Anleitung zum Glasblasen

Moderator Persönliche Seite #928925
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Was schaffst du denn?

Ich habe das als Jugendlicher gern gemacht.  Nicht jedes Glas schmilzt
gleichermaßen gut.  Du brauchst irgendwas, was möglichst leicht
schmilzt.  Vorn zuschmelzen und das vordere Ende gleichmäßig (drehen)
erhitzen, dann aus der Flamme raus und sofort reinpusten.

Mit gut schmelzendem Glas habe ich teilweise so große ,,Ballons''
pusten können, dass die Interferenzfarben an der dünnen Glasschicht
dann verschwunden sind und man praktisch ohne Spiegelung in die
Kugel hineingucken konnte.  Das bedeutet, dass die Schichtdicke
unterhalb der Wellenlänge des sichtbaren Lichts (< ~ 350 nm) geworden
sein muss.  Wenn eine solche Kugel ,,splittert'', kann man die
Bruchfetzen mühelos mit den Fingern zerreiben, ohne sich daran noch
zu schneiden.
Gast #929528
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Hallo,
so jetzt habe ich es mal geschafft ein "Kugel" zu pusten. Bei der hat 
sich teilweise auch nichts gespieglt. Allerdings war diese nur von 
Kurzer dauer denn es gab irgenwelche Spannungen. Man hat es so richtig 
knacken hören. Die Kugel war schätzungsweise 3-4cm groß. Ich habe 5mm 
dicke Glasrörchen. Das ist angeblich Niedertemperaturglas... . Könnten 
die Spannungen damit zusammenhängen das ich zum Schluss zu stark 
geblasen habe und dadurch ein Loch reinbekommen habe. (Also Loch war 
drin aber hat das einfluss auf die Spannungen?)
Ich glaube vorher hatte ich einfach nicht genug Power bei der Flamme und 
dadurch zu stark gepustet.... .
Warum soll man den nicht mit dem Glas in der Flamme pusten?
Und gibt es einen Trick wo man verhindert das sich das Glas beim 
erhitzen zu Stark abbiegt. Mal abgesehen vom drehen... .
So werde jetzt mal weiterprobieren... .
Gas habe ich zum Glück noch :-).
Gruß
Peter
Gast #929539
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>gibt es einen Trick wo man verhindert das sich das Glas beim
>erhitzen zu Stark abbiegt. Mal abgesehen vom drehen...
schneller drehen ...

>Warum soll man den nicht mit dem Glas in der Flamme pusten?
weil dabei immer ein teil des glases weiter aufgeheizt wird _> dort 
wirds weicher > loch
wenn man dagegen ein loch will, hält man die stelle in die flamme und 
pustet...plopp...ein loch...
Gast #929548
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Hallo!

Du weist schon das Du das Glas, über mehrere Stunden, in einem 
Kühlvorgang langsam heruntertempern musst. Sonst hat der Glaskörper 
"Kühlspannung" und kann wie eine Granate zersplittern.

gruß,
Bjoern
Moderator Persönliche Seite #929578
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Tishima wrote:

> Du weist schon das Du das Glas, über mehrere Stunden, in einem
> Kühlvorgang langsam heruntertempern musst.

Naja, bei so kleinen Teilen genügt es, wenn man es innerhalb von
vielleicht einer Minute langsam abkühlen lässt.  Also beim
Kühlen nochmal ein wenig über die Flamme halten.  Je größer die
größten zusammenhängenden Glasklumpen im Werkstück sind, um so
langsamer musst du abkühlen.
Moderator Persönliche Seite #929770
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Jonny Obivan wrote:
> Hat schonmal jemand versucht eine Glühbirne herzustellen?

Weiß nicht, dürfte vor allem an der Beschaffung der Glühwendeln
scheitern.

Es gibt aber im Netz einen Film, in dem ein Franzose ausgiebig
dokumentiert, wie er Trioden selbst baut.  Die Teile dienen offenbar
der Reparatur sehr historischer Rundfunkempfänger (1920er Jahre),
zu einer Zeit, als auch die industrielle Elektronenröhrenfertigung
sich nicht so dramatisch von der Fertigung in seiner Hobbywerkstatt
unterschied.
Persönliche Seite #930265
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Jörg Wunsch wrote:
> Es gibt aber im Netz einen Film, in dem ein Franzose ausgiebig
> dokumentiert, wie er Trioden selbst baut.  Die Teile dienen offenbar
> der Reparatur sehr historischer Rundfunkempfänger (1920er Jahre),
> zu einer Zeit, als auch die industrielle Elektronenröhrenfertigung
> sich nicht so dramatisch von der Fertigung in seiner Hobbywerkstatt
> unterschied.

Beitrag "Französischer Funkamateur fertigt eigene Röhren!"
Gast #931150
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Hallo,
im Anhang habe mich mal meine erste Halbwegs gescheites Teil. Leider ist 
die Kugel etwas klein geraten weshalb es leider nicht richtig als 
Thermometer Funktioniert. Was meint ihr wieviel da noch geht?
Gruß
Peter
#937286
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Peter,

Für ein Thermometer sollte die Kugel sehr viel grösser sein, wenn der 
Rohrchmesser so bleibt. Sonst hast Du eben nicht genug Volumen, welches 
in die Röhre steigen kann. Ist ja klar.

Oder Du nimmst dickwandige Kapillar-Rohre, gibt es für kleines Geld in 
Online-Shops. Die Wandstärken reichen absolut, um unten eine Kugel 
anzublasen. www.glas-stauber.com

Jochen Müller

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