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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Prüfungsfrage: Transistor in Sättigung oder ohmscher Bereich


Autor: Thomas (Gast)
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Hi eine kleine Frage, die mich beschäftigt:


Wann wird ein Transistor in Sättigung oder im ohmschen Bereich 
betrieben:


Digitalelektronik

Analogelektronik


Leistungsverstärker



Ich würde sagen

Sättigung, Ohmscher Bereich,  Sättigung


richtig ?

Danke!

Autor: mr.chip (Gast)
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Die ersten zwei, sicherlich ja, beim Leistungsverstärker kommt es halt 
auf die genaue Funktionsweise an. Ein Class-D-Modell ja, ansonsten nein.

Autor: HildeK (Gast)
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Auch bei der Digitaltechnik wird der (bipolare) Transistor nicht 
ausschließlich in der Sättigung betrieben. Da hat er nämlich eine 
unbrauchbar hohe Erholzeit. Gelegentlich sieht man eine Schottky-Diode 
von B zu C, die dafür sorgt, dass der Transistor NICHT in Sättigung 
gerät und damit viel schneller schalten kann.

Autor: Arno H. (arno_h)
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Das hängt in erster Linie davon ab, welchen Transistortyp du verwendest.
Der bipolare Transistor kennt meines Wissens keinen ohmschen Bereich. 
Der Bereich im Ausgangskennlinienfeld, in dem die Basisstromkurven 
nahezu waagerecht verlaufen, ist der aktive Bereich. Der Bereich mit 
Übersteuerung durch hohen Basisstrom bei kleiner VCE wird 
Sättigungsbereich genannt.
Beim MOSFET ist der ohmsche Bereich der, in dem nur der RDSon wirksam 
ist.
Der Teil der Kennlinie mit fast horizontalen Gatespannungsscharen ist 
hier der Sättigungsbereich, weil der Drainstrom "gesättigt" ist und 
durch Erhöhen der VDS nicht mehr weiter ansteigt.

Ich persönlich ziehe den Begriff übersteuert vor, um Verwechslungen zu 
vermeiden.

Als Lektüre empfehle ich dir z.B. das eBook "Grundlagen der Elektronik" 
von Prof. Stefan Goßner. Download des deutschen Textes unter:
http://www.prof-gossner.de/Frameset.html
Vielleicht findest du auch mit geschickter Suche noch einen Link für 
einen T.S.

Arno

Autor: T-Experte (Gast)
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"Gelegentlich sieht man eine Schottky-Diode
von B zu C, die dafür sorgt, dass der Transistor NICHT in Sättigung
gerät und damit viel schneller schalten kann."

Stimmt, dieser Betrieb wird auch als "Quasi-Sättigung" bezeichnet.
Bei Darlingtons arbeitet der Endstufentransistor automatisch in dieser 
Betriebsart.

Gruss

Autor: Falk Brunner (falk)
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>Digitalelektronik

Sowoahl als auch. TTL macht bisschen Sättigung, Schottky-TTL kaum.
ECL mach KEINE Sättigung, so auch diverse neue High-Speed Standards wir 
LVDS etc.

>Analogelektronik

Linearer Bereich, per Definition ;-)

>Leistungsverstärker

Klasse A und AB sind linear, C ist so lala, D ist klar gesättigt.

Welche Antwort ist politisch korrekt und bekommt volle Punktzahl?

MFG
Falk

Autor: Thomas (Gast)
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@ Falk Brunner


"Welche Antwort ist politisch korrekt und bekommt volle Punktzahl?"  - 
Frage kommt aus einem Protokoll  -  daher weiß auch nicht was die 
korrekte Antwort ist...

Hab ich das richtig verstanden:

"Leistungsverstärker

Klasse A und AB sind linear, C ist so lala, D ist klar gesättigt."


also wenn man einen Verstärker in "D" betreibt -  dann ist es quasi ein 
"Ein - Aus" Schalter - also z.B. für eine Audioverstärkung völlig 
unsinnig ?

vielen Dank für eure Hilfe !!!

Gruß´

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Thomas (Gast)

>also wenn man einen Verstärker in "D" betreibt -  dann ist es quasi ein
>"Ein - Aus" Schalter

Ja, eine digitale Leistungsendstufe.

> - also z.B. für eine Audioverstärkung völlig
>unsinnig ?

Nöö, ist der letzte Schrei. PWM als DA-Wandler.

MFG
Falk

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