfreich, um die Umsatzsteuer-Voranmeldung
> jährlich zu machen, nicht monatlich, was vorausgesetzt wird.

In dem Rahmen sollte er umsatzsteuerfrei im Sinne der Kleinunternehmer-
Regelung bleiben.  Alles andere lohnt den Aufwand gleich gar nicht
(dann kannste nämlich nur noch Vollzeit wirtschaftlich arbeiten).

Aber recherchieren muss man all den Krams halt vorher schon um dann
zu wissen, wem man was in welcher Form kund tut.

Autor: Maximilian (Gast)
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Hallo,

danke fuer die ganzen Antworten.
Ich vertaue euch dann einfach mal und lasse es mit dem Platinenverkauf 
sein.

Vielleicht werde ich meine Schaltplaende auf meiner Internetseite 
veroeffentlichen, dann melde ich mich nocheinmal, um die Sache 
vorzustellen.


Ich werde mich dann mal nach einem anderen Nebenjob umsehen, es muss ja 
wirklich nicht gleich Zeitung austragen oder so etwas sein.
Am liebsten haette ich eine (kleine) Arbeit, der ich entweder 
(1.)alleine zu Hause nachgehen kann, oder eben (2.) bei einer kleinen 
Firma.

Faellt euch etwas zu 1. ein?


Maximilian

Autor: OptoKlaus (Gast)
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Hallo Maximilian,

fang einfach an.

Das grosse Geld wirst Du damit nicht machen, aber für eine kleine 
Nebeneinkunft fuers Hobby koennte es reichen.

Klar, da gibt es noch das Finanzamt, RHOS, CE Kennzeichnung, die 
Abfallverwerter, die IHK.... Aber 1. bist Du minderjaehrig und 2. gehst 
Du im Rauschen unter und 3. ist Dein Umsatz (d. h. die Verkaufserloese) 
gering (<1000Euro?). Anmelden bei den Behoerden kannst Du Dich wenn das 
erste Geld geflossen ist.
Falls Dir etwas an der Elektronik liegt und Du evtl. eine spaetere 
Selbstaendigkeit planst, dann F A N G  J E T Z T  A N. Es gibt viel zu 
lernen und einfacher wirds nicht.

Ich spreche uebrigens aus Erfahrung: Meine erste Elektronik habe ich mit 
18 verkauft. Mittlerweile lebe ich seit ca. 20 Jahren davon.

Viel Erfolg

OptoKlaus

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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2.) ist besser, da es sozial durchaus wichtig ist, dass du während
der Arbeit auch mal mit anderen Leuten (und deren Eigenheiten) zu
tun hast.  Ob und wo du sowas machen kannst, musst du an Hand deiner
Umgebung selbst entscheiden.

Aber einen Ansatzpunkt hast du ja schon, falls es derartige Ing.-Büros
etc. bei dir in der Umgebung gibt: du kannst mit einem Platinen-
Layout-Programm (Neudeutsch: EDA, Electronics Design Automation)
umgehen.  Versteif' dich nicht zu sehr auf Eagle, du wirst dich durchaus
auch an andere (oft teurere) Alternativen gewöhnen können.  Vielleicht
findest du ja jemanden, bei dem du derartige Tätigkeiten erledigen
kannst.

Autor: GG (Gast)
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Denk daran, das Du Schadstoffe/
Sondermüll miterzeugst, der entsorgt
werden muß. Ansonsten aber: Machen!

Autor: Tommi Huber (drmota)
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>Ich vertaue euch dann einfach mal und lasse es mit dem Platinenverkauf
>sein.

Lass dich bloß nicht unterkriegen oder beeiflussen von den negativen 
Meinungen hier. Wenn du in deinen jungen Jahren schon so weit bist deine 
Leistungen verkaufen zu wollen, dann bist du auf dem richtigen Weg. 
Resignieren kannst du später noch immer.

Sehr viele erfolgreiche Menschen haben schon als Schüler mit sehr viel 
Fleiss und Disziplin an ihren Ideen gewerkt.

Einige von denen waren Mitte 20 schon  Multimillionäre, wo deren 
Kollegen noch in verstaubten Hörsaelen sinnlose Formeln von vorne bis 
hinten erforscht haben.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Tommi Huber wrote:

> Lass dich bloß nicht unterkriegen oder beeiflussen von den negativen
> Meinungen hier. Wenn du in deinen jungen Jahren schon so weit bist deine
> Leistungen verkaufen zu wollen, dann bist du auf dem richtigen Weg.
> Resignieren kannst du später noch immer.
>
> Sehr viele erfolgreiche Menschen haben schon als Schüler mit sehr viel
> Fleiss und Disziplin an ihren Ideen gewerkt.
>
> Einige von denen waren Mitte 20 schon  Multimillionäre, wo deren
> Kollegen noch in verstaubten Hörsaelen sinnlose Formeln von vorne bis
> hinten erforscht haben.

Das kann ich nur unterschreiben.

Eins muss man als angehender Unternehmer direkt lernen: sich nicht durch 
durch die Bedenkenträger (unter anderem auch hier im Forum) usw. 
verrückt machen zu lassen, sondern nur auf sich zu schauen und die Sache 
durchzuziehen.
Mit "Wenn" und "Aber" ist noch kein Unternehmen groß geworden.

Wie schon Goethe erkannte:
"Zu allem Großen ist der erste Schritt der MUT!"

Informiere Dich bei Deiner IHK über steuerliche Dinge (hier gibt es z.B. 
monatliche Steuerberatersprechtage für Gründer - kostenlos!) und keine 
Angst: die allermeisten IHKs erheben erst ab Gewinnen von über 5000 Euro 
überhaupt Mitgliedsbeiträge.
Auch das FA reisst Dir nicht direkt den Kopf ab - geh hin und frage die 
Leute, und zwar sofort - nicht erst den Prüfer ;-)

Jeder fängt mal klein an. Aber Du wirst sehen: es kommt eins zum 
anderen. Viele Kunden werden fragen, ob Du nicht auch dieses und jenes 
anbieten kannst und sehr schnell bekommt man ein Gefühl für den Bedarf 
der Kundschaft, man erweitert sein Sortiment usw.

Viele Grüße,
Chris

Autor: Gast (Gast)
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Hallo Maximilian,

mit dem Verkauf von Platinen wird nichts bei rein kommen.
Du lernst da im besten Fall nur eine Menge Leute kennen,
welche die Hand aufhalten und Deine Kohle abzocken.

Bist Du gut in der Schule gibts eigentlich nur eines -
Nachhilfeunterricht geben.
Hat schon zu meiner Schulzeit gut geklappt und der Bedarf
ist sicher nicht zurück gegangen seitdem.

Autor: M.W. (Gast)
Datum:

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Vergiss die Behördengänge. Mit elektronischem Flaschendrehen/Würfeln und 
der PC ein/aus-FB wird dein Umsatz so niedrig sein, dass das eh keiner 
beachtet.

Ich denke, dass Du mit einem Ferienjob mehr verdienst und wenig lernst. 
Beschäftigungen zuhause gibt es meiner Erfahrung nach wenige bis keine 
(oder nur für volljährige Frauen mit Telefonanschluss). Arbeitest Du 
außerhalb deiner vier Wände, so lernst Du den Umgang mit Menschen und 
dich in die Gliederung eines Unternehmens einzufügen.

Falls Du den Platinenverkauf startest, wirst Du vermutlich wenig 
verdienen, aber wesentlich mehr lernen. Vor allem in Bezug auf 
Selbstständigkeit und Elektronik/Programmierung. Wenn dir noch eine 
Bahnbrechendere Idee als deine oben genannten Bastelobjekte einfällt, 
kannst Du dich immernoch mit den Behördengängen beschäftigen.

Wie schon erwähnt wurde bist Du minderjährig und dein monatlicher 
Verdienst wird aller Vorraussicht nicht sehr hoch ausfallen. So lange 
deine Bausätze keine Sprengsätze sind, hast Du wenig bis keinen Ärger zu 
erwarten.

Du könntest auch beides anfangen und gucken wie es sich entwickelt, dann 
bist Du auf der finanziell sichereren Seite.

Gruß

Autor: AC/DC (Gast)
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Hallo Maximilian,
verkaufen darfs du erst ab 18 Jahre(auch ebay) oder deine Eltern
haften für Schäden die deine nicht Fachgerecht gebauten Schaltungen
anrichten könnten. Ob das die Privathaftpflicht deckt, weiß ich nicht
(abklären). Ähnliches gilt auch, wenn du volljährig bist, ohne Eltern.
Wenn du das Risiko nicht eingehen willst, mußte jegliche Haftung
in deinem Angebot ausschließen (falls das überhaupt zulässig ist).
Es gibt mehr als nur die Sachmängelhaftung). Ansonsten spricht nichts
dagegen wenn die Verkäufe einen bescheidenen Umfang haben und nicht
explizit mit "NEU" umworben werden(am besten weglassen). Auch das
Wettbewerbsrecht ist eine kniffliche Sache, wo man sich u.Umständen
erst mal die Hörner stoßen muß. Da kannste schnell Kostenpflichtig
abgemahnt werden. Versuch macht Klug. Sonst würde ich einen Anwalt
fragen. Wenn kein Gegenstandswert zu Grunde liegt kann man ein Honorar
per Vertrag vereinbaren oder du fragst bei "Frag-einen-Anwalt-..."
für sagen wir mal 20 Euronen. Da wird dir dann besser geholfen.

Autor: Hugo Miller (Gast)
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Mach es !

Ich kann echt nicht glauben was ich hier lese - ich meine dies ist nicht 
das Postler und Beamtenforum.

Wie kann es sein, dass man Stumpfsinn (Zeitungen austragen, Sklave 
machen, ...) vor eigenem Antrieb, Verwirklichung eigener Ideen, Einsatz 
der eigenen Intelligenz stellt ? Wie will man mit Bedenken a la 
Finanzamt, RoHS, jemals zu etwas kommen ?
Ob es sich im Augenblick lohnt oder nicht ist nicht die Frage, sondern 
was wird daraus. Die Anlaufphase ist die Investition fuer den spaeteren 
Erfolg, besser er macht das jetzt wo er noch wenig zu verlieren hat.

Wer es drauf hat, der findet seine Nieschen. Und Maximilian wird es 
drauf haben wenn er seine Spielereien als Produkte umsetzt. Ich kenne 
Leute die Zahlen 50-100 Euro fuer eine Schaltung die den Fensterheber im 
Auto mit einer Hochfahrautomatik ergaenzt. Entwicklungszeit 1/2 Tag, 
Stoffkosten 2 Euro. Aber dazu gehoert Erfahrung die man als Ergebnis der 
Investition bekommt.

Wer sofort die Hosen voll hat wenn er das Wort Finanzamt hoert oder RoHS 
als Grundlage seiner Entwicklungstaetigkeit nimmt wird nie auf einen 
gruenen Zweig kommen. Und der sollte auch besser schweigen wenn ein 
junger Mensch danach fragt wie er seine Intelligenz einsetzen kann.

Maximilian, denk nicht daran dein Talent verkommen zu lassen. An das 
Finanzamt wuerde ich erst denken wenn dein Ertrag ein paar Tausend 
uebersteigt. Wird es am Anfang aber nicht. Gruende kein Gewerbe sondern 
mach die Technik. Du willst nicht zum Buerokraten werden sondern zum 
Entwickler und Macher. Sowohl fuer RoHS, CE, FCC etc. gibt es 
praktikable Loesungen. Und du musst dir vor Augen fuehren dass du immer 
unter dem Radar fliegst solange du nicht eine bestimmte Groesse erreicht 
hast. Den Faktor vergessen hier viele die bereits beim Einschalten des 
Loetkolbens die Windeln voll haben.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Hugo Miller (Gast)

>Wie kann es sein, dass man Stumpfsinn (Zeitungen austragen, Sklave
>machen, ...) vor eigenem Antrieb, Verwirklichung eigener Ideen, Einsatz
>der eigenen Intelligenz stellt ?

Hat keiner gemacht. Aber man hat versucht, realistische Chanchen dieses 
Unternehmens zu beleuchten.

> Wie will man mit Bedenken a la
>Finanzamt, RoHS, jemals zu etwas kommen ?

Sind nicht meine Bedenken, aber es gibt genug Leute, die da schnell 
angerannt kommen.

>Ob es sich im Augenblick lohnt oder nicht ist nicht die Frage, sondern
>was wird daraus. Die Anlaufphase ist die Investition fuer den spaeteren
>Erfolg, besser er macht das jetzt wo er noch wenig zu verlieren hat.

Stimmt.

>Wer es drauf hat, der findet seine Nieschen. Und Maximilian wird es
>drauf haben wenn er seine Spielereien als Produkte umsetzt. Ich kenne
>Leute die Zahlen 50-100 Euro fuer eine Schaltung die den Fensterheber im
>Auto mit einer Hochfahrautomatik ergaenzt. Entwicklungszeit 1/2 Tag,
>Stoffkosten 2 Euro. Aber dazu gehoert Erfahrung die man als Ergebnis der

;-)
Ich glaube zu wissen, was Entwicklung bedeutet. Klar kann man hier und 
da was schnell und problemlos aus dem Hut zaubern, aber ob das ein 
längerfristig tragfähiges Konzept ist. Hmmm. Als Schüler und als Versuch 
OK. Als Brotwerwerb . . .?

>Investition bekommt.

>Wer sofort die Hosen voll hat wenn er das Wort Finanzamt hoert

Hat keiner.

>oder RoHS
>als Grundlage seiner Entwicklungstaetigkeit nimmt wird nie auf einen

Der Entwicklung sit es egal. Beim Verkauf eher nicht. Und Rhos ist 
harmlos, gibt ja quais alles als Rhos bauteile. Aber WEEE macht 
bisweilen ZIEMLICH Zicken wie man hört, auch bei solchem Kleingeweren 
(Absicht? Konkurrenz auschalten?)
Frag mal ein paar LEute die auf Ebay selbstgebaute Elekronik verkaufen, 
Modellbauzubehör etc.

>gruenen Zweig kommen. Und der sollte auch besser schweigen wenn ein
>junger Mensch danach fragt wie er seine Intelligenz einsetzen kann.

Du scheinst Inelligenz nur auf Elektronik zu beschränken. Es ist aber 
nun mal so, dass der BWL Teil eines solchen Geschäfts auch bedacht sein 
will.

>Maximilian, denk nicht daran dein Talent verkommen zu lassen. An das

Hat KEINER auch nur ANSATZWEISE gesagt. Er kann basteln und lernen was 
das Zeug hält. Aber verkaufen könnte ggf. Probleme machen.

>unter dem Radar fliegst solange du nicht eine bestimmte Groesse erreicht
>hast.

Stimmt.

MFG
Falk

Autor: mr.chip (Gast)
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Man müsste echt mal darüber nachdenken, einen Verein oder was ähnliches 
zu Gründen, der als juristische Person die ganzen Vorschriften erfüllt 
und in dessen Namen die Mitglieder dann ihre Elektronik verkaufen 
könnten. Der Verein ist dann sozusagen ein Unternehmen, und die 
Mitglieder seine (freien) Mitarbeiter.

Autor: GG (Gast)
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>Man müsste echt mal darüber nachdenken, einen Verein oder was ähnliches
>zu Gründen, der als juristische Person die ganzen Vorschriften erfüllt
>und in dessen Namen die Mitglieder dann ihre Elektronik verkaufen
>könnten. Der Verein ist dann sozusagen ein Unternehmen, und die

Ich währe dabei!

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Ich währe dabei!

Ich evtl auch, aber ohne h.

;-)

Autor: edson (Gast)
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Hallo,

mr.chips Idee klingt echt nach einer guten Sache. Würde aber wohl auch 
drauf hinauslaufen, dass nur der Vorstand hauptamtlich davon leben kann.
btw. Ich stelle mich schon mal zur Wahl auf ;)

Noch generell:

MMN ist das Finanzamt die schnelleste, sachlichste und umgänglichste 
Institution des deutschen Bürokratieapparats.

Gruss,
Edson

Autor: Maximilian (Gast)
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Hallo,

ich bedanke mich gleich nochmal für das ja auch jetzt positive Feedback.

Probieren werde ich es einfach mal, und ganz ehrlich: Was habe ich zu 
verlieren? Sobald die Schaltpläne digitalisiert sind, werde ich mir ein 
paar fertige Platinen ätzen.
Das sollte erst einmal der gesamte Arbeitsaufwand sein: Wenn jemand eine 
Platine haben will, kann ich welche nachätzen, wenn nicht, dann eben 
nicht.

Arbeit entsteht nur dann, wenn ich auch was verdiene.


Danke für die Tipps,
Maximilian

Autor: Chris (Gast)
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>Man müsste echt mal darüber nachdenken, einen Verein oder was ähnliches
>zu Gründen, der als juristische Person die ganzen Vorschriften erfüllt
>und in dessen Namen die Mitglieder dann ihre Elektronik verkaufen
>könnten. Der Verein ist dann sozusagen ein Unternehmen, und die
>Mitglieder seine (freien) Mitarbeiter.

Klingt gut. Wer kennt sich damit wirklich aus ?

Autor: VERKAUF (Gast)
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Aehm, wie soll das funktionieren ? Wenn die Geräte nicht verkauft 
werden, muß der Entwickler dann drauf zahlen damit der Wasserkopf immer 
schön hoch hängt (ups, meinte im Wind steht) ?

Ich meine Elektronikladen hat sowas damals gemacht. Da bin ich mir aber 
nicht 100%ig sicher.

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