Damit der Jammerthread nicht religiös abdriftet habe ich mich erbarmt
hier einen neuen Thread aufzumachen in dem alle "Gott liebt alle, so
glaubet doch endlich" und "gott-ist-tot"-vertreter ihren senf abgeben
können.
meine meinung präsentiere ich noch (ist ja nicht so das ich keine
meinung zu dem thema habe ... nur interessiert die niemanden :-))
Religion ist nur was für Leute mit geringer Bildung oder schwach
ausgeprägtem Selbstbewußtsein. Geht's denen schlecht, hilft ihen ihr
Glaube. Den gleichen Effekt könnte man auch mit Yoga erreichen. Die
brauchen das um mit ihrem kleinen Leben zurechtzukommen. Im Prinzip ist
die Bibel doch nur ein Märchenbuch, dass auch von den Gebrüdern Grimm
stammen könnte. Der Wahrheitsgehalt dürfte gegen Null tendieren. Jeder
der schonmal Stille Post gespielt hat weiß, dass eine Geschichte bereits
nach 3 Stationen verfälscht wiedergegeben wird. Bei der Bibel reden wir
von 2000 Jahre +/- und vielen persönlichen Interpretationen.
Irgendwann hat sich die Sache verselbständigt, und eine
Verbrecherorganinsation (katholische Kirche) hat sich die Geschichte zu
eigen gemacht, um die Welt zu beherrschen und persönlichen Reichtum
anzuhäufen.
Gast wrote
> Religion ist nur was für Leute mit geringer Bildung oder schwach> ausgeprägtem Selbstbewußtsein.
Mit solchen Äußerungen wäre ich sehr, sehr vorsichtig.
> Jeder der schonmal Stille Post gespielt hat weiß, dass eine Geschichte> bereits nach 3 Stationen verfälscht wiedergegeben wird.
Dies ist leider korrekt. Je mehr Revisionen herausgegeben werden, umso
verfälschter wird das ganze.
> Bei der Bibel reden wir von 2000 Jahre +/- ...
Wenn 4000 Jahre für dich noch als +/- gelten ists okay.
Ansonsten solltest du dich erstmal mit dem Thema Bibel bzw. Glaube
auseinandersetzen, bevor du solchen Käse schreibst.
> Irgendwann hat sich die Sache verselbständigt, und eine> Verbrecherorganinsation (katholische Kirche) hat sich die Geschichte zu> eigen gemacht, um die Welt zu beherrschen und persönlichen Reichtum> anzuhäufen.
Das wiederum ist Ansichtssache.
Eins ist fakt, sobald (Zeit vor Luther) eine Sünde für Geld vergeben und
somit Gott aus dem Spiel gelassen wird, ist der Begriff, wie du ihn
gebraucht hast m.E. nicht ganz falsch.
> Religion ist nur was für Leute mit geringer Bildung oder schwach> ausgeprägtem Selbstbewußtsein.
Wer sowas behauptet, um dessen Intellekt kann es nicht allzu gut stehen.
Mein alter Mathelehrer Dr. Schüler ist ein hochgeachteter Mann, sowohl
in seinen Fächern, als auch als Mensch, dem so leicht niemand das Wasser
reichen kann. Jedes Gespräch mit ihm ist ein Gewinn für den Tag. Der
Gute hat zudem noch das Feld der Philosophie beackert. Auf beiden
Gebieten ist er Spitze. ICh weiß von privaten Gesprächen bzw. aus
Seminaren seiner Zeit, dass er sehr religiös ist. Gegenüber mir (bin
selbst religiös, aber kein Kirchengänger) geht er auch regelmäßig in den
Gottesdienst.
Nein, er ist kein Einzelfall. Auch Berufskollegen von ihm sind ähnlich
drauf. Darunter eine promovierte Physikerin und Leute aus den
Geisteswissenschaften.
Meiner Erfahrung ist genau die Umgekehrte. Je schlichter heutzutage die
Charaktere, desto eher wird alles was mit Glauben zu tun hat abgelehnt.
Glauben bedingt in Reflexion mit sich selbst zu gehen. Das können oder
wollen viele nicht mehr, weil ihnen der tägliche Materialismus (der
schnöde Mammon) wichtiger und näher erscheint, als sich mit
Existenziellen Fragen zu beschäftigen. Je schlichter der Bildungsgrad,
desto größer die Ablehnung der Institution Kirche. Lässt sich immer
wieder sehr schön beobachten.
Ich denke, weder die Aussage von Gast (Je dümmer, desto Kirche), noch
die von Bedenke (umgekehrt) stimmt.
Prinzipiell finde ich jede Religion überflüssig, aber das, was TEILWEISE
durch die Kirche/Moschee/Synagoge etc. erreicht wird, finde ich gut.
Es ist gut, dass es Orte gibt, wo Moral und Ethik und allgemeines
Gutsein gepredigt wird. Um das zu tun, bedarf es aber nicht unbedingt
eines Gottes, wegen dem man gut sein soll.
Es ist gut, dass vor allem in kleineren Orten und Gemeinden mit der
Kirche eine Plattform für Gemeinsamkeit und friedvolles Zusammensein
geboten wird. Dafür bräuchte man aber nicht das Konzept von Sünde und
Beichte, Gebet und Rosenkranz.
Ich denke, mit der Religion ist es wie mit dem Fernsehen, was ja kluge
Menschen klüger und dumme Menschen dümmer machen soll, gute und
aufrechte Menschen werden durch sie gestärkt und in ihrem Handeln
bestätigt, böse, machtgierige und hasserfüllte finden durch sie die
Möglichkeit, ihre Ansichten zu verbreiten oder zu rechtfertigen. Für die
einen ist die Kirche ein roter Faden, ein Geländer des Lebens, für die
anderen ein Katalysator für Gewalt und Hass. So wie ein guter
Religionsmann durch seine Reden die Herzen der Menschen mit Gutem füllen
kann und ihnen das Gefühl geben kann, Gutes zu tun, so kann ein
gewiefter Prediger extreme Gefühle der Ablehnung und des Hasses
hervorrufen (das mündet dann im Extremismus).
Weil die Religion schon so oft missbraucht wurde, egal ob bei den
Kreuzzügen oder z.Zt. im nahen Osten zur Anstiftung von Kriegen, finde
ich sie überflüssig. Keine Institution sollte so viel Macht über das
Denken und v.a. das Fühlen und Glauben des Menschen haben. Es ist gerade
wegen der Möglichkeit, die Menschen tief in ihrem Inneren zu berühren,
eine zu gefährliche Waffe.
Das alles gilt für jede Religion, egal ob sie so genannt oder als Sekte
verrufen wird, das Prinzip ist immer das Gleiche, der Unterschied ist
nur die räumliche und zeitliche Verbreitung.
Kirche hat sehr viel mit Tradition zu tun, was natürlich heutzutage
viele Leute ablehnen. Auch die Tatsache, dass man für seinen Glauben
besteuert wird, dürfte gerade heutzutage viele Leute abschrecken. Aber
Generalisierungen wie von den Obengenannten treffen bestimmt nicht zu,
ich denke, es finden sich sowohl inner- als auch außerhalb der Kirche
Tumbe und Schlauköpfe. Wenn die Eltern treue Kirchgänger sind und das
Kind dort durch die Gemeinschaft mit anderen Kindern nur Gutes erlebt
hat, wird es ziemlich sicher immer zur Kirche gehen und seine Kinder
ebenfalls hinbringen.
Es bedarf gerade in diesen Zeiten des Egoismus und der Kurzsichtigkeit
sicher eines Leitlichtes, eine sanften Hand, die wackelige Menschen
stabilisiert und stabile noch verstärkt. Diesen Zweck erfüllen die
Religionen theoretisch und im Idealfall. Praktisch sieht es aber leider
anders aus, aber eine Alternative fällt mir jetzt spontan auch nicht
ein, weil der Missbrauch immer gegeben ist bzw. sich anbietet.
Zum Thema Religion ist zu sagen das sich gerade die Physiker wieder auf
die Religion zubewegen, allerdings hin zu den wohl ältesten Religionen,
denen aus dem fernen Osten. Einstein und Planck waren am Ende ihrer Tage
in dieser Hinsicht sehr proreligiös - allerdings wie gesagt in Richtung
Buddhismus und Taoismus.
Auch Oppenheimer hat während der Entwicklung der Atombombe eifrig im
Sanskrit gelesen.
Tatsächlich hat man sich nach der Abwendung von der Religion mit dem
deterministischen newtonschen Weltmodell (Welt als Uhrwerk, wozu da noch
Gott?) mit der Entdeckung der Quantenphysik, aber auch der über die
Relativitätstheorie herausgehenden Betrachtungen wieder dem religiösen
angenähert. Oder: nachdem man aus dem Atom ein Uhrwerk aus Protonen,
Neutronen und Elektronen gemacht hat mußte man später entdecken das
dieses einfache mechanistische Modell nur eine Gedankenkrücke ist. Die
streng deterministischen Billardkugeln verhielten sich wie
Wellenstrukturen - nur was schwingt da? Bei der mittels des
Casimir-Effekts nachgewiesenen Vakuumpolarisation entstehen und vergehen
aus dem Nichts heraus Teilchen und vergehen wieder.
Einstein selbst relativierte 1925 seine Absage an den Äther indem er
diesen dadurch anerkannte das das "Nichts" anscheinend physikalische
Parameter hat und so eben nicht Nichts ist.
Das buddhistische "alles ist eins" verkörpert vielleicht nur die
Einsicht das Elementarteilchen nur Schwingungen oder Wirbel in diesem
Einen, Wirklichen sind. Das erklärt auch die Einsteinsche Erklärung von
Materie als eingefrohrene Energie - wenn Materieteilchen Wirbel sind
dann ist in ihnen viel Rotationsenergie gespeichert, die in einem
idealem Fluidum unendlich lange eingeschlossen sein kann. "Shivas Tanz"
wären dann die mannigfaltigen Ätherbewegungen die alle Daseinsformen
hervorbringen - die aber nur Wellenspiel des einzig wirklichen Stoffes
sind. "Alles fließt".
Auch die buddhistische Ansicht das diese Welt für uns geschaffen wurde
damit wir durch Einsicht lernen halte ich für durchaus urchristlich -
warum sollten wir nicht alle gleich in den Himmel übernommen werden?
Vielleicht darum weil es dann kein Himmelreich mehr sein würde wenn alle
Menschen wie sie jetzt leben nach oben kommen würden. Es kann nicht der
Sinn sein hier 60 Jahre brav das Händchen zu falten und dann in der
Ewigkeit die Sau rauslassen zu können. Da ist der buddhistische Ansatz
nachvollziehbarer: wir hatten alle früher die göttliche Buddhanatur, die
wir durch einen Sündenfall verloren haben - verführt zu schlechten
Einsichten. Die Rolle des Erdenlebens in den vielen Reinkarnationen
bestehe darin das wir durch eigenes Erleben endlich doch zu der Einsicht
kommen. Denn nur durch tiefe innere Einsicht könnte man auch dann das
Gute tun wenn man ewig leben würde. So etwas kann nicht durch Gebote
oder Verbote verordnet werden.
In dieser Hinsicht ist der Buddhismus weise; er verzichtet auch auf
Bekehrungen wie die lautstarken Monotheistischen Religionen - warum
auch? Er sieht die Suche nach der Einsicht als individuellen Prozeß - so
kann auch ein guter Christ, ein guter Mohammedaner, ja selbst ein guter
Atheist sein. Wichtig ist nur das er nicht versucht anderen SEINE
Interpretation aufzudrücken. Und schon gar nicht die Worte eines
Postboten (alas Prophet) über die eigentliche Botschaft zu setzen.
fakt ist:
wenn ich an ein höheres wesen glauben will dann brauche ich den verein
kirche nicht, denn die wollen nur unser geld.
und so läuft es ab:
nichts -> geburt -> leben -> tod -> nichts
oder kann sich jemand an ein vorhandensein vor der geburt erinnern, und
ich meine nicht an ein vorheriges leben, welches man sich im
unterbewusstsein einbildet.
so und jetzt können mich die kerzerlschlucker steinigen.
> Geht's denen schlecht, hilft ihen ihr> Glaube. Den gleichen Effekt könnte man auch mit Yoga erreichen.
Ja genau, ich hab letztens in einem abstürzenden Flugzeug gesehen wie da
die Atheisten Yoga gemacht haben. :-(
> Religion ist nur was für Leute mit geringer Bildung oder schwach> ausgeprägtem Selbstbewußtsein.
Vollkommen korrekt.
Alles was man nicht erklären kann ist Gottes Werk oder vom Teufel und
wird im 2ten Fall verbrannt, getötet oder beides gleichzeitig ;)
> Religion ist nur was für Leute mit geringer Bildung oder schwach> ausgeprägtem Selbstbewußtsein.
Jemand mit wirklich guter Bildung würde nie so einen Satz von sich
geben.
Für einen Gott, im Sinne der
modernen monotheistischen Denkweise,
ist die Luft tatsächlich ziemlich
dünn geworden.
Er könnte nur entweder sehr klein
(unterhalb der Plancklänge), oder
sehr groß (außerhalb des beobachtbaren
Universums) sein. In keinem Fall
darf er makroskopisch auf Vorgänge
im Universum einwirken.
Vorstellbar währe ein Gott allerdings,
als Starter des Universums. Als jener,
welcher die Naturkonstanten voreinstellte.
Diese sind erstaunlich exakt auf ein
stabiles, Leben hervorbringendes Universum
getrimmt.
Noch eine Möglichkeit wäre,
Gott als das Universum selbst
mit allem darin zu betrachten,
wie es die viele Naturreligionen
tun.
@ed
full ack
außer in der frage der Alternativen
„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung
entschieden.“ – Marilyn vos Savant
Doch! Bei Antennen sehr wohl!
Davon gekommener wrote:
>Ja genau, ich hab letztens in einem abstürzenden Flugzeug gesehen>wie da die Atheisten Yoga gemacht haben. :-(
warst du in dem flugzeug?
dein nickname lässt darauf schliessen. :-\
Stefan Helmert wrote:
> Hallo,>> hier gibts viele Religions-Verschwörungsstoff:> www.kreuz.net
Kann ich nur wärmstens empfehlen!
Ulf, dort wirst du uneingeschränkte Zustimmung finden!
ich wollte mich zwar auch noch eingehender äussern, aber es hat keinen
zweck : "habe keinen gott neben mir außer dem was wir verstand nennen."
das ist die einzige meinung die hier wirklich durchkommt. noch nichtmal
: "ich weiß es nicht glaube aber nicht wirklich daran" statt dessen :
"leute die an gott glauben sind dumm und lesen die bild-zeitung" (das
gerade bild-zeitungs leser am wenigsten an gott glauben ist solchen
leuten egal, einfach alle in einen sack und druff)
ich für meinen teil weiß das es noch mehr gibt als das was wir
physikalisch und verstandesgemäß erfassen. irgendwie erinnert mich die
situation an vor 1905 : "newton sagt : 'wir können das universum
vollständig erklären'. bis auf ein paar rand-phänomene, aber die sind
unbedeutend ..." dann kommt einstein daher und schmeißt alles um.
ich denke das wir bald erkennen werden das es noch mehr gibt als nur
messbare physik, und das eben nicht alles deterministisch ist wie wir es
gerne hätten, und nur weil wir uns selbst so beschränken heißt es nicht
das es nicht noch etwas anderes gibt. motto : magnetismus kann ich nicht
sehen/riechen/schmecken/essen also existiert er nicht, oder etwa doch ?!
nicht alles was man nicht messen kann existiert nicht auch zwangsläufig
nicht.
aber das wäre ja zu einfach. beweise beweise beweise ...
einen solchen beweis kann jeder nur für sich selbst finden. eben nicht
mit reproduzierbaren messaufbauten, genormten messverfahren usw...
bin mal echt gespannt wie mir ein physiker das leben bzw. die evolution
bzw (und jetzt wirds interessant) die kraft bzw die motivation die die
evolution vorantreibt erklären möchte.
ist doch eh alles sinnlos : fressen, schlafen, scheißen, fortpflanzen,
sterben. das alleine macht keinen sinn wenn der planet erde endlich ist
(in ein paar mrd jahren sind wir eh nicht mehr, das weiß auch die natur,
oder ist sie doch so dumm ?! anscheinend)
ich für meinen teil glaube an gott oder zumindest daran das es etwas
(geistig) höhreres gibt als uns (überwiegend) kleingeister die immer
kleiner werden je mehr wir meinen zu wissen. kirchen sind i.d.r fürn
eimer da jeder seine spritualität selbst finden muß, und sowas wie die
10 gebote sind zwar eine vernünftige sache, aber wir sind ja sooo
zivilisiert das wir sowas nicht nötig haben. wir morden nicht, wir
stehlen nicht, wir lügen nicht usw ... deshalb sind sowas wie die 10
gebote auch antiquiert, nicht wahr ?
"und nur weil wir uns selbst so beschränken heißt es nicht
das es nicht noch etwas anderes gibt."
Klar kann es noch viele Dinge geben von denen wir keine Ahnung haben,
ich denke das wird niemand bestreiten.
"motto : magnetismus kann ich nicht
sehen/riechen/schmecken/essen also existiert er nicht, oder etwa doch ?!
nicht alles was man nicht messen kann existiert nicht auch zwangsläufig
nicht."
Man kann die Auswirkungen des Magnetismus aber messen.
"einen solchen beweis kann jeder nur für sich selbst finden. eben nicht
mit reproduzierbaren messaufbauten, genormten messverfahren usw..."
Oxymoron, dann ist es kein Beweis.
"bin mal echt gespannt wie mir ein physiker das leben bzw. die evolution
bzw (und jetzt wirds interessant) die kraft bzw die motivation die die
evolution vorantreibt erklären möchte."
Welche dieser Fragen wird durch das Postulieren der Existenz eines
Gottes beantwortet? Was ist mit den Fragen die dadurch aufgeworfen
werden? Warum gibt es Gott, warum hat er das Universum erschaffen, warum
erst vor xxx Jahren und nicht schon frueher, usw.
>Man kann die Auswirkungen des Magnetismus aber messen.
und nur weil man die "passenden" messgeräte oder "sensoren" noch nicht
gefunden hat (bzw. wir selbst noch nichtmal im stande sind etwas
dahingehend zu empfinden bzw. empfinden zu wollen weils ja so out ist)
ist es von vornherein blödsinn ?!
>Oxymoron, dann ist es kein Beweis.
schöne erklärung, aber viele die ein nahtod erlebnis hatten sehen das
ganze (den beweis für sich selbst) etwas anders, aber das ist ja eh
alles egal. der tod ist nur ein letztes aufbäumen der hirnzellen um
einem den tod zu erleichtern, wofür sonst. hat die wissenschaft ja schon
in zahlen ausgedrückt ...
>Welche dieser Fragen wird durch das Postulieren der Existenz eines>Gottes beantwortet?
keine, aber es würde zeigen das es noch mehr gibt als den
mechanistischen kleingeist den wir unseren verstand nennen über den wir
hinaus nicht zu denken im stande sind.
ich weiß es ist zwar ein märchen (das erstaunlich viele erleben), aber
leute die ein nahtod erlebnis hatten und später in allen einzelheiten
davon berichten konnten was die ärtze, verwandte in nebenzimmern gesagt
haben waren ja gar nicht tod, die messgeräte fürs hirn sind halt einfach
nicht so empfindlich und von daher ist das alles mumpitz. hier mal ein
sowas von unseriöser fall :
http://www.newsnet5.com/health/16363548/detail.html
da hat doch glatt jemand das beatmungsgerät angelassen. kein wunder ...
alles blödsinn.
>warum hat er das Universum erschaffen
die frage find ich immer besonders geil :
wir sitzen hier auf einem kleinen fleckchen erde, nennen uns
zivilisiert, standen mehrmals am rande der totalen auslöschung durch uns
selbst (kalter krieg) faseln was von hilfe für hilfebedürftige, lassen
diese im selben atemzug verrecken damit wir nen warmen arsch haben,
unsere mitmenschen sind uns sowas von scheißegal (wettbewerb eben, soll
der doch auf der strecke bleiben, der is ja so doof), kümmern uns
(global gesehen) einen scheißdreck um die umwelt (die amis, russen,
chinesen, inder haben es ja nicht nötig), setzen uns scheuklappen und
rosarote brillen auf (alles ist gut, wir leben in 40 jahren noch so
weiter wie bisher), sind derart stolz und überheblich mit dem was wir in
den letzten 200 jahren geschafft haben (und uns nebenbei bemerkt geistig
derart zurückentwickelt haben das man schon vom homo stupidus sprechen
könnte) aber die wichtigste frage : wer hat dieses gottverdammte
universum erschaffen, und warum ?
mich interessiert das universum erst dann wirklich wenn es sich wirklich
lohnt es zu erforschen, aber solange wir uns selbst nicht verstanden
haben geschweige denn unsere probleme gelöst haben ist die frage meiner
meinung nach irrelevant !!
genauso dieser mist das wir uns technisch nachbauen wollen. ja super !
da versuchen ein paar besonders kluge köpfe unseren denkapparat
nachzubauen ohne das man wirklich verstanden hat was darin vorgeht. ich
will nicht abstreiten das man mit neuronalen netzen mehr machen kann als
mit stumpf-starr sequentiellen programmabläufen, aber ich denke (bzw.
ich weiß) das je näher wir dem menschlichen gehirn kommen, desto
ähnlicher wird es uns sein, ABER es werden immer kleine teile fehlen,
die den menschen von einer maschine unterscheiden, und menschen werden
diesen unterschied IMMER erkennen. es fehlt einfach immer etwas. wir
KÖNNEN keine evolution spielen, oder sie nachbauen.
genauso dieser ganze gentechnik-dreck. welche kraft ist stärker als die
evolution ? es mag sein das die natur auch try&error benutzt, aber wir
fangen dabei von 0 an, und die natur hat da schon ein paar erfahrungen
mehr und weiß schneller auszuselektieren als wir (wir finden das saatgut
von monsanto ja so toll bei dem man immer wieder von dieser firma kaufen
muß, da es nur für eine saat reicht, wissen aber noch nicht was das für
auswirkungen auf die natur hat, aber es lässt sich so schön geld damit
machen, super !)
ich halte es für mich mit folgendem spruch ganz einfach :
je mehr man weiß desto eher erkennt man das man nichts weiß, außer man
denkt mit seinem beschränkten verstand, denn in einer beschränkten welt
ist alles immer einfach und rosarot.
> Wer sowas behauptet, um dessen Intellekt kann es nicht allzu gut stehen.> Mein alter Mathelehrer ...
Wer von Einzelbeispielen auf alle schließt, bestätigt doch sehr schön
das Ausgangspostulat. Zum anderen gibt es tatsächlich eine Reihe von
Untersuchungen bezüglich Religiosität und Intelligenz die genau den
postulierten Zusammenhang zeigen:
http://dx.doi.org/10.1016/j.intell.2008.03.004 (die auf weitere Studien
verweist)
Zur Not tuts auch dies hier:
http://kspark.kaist.ac.kr/jesus/intelligence%20&%20religion.htm> sleipnir> Zum Thema Religion ist zu sagen das sich gerade die Physiker wieder auf> die Religion zubewegen, allerdings hin zu den wohl ältesten Religionen,> denen aus dem fernen Osten. Einstein und Planck waren am Ende ihrer Tage> in dieser Hinsicht sehr proreligiös - allerdings wie gesagt in Richtung> Buddhismus und Taoismus.
Gerade Einstein als "proreligiös" darzustellen, ist, gelinde gesagt,
eine Verkennung der Realität.
Einstein in einem Brief an Gutkind:
"Das Wort Gottes ist für mich nicht mehr, als der Ausdruck und das
Produkt menschlicher Schwächen. Die Bibel ist eine Sammlung ehrbarer,
aber dennoch primitiver Legenden, welche doch ganz schön kindisch sind.
Keine Interpretation, wie feinsinnig sie auch sein mag, kann das (für
mich) ändern.“ und weiter
„Für mich ist die jüdische Religion wie jede andere der Inbegriff des
kindischsten Aberglaubens."
Wenn man aber auf Buddhismus und Taoismus, zumindest die
Hauptströmungen, verweist, die die Existenz eines "Schöpfergottes"
leugnen und dementsprechend auch als atheistische Religionen bezeichnet
werden können, bekommt die Aussage "proreligiös" einen gänzlich anderen
Inhalt.
> Tatsächlich hat man sich nach der Abwendung von der Religion mit dem> deterministischen newtonschen Weltmodell (Welt als Uhrwerk, wozu da noch> Gott?) mit der Entdeckung der Quantenphysik, aber auch der über die> Relativitätstheorie herausgehenden Betrachtungen wieder dem religiösen> angenähert.
Warum? Weil "Gott" jetzt der "Zufallsgenerator" sein soll und nicht mehr
den deterministischen Prozess angestoßen hat?
Vllt sollte man sich auch die Entwicklungen abseits der
Mainstream-Physik ansehen: Z.B. die Arbeiten von Stephen L. Adler,
Gerard 't Hooft, Joy Christian und anderen.
Der Rest klingt ziemlich stark nach Fritjof Capras "Das Tao der Physik"
> TheMason> bin mal echt gespannt wie mir ein physiker das leben bzw. die evolution> bzw (und jetzt wirds interessant) die kraft bzw die motivation die die> evolution vorantreibt erklären möchte
Es gibt keine und sie wird auch nicht durch Zufall vorangetrieben.
>Es gibt keine und sie wird auch nicht durch Zufall vorangetrieben.
dann ist es also das spaghettimonster welches die evolution malt ?!
oder ist das eine erklärung mit der man sich versucht aus einer solchen
erklärungsnot herauszuwinden.
mal im ernst : was bewegt die evolution dazu weiterzumachen, wenns doch
sinnlos ist ...
die natur macht nichts unbedacht, also warum haben wir dummerchen dann
so einen verdammt großen denkapparat der doch zu nichts anderem nütze
ist als das klima mit anzuheizen ?! unsere kognitiven fähigkeiten wären
auch mit weniger hirnmasse möglich ... (wir nutzen ja bekanntlich nur
einen bruchteil unserer kapazität)
aber es ist einfacher zu sagen : "die welt ist so. basta" als sich
einzugestehen das da noch mehr sein könnte (und meiner meinung nach auch
ist, selbst wenn ich nicht weiß was es ist) als nur deterministische
vorgänge
">Man kann die Auswirkungen des Magnetismus aber messen.
und nur weil man die "passenden" messgeräte oder "sensoren" noch nicht
gefunden hat (bzw. wir selbst noch nichtmal im stande sind etwas
dahingehend zu empfinden bzw. empfinden zu wollen weils ja so out ist)
ist es von vornherein blödsinn ?!"
Umgekehrt: es ist so lange Bloedsinn, BIS man die passenden Messgeraete
hat.
"schöne erklärung, aber viele die ein nahtod erlebnis hatten sehen das
ganze (den beweis für sich selbst) etwas anders"
Klar, Leute auf einem Acid-Trip denken auch gerne mal dass sie fliegen
koennen.
>>Welche dieser Fragen wird durch das Postulieren der Existenz eines>>Gottes beantwortet?>>keine, aber es würde zeigen das es noch mehr gibt
Was wuerde was "zeigen"? Du stellst eine Theorie auf fuer die es a)
keinen Beweis gibt und die b) keine Fragen beantwortet, und meinst dann
diese Therie wuerde zeigen dass sie selbst wahr ist?
"ich weiß es ist zwar ein märchen (das erstaunlich viele erleben), aber
leute die ein nahtod erlebnis hatten und später in allen einzelheiten
davon berichten konnten was die ärtze, verwandte in nebenzimmern gesagt
haben"
Das hab ich bisher immer nur auf Galileo Mystery und aehlnich serioesen
Quellen gehoert.
"..."
Das les ich mir jetzt nicht durch, da bekommt man ja Augenkraempfe.
"da hat doch glatt jemand das beatmungsgerät angelassen. kein wunder ...
alles blödsinn."
Was willst du damit jetzt sagen?
Kannst du programmieren? Dann schreib dir mal ein Programm, das mittels
Neuronaler Netze kleine Roboter steuert, die Futter aufsammeln müssen.
Dann lass das 1000 Generationen mit einem genetischen Algorithmus
laufen.
Wenn man mal gesehen hat wie einfach die Mechanismen sind, die dafür
sorgen das sich sinnlos rumdrehende Roboter ist zielstrebige
Futtersammler verwandeln, weis man, das es nur viele Millionen Jahre,
viele Individuen und eine Fitnesfunktion braucht, damit sich aus
einfachen Lebensformen komplexere entwickeln.
TheMason wrote:
>>Es gibt keine und sie wird auch nicht durch Zufall vorangetrieben.>> dann ist es also das spaghettimonster welches die evolution malt ?!> oder ist das eine erklärung mit der man sich versucht aus einer solchen> erklärungsnot herauszuwinden.>> mal im ernst : was bewegt die evolution dazu weiterzumachen, wenns doch> sinnlos ist ...> die natur macht nichts unbedacht, also warum haben wir dummerchen dann> so einen verdammt großen denkapparat der doch zu nichts anderem nütze
Was ist das denn für eine Argumentation?
Die "Natur" denkt, was natürlich nicht bewiesen werden muss, die
Evolution wird personalisiert und nicht als natürlicher Prozess
betrachtet.
Für den Anfang: http://de.wikipedia.org/wiki/Selektion_(Evolution)
"mal im ernst : was bewegt die evolution dazu weiterzumachen, wenns doch
sinnlos ist ..."
Was bewegt einen Stein dazu nach unten zu fallen?
"(wir nutzen ja bekanntlich nur einen bruchteil unserer kapazität)"
Das ist ein Geruecht das sich leider hartnaeckig haelt.
"aber es ist einfacher zu sagen : "die welt ist so. basta" als sich
einzugestehen das da noch mehr sein könnte (und meiner meinung nach auch
ist, selbst wenn ich nicht weiß was es ist) als nur deterministische
vorgänge"
Klar koennte da noch mehr sein. Wenn wir es entdecken koennen wir uns
darueber freuen.
ich sag ja ist alles mumpitz.
leben und leben lassen.
so einfach mache ich mir das mit der argumentation. es ist halt immer ne
glaubenssache. der eine glaubt nur daran was andere ihm sagen und er
auch (und nur logisch) verstehen kann, der andere räumt noch platz für
weiteres ein das eben nicht streng logisch erklärbar ist.
und das wollte ich mit diesen etwas provokanten postings zum ausdruck
gebracht haben. ich denke und weiß das es mehr gibt als nur reine
logik/mathe/phsyik/chemie und andere geben sich damit zufrieden.
aber es ist ja mein kleines bescheidenes leben mit dem ich mich nicht
abfinden kann das es endlich ist das ich mir so ein gebilde wie gott
oder spritualität einrede (um an ein posting weiter oben anzuknüpfen)
ich belasse es dabei und erspare mir eine wilde argumentation. ihr habt
alle recht : alles blödsinn.
weitermachen !
Falsch. Es ist eben keine Glaubenssache. Wissenschaft und Glaube sind 2
völlig grundverschiedene Dinge. Und es ist ein gewaltiger Unterschied,
ob man zugibt das es 1. Dinge gibt die man noch nicht logisch erklären
kann, oder ob man 2. glaubt, dass es Dinge gibt für die es keine
logische Erklärung gibt.
@i_ h.
ich bin mal gespannt welche phänomene wir noch erleben werden bei denen
die wissenschaft mit achselzucken dasteht und das als kollektive
halluzination abtut obwohl es 100'e oder 1000'e erlebt/gesehen/gefühlt
haben und sich fragen warum das nicht erklärbar ist ...
interessante zeiten das sind.
Klar gibt's sowas sehr häufig. Aber alle Wissenschaftler sind sich darin
einig, dass es logische Erklärungen für diese Effekte gibt. Das wir sie
noch nicht gefunden haben, liegt an uns.
...der Himmel wird blau aufleuchten,
und in riesigen, goldenen Lettern wird
am Firmament geschrieben stehen:
"schwerer Ausnahmefehler -
bitte beenden Sie alle
Lebensformen und starten
Sie das Universum neu. "
...