Ingenieure müssen sich etwas einfallen lassen, um sich Marketingleute,
die ihnen alles zusammenstreichen willen, vom Hals zu halten. Und sie
müssen eng zusammenhalten, wenn weibliche Formen dieser Spezies mit
einem Notizblock in der Entwicklungsabteilung der Firma P. auftauchen,
um nach "Einsparpotenzial" zu suchen, weil jene sich gerne und eifrig in
jedes Bit einmischen, aber Vorschläge unterbreiten, die einem
erschaudern lassen.
Wird z.B. dem einen Entwickler ein anderer FPGA aufgeschwatzt, weil
dieser woanders in höheren Volumina läuft, aber einen Umstieg in der
Entwicklungsplattform bedeutet und ferner ein Umschreiben der kompletten
MEGACORE-Komponentenanbindung nachsich zieht, dann sieht das die
BWL-Tante leider erst ein, wenn ein zweiter Kollege einspringt und
behauptet, die Xilinx-Variante des FPGA erzeugt zuviel HF oder
verbraucht zuviel Strom.
Möchte die BWlerin Lizenzen einsparen, so reicht es nicht, auf die
Umständlichkeit des Wartens beim Programmstart und Dauer des
dongle-Steckens hinzuweisen. Da muss schon der Entwicklungsleiter
glaubhaft darstellen, dass die Software mit mehr Lizenzen schneller
läuft.
So geht es dann die ganze lange Sitzung und wenn die BWL-Tante mit ihre
krankhaften Suche nach Synergien alle so richtig schoen genertvt hat,
dann holen die Mannen zum Gegenschlag aus und unterbreiten ihrerseits
Vorschläge, wie man die Schaltungen optimieren kann.
So erging doch kuerzlich wieder einmal die Idde, Teile der
Spannungsversorgung in software zu realisieren. Die Skepsis der
BWL-Projektleiterin war schnell damit beseitigt daß man auch neue
Spezialzellen in den FPGa hinwiese und die Projektleiterin nahm die Idee
zu den Katen, um sie beim nächsten meeting der Arbeitsguppe "cost
optimization" vorzutragen.
Die AG nahm den Vorschlag dankend auf, reagierte aber entsprechend und
machte die BWL-Tante zur Ex-Projektleiterin, jedenfalls , was die Kosten
anging, war das dann billiger.
und? was soll das nun aussagen?
mehr als die tatsache das bwler keine ahnung von fpgas und ingeniere
keine ahnung von bwl haben kommt da nicht bei rum.
aber irgendwie war das auch vorher schon zu erwarten :)
oder war die kernaussage, das mann sich von frau besser nix sagen läßt,
weil die haben sowieso keine ahnung?
Warum zieht ihr über BWLer her. Die haben ja echt keine Ahnung von der
Hardware, müssen sie auch nicht. Es ist schließlich nicht deren Beruf.
Schlimmer ist, wenn Ingenieure unter Kollegen so einen Humbug
verbreiten. Ich habe schon so oft irgendwelche Vorschläge gehört die
dermaßen fehl am Platz waren und das von Ingenieuren, die seit 15 Jahren
im Beruf sind.
>> Warum zieht ihr über BWLer her.>Weil sie es verdient haben.
Ziehe dir einen Anzug an und mach es besser! Im Ernst, die machen ihren
Job und die Aufgaben sind teilweise nicht überflüßig. Wenn du so schlau
bist, rede mit deinem Chef, dass du die Aufgaben des Controllers
übernimmst oder die Bilanzen am Ende des Jahren prüfst. Es ist eine
scheiß Arbeit, die kein Ingenieur gerne machen würde.
Ings. die auf BWLer nicht gut zu sprechen sind, sind meist schlecht
Verdiener und neidisch. Wenn man paar Synapsen im Kopf mehr hat und
eigenen Wert kennst, sieht man die BWLer mit anderen Augen. Sehe es mal
so, wenn du gut bist, verdienst du nicht weniger als ein BWLer musst
aber dafür keine teuren Anzüge kaufen :)
BWLer sind aber zu 90 % ......... (vor Gericht zu ahndendes Schimpfwort)
Das BWL Studium ist eben ein Kabaret Studium, das auswendig lernende
Nichtsnutze und Dampfplauderer produziert (die aber leider meist das
doppelte eines INGs verdienen).
Ich hab mit BWLern nix am Hut, aber es stimmt schon, das viele Ings.
nicht kostensensitiv konstruieren können.
In meiner Jahzehntelangen Praxis hab ich immer wieder festgestellt:
"Teuer bauen kann jeder!"
Letztens erst hab ich einen Ing 'zurückgepfiffen', der ein 24dB-Filter
digital realisieren wollte. Dabei liegt das Hühnerfutter für solche
analogen Dinge hier überall rum.
Viele Ings sind zu Technik- und Produktverliebt. Das da einige BWLer ihr
Jagdrevier sehen ist leider verständlich.
Ich würde so etwas mobbing nennen.
Man mag von den BWL'ern halten was man will.
Der Ing. der der BWL-Projektleiterin das vorgeschschlagen hat - und auch
noch Ihre Zweifel ausgeredet hat,gehört - zumindest abgemahnt.
Offensichtlich ist er nicht willens mit den Kollegen und Strukturen zu
arbeiten, die die Firma vorgegeben hat. Er Sieht alles nur durch seine
Brille, und wenn ihm ein anderes Fachgebiet nicht passt, dann greift er
zu unfairen und persönlichen Angriffen. Mit so jemanden möcht ich nicht
zusammenarbeiten.
Tja - Wahrscheinlich würder der Mensch sich sogar als "Teamfähig"
bezeichnen. Wenn dann aber das Team nicht genau so arbeitet und denkt
wie er will - dann fällt ihm nur noch Mobbing ein.
Frank
>Warum zieht ihr über BWLer her.
Meine Mutter hat immer gesagt: "Junge, Du sollst keine Schwächeren
schlagen".
Die Antwort auf die Frage, und wenn die mich schlagen? blieb sie mir bis
heute schuldig.
Die Schwierigkeit ist doch immer wieder, daß jeder eine eigene Meinung
hat, was man optimieren kann. Leider sind die, die befähigt wären
gesunde Vorschläge zu machen, oft nicht in der Position, und umgekehrt.
Ich habe das nahezu jede Woche, daß irgendqwelche Entscheidungen von
oben herunterpurzeln, die offensichtlich von Leuten kommen, die die
Auswirkungen garnicht kennen oder abschätzen können. Da wird einerseits
versucht, Kosten zu sparen und an Stellen aufwändig herumgedoktert, die
kaum etwas bringen, während anderswo anscheinend kleine Änderungswünsche
reingeworfen werden, die unüberschaubare Auswirkungen haben.
> Viele Ings sind zu Technik- und Produktverliebt. Das da einige BWLer ihr> Jagdrevier sehen ist leider verständlich.
Und viele sind leider auch ziemliche Kellerkinder. Die können zwar
Mathematik, Elektronik und C - haben aber kein Gespür für das drumherum.
Solche Nerds ohne soziales Geschick und mit teilweise seltsamen
Ansichten können sich in einer Gruppe natürlich nur schwer behaupten.
Es dauert eine Zeit, bis man's als Entwickler raushat kosten zu sparen.
Einen BWLer durch die Firma zu hetzen bringt wenig. Das ist ein viel
langsamerer Prozess. Man koennte sich vorstellen, dass ein BWLer die
Entwickler begleitet, und immer ueber die Kosten spricht, die der
Entwickler nicht sieht.
Gibt es als Schnittstelle zwischen BWL-Welt und Technik-Welt nicht den
Wirtschaftsingenieur? Der könnte ev. eine Brücke bauen. Gibt es da
Erfahrungsberichte ob dieses Konzept aufgeht?
Was den Eingangsthread betrifft: Hier liegt ganz klar Mobbing vor. Ich
finde das extrem traurig.Ein freundlicher und umsichtiger Mensch hätte
sich vernünftig mit der Dame unterhalten und sich kooperativ und
hilfsbereit gezeigt.
>Was den Eingangsthread betrifft: Hier liegt ganz klar Mobbing vor. Ich>finde das extrem traurig.Ein freundlicher und umsichtiger Mensch hätte>sich vernünftig mit der Dame unterhalten und sich kooperativ und>hilfsbereit gezeigt.
Nun, wenn eine Pfeife mit null Ahnung den grossen Macker spielen
will/soll reagiert man eben so. Weshalb brauchen Pfeifen mit null Ahnung
denn Weisungsgewalt ? Ein konstruktives Gespraech waere eher geeignet.
@ Tommi Huber
Hi Tommi,
ich muss mal fragen, weil ich komme nicht selbst drauf?
Von was hat er denn Ahnung? >>
Einer http://www.skysails.info/index.php?id=18&L=0 hat auf jeden Fall
Ahnung und macht jetzt eine Menge Kohle mit seiner Firma.
Vom Marketing oder?
Ich denke schon die ganze Zeit darüber nach und mir fällt immer nur das
Wort Cargolifter dazu ein.
Bei den Wolkenseglern habe ich mich vor einem Jahr mal beworben. Leider
hatten die etwas andere Vorstellungen von dem, was ein
Softwareentwickler verdienen soll, als ich. Hehehe
Die segeln jetzt eben ohne mich.
Hoffentlich verfliegt sich der Drachen nicht. Höhöhö