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Forum: Offtopic Olympia Boykottieren?


Autor: Horst-Holger (Gast)
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Hallo,
ich möchte mal quer in die Runde fragen, ob Ihr Olympia Boykottieren 
würdet, wenn Ihr dazu die Möglichkeit hättet?

Ich gehe mal davon aus dass es hier im Forum gänzlich wenig Sportler 
hat, die sich für die Teilnahme an der Olympiade in China qualifiziert 
haben, aber kauft Ihr irgendwelches Merchandising, schaut Ihr es im TV 
an - schlicht weg, gebt Ihr Geld für die diesjährige Olympiade aus?

Nachdem die chinesische Regierung das IOC in meinen Augen regelrecht 
vorgeführt hat, und sich das IOC dies auch noch breitwillige gefallen 
lässt ist für mich die diesjährige Olympiade gestorben.

Los ging es ja mit den "Unannehmlichkeiten" in Tibet, China hat da in 
meinen Auen auf den Druck von aussen garnicht (nur wenig) reagiert, 
keine Erklärung, keine Stellungnahme, einfach nichts.
Anschließend die Geschichte dass die Reporter einen nur stark zensierten 
Webzugang haben, manche berichten dass sie nichteinmal die webseite der 
eigenen Zeitung aufrufen können.

Nun verbietet das IOC den Sportlern auch noch jede öffentliche Meinung 
was nicht mit Sport zu tun hat und droht den Sportlern mit Ausschluß und 
Disqualifikation von den Spiele.

China hat ein anderes Regierungsprinzip wie wir hier im Westen, das sehe 
ich ein, dennoch kann ich es nicht für gut heißen wenn man "Gästen" 
einen Maulkorb vorschiebt, Ihnen genau vorschreibt was sie tuen und 
lassen müssen und dann noch Teile seines eigenen Volkes unterdrückt.

Warum die Spiele nicht boykottiert werden weiß ich nicht, vielleicht 
sehe ich Dingen völlig falsch, vielleicht sheen andere Leute das alles 
ganz anderst, ich jedenfalls würde an den Spielen nicht teilnehmen wenn 
ich dafür qualifiziert wäre (wobei so mancher Sportler vlt. nur deshalb 
den Mund hält, weil er einfach mal dabei sein will).
Merchandising von solchen Veranstalltungen kaufe ich i.d.R. sowieso 
nicht (was will ich mit einem T-Shirt oder einer Basecap auf der " 
Olympia China 2008" steht!?) werde mir aber das ganze auch nicht gross 
anschauen.

Wieso sprechen sich die Teilnehmer, Funktionäre, Regierungen immer noch 
nicht für einen Boykott der Spiele aus?
Wie seht Ihr das ganze!?

Bitte bleibt sachlich oder schreibt erst gar nichts zu diesem Thema, 
nicht dass der Thread aus der Bahn driftet!

Autor: Gruke (Gast)
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Also ich wäre bei einem Boykott dabei. Die China haben Tibet gewaltsam 
annektiert und wollen nun Druck auf alle Saaten ausüben, die auch nur 
mit dem Dalei Lama reden. In dieser Hinsicht verhält sich China wie ein 
Verbrecherstaat.

Autor: Erik D. (dareal)
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Gruke wrote:
> In dieser Hinsicht verhält sich China wie ein
> Verbrecherstaat.

Ist China das nicht sowieso schon seit langem? ...

Autor: Gruke (Gast)
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Das wollte ich so pauschal nicht sagen, da ich mich über andere 
Vorkommnisse nicht genauer Informiert habe.

Autor: Jupp (Gast)
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>Also ich wäre bei einem Boykott dabei.

Ich definitiv auch!

Mord in Tibet, Kritiker lahmlegen, breitflächige Zensur, Missachtung 
internationaler Markenrechte etc. sind Zustände, die zusammen mit dem 
olympischen Geist nichts zu tun haben.

Leider haben die Sportler nicht viel zu sagen...

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Jupp,

"Leider haben die Sportler nicht viel zu sagen..."

Du glaubst also allen Ernstes, da bereitet sich jemand jahrelang auf 
Olympia vor, um dann freudig zu boykottieren?!

Ähnelt irgendwie dem Spruch: "Die Aufforderung gegen den Strom zu 
schwimmen kommt meist vom sicheren Ufer."

Du glaubst bestimmt auch, die Russen sind wegen des 
Moskau-Olympiaboykotts aus Afghanistan abgezogen?

Die deutschen Investitionen in China auf Eis zu legen und auf Gewinne zu 
verzichten, daß wäre doch mal was.
Oder die eigenen China-Porukte auf den Müll zu schmeißen.

Autor: Heckenpenner (Gast)
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Wenn ich mich mein Leben lang zu Höchstleistungen gedopt hätte, so würde 
ich die Spiele sicher nicht boykottieren.
Aber das Maul würde ich auch nicht halten, sondern einen Rausschmiss 
riskieren!

Autor: Daniel F. (df311)
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Horst-Holger wrote:
> Hallo,
> ich möchte mal quer in die Runde fragen, ob Ihr Olympia Boykottieren
> würdet, wenn Ihr dazu die Möglichkeit hättet?

mache ich sowieso, wenn auch aus anderen gründen...

dass geld die welt regiert sieht man auch jedesmal wieder bei der 
vergabe der olympischen spiele. wie sonst käme jemand auf die idee, eine 
derart große sportveranstaltung in einem land durchzuführen, wo es keine 
unzensierte berichterstattung geben kann, da damit die - unbequeme - 
wahrheit unter das volk gebracht wird?
und warum sollte jemand sportereignisse wie z.b. marathonläufe in einer 
stadt durchführen, in der man eine kettensäge braucht, um einen block 
luft zum atmen aus der "standardatmosphäre" zu schneiden?

nur meine meinung, und der olympische gedanke zählt: "höher, schneller, 
weiter, teurer, ..."

Autor: Blob! (Gast)
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Wäre auch ganz klar für einen Boykott der Spiele.

Ein wirtschaftlicher Boykott wäre etwas anderes, aber als Sportler würde 
ich auch schon alleine wegen dem Verhalten des IOCs einen Boykott 
anstreben!

Peking macht was es will und das IOC schaut nur dabei zu und lächelt 
freundlich, das kann absolut nicht angehen!

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Heckenpenner (Gast)

>Wenn ich mich mein Leben lang zu Höchstleistungen gedopt hätte, so würde
>ich die Spiele sicher nicht boykottieren.
>Aber das Maul würde ich auch nicht halten, sondern einen Rausschmiss
>riskieren!

Konjunktiv ist schon was feines, gelle?

http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktiv#Irrealis

MFg
Fa-ich liebe Wikipedia immer mehr-lk

Autor: Schadet dir (Gast)
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Ich wäre für einen Boykott der Dummheit. Was sollte man damit bezwecken? 
Sind wir hier im Kindergarten? Olympia hat doch nichts mit dem 
Veranstalter zu tun. Das ist das Gleiche, als würden uns die Saudis 
boykottieren, weil wir Schweinefleisch essen.

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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>China hat ein anderes Regierungsprinzip wie wir hier im Westen, das sehe
>ich ein, dennoch kann ich es nicht für gut heißen wenn man "Gästen"
>einen Maulkorb vorschiebt, Ihnen genau vorschreibt was sie tuen und
>lassen müssen und dann noch Teile seines eigenen Volkes unterdrückt.

Ich kann das auch nicht gutheißen, aber wenn ich in einem Land Gast bin 
MUß ich mich an die dort herrschenden Sitten und Gesetze halten, das ist 
überall in der Welt so.

Was ich mir aussuchen kann, ist ob ich dort Gast sein will oder nicht!

Die Lösung hätte sein können, diese weltweite überragende Werbeplattform 
von Bedingungen abhängig zu machen, aber wo Geld die Hauptrolle spielt, 
da hat Moral nix verloren. So ist das.


gude

ts

Autor: Arno H. (arno_h)
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Die Sportler zum Boykott aufzurufen halte ich für unangebracht. Sollen 
jetzt Personen, die Leistung erbracht haben um teilzunehmen, für das 
Versagen der Politiker und des Kalkbergwerks IOC einstehen?
Ein Boykott der Zuschauer mit (öffentlichkeitswirksamen?) Protesten an 
die Sponsoren dürfte mehr bringen: Wenig Zuschauer = weniger 
Werbeeinnahmen erzielbar.
Ausser am Geldbeutel oder wahrscheinlicher Geldsack kann man diese Leute 
nicht packen.

Arno

Autor: Argh (Gast)
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Mal durchlesen und richtig benutzen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Olympiade != Olympische Spiele

Autor: Eman (Gast)
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Statt hier die Gutmenschen zu markieren, boykottiert doch China mal 
wirklich, und zwar da, wo es wehtut: Keine Produkte chinesischer 
Herkunft mehr kaufen. Und wer jetzt sagt, dass die andern ja aber viel 
teurer sind -> Das liegt daran, dass China so ein prima 
"Verbrecherstaat" ist, wo die Ameisen noch fleißig arbeiten. Also bitte 
konsequent sein und nicht Wasser predigen und dann Chinesisches essen.

Autor: Nurmi (Gast)
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Kein Boykott!

"Sport ist ein gelebtes Menschenrecht!"

(Aussage eines Sportlers vor dem Sportausschuß des Deutschen 
Bundestages).

Autor: Kachel-Heinz (Gast)
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Ich empfehle keinerlei Boykott seitens der Sportler.

Als Zuschauer boykottiere ich allerdings jede Art von 
Sportveranstaltungen, insbesondere weil der Leistungssport seinen 
Stellenwert verloren hat. Gründe:

- Doping und andere Betrügereien
- Werbung auf Sport-Outfit und Sportstätten
- Unverhältnismäßige Bezahlung einiger weniger sogenannter Stars
- Randale einiger sogenannter Fans
- kurmme Geschäfte der Veranstalter und Medien
- gekaufte Schiedsrichter
- gekaufte Verlierer

Die Liste lässt sich sicherlich fortsetzen, mir ist aber jetzt nicht 
danach.

KH

Autor: Gast (Gast)
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Die Herren und Damen Sportler interessiert es doch garnicht. Die müssen 
Sponsoren befriedigen und wollen ihren persönlichen Ruhm ernten. Kann 
man ja auch nachvollziehen. Gestern Abend hat ein Spieler der deutschen 
Hockey-Manschaft sich da wunderbar rausgeredet, er sagte sinngemäß: "Das 
ist nicht die Aufgabe der Sportler hier zu boykotieren. Das ist Aufgabe 
der Politik." Man passt sich also den Gegebenheiten an und hält die 
Schnauze.

Ich persönlich denke das ist die Aufgabe von jedem Einzelnen, weshalb 
ich mir freiwillig nichts ansehen werde, was mit Olympia zu tun hat. Ich 
will es einfach nicht wissen.

Verachtenswert finde ich auch das olympische Kommite, welches zu den 
Vorwürfen der Internetzensur für die Pressevertreter nur bekannt gab, 
das das jetzt plötzlich in die Entscheidungsbefugnis der Chinesen fällt. 
Es war aber immer zugesagt worden, das nicht zensiert wird. Ich verstehe 
manchmal nicht, weshalb man diesem Land, welches uns viele 
Markenrechtsverletzungen usw. beschert trotzdem so tief in den 
Allerwertesten kriecht. McCain hatte schon recht, mit seinem Spruch über 
die kriecherischen Deutschen.

Autor: Sonnenschein (Gast)
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Hallo

Die Sportler machen ihren Job. Sie bereiten sich auf die Olympiade vor 
und wollen natürlich gewinnen/dabei sein. In einem gewissen Masse muss 
man andere Länder akzeptieren, aber China geht wohl zu weit. Zum einen 
Zensur und zum anderen bewusster Bruch von Zusagen an 
Trainingsmöglichkeiten für die Sportler. Leider sind die Spiele dieses 
Jahr in einem Land, in dem Menschenleben und Menschenrechte nur wenig 
wert sind. Man muss sich nur einmal anschauen, wie in China mit Menschen 
ungegangen wird, die sich wehren oder auch nur eine andere Meinung 
haben.

Wie wird es wohl dieses Jahr aussehen? Gewinnt China die meisen 
Medaillen? Können sich die Sportler darüber freuen, dass sie durch 
bewusste Behinderung anderer Sportler gewonnen haben?

Ich denke, China möchte durch einen reibungslosen Ablauf und top 
organisierte Spiele glänzen. Jedoch darf niemand den Preis dafür 
erfahren, den zahlt nämlich die (arme) Bevölkerung.

Gerade heute stand es in der Zweitung, jedes 5te deutsche Unternehmen 
will die Auslagerung nach China beenden. Zum einen wegen zu hoher Kosten 
und zum anderen wegen schlechter Qualität der Produkte.

Autor: Heckenpenner (Gast)
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@Falk

>Konjunktiv ist schon was feines, gelle?

keine Ahnung, erstmal lesen was "Konjunktiv" bedeutet... (Deutsch 4-5) 
:o)

Ist denn irgend etwas falsch?

Autor: na sowas (Gast)
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Ich glaube man sollte nicht den Weg des Boykotts einschlagen. Damit 
würde man der Chinesichen Führung die Chance geben sich als "Opfer" 
(einer "westlichen Willkür") zu präsentieren. Viel besser ist das Podium 
Olympia zu nutzen, um die Schwächen der Chinesen aufzudecken. Für die 
Chinesiche Kaderführung dürfte es ziemlich peinlich sein vor der 
internationalen Welt als Land dazustehen, das Informations- und 
Meinungsfreiheit aktiv behindert. Die Führung wird also alles tum, um 
diesen Eindruck entgegenzutreten. Darin wiederum liegt die Chance der 
sog. oppositionellen Bewegung Terrain für sich zu gewinnen und ihre 
Aufklärungsarbeit voranzutreiben. Wird so eine Art Katz und Maus 
Spielchen werden, wohl aber mit sehr, sehr ernstem Hintergrund für 
Manche, bis hin zur Bedrohung des eigenen Lebens (darüber wurde schon 
mehrfach berichtet).

Also Olympia nicht boykottieren, sondern besser "sich lautmachen" immer 
dann, wenn auffällige Verstöße gegen allgemeine Menschenrechte 
wahrnehmbar sind. Das alleine kann allerdings bisweilen schon recht 
schwer oder auch mal unmöglich werden (was macht man wenn die Chinesen 
einfach die Sendeleitungen bei ihnen nicht genehmen Inhalten stören?). 
Im Moment ist das für mich nicht abschätzbar wer letztlich der 
"Matchwinner" in Sachen Prestige sein wird. Wahrscheinlich wirds ein 
Patt und jeder gewinnt was und muss zugleich Federn lassen. Das IOC hat 
schließlich schon deftig eines auf den Deckel bekommen für sein 
Wegschauen.

Autor: gucknich (Gast)
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Also ich zahle unfreiwillig für Olympia über GEZ. Ich boykottiere, indem 
ich mir das nicht ansehe. Sollen sich andere all die Werbetafeln und 
Werbeeinblendungen ansehen - ich geh solange spazieren oder mach selber 
Sport.

Autor: Johnny (Gast)
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Wenn wir weiterhin günstige Produkte wollen, dann müssen wir China halt 
machen lassen wie bisher. Ohne Unterdrückung und Ausnutzung bei denen 
gibts keinen derartigen Wohlstand bei uns und die Möglichkeit, dass sich 
jeder einen PC, Flachbildschirm oder ein Auto leisten kann.
Erst wenn wir bereit wären unseren Wohlstand aufzugeben, wäre ein 
Boykott glaubwürdig.

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